Umfangreicher Popcorn-Rückruf – Erhöhte Menge an Tropanalkaloiden festgestellt


Gesundheitliche Beeinträchtigungen drohen: Hersteller ruft Popcorn zurück

Die XOX Gebäck GmbH aus dem niedersächsischen Hameln hat einen umfangreichen Rückruf von verschiedenen Popcorn-Sorten gestartet. In den Produkten ist eine erhöhte Menge an Tropanalkaloiden festgestellt worden. Diese natürlichen Pflanzeninhaltsstoffe sind für den Menschen giftig und können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
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Erhöhte Menge an Tropanalkaloiden in Popcorn festgestellt

Die XOX Gebäck GmbH aus Hameln (Niedersachsen) hat einen umfangreichen Rückruf für verschiedene Popcorn-Artikel gestartet. Wie das Unternehmen auf seiner Webseite berichtet, wurde in den betroffenen Produkten „eine erhöhte Menge an Tropanalkaloiden festgestellt“. Diese natürlichen Pflanzeninhaltsstoffe sind für den Menschen giftig und können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Die XOX Gebäck GmbH hat einen umfangreichen Rückruf für verschiedene Popcorn-Artikel gestartet, weil darin eine erhöhte Menge an Tropanalkaloiden festgestellt wurde. Diese Pflanzenstoffe können bei Menschen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. (Bild: fotofabrika/fotolia.com)

Rückruf von sieben Artikeln

Betroffen von dem Rückruf sind folgende Artikel mit den entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdaten (diese Information steht auf der Rückseite der Verpackung):

XOX Popcorn Toffee Erdbeer 125g, (EAN: 4031446425153), MHD: 27.01.2019 und 28.01.2019.

XOX Party Popcorn süß-salzig WM 275g, (EAN: 4031446425139), MHD: 23.12.2018.

XOX Party XXL Popcorn Karamell 500g, (EAN: 4031446425016), MHD: 19.12.2018 MHD: 20.12.2018, MHD: 14.01.2019, MHD: 15.01.2019, MHD: 16.01.2019.

Eddy’s Popcorn süß 200g, (EAN: 4260445241086), MHD: 31.12.2018, MHD: 01.01.2019.

White Bites Popcorn süß 120g, (EAN: 4031446770055), MHD: 27.12.2018, MHD: 28.12.2018, MHD: 09.01.2019, MHD: 10.01.2019, MHD: 11.01.2019.

Mike Mitchell Popcorn süß 200g, (EAN: 24212588), MHD: 11.12.2018, MHD: 18.12.2018, MHD: 19.12.2018, MHD: 14.01.2019, MHD: 15.01.2019, MHD: 16.01.2019.

Rewe Beste Wahl Popcorn süß 150g, (EAN: 4388844236516), MHD: 16.12.2018, MHD: 17.12.2018, MHD: 18.12.2018, MHD: 07.01.2019, MHD: 08.01.2019, MHD: 09.01.2019, MHD: 30.01.2019.

Vom Verzehr der betroffenen Produkte wird abgeraten

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ berichtet, wurden die sieben zurückgerufenen Produkte bundesweit verkauft – außer in Mecklenburg-Vorpommern.

Laut dem Hersteller können Kunden, die die entsprechenden Produkte gekauft haben, diese gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben.

Von einem Verzehr der betroffenen Artikel wird abgeraten. Dieser „könnte zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Sehstörungen, erweiterten Pupillen, Mundtrockenheit oder Müdigkeit führen“, schreibt die XOX Gebäck GmbH.

Für den Menschen giftig

„Tropanalkaloide sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die in einer Vielzahl von Pflanzen vorkommen, vor allem in Nachtschattengewächsen wie z. B. dem Bilsenkraut, dem Stechapfel und der Tollkirsche“, erklärt die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) auf ihrer Webseite.

„Pflanzen bilden Tropanalkaloide, um sich vor Fraßfeinden (z. B. Insekten) zu schützen. Tropanalkaloide sind auch für den Menschen giftig“, so die Experten, die darauf hinweisen, dass in den vergangenen Jahren Vergiftungsfälle unter anderem aus Slowenien und Österreich bekannt wurden.

Bei den Betroffenen wurden demnach Symptome wie trockener Mund, heiße rote Haut, Sehstörungen, Tachykardie (Herzrasen), Sprachstörungen, Schwindel, Desorientierung und Halluzinationen beobachtet.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (Stand: 2013) seien in Deutschland keine Fälle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von Säuglingen, Kleinkindern und Verbrauchern anderer Altersklassen durch Verzehr Tropanalkaloid-kontaminierter Erzeugnisse bekannt. (ad)

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Meningitis-Fall aufgetreten: Suche nach Kontaktpersonen


Gefährliche Hirnhautentzündung: Akuter Fall von Meningokokken-Meningitis aufgetreten

Bei einem Mann aus Sinzig (Rheinland-Pfalz) ist ein akuter Fall von Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) aufgetreten. Alle direkten Kontaktpersonen haben eine Medikamentenprophylaxe in Form von Antibiotika erhalten. Nun wird nach weiteren Personen gesucht, die in den letzten Tagen Kontakt zu dem Betroffenen hatten. Meningokokken-Erkrankungen können tödlich verlaufen.
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Medikamentenprophylaxe für Kontaktpersonen

Wie die Kreisverwaltung Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) auf ihrer Webseite mitteilt, ist bei einem Mann aus Sinzig ein akuter Fall von Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) aufgetreten. Den Angaben zufolge hat das Kreis-Gesundheitsamt die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. „Dabei haben alle direkten Kontaktpersonen eine Medikamentenprophylaxe in Form von Antibiotika durch niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser erhalten“, heißt es in der Mitteilung.

Bei einem Mann aus Rheinland-Pfalz ist ein akuter Fall von Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) aufgetreten. Nun wird nach Personen gesucht, die mit dem Betroffenen in den vergangenen Tagen engen Kontakt hatten. Die Erkrankung kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. (Bild: k_rahn/fotolia.com)

Suche nach Personen die mit dem Erkrankten Kontakt hatten

Wie dort weiter erklärt wird, zählt zu den Vorsichtsmaßnahmen des Gesundheitsamtes „insbesondere die Ermittlung des Personenkreises, mit dem der Mann in den vergangenen Tagen engen Kontakt hatte. Eine Ansteckungsgefahr besteht nur bei engen, direkten Kontaktpersonen.“

Meningokokken sind Bakterien, die sich im Nasen-Rachen-Raum des Menschen ansiedeln und dort laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung ohne Anhalt klinischer Symptome nachweisbar sind.

Übertragen werden sie am häufigsten per Tröpfcheninfektion. Die Bakterien gelangen beim Sprechen, Husten oder Niesen in kleinen Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum in die Luft und können aus kurzer Entfernung eingeatmet werden.

Zudem können die Erreger auch bei engem Kontakt mit Erkrankten als Schmierinfektion übertragen werden, beispielsweise durch Berührung des Nasensekrets. Außerhalb des Körpers sterben die Bakterien schnell ab.

Infektion führt oft zu Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung

Gesundheitsexperten zufolge können zwei Verlaufsformen der Meningokokken-Erkrankung einzeln oder zusammen auftreten:

„Meningokokken-Erkrankungen verlaufen in ca. zwei Drittel der Fälle als Meningitis. In ca. einem Drittel der Fälle ist der Verlauf durch eine Sepsis gekennzeichnet“, erklärt das RKI auf seiner Webseite.

Der Krankheitsbeginn ist meistens sehr plötzlich und schnell fortschreitend.

Bei Symptomen schnell ärztliche Hilfe suchen

„Im Anfangsstadium kann die Erkrankung mit einem grippalen Infekt verwechselt werden“, schreibt die Kreisverwaltung Ahrweiler.

„Erstsymptome können sich zeigen als Infekt der oberen Luftwege, Fieber, Frösteln, Unwohlsein, Erbrechen, Kopfschmerz, Lichtempfindlichkeit, Gelenkschmerzen, Hauteinblutungen und Nackensteife.“

Das Amt mahnt: „Beim Auftreten dieser Symptome oder in Zweifelsfällen wird empfohlen, umgehend den Hausarzt oder den ärztlichen Notdienst aufzusuchen.“

Erkrankung kann tödlich enden

Laut Fachleuten sind Meningokokken-Erkrankungen in Deutschland ausgesprochen selten – es gibt jährlich nur etwa fünf Fälle auf eine Million Menschen.

Allerdings ist in Hessen erst vor wenigen Monaten ein kleines Kind an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben.

Warum nur ganz wenige einzelne Personen erkranken und andere nicht, sei nicht bekannt. (ad)

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Abnehmen: Macht spätes essen am Abend dicker?


Spätes Essen macht nicht dick: Auf das »was« und »wieviel« kommt es an

Immer wieder hört man folgenden Ratschlag: „Esse nicht nach 18 Uhr, dann kannst Du auch abnehmen!“. Stimmt das wirklich, oder ist das ein Diätmythos. Das King’s College in London wollte es genauer wissen und hat eine Studie mit 1.620 Kindern im Alter von 4 bis 18 Jahren durchgeführt. Überraschend stellten sie fest, dass Kinder und Jugendliche, die noch spät am Abend essen, kein erhöhtes Risiko für Übergewicht haben.
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Wissenschaftliche Studie widerlegt Annahme

Die Wissenschaftler nahmen in den Jahren 2008 bis 2012 verschiedene Daten der Jungen und Mädchen auf. Der Körpermassenindex (BMI) wurde anhand von Körpergewicht und -größe, Alter und Geschlecht berechnet, um das Gewicht einschätzen zu können. Die jungen Probanden beziehungsweise ihre Eltern füllten jährlich ein Ernährungsprotokoll für vier aufeinanderfolgende Tage aus, anhand der die tägliche Energie- und Nährstoffaufnahme sowie die übliche Zeit des Abendessens (vor oder nach 20 Uhr) bestimmt wurden.

Später am Abend essen führt laut Studie nicht grundsätzlich zum Übergewicht. (Bild: Rawpixel.com/fotolia.com)

Frühere Studien ließen vermuten, dass die Zeit der Nahrungsaufnahme die innere Uhr und damit auch Stoffwechselprozesse beeinflusst. Das wäre auch für die Gewichtsregulation von Bedeutung. In der aktuellen Untersuchung hatten jedoch Kinder und Teenager, die zwischen 20 und 22 Uhr aßen, kein höheres Übergewichtsrisiko als Altersgenossen mit einem Abendbrot vor 20 Uhr. Die Energieaufnahme veränderte sich nicht mit dem Zeitpunkt der Mahlzeit, schreiben die Wissenschaftler im »British Journal of Clinical Nutrition«.

Bei der Nahrungsqualität gab es vereinzelte Unterschiede, die aber nicht wesentlich waren. So nahmen Jungen (4-10 Jahre) mit einem späten Abendessen über den Tag verteilt etwas mehr Eiweiß zu sich, während Mädchen (11-18 Jahre) weniger Kohlenhydrate aufnahmen.

»Allerdings aß nur eine begrenzte Zahl der Kinder nach 20 Uhr, was die Ergebnisse möglicherweise beeinflusst hat«, gibt die Autorin Dr. Gerda Pot zu bedenken.

Mögliche Einflussfaktoren auf das Gewicht wie das Weglassen des Frühstücks, körperliche Aktivität und die Schlafdauer wurden noch nicht berücksichtigt.

Wichtiger ist, was wir essen

»Viel wichtiger als der Zeitpunkt der Mahlzeiten ist die über den ganzen Tag aufgenommene Energiemenge«, erklärt Ernährungswissenschaftler Harald Seitz vom Infodienst. Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Wer viel snackt, verliert leicht den Überblick, und das kann sich auf der Waage niederschlagen.

Mit fest geplanten Mahlzeiten fällt es leichter, die richtigen Lebensmittel und angemessenen Portionsgrößen auszuwählen. Das muss natürlich auf den Alltag der Familie abgestimmt ein, so Seitz. Neben einer ausgewogenen Ernährung brauchen Kinder viel Bewegung und ausreichend Schlaf, um fit zu sein und ein gesundes Körpergewicht halten zu können. Heike Kreutz, aid

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Harnsäurespiegel: Täglich Orangensaft trinken senkt das Gicht-Risiko


Harnsäurespiegel wird durch ein Glas Orangensaft zu den Mahlzeiten gesenkt

Fruchtsäfte sind in den letzten Jahren ein wenig in Verruf geraten, da der hohe Anteil an natürlichem Fruchtzucker zum Beispiel in Zusammenhang mit der Entwicklung von Übergewicht und Gicht gebracht wurde. Eine aktuelle Humanstudien der Universitäten Hohenheim und Kiel hat dies nun in Bezug auf Orangensaft untersucht und dabei stattgesundheitlichen Nachteilen vor allem einen Vorteil nachgewiesen: Ein Glas Orangensaft zu den Mahlzeiten senkt das Gicht-Risiko signifikant.
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Zuckerhaltige Getränke gelten allgemein als Mitverursacher von Gicht und Übergewicht. Nicht nur Softdrinks und Limonaden, sondern auch Fruchtsäfte wurden hier in den letzten Jahren zunehmend als Risikofaktor bewertet. Die Wissenschaftler der Universitäten Kiel und Hohenheim konnten in den beiden aktuellen Studien allerdings keine erhöhte Gewichtszunahme bei dem Konsum von einem Glas Orangensaft zu den Mahlzeiten feststellen. Das Gicht-Risiko ist zudem gesunken, anstatt zu steigen. Ein Glas Fruchtsaft pro Tag sei zu empfehlen, da dieser von Natur aus nicht nur Zucker, sondern auch Vitamine, Polyphenole, Mineral- und Ballaststoffe enthalte und somit eine wertvolle Ergänzung der Ernährung darstelle, betonen die Wissenschaftler.

Ein Glas Orangensaft zu den Mahlzeiten senkt signifikant das Gicht Risiko. (Bild: cut/fotolia.com)

Fruchtsäfte mit zunehmend schlechtem Ruf

Lange galten Fruchtsäfte als besonders gesund, doch in den letzten Jahren wurden sie zunehmend kritisch bewertet. Beispielsweise bieten viele Eltern ihren Kindern Fruchtsäfte aufgrund des hohen Zuckergehaltes nur noch mit Wasser verdünnt an. Aus manchen Kindergärten und Grundschulen wurden die Säfte sogar gänzlich verbannt. „Bei einigen Ernährungswissenschaftlern gelten sie als ebenso ungesund wie Cola-Getränke“, berichtet die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in einer Pressemitteilung zu den aktuellen Studien.

Orangensaft- und Softdrink-Konsum untersucht

Professor Reinhold Carle von der Universität Hohenheim und Professorin Anja Bosy-Westphal von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben in zwei Humanstudien die Wirkung von Organsaft an 26 jungen, gesunden Probandinnen und Probanden untersucht. Zum Vergleich mussten die Teilnehmenden 20 Prozent ihres täglichen Energiebedarfs über zwei Wochen entweder mit koffeinfreier Cola oder mit Orangensaft decken. „Bei dem Saft waren das bei den meisten Probanden rund 1,2 Liter, bei Cola etwa ein Liter täglich“, so Prof. Carle. Im Sinne einer sogenannten Cross-over-Studie folgte für die Teilnehmenden nach den ersten 14 Tagen eine Auswaschungsphase von einer Woche und anschließend stiegen die Orangensaft-Trinker auf Cola um bzw. die Cola-Trinker auf Orangensaft um.

Harnsäurespiegel signifikant gesenkt

Zunächst widmeten sich die Forscher in der ersten Studie der Frage, wie Cola bzw. Orangensaft die Harnsäure beeinflusst. Ein hoher Harnsäurespiegel werde für das zunehmende Auftreten von Gichterkrankungen in den Industrienationen verantwortlich gemacht, so die Mitteilung der Universität Kiel. „Auch bei diesem sehr hohen Konsum führte Orangensaft im Unterschied zu Cola zu keiner Beeinträchtigung des Glukosestoffwechsels, und der Harnsäurespiegel wurde sogar signifikant gesenkt“, betont Prof. Bosy-Westphal. Die Reduktion des Harnsäurespiegels sei bei höheren Ausgangsspiegeln am deutlichsten ausgefallen.

Positive Wirkung von Vitamin C und Flavonoiden

Laut Aussage der Ernährungsmedizinerin kommen als Erklärung „für den Harnsäure-senkenden Effekt des Orangensaftes sowohl die Vitamin C-Aufnahme durch den Saft als auch dessen Gehalt an Flavonoiden, insbesondere Hesperidin, in Betracht.“ Das Vitamin C fördere die Ausscheidung von Harnsäure, was zur Prävention erhöhter Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) beitragen könne. Der gleiche Effekt sei auch für Hesperidin im Tierversuch bereits nachgewiesen. „Wenn die Auskristallisation der Harnsäure in Gelenken und Geweben gehemmt ist, kann das wiederum der Entstehung von Gicht vorbeugen“, betont Bosy-Westphal. Daher könne der regelmäßige Verzehr von Orangensaft das Gicht-Risiko senken.

Auswirkungen auf das Körperfett

In der zweiten Studie untersuchten die Forschern den Effekt des Orangensafts auf die Bildung von Körperfett. Hierfür mussten die Probanden ebenfalls 20 Prozent ihres täglichen Energiebedarfs über Orangensaft decken. Allerdings war zunächst zwei Wochen lang vorgegeben, dass sie dreimal täglich 400 Milliliter Orangensaft zu den Tagesmahlzeiten zu sich sich nahmen. Anschließend konsumierten sie für den gleichen Zeitraum den Saft zwischen den Mahlzeiten. Während bei einem Konsum zwischen den Mahlzeiten ein leichter Anstieg des Körperfetts festzustellen war, konnten die Forscher keinen solchen Effekt bei Aufnahme zu den Mahlzeiten beobachten.

Entgegen vielfacher Annahmen ist selbst bei relativ hohem Orangensaft-Konsum keine Zunahme des Körperfetts festzustellen, solange der Saft zu den Mahlzeiten getrunken wird. (Bild: yahyaikiz/fotolia.com)

Konsum zu den Mahlzeiten unbedenklich

„Wir konnten zeigen, dass auch dieser sehr hohe Konsum keine negativen Auswirkungen auf das Körpergewicht hatte – wenn der Saft nicht zwischendurch, sondern zum Frühstück, Mittag- und Abendessen getrunken wurde“, so Prof. Bosy-Westphal. Zum Essen getrunken verringere der Saft die spontane Energieaufnahme mit der Mahlzeit entsprechend und passe sie an. Fruchtsaft könne daher in der üblichen Verzehrmenge nicht nur bedenkenlos konsumiert, sondern als wertvolle Ergänzung zu einer Mahlzeit betrachtet werden, betonen die Experten.

Orangensaft-Konsum in Deutschland relativ gering

„Orangensaft ist eine wertvolle Quelle für Kalium, Folsäure und Vitamin C. Er enthält bioaktive Stoffe wie Carotinoide und Polyphenole mit guter Bioverfügbarkeit“, erläutert Prof. Carle. Zwar sei der literweise Fruchtsaft-Konsum gegen den Durst nicht zu empfehlen, doch dies sei ohnehin keine gängige Praxis. Der jährliche Pro-Kopf-Konsum an Orangensaft liege in Deutschland bei rund 7,5 Litern, berichtet Carle. Auf der anderen Seite konsumieren wir pro Jahr durchschnittlich circa 75 Liter Limonade – das Zehnfache. Fruchtsäfte würden im Wesentlichen nicht als Durstlöscher zwischendurch genutzt – im Unterschied zu zuckergesüßten Erfrischungsgetränken, die Jugendliche und insbesondere junge Männer täglich in Mengen bis zu einem halben Liter zu sich nehmen.

Fruchtsaft durchaus empfehlenswert

Der Fruchtsaft könnte laut Aussage der Forscher auch einen Beitrag zu dem empfohlenen täglichen Obst-Verzehr leisten. Hier rate die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), täglich 250 Gramm Obst zu verzehren, was rund 43 Prozent der Deutschen jedoch unterschreiten. Würde der Fruchtsaftverzehr von den DGE-Empfehlungen ausgenommen, lägen sogar 59 Prozent unter den empfohlenen Werten, erläutern die Experten. Ein Glas Fruchtsaft zum Beispiel zum Frühstück könne eine Portion Obst und Gemüse am Tag ersetzen. Zudem habe schon eine Studie aus dem Jahr 2015 an der Universität Hohenheim gezeigt, dass der menschliche Körper die wertvollen Inhaltsstoffe der Orange viel besser aus dem Orangensaft aufnimmt als aus der Frucht, so Prof. Carle. Ein Verzicht auf die Fruchtsäfte sei daher nicht sinnvoll. (fp,pm)

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Abnehmen: Macht am Abend essen dick?


Spätes Essen macht nicht dick: Auf das »was« und »wieviel« kommt es an

Immer wieder hört man folgenden Ratschlag: „Esse nicht nach 18 Uhr, dann kannst Du auch abnehmen!“. Stimmt das wirklich, oder ist das ein Diätmythos. Das King’s College in London wollte es genauer wissen und hat eine Studie mit 1.620 Kindern im Alter von 4 bis 18 Jahren durchgeführt. Überraschend stellten sie fest, dass Kinder und Jugendliche, die noch spät am Abend essen, kein erhöhtes Risiko für Übergewicht haben.
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Wissenschaftliche Studie widerlegt Annahme

Die Wissenschaftler nahmen in den Jahren 2008 bis 2012 verschiedene Daten der Jungen und Mädchen auf. Der Körpermassenindex (BMI) wurde anhand von Körpergewicht und -größe, Alter und Geschlecht berechnet, um das Gewicht einschätzen zu können. Die jungen Probanden beziehungsweise ihre Eltern füllten jährlich ein Ernährungsprotokoll für vier aufeinanderfolgende Tage aus, anhand der die tägliche Energie- und Nährstoffaufnahme sowie die übliche Zeit des Abendessens (vor oder nach 20 Uhr) bestimmt wurden.

Später am Abend essen führt laut Studie nicht grundsätzlich zum Übergewicht. (Bild: Rawpixel.com/fotolia.com)

Frühere Studien ließen vermuten, dass die Zeit der Nahrungsaufnahme die innere Uhr und damit auch Stoffwechselprozesse beeinflusst. Das wäre auch für die Gewichtsregulation von Bedeutung. In der aktuellen Untersuchung hatten jedoch Kinder und Teenager, die zwischen 20 und 22 Uhr aßen, kein höheres Übergewichtsrisiko als Altersgenossen mit einem Abendbrot vor 20 Uhr. Die Energieaufnahme veränderte sich nicht mit dem Zeitpunkt der Mahlzeit, schreiben die Wissenschaftler im »British Journal of Clinical Nutrition«.

Bei der Nahrungsqualität gab es vereinzelte Unterschiede, die aber nicht wesentlich waren. So nahmen Jungen (4-10 Jahre) mit einem späten Abendessen über den Tag verteilt etwas mehr Eiweiß zu sich, während Mädchen (11-18 Jahre) weniger Kohlenhydrate aufnahmen.

»Allerdings aß nur eine begrenzte Zahl der Kinder nach 20 Uhr, was die Ergebnisse möglicherweise beeinflusst hat«, gibt die Autorin Dr. Gerda Pot zu bedenken.

Mögliche Einflussfaktoren auf das Gewicht wie das Weglassen des Frühstücks, körperliche Aktivität und die Schlafdauer wurden noch nicht berücksichtigt.

Wichtiger ist, was wir essen

»Viel wichtiger als der Zeitpunkt der Mahlzeiten ist die über den ganzen Tag aufgenommene Energiemenge«, erklärt Ernährungswissenschaftler Harald Seitz vom Infodienst. Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Wer viel snackt, verliert leicht den Überblick, und das kann sich auf der Waage niederschlagen.

Mit fest geplanten Mahlzeiten fällt es leichter, die richtigen Lebensmittel und angemessenen Portionsgrößen auszuwählen. Das muss natürlich auf den Alltag der Familie abgestimmt ein, so Seitz. Neben einer ausgewogenen Ernährung brauchen Kinder viel Bewegung und ausreichend Schlaf, um fit zu sein und ein gesundes Körpergewicht halten zu können. Heike Kreutz, aid

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