Alkoholsucht und psychiatrische Störungen mit gemeinsamen genetischen Grundlagen


Forschung: Genetische Grundlagen von Alkoholabhängigkeit untersucht

Gesundheitsexperten zufolge gelten etwa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland als alkoholabhängig. Meist entwickelt sich die Alkoholsucht schleichend über viele Jahre hinweg. Doch was bringt die Menschen dazu, zu viel zu trinken? Wie sich in wissenschaftlichen Untersuchungen zeigte, sind mitunter auch die Gene mitverantwortlich dafür.
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Hoher Alkoholkonsum gefährdet die Gesundheit

Obwohl bekannt ist, dass ein hoher Alkoholkonsum das Risiko für zahlreiche Krankheiten wie Bluthochdruck oder Fettleber erhöht, trinken die Menschen hierzulande überdurchschnittlich viel Alkohol. Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland gelten sogar als alkoholabhängig. Doch wie kommt es zum Alkoholismus? Schwedische Forscher stellten schon vor Jahren fest, dass Alkoholabhängigen ein bestimmtes Enzym zur Kontrolle ihrer Sucht fehlt. Deutsche Wissenschaftler haben nun die genetischen Grundlagen von Alkoholsucht untersucht.

Forscher haben herausgefunden, dass deutliche genetische Zusammenhänge zwischen Alkoholabhängigkeit und 17 verschiedenen psychiatrischen Störungsbildern wie Schizophrenie, ADHS und Depression bestehen. (Bild: Rainer Fuhrmann/fotolia.com)

Wenn es nicht mehr ohne Alkohol geht

„Eine Alkoholabhängigkeit entwickelt sich meist schleichend über viele Jahre hinweg“, schreibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrem Portal „Kenn dein Limit“.

„Die Anzeichen für eine krankhafte Alkoholsucht sind jedoch klar erkennbar“, heißt es dort weiter.

Symptome einer beginnenden Alkoholabhängigkeit sind demnach häufiges Denken an Alkohol, steigender Alkoholkonsum, Streitigkeiten in der Familie, nachlassende Leistungsfähigkeit, eventuelle Geldknappheit und Verlust an Lebensfreude.

„Wer sich frühzeitig entschließt, das Problem Alkohol ernst zu nehmen, hat gute Chancen eine Abhängigkeit zu umgehen“, so die Experten.

Doch wie kommt es überhaupt zu der Sucht? Neben verschiedenen anderen Ursachen wie psychologischen und soziokulturellen Faktoren spielen hier auch die Gene eine Rolle.

Zusammenhänge zwischen Alkoholabhängigkeit und psychiatrischen Störungsbildern

Die Anfälligkeit eines Menschen, alkoholabhängig zu werden, ist auch vererbbar.

Dies ist zwar schon länger bekannt, dennoch ist nur wenig über die genetischen Grundlagen von Alkoholabhängigkeit und deren Verbindung zu anderen psychiatrischen Störungen bekannt.

Eine Gruppe von internationalen Wissenschaftlern hat nun unter Beteiligung von Forschern des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim erstmals herausgefunden, dass deutliche genetische Zusammenhänge zwischen Alkoholabhängigkeit und 17 verschiedenen psychiatrischen Störungsbildern bestehen.

Wie das ZI in einer Mitteilung schreibt, sind darunter unter anderem Schizophrenie, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Depression und der Konsum von Zigaretten und Cannabis.

Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin „Nature Neuroscience“ veröffentlicht.

Daten von fast 15.000 Personen analysiert

Um zu ihren Ergebnissen zu gelangen, haben die Forscher die bisher größte genomweite Studie in diesem Forschungsfeld durchgeführt.

Dafür analysierten sie genetische Daten von fast 15.000 Personen mit diagnostizierter Alkoholabhängigkeit und verglichen diese mit Daten von fast 38.000 gesunden Personen.

Den Angaben zufolge stammen die Daten von Menschen aus Europa und Afrika.

Unterscheidung zwischen pathologischem und nicht-pathologischem Trinkverhalten

Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass sich die genetischen Ausprägungen von Alkoholabhängigkeit nur teilweise mit denen des Alkoholkonsums überschneiden.

„Das unterstreicht die Unterscheidung zwischen pathologischem und nicht-pathologischem Trinkverhalten“, erklärte Prof. Dr. Marcella Rietschel, Direktorin der Abteilung Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie, die an der Studie beteiligt war.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass der genetische Ansatz erfolgreich ist, Zusammenhänge aufzuklären, die bislang nur vermutet werden konnten“, so Rietschel.

„Nun sind vor allem detailliertere Untersuchungen von vielen Patienten von Nöten, um herauszufinden, wie genau die genetischen Faktoren dazu beitragen, dass jemand abhängig wird“, sagte Prof. Dr. Falk Kiefer, ärztlicher Direktor der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am ZI.

Auf diese Weise hoffen die Forscher, bessere Wege zu finden, um die Widerstandskraft (Resilienz) von Betroffenen zu stärken. (ad)

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Stromstoß: Jugendliche stirbt durch Smartphone in der Badewanne


Jugendliche geht mit Smartphone in die Badewanne und stirbt

In der vergangenen Woche ist in Russland ein junges Mädchen in der Badewanne gestorben, weil ihr Smartphone ins Wasser fiel. Das iPhone der 15-Jährigen hing während der Nutzung am Ladekabel. Russische Experten hatten zuvor vor den Gefahren durch Mobiltelefone in Badezimmern gewarnt.
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Smartphone fiel ins Wasser

Die 15-jährige Irina Rybnikova aus Bratsk in Sibirien (Russland) ist am vergangenen Samstag in ihrer Badewanne an einem Stromschlag gestorben. Laut einem Bericht der englischen Zeitung „The Sun“ wurde das Mädchen beim Baden getötet, als ihr iPhone, das mit einem Kabel aufgeladen wurde, ins Wasser fiel. Familienangehörige fanden die leblose Jugendliche im Wasser. Dies war nicht der erste Todesfall, der durch elektronische Geräte in der Badewanne verursacht wurde.

Sich mit dem Smartphone in die Badewanne zu legen, ist keine gute Idee. Vor allem nicht, wenn das Gerät über das Ladekabel mit dem Stromnetz verbunden ist. Wenn das Telefon dann ins Wasser fällt, besteht Lebensgefahr. (Bild: WavebreakMediaMicro/fotolia.com)

Ähnliche Tragödien in der Vergangenheit

Dem Zeitungsbericht zufolge war die Teenagerin in ihrer Heimat als erfolgreiche Kampfsportlerin im Bereich Pankration bekannt, eine Mischung aus Boxen und Wrestling.

„Sie träumte davon, eines Tages Weltmeisterin zu werden“, erklärte ein Freund des Mädchens.

Ihre 25-jährige Schwester Tatiana sagte gegenüber der lokalen Zeitung „Komsomolskaya Pravda: „Unsere Herzen sind gebrochen.“

Und ihr Sportverband sprach von einem „tragischen Unfall“.

Dieser wäre einfach vermeidbar gewesen, wenn das Smartphone nicht über das Kabel mit dem Stromnetz verbunden gewesen wäre.

Laut der „Sun“ hatten russische Sicherheitsbeamte zuvor vor den Gefahren durch das Aufladen von Mobiltelefonen in Badezimmern gewarnt.

Dies wohl auch deshalb, weil es bereits in der Vergangenheit zu ähnlichen Unglücksfällen kam.

So erlitt das russische Schulmädchen Kseniya P. im Februar im Bad einen Stromschlag, als ihr aufladendes Smartphone ins Wasser fiel.

Und in Frankreich war im Monat zuvor eine 21-schwangere Frau in ihrem Bad in Frankreich nur wenige Tage vor der Entbindung durch einen Stromschlag getötet worden.

Keine mit dem Stromnetz verbundenen Geräte in der Badewanne nutzen

Wer ein Handy im Badewasser nutzt, sollte es niemals ans Stromnetz zum Laden anschließen.

„Alles, was eine Verbindung zum Heimnetz mit 230 Volt hat, sollte nur in großem Abstand zur Badewanne genutzt werden“, erklärte Dieter Haentzsch, Professor im Fachgebiet „Elektrische Anlagen und Geräte“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal, laut einem Bericht des Portals „TECHBOOK“.

Aber: „Akkubetriebene Geräte wie Smartphones, Laptops und E-Book-Reader stellen aufgrund der niedrigen Spannung keine Gefahr im Wasser dar“, so der Experte. Sie dürfen dabei aber nicht am Ladekabel hängen.

Nach einem Stromschlag zum Arzt

Ein Stromschlag kann für Menschen dramatische Folgen haben – auch wenn er nicht im Wasser stattfindet.

So können unter anderem lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen auftreten, die manchmal in ein Kammerflimmern münden.

Dann schlägt das Herz so schnell, dass es nicht mehr effektiv Blut in den Kreislauf pumpt. Die folge kann ein Herzstillstand sein.

Darüber hinaus besteht durch den Strom die Gefahr, dass sich die Lungenmuskulatur verkrampft, was schlimmstenfalls zum Atemstillstand führt.

Gesundheitsexperten raten dazu, nach einem Stromschlag zum Arzt zu gehen, selbst dann wenn es einem vermeintlich gut geht. Denn Herzrhythmusstörungen können auch verspätet auftreten.

Wenn man jedoch direkt nach einem Stromschlag Beschwerden wie Herzrasen, Herzstolpern, Atemnot oder Krämpfe in der Brust verspürt, muss sofort der Rettungsdienst gerufen werden. (ad)

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Dürfen Psychotherapeuten bald lediglich ausgewählte Patienten therapieren?


Eine neue Vorinstanz soll die Therapie-Bedürftigkeit klären

Wer schon mal eine Psychotherapie machen wollte, hat schnell erkannt: Einen Platz bei einem Therapeuten zu bekommen, ist alles andere als einfach. Die Wartelisten sind lang und die Plätze begrenzt. Neue Plätze können aber oft nicht geschaffen werden, da auch die Anzahl der Zulassungen für Psychotherapeuten eingeschränkt ist. Gesundheitsminister Jens Spahn will an dieser Situation etwas ändern – jedoch nicht so, wie viele sich das vorgestellt haben. Statt mehr Plätze zu schaffen, möchte er durch eine Vorinstanz die Zahl der Therapiesuchenden senken.
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Gesundheitsminister Spahn stellte am 26. September einen Gesetzentwurf vor, der eine bessere Versorgung für psychisch Kranke gewährleisten soll. Das sogenannte Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll eine gestufte Steuerung von hilfesuchenden psychisch kranken Menschen einführen. In einer medizinischen Voruntersuchung soll dann ein dafür qualifizierter Arzt entscheiden, ob der Patient tatsächlich eine Psychotherapie benötigt. Für psychisch Kranke stellt dies jedoch eine weitere Hürde auf den Weg zur Therapie dar, kritisieren die Gegner des Entwurfs.

Ein neues Versorgungsgesetz soll eine Vorinstanz zur Psychotherapie einführen, die Beurteilen soll, wie therapiebedürftig eine Person ist. (Bild: Chinnapong/fotolia.com)

Die Guten kommen ins Töpfen… und die Schlechten?

Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten, die Deutsche Psychotherapeuten-Vereinigung und die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten reagierten mit heftiger Kritik und probieren derzeit eine Petition gegen das TSVG zu erwirken. „Eine derartige Selektion, bevor eine Behandlung in Anspruch genommen werden kann, hebelt den freien Zugang zum ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten aus“, betonen die Vereinigungen in dem Petitionstext.

Ein neuer Hürdenlauf für psychisch Kranke?

Dieses Gesetzesvorhaben diskriminiere eine ganze Gruppe von Patienten, so der Zusammenschluss. Psychisch Kranke hätten ohnehin schon mit hohen seelischen und schambesetzten Belastungen zu kämpfen. Diese müssten nach dem neuen Gesetz noch zusätzlich mit einem weiteren, nicht selbstgewählten Arzt besprochen werden. „Psychisch Kranken wird ein Hürdenlauf zugemutet, der sie unnötig belastet und gegenüber anderen Patientengruppen benachteiligt“, schreiben die Autoren der Petition.

Fachärzte fühlen sich diskriminiert

Wie aus der Petition hervorgeht, fühlen sich auch die Psychiater und Psychotherapeuten übergegangen. Denn durch den Gesetzentwurf wird ihnen indirekt unterstellt, dass sie nicht in der Lage sind, solche Einschätzungen selbst vorzunehmen. „Psychotherapeutisch tätige Ärzte und psychologische Psychotherapeuten verfügen aufgrund ihrer Fachkunde und Zulassung über alle Qualifikationen zur Diagnostik, Indikationsstellung und Behandlungsplanung“, schreiben die Petitionsautoren.

Versorgungsstudien belegen die Therapieerfolge

Die Vereinigungen berufen sich auf mehrere unabhängige Versorgungsstudien, die belegen, dass Psychotherapien in Deutschland gute Erfolg mit hoher Zufriedenheit der Patienten erzielen. „Die beabsichtigte Neuregelung kann nur als der ungerechtfertigte Versuch einer Rationierung von Behandlungsleistungen aufgefasst werden“, so das Fazit der Vereinigung.

Gesundheitsminister verteidigt seine Pläne

Am Mittwoch, den 12. Dezember verteidigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn seine Pläne zur Neuregelung der Psychotherapie gegenüber dem öffentlich rechtlichen Sender ARD. „Heute ist es immer noch so, trotz aller Maßnahmen der letzten Jahre, dass Kranke etwa mit einer Depression, die dringend eine Behandlung brauchen, diese zu oft nicht bekommen und lange warten“, sagte Spahn dem Sender. Aus diesem Grund wolle er durch das Gesetzt steuern und koordinieren, damit wirklich Kranke eine Behandlung bekämen. Ein zwischengeschaltetes Gutachten zur Dringlichkeits-Beurteilung halte er für ein geeignetes Instrument.

Spahn: Mehr Therapeuten können das Problem nicht lösen

Nach Ansicht des Gesundheitsministers kann der Einsatz von mehr Psychotherapeuten das Problem nicht lösen. Wie sein Team über die Termin-Servicestelle festgestellt habe, seien die längsten Wartezeiten für eine Therapie in den Gebieten zu verzeichnen, wo es die meisten Psychotherapeuten gebe. „Das zeigt doch, dass da irgendwas in der Steuerung nicht so funktioniert, wie es soll“, so Spahn. Er betonte, dass er selber einen Fall von psychischer Erkrankung in der Familie erlebt habe und dass ihm die schnelle und gute Versorgung von psychisch Kranken besonders wichtig sei. (vb)

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Warum Ballaststoffe bei Bluthochdruck Arzneien gleichkommen


Der schützende Effekt von Propionsäure

Ballaststoffe, die beispielsweise aus Vollkornprodukten und Früchten entstammen, haben einen schützenden Effekt vor den schweren gesundheitlichen Auswirkungen von Bluthochdruck. Diese Auswirkung wurde schon seit längerem beobachtet und Ernährungsgesellschaften raten seit Jahren zur vermehrten Einnahme von Ballaststoffen. Ein deutsches Forschungsteam fand nun heraus, warum die Ballaststoffe diesen positiven Effekt haben. Bei der Verdauung entsteht die kurzkettige Fettsäure Propionsäure, die wie ein Medikament auf den Organismus wirkt.
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Forschende des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin und der Charité Universitätsmedizin Berlin haben entschlüsselt, warum Ballaststoffe unseren Körper vor Herzkrankheiten schützen können. Das Abbauprodukt Propionsäure, dass während der Verdauung von Ballaststoffen entsteht, ist für die schützende Funktion verantwortlich. Der Studie zufolge wirkt die Propionsäure direkt auf das Immunsystem ein und beruhigt so entzündliche Prozesse, die Bluthochdruck und andere Herzkrankheiten antreiben. Die Studienergebnisse sind kürzlich in dem Fachjournal „Circulation“ erschienen.

Ballaststoffe sind gesund – das ist bekannt. Forschende entdeckten kürzlich, dass das Verdauungsprodukt Propionsäure aus den Ballaststoffen unser Herz vor schädlichen Einflüssen schützen kann. (Bild: PhotoSG/fotolia.com)

Wie Propionsäure das Herz schützt

Laut Angaben der Forschungsgruppe ist insbesondere die kurzkettige Fettsäure Propionsäure für den schützenden Effekt der Ballaststoffe verantwortlich. Das kleine Molekül wirke direkt auf das Immunsystem ein und beruhige jene Immunzellen, die den Blutdruck in die Höhe treiben und entzündliche Prozesse antreiben. „Erst durch unsere Studie ist klar geworden, dass die Substanz den Umweg über das Immunsystem nimmt und so auf Herz und Gefäße einwirkt“, berichten Dr. Nicola Wilck und Hendrik Bartolomaeus in der Pressemitteilung zu den Studienergebnissen.

Entzündliche Prozesse werden besänftigt

„Insbesondere jene T-Helferzellen, die entzündliche Prozesse befeuern und Bluthochdruck mitverursachen, würden so beruhigt“, schreiben die Experten. Dies wirke sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit des Herzens aus. Die Fettsäure Propionsäure schütze so vor den Folgen von Bluthochdruck wie Arterienverkalkung (Atherosklerose), Gewebeumbau des Herzens und Herzrhythmusstörungen.

Herzkranke Mäuse leben länger mit Propionsäure

Die positive Wirkung von Propionsäure testete das Team an Mäusen. Durch elektrische Reize konnten bei 70 Prozent der Tiere Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden. Bei Mäusen, die zuvor Propionsäure erhalten hatten, gelangt die künstliche Auslösung der Störung nur bei 20 Prozent der Tiere. Durch Ultraschalluntersuchungen, Gewebeentnahmen und Zellanalysen belegten die Forschenden, dass die Propionsäure blutdruckbedingte Schäden am Herz-Kreislauf-System der Tiere verminderte und sich dadurch ihre Überlebensrate wesentlich steigerte.

Wie ein Medikament

„Propionsäure wirkt gegen ein Spektrum an bluthochdruckbedingten Schädigungen des Herz-Kreislaufsystems“, resümiert Arbeitsgruppenleiter Professor Dominik N. Müller. Das Team kommt zu dem Schluss, dass sich die Säure auch als eigenständiges Medikament zur Therapie von Bluthochdruck eignen könnte. „Interessant könnte das vor allem für die Behandlung von Patienten werden, die zu wenig von dieser Fettsäure haben“, so der Professor.

Propionsäure bald als eigenständiges Medikament verfügbar?

Die Forschungsgruppe sieht in der kurzkettigen Fettsäure eine neue Möglichkeit zur Therapie von Herzkrankheiten. „Vielleicht ist es sinnvoll, Propionsäure oder eine chemische Vorstufe direkt als Medikament zu verabreichen“, berichtet Dr. Wilck. Vorher müsse sich Propionsäure aber noch im Klinikalltag bewähren. Da die Fettsäure bereits für den Verzehr zugelassen ist und sie beispielsweise als Konservierungsmittel genutzt wird, seien die Hürden zur Einführung jedoch gering. „Unter diesen günstigen Voraussetzungen schafft die Propionsäure hoffentlich schnell den Sprung vom Labor zu den Betroffenen“, so das Fazit der Expertin.

Darmbakterien im Fokus der Wissenschaft

Die Rolle, die Darmbakterien bei unserer Gesundheit spielen, wird durch aktuelle Studien immer deutlicher. Erst kürzlich entdeckten zwei weitere Studien, wie Darmbakterien die Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall beeinflussen und wie die Darmflora bei der Verdauung von rotem Fleisch schädliche Verbindungen ins Blut abgibt. Ohne rotes Fleisch sinkt das Risiko für Herzleiden bereits nach 30 Tagen. (vb)

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Ernährung: Studie empfiehlt regelmäßig Haselnüsse als gesunde Nahrungsergänzung



Haselnüsse stecken voll mit Nährstoffen. Eine Studie der Oregon State University, veröffentlicht im Dezember 2018 im Journal of Nutrition, zeigt: Regelmäßiger Verzehr der Nüsse steigert den Pegel an Magnesium und Vitamin E.
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Täglich 60 Gramm Haselnüsse

32 Probanden im Alter ab 55 Jahren aßen vier Monate lang jeden Tag 60 Gramm Haselnüsse. Danach maßen die Wissenschaftler ihren Vitamin und Mineralienspiegel. Fazit: Vitamin E und Magnesium waren signifikant gestiegen.

Der tägliche Genuss von Haselnuss steigert den Spiegel an Magnesium und Vitamin E. (Bild: Algus/fotolia.com)

Magnesiummangel

Ein Magnesiummangel ist unangenehm. Die Muskeln zucken, der Darm revoltiert mit Durchfall und Verstopfung im Wechsel. Das Herz rast, der Kopf schmerzt. Den Betroffenen wird schwindlig, sie fühlen sich müde und sind zugleich innerlich getrieben.

Vitaminmangel

Auch ein Vitamin E Mangel ist eine ernste Sache. Meist beginnt er mit unspezifischen Symptomen: Die Konzentration lässt nach, die Betroffenen sind schläfrig, ihre Leistung lässt nach, und sie empfinden Kopfschmerzen oder haben Durchfall.

Langzeitfolgen

Hält der Mangel an, wird die Haut trocken, und Wunden heilen schlecht ab. Infektionen häufen sich. Auf Dauer bauen sich die Muskeln ab. Die Motorik ist gestört, die Reflexe verlangsamen sich. Die Netzhaut erkrankt. Im Inneren zerfallen die Zellen schneller.

Warum Alte?

Das fortgeschrittene Alter der Teilnehmenden hat einen guten Grund: Besonders Senioren leiden unter Erkrankungen infolge eines Mangels an Magnesium. Viele Krankheiten, die vor allem im Alter auftreten, hängen auch mit einem Mangel an Magnesium zusammen (und einem Mangel an anderen Mineralstoffen).

Blutzucker sinkt

Bei den Teilnehmenden sank zudem der Blutzuckerspiegel und der Level des LDL-Cholesterins.

Kupfer, Mangan und ungesättigte Fette

Haselnüsse bieten noch mehr Vitamine und Mineralstoffe, unter anderem Vitamin B 6, Beta Carotin, Folsäure und Vitamin C, Kupfer, Mangan und gesunde Fette (Nussöl). Hinzu kommen Eisen, Kalium, Zink und Calcium.

Kalorienbombe

Aber Vorsicht. Verwechseln Sie den Reichtum an Mineralstoffen und Vitaminen nicht mit Diätkost. Haselnüsse haben 644 Kalorien pro 100 Gramm. Gesund hin oder her, wenn Sie mehr Kalorien zu sich nehmen als sie verbrauchen – dann nehmen Sie zu.

Allgegenwärtig

In Deutschland wächst die Haselnuss im Garten, am Waldrand, in Hecken, in der Sonne und im Halbschatten. Unsere Haselnüsse im Supermarkt kommen hingegen aus der Türkei, Italien und eben aus dem US-Bundesstaat Oregon, in dem besagte Studie stattfand. (Dr. Utz Anhalt)

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