Bei Mücken in Tschechien wurde das gefährliche West-Nil-Virus festgestellt


Krankheitserreger: Gefährliches West-Nil-Virus bei Mücken in Tschechien entdeckt

Schon vor Jahren wurde über die Ausbreitung des West-Nil-Virus in Europa berichtet. Nun ist der gefährliche Krankheitserreger in Mücken in Tschechien nachgewiesen worden. Experten raten daher, stets auf ausreichenden Mückenschutz zu achten.
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Gefährlicher Krankheitserreger festgestellt

Als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor kurzem eine Liste mit Krankheiten und Krankheitserregern, die „ein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen und für die es keine oder unzureichende Gegenmaßnahmen gibt“, veröffentlichte, wies sie auf ihrer Webseite auch auf Krankheiten hin, die „nach wie vor große Probleme für die öffentliche Gesundheit darstellen“ und weiterer Forschung bedürfen. Eine dieser Krankheiten ist das West-Nil-Fieber, ausgelöst durch das West-Nil-Virus. Dieser Krankheitserreger wurde nun in Mücken in Tschechien entdeckt.

In Tschechien ist bei Mücken das West-Nil-Virus nachgewiesen worden. Durch den Stich von infizierten Stechmücken können sich auch Menschen mit dem gefährlichen Krankheitserreger anstecken. (Bild: corlaffra/fotolia.com)

Beliebtes Reiseziel

Im Südosten Tschechiens ist bei Mücken das gefährliche West-Nil-Virus nachgewiesen worden. Laut einem Bericht der Zeitung „MF Dnes“ identifizierten Wissenschaftler das Tropen-Virus bei Stechmücken der Art Culex modestus.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, bevölkern diese Insekten die Fischteiche in Südmähren. Den Angaben zufolge ist die Verwaltungsregion an der Grenze zu Österreich ein beliebtes Ziel ausländischer Fahrrad- und Wandertouristen.

Laut der Agentur erklärte Oldrich Sebesta vom Gesundheitsamt in Brünn (Brno): „Das Risiko einer Ansteckung existiert, und jeder sollte an den Insektenschutz denken.“

Der Experte nimmt an, dass der Krankheitserreger durch Wandervögel aus Afrika eingeschleppt und dann durch Mücken bei einer Blutmahlzeit aufgenommen wurde.

Symptome ähneln denen eines grippalen Infekts

Wie das CRM Centrum für Reisemedizin auf seiner Webseite erklärt, wird das Virus „normalerweise von nachtaktiven Mücken von Vögeln wieder auf Vögel übertragen“.

Menschen können durch den Stich einer infizierten Mücke erkranken. Die Symptome ähneln einem grippalen Infekt.

Experten zufolge kommt es nach dem Stich bei manchem Menschen zu Fieber, Abgeschlagenheit, Erbrechen, Kopf- und Muskelschmerzen. Später treten manchmal auch Lymphknotenschwellungen hinzu.

Laut CRM entwickelt etwa ein Drittel der Erkrankten an Brust, Rücken und Armen einen Hautausschlag, der später ohne Schuppung abheilt. Auch eine Hirn- oder Hirnhautentzündung kann hinzukommen.

„Die Erkrankung kann vor allem bei älteren Menschen tödlich verlaufen. Die Diagnose wird durch spezifischen Antikörpertest oder Virusnachweis gestellt“, schreiben die Experten.

Dieses Jahr noch kein Fall von West-Nil-Fieber erfasst

Laut dpa war es in Tschechien zuletzt im Jahr 1997 nach einer längeren Hochwasserperiode zu nachgewiesenen Infektionen bei Menschen gekommen.

Auch in anderen europäischen Ländern gibt es immer wieder vereinzelte Infektion, beispielsweise gab es im vergangenen Jahr in Griechenland mehrere Ansteckungen.

Den Angaben zufolge wurde dieses Jahr von der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC noch kein Fall von West-Nil-Fieber erfasst.

Vor Mücken schützen

Gesundheitsexperten raten in betroffenen Regionen zu vorbeugendem Mückenschutz.

Neben speziellen Mückensprays gibt es noch weitere Möglichkeiten, die gegen lästige Mücken helfen können.

So kann man zu Hause oder im Zelt Insekten durch Moskitonetze fernhalten und sich im Freien durch helle, hautbedeckende Kleidung vor Stichen schützen.

Verschiedenen Untersuchungen zufolge werden die Blutsauger durch schlechten Geruch, wie Schweiß oder stinkende Socken angezogen. Dies sollte also vermieden werden.

Als Hausmittel gegen Mücken bieten sich unter anderem Gerüche wie von Knoblauch oder Kohl an. (ad)

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Unterschätzte Besenreiser: Krampfadern können lebensgefährliche Folgeleiden bedingen


Gefährliche Krampfadern: Wie man sie wieder los wird und vorbeugt

Über die Hälfte aller Deutschen leiden unter Krampfadern. In vielen Fällen handelt es sich um sehr feine, oberflächliche Krampfadern, die sogenannten Besenreiser, welche eher ein ästhetisches, als ein medizinisches Problem sind. Doch manchmal kann die sogenannte Varikose auch gefährlich werden. Experten erklären, was man gegen Krampfadern unternehmen kann und wie man vorbeugt.
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Über 50 Prozent der Deutschen leiden unter Krampfadern

„Krampfadern, auch Varikosis oder Varizen genannt, sind Erweiterungen im oberflächlichen Venensystem“, heißt es erklärend auf der Webseite der Artemed Fachklinik München. Mehr als die Hälfte aller Deutschen leiden darunter – Frauen häufiger als Männer. Laut den Experten betreffen über 90 Prozent der Krampfadern die Venen in den Beinen und treten als rötlich bis bläuliche Schlängelungen unter der Haut in Erscheinung. Allerdings ist eine Krampfader „nicht nur eine geschlängelte, sondern auch eine erweiterte und in ihrer Funktion gestörte Vene“, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG). Das kann gefährliche Folgen haben.

Über die Hälfte der Bundesbürger leiden unter Krampfadern. Oft sind diese nur ein kosmetisches Problem, doch in manchen Fällen können Krampfadern auch gefährlich werden. (Bild: zlikovec/fotolia.com)

Welche Personen gefährdet sind

„Krampfadern entstehen oft über eine angeborene oder altersbedingte Schwäche der Venenwände und/oder der Venenklappen“, so die Artemed Fachklinik München.

„Daneben gelten Bewegungsmangel, falsche Ernährungsgewohnheiten und hormonelle Einflüsse als Auslöser für Krampfadern“, heißt es dort weiter.

Gefördert wird dieses Leiden zudem durch Übergewicht, langes Stehen und Schwangerschaft. Es gibt aber noch mehr, was den Gefäßen schaden kann:

Beispielsweise hohe Schuhe sowie Stiefel und Hosen, die zu eng sitzen. Sie schnüren Beine und Füße ein und stören die Blutzirkulation. Dies führt zu angeschwollenen Beinen und verursacht außerdem die Entstehung eines Hitzestaus in den Venen.

„Durch hohe Temperaturen weiten sich Gefäße und die Venenklappen, die wie ein Ventil dafür sorgen, dass Blut nur in eine Richtung fließt, versagen ihren Dienst. So kann das Blut nicht mehr problemlos abfließen und versackt in den Beinen“, erklärte Prof. Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover.

Ein weiterer Widersacher der Venen heißt Alkohol. Auch er weitet die Gefäße, so dass sich Blut im Bein ansammelt. Gleiches gilt auch für das Sonnenbaden und Saunabesuche, denn die Gefäße weiten sich bei Hitze.

Gewohnheitsmäßiges Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen beeinträchtigt den Blutfluss ebenfalls, es kommt zu einer Stauung in dem darunterliegenden Bereich.

Lebensgefährliche Folgen

„In vielen Fällen handelt es sich um sehr feine, oberflächliche Krampfadern, die sogenannten Besenreiser, welche eher ein ästhetisches bzw. kosmetisches, als ein medizinisches Problem sind“, schreibt die Artemed Fachklinik München.

„Krampfadern verursachen selbst keine Beschwerden oder gar Schmerzen“, erklärt die DGG.

„Doch bleiben Krampfadern im fortgeschrittenen Fall unbehandelt, können Symptome wie Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) oder Hautgeschwüre (Ulcus) entstehen und Beschwerden verursachen“, erläutert die Münchner Klinik.

So kann die mit dem Leiden verbundene venöse Zirkulationsstörung zu einer Beinschwellung führen, die sich durch Spannungsgefühl, das Gefühl schwerer Beine oder Muskel- beziehungsweise Wadenkrämpfe bemerkbar machen kann.

Des Weiteren neigen Krampfadern zu Entzündungen (Varikophlebitis), die mit starken Venenschmerzen einhergehen können.

Eine weitere mögliche Folge: „Krampfadern erhöhen die Thrombosegefahr“, berichtet die Deutsche Venen-Liga in einer Mitteilung. Dabei bildet sich an der Venenwand ein Blutpfropf (Thrombus). Wenn sich dieser wieder von der Venenwand löst, kann es zur lebensgefährlichen Lungenembolie kommen.

Und nicht zuletzt kann sich aus einer jahrelangen Venenschwäche ein „offenes Bein“ (Ulcus cruris) entwickeln.

Krampfadern können nach Entfernung erneut auftreten

Was hilft, um Krampfadern wieder loszuwerden? „Welche Therapieform angewendet wird, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und den betroffenen Gefäßabschnitten ab“, schreibt die DGG.

Die Artemed Fachklinik München erklärt: „Neben der klassischen Krampfader-Operation, sind Therapien mit Radiowellen sowie das Klebe-Verfahren eine gute Wahl. Kleinere Krampfadern bzw. Besenreiser können verödet werden.“

Zu bedenken ist, dass die Neigung zur Krampfadernbildung angeboren ist. Wenn Krampfadern beseitigt werden, stellt dies keinen Schutz vor dem Wiederauftreten dar, weshalb auch nach einer erfolgreichen Therapie eine regelmäßige Kontrolle notwendig ist.

Viel bewegen und Beine hoch lagern

Gesundheitsexperten geben zwar oft Tipps, wie man Besenreisern und Krampfadern vorbeugen kann, doch gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse dazu gibt es nicht.

Es wird aber generell empfohlen, sich viel zu bewegen. So lässt sich etwa durch Spaziergänge der Rückfluss des Blutes etwas ankurbeln. Empfehlenswert sind auch Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen, Aerobic oder spezielle Venengymnastik-Übungen.

Hohe Schuhe, enge Beinkleider und langes Sitzen sollten vermieden werden. Es wird zum häufigen Barfußlaufen und Hochlagern der Beine geraten.

Übergewicht sollte abgebaut, auf Rauchen und Alkohol verzichtet werden. Eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen, reduziertem Zucker- und Fettgehalt sowie einer gesünderen Fettzusammensetzung (mehr pflanzliches statt tierisches Fett, mehrfach ungesättigte Fettsäuren) trägt nicht nur zur Gewichtskontrolle sondern auch zur Gefäßgesundheit bei.

Große Hitze wie beim Sonnenbaden draußen oder in der Sauna drinnen sollte vermieden werden.

Prinzipiell können auch Wasseranwendungen eine wohltuende Wirkung auf die Beine haben. Dazu zählt zum Beispiel der kalte Knieguss, ein altbewährtes Hausmittel gegen Krampfadern.

Auch Wechselduschen verbessern die Blutzirkulation. (ad)

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Immunsystem: Tattoos können zu starken Schmerzen führen


Vorsicht mit Tätowierungen wenn sie ein geschwächtes Immunsystem haben

Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es das weitverbreitete Vorurteil, dass eine Tätowierung nur etwas für Strafgefangene und Matrosen ist. In der heutigen Zeit sind Tätowierungen bei jüngeren Menschen allerdings in Mode gekommen und immer mehr Personen lassen sich tätowieren. Forscher warnten jetzt davor, dass Menschen sich keineswegs tätowieren lassen sollten, wenn sie ein geschwächtes Immunsystem haben. Diese könnte zu gesundheitlichen Komplikationen führen.
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Die Mediziner des Queen Elizabeth University Hospital in Glasgow stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass es zu Komplikationen kommen kann, wenn Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sich tätowieren lassen. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der englischsprachigen Fachzeitschrift „BMJ Case Reports“.

Bei einem geschwächten Immunsystem ist es keine gute Idee sich eine Tätowierung stechen zu lassen, weil dies zu starken Schmerzen führen kann, welche Monate oder sogar Jahre andauern können. (Bild: belyjmishka/fotolia.com)

Betroffene Frau entwickelte starke Schmerzen im Bein

Die Warnung der Ärzte beruht auf einem Fall, bei dem eine Frau mit Mukoviszidose und einer Lungentransplantation sehr starke Oberschenkel- und Knieschmerzen entwickelte, nachdem sie sich eine Tätowierung am Bein stechen lassen hatte. Wenn Menschen sogenannte Immunsuppressiva einnehmen, sollten sie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, falls sie vorhaben, sich tätowieren zu lassen, erläutern die Ärzte. Immunsuppressiva werden oft nach einer Organtransplantation oder zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn (eine chronisch entzündliche Darmerkrankung), Lupus oder rheumatoider Arthritis verabreicht. Aber auch Menschen mit chronischen Langzeiterkrankungen wie Diabetes können ein schwaches Immunsystem haben, was ebenfalls das Risiko verstärkt, dass sie durch eine Tätowierung verschiedene Komplikationen entwickeln.

Welche Eingriffe erhöhen das Infektionsrisiko?

Bei diesen Personen liegt ein erhöhtes Infektionsrisiko bei jedem Eingriff vor, egal ob es sich um eine geplante Operation, eine Tätowierung oder ein Piercing handelt, erläutern die Experten. Daher sollten sich Betroffene sorgfältig überlegen, ob sie sich tätowieren lassen. Solche Menschen sollten vor der Tätowierung mit ihrem Arzt sprechen und sich über mögliche gesundheitliche Gefahren aufklären lassen. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass der Tätowierer entsprechend qualifiziert ist und alle Praktiken einhält, um sein Arbeitsumfeld wirklich steril zu halten, sagen die Mediziner.

Frau entwickelte geschwollenes Knie und starke Schmerzen

Bei dem in der Fachzeitschrift „BMJ Case Reports“ beschriebenen Fall entwickelte die 31 Jahre alte Frau zehn Monate nach einer Tätowierung auf ihrem Oberschenkel ein geschwollenes Knie und Schmerzen im Bein. Die Schmerzen waren so stark, dass sie sogar den Schlaf der Betroffenen beeinträchtigten.

Betroffene musste große Mengen von Schmerzmitteln einnehmen

Obwohl die Frau bereits Jahre zuvor problemlos eine Tätowierung auf ihrem anderen Bein erhalten hatte, entwickelte sie eine Woche nach der neuen Tätowierung die bereits erwähnten Schmerzen. Diese Schmerzen wurden so stark, dass sie mit dem synthetischen Opioid-Schmerzmittel Tramadol behandelt werden musste. Außerdem bekam die Betroffene auch Paracetamol und das Schmerzmittel Nefopam. Zusätzlich nahm die Frau Immunsuppressiva ein, um die Folgen ihrer Lungentransplantationen zu bewältigen und sie nutzte Insulin für zystische Fibrose-assoziierte Diabetes, erklären die Experten.

Was ergaben die Untersuchungen?

Durch Bluttests und Röntgenaufnahmen konnte nichts Ungewöhnliches festgestellt werden. Untersuchungen der Flüssigkeit aus dem Knie zeigte keinerlei Anzeichen einer Infektion durch Bakterien oder Pilze, erläutern die Ärzte. MRT-Untersuchungen ergaben jedoch, dass einer der Oberschenkelmuskeln entzündet war. Eine Biopsie des Muskels zeigte ebenfalls keine Anzeichen einer Infektion, bestätigte jedoch die Muskelentzündung.

Was löste die Entzündung im Muskel aus?

In den meisten Fällen ist nicht bekannt, was eine Entzündung im Muskel verursacht hat. Es könnten Bakterien sein oder es könnte eine Reaktion auf ein Toxin sein, wie etwa auf die verwendete Tinte, mutmaßen die Mediziner. Die Frau erhielt eine Physiotherapie und schließlich nach einem Jahr nach der Tätowierung verbesserte sich die Situation wieder, aber erst drei Jahre nach der Tätowierung war die Betroffene wieder frei von Muskelschmerzen.

Ärzte sollten Tätowierungen bei Untersuchungen berücksichtigen

Ärzte sollten Patienten über mögliche Risiken einer Tätowierung aufklären und außerdem sollten Tätowierungen bei der Diagnose von Schmerzen oder Erkrankungen berücksichtigt werden, raten die Experten. Die Muskelentzündung der Frau könnte nicht der einzige Fall dieser Art sein. Dieser Fall könnte einfach ein seltenes Ereignis sein oder eventuell gibt es auch eine Unterdiagnose für Patienten mit ähnlichen Symptomen und Tätowierungen, fügen die Autoren der Untersuchung hinzu. (as)

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Vorsichtig bei der Gartenarbeit: Bärenklau kann schwerste Verletzungen hervorrufen


Schmerzhafte Erfahrung mit Bärenklau: Mann wollte sich sein Bein abschneiden

In Großbritannien dachte ein Mann daran, sich wegen extremer Schmerzen sein Bein abzuschneiden. Der 32-Jährige hatte sich zuvor bei Gartenarbeiten durch den Kontakt mit Bärenklau Blasen zugezogen, die sich entzündeten. Nun will er die Öffentlichkeit vor der gefährlichen Pflanze warnen.
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Blasen entzündeten sich

Das Leiden von Nathan Davies begann nach der Gartenarbeit in Wales. Wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet, hatte sich der 32-jährige Mann dabei ein paar Blasen an seinem Bein zugezogen, die durch Kontakt mit Bärenklau entstanden. Die Blasen des Familienvaters hatten sich schwer entzündet und er litt an so starken Schmerzen, dass er daran dachte, sein „Bein vom Knie ab abzuschneiden“, so der Immobilienmakler gegenüber der Zeitung. Nun will der Brite die Öffentlichkeit vor den Gefahren durch die Pflanze warnen.

Das Berühren des Riesen-Bärenklaus kann schmerzhafte Folgen haben. Doch auch beim Kontakt mit herkömmlichen Bärenklau drohen massive gesundheitliche Gefahren, wie ein Fall aus Großbritannien zeigt. (Bild: Fixativ/fotolia.com)

Verletzungen bei Gartenarbeiten

Laut dem Bericht der „Daily Mail“ begann die Tortur des Mannes am 20. Mai, als er mit seinem Vater bei warmen Temperaturen im Garten arbeitete.

In Shorts gekleidet, schnitten die beiden die Hecken und Pflanzen, „also hatte ich ein paar Schnitte und Kratzer – aber ich habe mir nichts dabei gedacht“.

Doch zwei Tage später bildeten sich Blasen an seinem Bein. „Sie sahen aus wie Verbrennungen – wie die Art von Verbrennungen, die man von einem Herd bekommt. Aber dann begannen sie wirklich groß zu werden“, erinnert sich der 32-Jährige.

Er habe zunächst versucht, die Blasen zu Hause nicht zu zeigen und sich sein Leiden nicht anmerken zu lassen. Doch wenige Tage später brach er vor Schmerz zusammen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Mann brauchte Notoperationen

Dort wollte ihn eine Krankenschwester mit Antibiotika wieder nach Hause schicken. Als jedoch ein Arzt einen Blick auf das Bein warf, war klar, dass er eine Notoperation brauchte. Seinen Angaben zufolge lag er bereits 20 Minuten später auf dem Operationstisch.

Wie es in dem Bericht heißt, hatten sich die Blasen stark infiziert. Die Ärzte mussten das Bein von der Kniescheibe bis zum Knöchel öffnen – die Wunde blieb offen und bandagiert, da seine Haut von der Infektion „aufgefressen wurde“.

Nach der ersten OP war am folgenden Tag eine weitere nötig.

„Der Schmerz war so schlimm, dass ich nicht einmal stehen konnte – ich kann noch immer keinen Druck oder Gewicht auf mein Bein ausüben“, sagte Davies.

Patient hätte sein Bein verlieren können

„Ein Teil von mir will nur mein Bein vom Knie abschneiden“, so der 32-Jährige. „Ich habe noch nie so einen Schmerz in meinem Leben erlebt.“

Den Angaben zufolge soll noch eine dritte Operation folgen, um die Wunde auszuwaschen. Auch eine Hauttransplantation könnte noch nötig werden.

Der Patient ist noch längere Zeit auf starke Schmerzmittel wie Morphin und Codein angewiesen.

Er verwies darauf, dass er sogar noch Glück gehabt habe: „Die Ärzte haben mir gesagt, dass, wenn sich die Infektion auf meine Wade ausgebreitet hätte, ich meine Muskeln verloren hätte und mein ganzes Bein weg gewesen wäre“, so Davies.

Er habe nun von seiner schmerzhaften Erfahrung erzählt, in der Hoffnung, andere über die möglichen Gefahren von Bärenklau zu warnen und Wunden rechtzeitig behandeln zu lassen.

Verletzungen durch gewöhnlichen Bärenklau

Laut dem Zeitungsbericht zog sich Davies die Verletzungen durch gewöhnlichen Bärenklau zu. Als gefährlich gilt jedoch vor allem der Riesen-Bärenklau (auch Herkulesstaude genannt). Dieser zählt weder in Großbritannien noch hierzulande zu den heimischen Pflanzenarten.

Im 19. Jahrhundert wurde er laut Angaben der Landwirtschaftskammer des Saarlandes aus dem Kaukasus als Zierpflanze eingeschleppt. Wegen seiner enormen Samenproduktion von 10.000 bis 50.000 Stück pro Pflanze konnte sich der Riesen-Bärenklau in Deutschland stark vermehren.

Des Weiteren haben seine hohe Anpassungsfähigkeit und die Schwimmfähigkeit der Samen die massive Ausbreitung begünstigt. Das Unkraut ist vor allem auf nicht bewirtschafteten feuchten Böden und an Rad- und Wanderwegen zu finden.

Gefährlicher Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau verursacht Verbrennungen und Hautausschläge, gerade auch bei Sonnenschein.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml erklärte dazu in einer älteren Mitteilung: „Der Pflanzensaft enthält Kontaktgifte, die den natürlichen UV-Schutz der Haut außer Kraft setzen. Sie können in Verbindung mit Sonnenlicht zu Verbrennungen auf der Haut führen. Deshalb sollte der Riesen-Bärenklau nicht angefasst werden.“

Da vor allem Kinder gerne mit der bis zu vier Meter hohen Pflanze spielen würden, hob die Ministerin hervor: „Eltern sollten deshalb auf die schmerzhaften Folgen hinweisen. Unter Umständen können Hautreaktionen erst Tage später durch Sonneneinstrahlung ausgelöst werden.“

Und weiter: „Bei empfindlichen Personen und Allergikern kann ein Berühren der Pflanze auch Fieber, Atemnot oder einen Kreislaufschock hervorrufen.“

Aber auch bei Nicht-Allergikern können sich nach dem Kontakt mit der Pflanze Beschwerden wie ein juckender Hautausschlag mit Rötungen und Bläschenbildung einstellen.

Die Politikerin, die ausgebildete Ärztin ist, erklärte, was zu tun ist, wenn man das Unkraut berührt hat:

„Nach einem Kontakt mit dem Riesen-Bärenklau sollte ein schattiger Orte aufgesucht werden. Danach empfiehlt es sich, die betroffenen Hautstellen rasch mit Wasser und Seife abzuwaschen – besser noch mit Spiritus. Falls dennoch Hautreaktionen auftreten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.“ (ad)

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Starke Abwehrkräfte: Mit Zitronensäure und Ingwer das Immunsystem anregen


Nicht nur gut für den Geschmack: Stoffe aus Zitronen und Ingwer stimulieren Abwehrkräfte

Zitronen und Ingwer gelten als zwei besonders gesunde Lebensmittel. Schließlich enthalten beide große Mengen an Vitamin C und tragen daher dazu bei, das Immunsystem zu stärken. Doch sie beinhalten noch mehr wichtige Stoffe: Zitronensäure und 6-Gingerol. Diese stimulieren die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel, wie Forscher nun herausgefunden haben.
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Mit Zitronen und Ingwer der Gesundheit etwas Gutes tun

Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte regelmäßig morgens ein Glas Zitronenwasser trinken. Dem Körper werden so wichtige Vitamine und Nährstoffe aus der Zitrone zugefügt. Zusätzlich wird die Verdauung angeregt und Flüssigkeit zugefügt. Ebenfalls empfehlenswert ist, den Tag mit Ingwerwasser zu starten. Die scharfe Knolle ist nicht nur reich an Vitamin C, sondern kann auch vor Krankheiten schützen und beim Abnehmen helfen. Doch Zitronen und Ingwer können noch mehr: Wie Forscher nun herausgefunden haben, stimulieren geschmacksgebende Stoffe der beiden Lebensmittel die Immunabwehr.

Die in Zitronen enthaltene Zitronensäure und scharf-schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer stimulieren die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel. (Bild: Alexander/fotolia.com)

Zitronensäure und scharf-schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer

Wie die Technische Universität München (TUM) in einer aktuellen Mitteilung berichtet, verleihen Zitronensäure und scharf-schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer nicht nur Speisen und Getränken eine besondere Geschmacksnote.

Beide Stoffe stimulieren auch die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel. Das hat ein Forscherteam der TUM und des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie herausgefunden.

Die Ergebnisse der Studie wurden vor kurzem im Fachmagazin „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlicht.

Speichel erfüllt unterschiedlichste biologische Aufgaben

Der menschliche Speichel ist eine komplexe, wässrige Mischung aus unterschiedlichsten Komponenten. Er enthält neben Schleimhaut- und Immunzellen eine Vielzahl von Molekülen, die unterschiedlichste biologische Aufgaben erfüllen.

Denn Speichel spielt nicht nur eine wesentliche Rolle bei der Nahrungsaufnahme, sondern ist auch für die Gesunderhaltung der Zähne, des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut entscheidend. Zugleich stellt er die erste Bastion gegen von außen eindringende Krankheitserreger dar.

Daher sind im Speichel verschiedene, antimikrobiell wirkende Moleküle enthalten, zu denen auch das antibakteriell wirkende Lysozym gehört. Sie sind Teil des angeborenen, molekularen Immunsystems.

Bestimmte Faktoren beeinflussen die Speichel-Zusammensetzung

Dass Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand aber auch was jemand isst und trinkt die Speichel-Zusammensetzung beeinflussen, ist inzwischen belegt. Über die Effekte einzelner Lebensmittelinhaltsstoffe ist jedoch noch wenig bekannt.

Um mehr über diese zu erfahren, untersuchte das Forscherteam um Studienleiter Professor Thomas Hofmann, Leiter des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM, den Einfluss unterschiedlicher Geschmacksstoffe auf die Speichelzusammensetzung des Menschen:

Zitronensäure (sauer), der Süßstoff Aspartam (süß), Iso-alpha-Säuren (bitter), der Geschmacksverstärker Natriumglutamat (umami), Kochsalz (salzig), 6-Gingerol (scharf) sowie die im Szechuanpfeffer enthaltenen Substanzen Hydroxy-alpha-Sanshool (kribbelnd) und Hydroxy-beta-Sanshool (betäubend).

Geschmacksgebende Stoffe besitzen bereits im Mundraum biologische Wirkungen

Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Kombination von Speichelflussmessungen, Proteomanalysen und bioinformatischen Auswertungen erstmals nachwiesen, modulieren alle untersuchten Substanzen die Proteinzusammensetzung des Speichels in mehr oder weniger großem Umfang.

Biologische Funktionsanalysen der von der Modulation betroffenen Speichelproteine zeigten zudem, dass die durch Zitronensäure und 6-Gingerol ausgelösten Veränderungen, das molekulare Abwehrsystem im Speichel aktivieren.

So steigerte 6-Gingerol die Aktivität eines Enzyms, welches das im Speichel gelöste Thiocyanat in Hypothiocyanat umwandelt, wodurch sich die Menge des antimikrobiell und fungizid wirkenden Hypothiocyanats im Speichel in etwa verdreifachte.

Dagegen ließen die durch Zitronensäure ausgelösten Veränderungen die Lysozym-Spiegel im Speichel um das bis zu Zehnfache ansteigen.

Wie Untersuchungen an Bakterienkulturen erstmals belegen, reicht diese Erhöhung aus, um das Wachstum von Gram-positiven Bakterien fast komplett zu unterbinden. Lysozym wirkt gegen diese Art der Bakterien, indem es deren Zellwand zerstört.

„Unsere neuen Erkenntnisse zeigen, dass geschmacksgebende Stoffe bereits im Mundraum biologische Wirkungen besitzen, die weit über ihre bekannten sensorischen Eigenschaften hinausgehen“, so Hofmann vom Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik der TUM.

Diese mit neuesten Analysemethoden weiter zu erforschen, sei eins der Ziele, die sich die Lebensmittel-Systembiologie gesetzt habe, erklärt der Lebensmittelchemiker.

Nur so ließen sich auf lange Sicht neue Ansätze für die Produktion von Lebensmitteln finden, deren Inhaltsstoff- und Funktionsprofile an den gesundheitlichen und sensorischen Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher ausgerichtet seien. (ad)

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