Hochwirksame Naturwirkstoffe aus Lianen töten Krebszellen effizient ab


Hochwirksame Substanz gegen aggressive Tumorzellen gefunden

Verborgen im kongolesischen Regenwald könnte ein effektives Heilmittel gegen Krebs schlummern. Ein deutsch-japanisches Forschungsteam entdeckte in Regenwald-Lianen einen natürlichen Wirkstoffe, der Krebszellen abtötet. Den Forschenden ist es gelungen, diesen Wirkstoff im Labor zu isolieren, um damit ein Medikament gegen bestimmte Tumorarten herzustellen.
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Das Team um den Naturstoffchemiker Professor Gerhard Bringmann vom Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg hat gemeinsam mit der Forschungsgruppe um Professor Suresh Awale vom Institute of Natural Medicine der Universität Toyama in Japan eine neue Substanz entdeckt, die hochwirksam Krebszellen bekämpft. Der Wirkstoff unterbricht die Versorgung von aggressiven Tumorzellen und lässt sie quasi aushungern. Die Studienergebnisse sind kürzlich in dem „Journal of Natural Products“ erschienen.

In den unwegsamen Regenwaldgebieten der Republik Kongo fanden Forschende in einer Lianen-Art einen vielversprechenden Wirkstoff gegen aggressive Krebszellen. (Bild: quickshooting/fotolia.com)

Das Geheimnis aus dem Dschungel

Die schwer zugängliche Republik Kongo birgt so manches Geheimnis. Über die Hälfte des Landes ist mit dichtem tropischen Regenwald bedeckt. In anderen Gebieten befinden sich ausgedehnte Sumpfgebiete. Hinzu kommt eine spärliche Infrastruktur. Vor dieser Kulisse wird schnell klar: Hier ist längst nicht alles erforscht. Vor einiger Zeit entdeckten Forschende in diesem Gebiet eine Lianen-Art namens Ancistrocladus likoko, die außergewöhnliche Alkaloid-Moleküle beinhaltet. Nun ist es dem Forschungsteam gelungen, aus diesem Naturstoff einen Wirkstoff gegen Krebs herzustellen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten

Kaum eine Tumorerkrankung ist so tödlich wie Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). Weniger als fünf Prozent der Betroffenen überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Die Krebszellen sind äußerst aggressiv und vermehren sich rasant. Das schnelle Wachstum erfordert natürlich auch viel Nährstoffe und Sauerstoff. Um diese Versorgung sicherzustellen nutzen die Krebszellen eine bestimmte Signalkette, die in Fachkreisen „Akt/mTOR“ genannt wird.

Lianen-Wirkstoff hungert aggressive Krebszellen aus

Wie die Forschenden feststellten, sorgt der Lianen-Wirkstoff aus dem kongolesischen Regenwald dafür, dass die Signalkette „Akt/mTOR“ unterbrochen wird. Die Folge: Die Versorgung der Krebszellen kann nicht mehr sichergestellt werden; sie hungern aus und sterben ab. Den Forschenden aus Würzburg und Japan ist nun erstmals die genaue Strukturaufklärung und Isolierung dieses Wirkstoffes aus den Zweigen der Liane gelungen.

Von der Liane zum Krebsmedikament

Das Team extrahierte die Alkaloid-Verbindungen aus gemahlenen Zweigen der Liane und trennte sie mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie. Danach analysierten die Experten die Struktur des Alkaloids in einem 3D-Modell. Dem isolierten Wirkstoff gaben sie den Namen Ancistrolikokin E3.

Ancistrolikokin E3 verhindert Metastasenbildung

Der neue Wirkstoff Ancistrolikokin E3 zeigte im Labor äußerst vielversprechende Ergebnisse gegen Bauchspeicheldrüsenkrebszellen. Nach Angaben des Forschungsteams lässt der Lianen-Wirkstoff nicht nur Krebszellen aushungern, er verhindert auch noch die Bildung von Metastasen und somit auch die Streuung des Krebses.

Durchbruch in der Krebsforschung

Wissenschaftler suchen schon länger gezielt nach Wirkstoffen, die Signalwege von Krebszellen unterbrechen. Die Studie belegt als erste, dass Wirkstoffe, die auf der Hemmung der „Akt/mTOR“-Signalkette basieren, eine vielversprechende Alternative für die Entwicklung neuer Antikrebsmittel sind. (vb)

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Neuentdeckung: Naturwirkstoffe aus Lianen töten Krebszellen effizient ab


Hochwirksame Substanz gegen aggressive Tumorzellen gefunden

Verborgen im kongolesischen Regenwald könnte ein effektives Heilmittel gegen Krebs schlummern. Ein deutsch-japanisches Forschungsteam entdeckte in Regenwald-Lianen einen natürlichen Wirkstoffe, der Krebszellen abtötet. Den Forschenden ist es gelungen, diesen Wirkstoff im Labor zu isolieren, um damit ein Medikament gegen bestimmte Tumorarten herzustellen.
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Das Team um den Naturstoffchemiker Professor Gerhard Bringmann vom Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg hat gemeinsam mit der Forschungsgruppe um Professor Suresh Awale vom Institute of Natural Medicine der Universität Toyama in Japan eine neue Substanz entdeckt, die hochwirksam Krebszellen bekämpft. Der Wirkstoff unterbricht die Versorgung von aggressiven Tumorzellen und lässt sie quasi aushungern. Die Studienergebnisse sind kürzlich in dem „Journal of Natural Products“ erschienen.

In den unwegsamen Regenwaldgebieten der Republik Kongo fanden Forschende in einer Lianen-Art einen vielversprechenden Wirkstoff gegen aggressive Krebszellen. (Bild: quickshooting/fotolia.com)

Das Geheimnis aus dem Dschungel

Die schwer zugängliche Republik Kongo birgt so manches Geheimnis. Über die Hälfte des Landes ist mit dichtem tropischen Regenwald bedeckt. In anderen Gebieten befinden sich ausgedehnte Sumpfgebiete. Hinzu kommt eine spärliche Infrastruktur. Vor dieser Kulisse wird schnell klar: Hier ist längst nicht alles erforscht. Vor einiger Zeit entdeckten Forschende in diesem Gebiet eine Lianen-Art namens Ancistrocladus likoko, die außergewöhnliche Alkaloid-Moleküle beinhaltet. Nun ist es dem Forschungsteam gelungen, aus diesem Naturstoff einen Wirkstoff gegen Krebs herzustellen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten

Kaum eine Tumorerkrankung ist so tödlich wie Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). Weniger als fünf Prozent der Betroffenen überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Die Krebszellen sind äußerst aggressiv und vermehren sich rasant. Das schnelle Wachstum erfordert natürlich auch viel Nährstoffe und Sauerstoff. Um diese Versorgung sicherzustellen nutzen die Krebszellen eine bestimmte Signalkette, die in Fachkreisen „Akt/mTOR“ genannt wird.

Lianen-Wirkstoff hungert aggressive Krebszellen aus

Wie die Forschenden feststellten, sorgt der Lianen-Wirkstoff aus dem kongolesischen Regenwald dafür, dass die Signalkette „Akt/mTOR“ unterbrochen wird. Die Folge: Die Versorgung der Krebszellen kann nicht mehr sichergestellt werden; sie hungern aus und sterben ab. Den Forschenden aus Würzburg und Japan ist nun erstmals die genaue Strukturaufklärung und Isolierung dieses Wirkstoffes aus den Zweigen der Liane gelungen.

Von der Liane zum Krebsmedikament

Das Team extrahierte die Alkaloid-Verbindungen aus gemahlenen Zweigen der Liane und trennte sie mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie. Danach analysierten die Experten die Struktur des Alkaloids in einem 3D-Modell. Dem isolierten Wirkstoff gaben sie den Namen Ancistrolikokin E3.

Ancistrolikokin E3 verhindert Metastasenbildung

Der neue Wirkstoff Ancistrolikokin E3 zeigte im Labor äußerst vielversprechende Ergebnisse gegen Bauchspeicheldrüsenkrebszellen. Nach Angaben des Forschungsteams lässt der Lianen-Wirkstoff nicht nur Krebszellen aushungern, er verhindert auch noch die Bildung von Metastasen und somit auch die Streuung des Krebses.

Durchbruch in der Krebsforschung

Wissenschaftler suchen schon länger gezielt nach Wirkstoffen, die Signalwege von Krebszellen unterbrechen. Die Studie belegt als erste, dass Wirkstoffe, die auf der Hemmung der „Akt/mTOR“-Signalkette basieren, eine vielversprechende Alternative für die Entwicklung neuer Antikrebsmittel sind. (vb)

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Mediziner: Kontrollieren Darmbakterien unser Gehirn?


Mikroben aus dem Darm beeinflussen Gehirn und Verhalten

Neurobiologen sagen: Mikroben aus dem Darm beeinflussen Gehirn und Verhalten. Sie könnten die Blut-Hirn-Schranke überwinden und über Nerven vom Darm ins Gehirn wandern.
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Aufregung bei der Neuroscience-Gesellschaft
Das Jahrestreffen der Neuroscience-Gesellschaft verläuft in der Regel ruhig und ist vor allem für Neurobiologen selbst von Interesse. Dieses Mal verblüfften spektakuläre Thesen aber so sehr, dass sogar die Magazine Science und Nature darüber schrieben.

Bakterien besiedeln unseren Darm und ermöglichen ihm, Nahrung zu verdauen. Forscher wollen jetzt Bakterien auch im Gehirn entdeckt haben. (Bild: pixeljack/fotolia.com)

Von den Eingeweiden in die Zentrale
Das Team um die Neuroanatomin Rosalinda Roberts geht davon aus, dass Darmmikroben in das Gehirn eindringen und so das menschliche Verhalten mitbestimmen. Sie könnten die Blut-Hirn-Schranke überwinden, über Nervenbahnen das Gehirn erreichen und seien weder traumatisiert noch infiziert.

Körper voller Bakterien
Menschliche Körper stecken voller Mikroben in diversen Arten und verschiedenen Populationen. Manche schaden uns und lösen Krankheiten aus, andere ermöglichen uns, zu leben. Sie siedeln sich in der Vagina ebenso an wie in der Lunge, im Mund und im Darm.

Das Mikrobiom
Forscher sprechen inzwischen vom Mikrobiom als Ergänzung zum Genom. Demnach besteht der Mensch nicht nur aus seinen „eigenen“ Genen, sondern auch aus „seinen“ Mikroben, die wesentlich mehr Zellen und genetische Informationen enthalten als der menschliche Körper, in dem sie sich bewegen.

Darmmikroben organisieren die Verdauung
Am besten erforscht ist das Mikrobiom im Darm. Hier leben diverse Bakterienformen. Diese ermöglichen die Verdauung und halten das Immunsystem aufrecht.

Fühlen – Vom Darm zum Hirn
Wenn wir im Volksmund von einem „Bauchgefühl“ sprechen, dann haben wir Recht. Das Mikrobiom im Darm beeinflusst unsere Gefühle, Stimmungen und Gedanken und zwar in direkter Kommunikation mit dem Gehirn.

Darm-Hirn-Achse
Wissenschaftler nennen diese Verbindung die Darm-Hirn-Achse. Im Experiment wurden Mäuse, die ein Darmmikrobiom von mutigeren Mäusen bekamen, ebenfalls mutiger.

Ist auch das Gehirn betroffen?
Bisher vermuteten Forscher, dass Darmflora und Gehirn zwar Informationen austauschen, dass die Signale vom Gehirn aber auf biochemischen Prozessen basieren.

Die Blut-Hirn-Schranke
Im Körper gibt es die sogenannte Blut-Hirn-Schranke. Diese verhindert, dass potenzielle Krankheitserreger aus dem Blut ins Gehirn gelangen. Dringen Mikroben wie Pilze, Parasiten oder Bakterien nämlich ins Gehirn ein, zum Beispiel durch eine Verletzung, hat dies schnell tödliche Folgen.

Mikroben im Gehirn?
Die Forscher um Rosalinda Roberts entdeckten Bakterien in 34 Fällen in den Hirnen von Toten in unterschiedlicher Anzahl.

Um welche Mikroben handelt es sich?
Es handelte sich um Bakterien mit einem Zellkern in Stabform, mit DNA, Ribosomen und Vakuolen.

Blut-Hirn-Schranke besonders besiedelt
In den Gehirnen von Menschen, aber auch von Mäusen, saßen die Bakterien im Hippocampus, im präfrontalen Kortex, in der Substantia nigra, in Astrozyten und Gliazellen, besonders aber an der Blut-Hirn-Schranke.

Keine Infektion?
Die Forscher betonen, dass die Bakterien keinesfalls durch einen Eingriff nach dem Tod in den Körper gelangten. Die Verstorbenen hätten auch zuvor nicht an Infektionen gelitten, die die Bakterien erklären könnten. Dies deute darauf hin, dass die Bakterien regulär im Gehirn lebten.

Die gleichen Bakterien wie im Darm
Mehr noch. Die Proteobasterien, Firmicutes und Bacteroidetes im Gehirn seien die gleichen wie im Darm. Die Mikrobenwelten in Darm und Hirn seien womöglich eng verknüpft.

Wie kamen die Mikroben ins Gehirn?
Wie die Bakterien in das Gehirn gelangten, beantworten die Forscher nicht eindeutig. Sie mutmaßen, dies könne über das Blut gelaufen sein.

Steuern Hirnbakterien unser Verhalten?
Die Darmbakterien beeinflussen signifikant die Darmtätigkeit. Wie sieht das aber mit den Mikroben im Gehirn aus? Werden unsere Wahrnehmungen, unsere Gedanken, unsere Hirnfunktionen von mikroskopisch kleinen Lebewesen mitbestimmt? Das klingt arg nach Science Fiction und lässt gespannt auf weitere Forschungsergebnisse warten. (Dr. Utz Anhalt)

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Entdeckung: Naturwirkstoffe aus Lianen töten Krebszellen effizient ab


Hochwirksame Substanz gegen aggressive Tumorzellen gefunden

Verborgen im kongolesischen Regenwald könnte ein effektives Heilmittel gegen Krebs schlummern. Ein deutsch-japanisches Forschungsteam entdeckte in Regenwald-Lianen einen natürlichen Wirkstoffe, der Krebszellen abtötet. Den Forschenden ist es gelungen, diesen Wirkstoff im Labor zu isolieren, um damit ein Medikament gegen bestimmte Tumorarten herzustellen.
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In den unwegsamen Regenwaldgebieten der Republik Kongo fanden Forschende in einer Lianen-Art einen vielversprechenden Wirkstoff gegen aggressive Krebszellen. (Bild: quickshooting/fotolia.com)

Das Geheimnis aus dem Dschungel

Die schwer zugängliche Republik Kongo birgt so manches Geheimnis. Über die Hälfte des Landes ist mit dichtem tropischen Regenwald bedeckt. In anderen Gebieten befinden sich ausgedehnte Sumpfgebiete. Hinzu kommt eine spärliche Infrastruktur. Vor dieser Kulisse wird schnell klar: Hier ist längst nicht alles erforscht. Vor einiger Zeit entdeckten Forschende in diesem Gebiet eine Lianen-Art namens Ancistrocladus likoko, die außergewöhnliche Alkaloid-Moleküle beinhaltet. Nun ist es dem Forschungsteam gelungen, aus diesem Naturstoff einen Wirkstoff gegen Krebs herzustellen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten

Kaum eine Tumorerkrankung ist so tödlich wie Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). Weniger als fünf Prozent der Betroffenen überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Die Krebszellen sind äußerst aggressiv und vermehren sich rasant. Das schnelle Wachstum erfordert natürlich auch viel Nährstoffe und Sauerstoff. Um diese Versorgung sicherzustellen nutzen die Krebszellen eine bestimmte Signalkette, die in Fachkreisen „Akt/mTOR“ genannt wird.

Lianen-Wirkstoff hungert aggressive Krebszellen aus

Wie die Forschenden feststellten, sorgt der Lianen-Wirkstoff aus dem kongolesischen Regenwald dafür, dass die Signalkette „Akt/mTOR“ unterbrochen wird. Die Folge: Die Versorgung der Krebszellen kann nicht mehr sichergestellt werden; sie hungern aus und sterben ab. Den Forschenden aus Würzburg und Japan ist nun erstmals die genaue Strukturaufklärung und Isolierung dieses Wirkstoffes aus den Zweigen der Liane gelungen.

Von der Liane zum Krebsmedikament

Das Team extrahierte die Alkaloid-Verbindungen aus gemahlenen Zweigen der Liane und trennte sie mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie. Danach analysierten die Experten die Struktur des Alkaloids in einem 3D-Modell. Dem isolierten Wirkstoff gaben sie den Namen Ancistrolikokin E3.

Ancistrolikokin E3 verhindert Metastasenbildung

Der neue Wirkstoff Ancistrolikokin E3 zeigte im Labor äußerst vielversprechende Ergebnisse gegen Bauchspeicheldrüsenkrebszellen. Nach Angaben des Forschungsteams lässt der Lianen-Wirkstoff nicht nur Krebszellen aushungern, er verhindert auch noch die Bildung von Metastasen und somit auch die Streuung des Krebses.

Durchbruch in der Krebsforschung

Wissenschaftler suchen schon länger gezielt nach Wirkstoffen, die Signalwege von Krebszellen unterbrechen. Die Studie belegt als erste, dass Wirkstoffe, die auf der Hemmung der „Akt/mTOR“-Signalkette basieren, eine vielversprechende Alternative für die Entwicklung neuer Antikrebsmittel sind. (vb)

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Experte Diät-Check: Low-Carb versus Low-Fat – Nicht nur die Kalorien zählen


Nicht alle Kalorien wirken gleich auf unser Gewicht

Diäten gibt es wie Sand am Meer und jede Woche kommen neue hinzu. Wer soll da noch den Überblick behalten? In einer aktuellen großen Ernährungsstudie wurden verschiedene Diäten über einen längeren Zeitraum beobachtet, um zu erkennen, welche Ernährungsweise beim Abnehmen die Nase vorn hat. Dabei stellte sich auch heraus, dass es beim Abnehmen nicht nur auf die Kalorien ankommt. Obwohl alle Teilnehmenden über 20 Wochen die selbe Kalorienanzahl erhielten, nahm eine bestimmte Gruppe am meisten ab.
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Ein amerikanisches Forschungsteam des Boston Children´s Hospital und der Framingham State University beobachtete und kontrollierte übergewichtige Personen über einen Zeitraum von 20 Wochen, während diese einen vorgegebenen Diätplänen befolgten. In dieser Zeit wurden in regelmäßigen Abständen das Körpergewicht, der Insulinspiegel, die Stoffwechselhormone und die verbrannten Kalorien der Teilnehmenden gemessen. Dabei zeigte sich, dass beim Abnehmen mehr Faktoren zählen, als nur die Anzahl der Kalorien. Die Studienergebnisse sind kürzlich in dem Fachjournal „The BMJ“ erschienen.

Welche Ernährungsweise eignet sich am besten zum Abnehmen? Amerikanische Forscher fanden heraus, dass nicht nur die Anzahl, sondern auch die Art der aufgenommenen Kalorien entscheidet. (Bild: exclusive-design/fotolia.com)

Adipositas und Übergewicht – ein zunehmendes Gesundheitsproblem

Nicht nur in Amerika, auch in Deutschland sind Übergewicht und Adipositas ein ständig wachsendes Gesundheitsproblem. Übergewicht begünstigst zahlreiche Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes und Depressionen (siehe: Übergewicht kann Depressionen auslösen). Mediziner und Wissenschaftler suchen händeringend nach effektiven Methoden, dem entgegenzuwirken. Diäten sind zwar gute Maßnahmen um Körpergewicht zu verlieren, jedoch ist bei vielen der Erfolg nur von kurzer Dauer. Ein paar Monate später ist das Gewicht wieder zurück, manchmal sogar mehr als vorher.

Welche Diät ist am besten zum Abnehmen geeignet?

Welche Diät ist am effektivsten für eine lang anhaltende Gewichtsabnahme geeignet? Dieser Frage ging das amerikanische Forscherteam nach. Die Forschenden verglichen drei Diäten an einer Gruppe von übergewichtigen Probandinnen und Probanden über einen Zeitraum von 20 Wochen. Die Ernährung wurde komplett von der Universität gestellt, um sicherzugehen, dass alle Teilnehmenden die selbe Anzahl an Kalorien erhalten.

Drei Diäten – Gleiche Kalorienanzahl, unterschiedlicher Gewichtsverlust

Die Teilnehmenden wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt eine Ernährung, die zu 20 Prozent aus Kohlenhydraten bestand, in der zweiten Gruppe zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten und in der dritten Gruppe zu 60 Prozent aus Kohlenhydraten. Obwohl die Kalorienanzahl in allen drei Gruppen genau gleich war, zeigte sich, dass die Teilnehmenden aus der kohlenhydratarmen Gruppe am meisten abnahmen und den Gewichtsverlust am längsten aufrechterhalten konnten.

Kalorien sind nicht gleich Kalorien

Die Forschenden kamen zu dem Schluss, dass Kalorien aus Kohlenhydraten schneller zu einer Fetteinlagerung führen. „Die Kohlenhydrate haben während der Diät den Insulinspiegel erhöht und die Fettzellen dazu angetrieben, mehr Kalorien einzulagern“, berichtet Forschungsleiter Dr. med. David Ludwig in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen. Durch die vermehrte Einlagerung stünden für den Rest des Körpers weniger Kalorien zur Verfügung. Die Folge: Der Stoffwechsel verlangsamt sich und der Hunger steigt, so der Ernährungsexperte. Aus diesem Zustand heraus könne eine schnelle Gewichtszunahme entstehen.

Gewichtsabnahme in der Low-Carb-Gruppe signifikant größer

Wie die Forschenden dokumentierten, war in den 20 Wochen der Gesamtenergieaufwand in der Gruppe mit der kohlenhydratarmen Kost am höchsten. Bei gleichem durchschnittlichem Körpergewicht und gleicher aufgenommener Kalorienanzahl verbrannten die Teilnehmenden, die eine Low-Carb-Diät einhielten, täglich rund 250 Kilokalorien mehr als diejenigen mit höherer Kohlenhydratzufuhr. Bei Personen, die zu Beginn der Studie bereits einen hohen Insulinspiegel hatten, war der Unterschied noch drastischer. Hier verbrannte die Low-Carb-Gruppe ganze 400 Kalorien mehr am Tag.

Das Kohlenhydrat-Insulin-Modell

Die Studie liefert Anhaltspunkte, dass sich das sogenannte Kohlenhydrat-Insulin-Modell zur Behandlung von Adipositas eignet. Die Forschendne konnten zeigen, dass die Aufnahme von Kohlenhydraten eine höhere Ausschüttung von Insulin nach sich zieht. Hierdurch werde der Aufbau von Fettspeichern gefördert, der Stoffwechsel verlangsamt, die Sättigung gehemmt und das Hungergefühl gefördert. „Unsere Beobachtungen stellen den Glauben in Frage, dass alle Kalorien für den Körper gleich sind“, resümiert die zweite Studienleiterin Cara Ebbeling. (vb)

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