Forschern gelingt Durchbruch bei der Behandlung von Prostatakrebs


Neue Form der Behandlung könnte tausenden Männern das Leben retten

Forscher fanden jetzt heraus, dass eine Strahlentherapie die Überlebenswahrscheinlichkeit für Tausende von Männern mit Prostatakrebs erhöhen kann, auch wenn sich der Krebs bei der Diagnose bereits ausgebreitet hat.
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Die Wissenschaftler des University College London stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass eine Strahlentherapie die Wahrscheinlichkeit des Überlebens bei Männern mit Prostatakrebs erhöhen kann. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der englischsprachigen Fachzeitschrift „The Lancet“.

Prostatakrebs ist eine Erkrankung, die viele Männer weltweit das Leben kostet. Eine neue kombinierte Art der Behandlung könnte Millionen von Männern das Leben retten. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Häufig hat sich Prostatakrebs schon weiter ausgebreitet

Prostatakrebs betrifft viele Männer weltweit. Bei einer erheblichen Anzahl dieser Erkrankten wird der Krebs erst diagnostiziert, wenn sich die Erkrankung bereits ausgebreitet hat. Dies verringert die Überlebenswahrscheinlichkeit der Betroffenen erheblich. Die Standardbehandlung für fortgeschrittenen oder metastasierten Prostatakrebs ist eine Hormontherapie mit Medikamenten. Bis jetzt dachte man, dass es keinen Sinn macht, die Prostata selbst zu behandeln, wenn sich der Krebs bereits ausgebreitet hat, sagen die Forscher.

Etwa 2.000 Probanden nahmen an der Studie teil

Bei der aktuellen Untersuchung, beschäftigten sich die Experten damit was passiert, wenn Patienten mit Prostatakrebs sowohl eine Strahlentherapie als auch Medikamente erhielten. Dafür untersuchten sie etwa 2.000 Männer mit fortgeschrittenem Krebs. Die Hälfte erhielt eine Standardbehandlung und die andere Hälfte wurde mit der Standardbehandlung plus Strahlentherapie für die Prostata behandelt.

Überlebenswahrscheinlichkeit verbesserte sich auf 81 Prozent

Nicht jeder der Patienten hat von dieser kombinierten Form der Behandlung profitiert. Die Strahlentherapie half nicht bei den Patienten, deren Krebs sich bereits weit ausgebreitet hatte, aber die Behandlung machte einen Unterschied bei den Menschen, deren Krebs sich nur lokal in die nahe gelegenen Lymphknoten oder Knochen ausgebreitet hatte. Von diesen Männern überlebten 81 Prozent drei Jahre lang, verglichen mit 73 Prozent der Teilnehmenden, die keine Strahlentherapie erhielten. Die Strahlentherapie bietet hier demnach eine sinnvolle kostengünstige Ergänzung zur normalen Behandlung. Die Ergebnisse wurden auf der Konferenz der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie in München vorgestellt.

Weitere Forschung ist nötig

Die Erkenntnisse der neuen Studie könnten und sollten den Versorgungsstandard weltweit verändern, sagen die Autoren. Anders als viele neue Medikamente gegen Krebs sei die Strahlentherapie eine einfache, relativ billige Behandlung, die in den meisten Teilen der Welt leicht verfügbar ist, erläutern die Experten weiter. Die Ergebnisse sind ein monumentaler Befund, der Tausenden von Männern weltweit helfen könnte. Die Kombination der aktuellen Behandlung mit einer Strahlentherapie zeige einen klaren Nutzen für eine Untergruppe von Männern mit Prostatakrebs. Jetzt müsse untersucht werden, ob dies auch für andere Krebspatienten gilt. Wenn wir genau verstehen, warum diese Männer von der zusätzlichen Strahlentherapie profitieren, könnte der Ansatz genutzt werden, um noch mehr Patienten zu helfen, so das Fazit der Forscher. (as)

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Die Hälfte der Alzheimer-Erkrankungen durch Herpes-Viren bedingt?


Führt Herpes zu Alzheimer?

Forscher haben eine Verbindung zwischen Herpes-Viren und der Alzheimer-Erkrankung festgestellt. Scheinbar kann das Herpesvirus mit mindestens der Hälfte aller Alzheimer-Fälle in Verbindung gebracht werden. Wenn Menschen mit dem Herpes-Simplex-Virus (HSV) infiziert sind, kann dies offenbar das Risiko für eine Demenzerkrankung deutlich erhöhen.
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Die Wissenschaftler der University of Manchester und der University of Oxford stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass eine Infektion mit Herpes das Risiko für die Entstehung von Demenz erhöhen könnte. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in dem englischsprachigen Fachblatt „Frontiers in Aging Neuroscience“.

Herpes im Bereich von Mund und Lippen wird durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 hervorgerufen. Dies steht offenbar auch im Zusammenhang mit Alzheimer-Erkrankungen. (Bild: Cherries/fotolia.com)

Welche Arten von Herpes gibt es?

Es gibt zwei Arten von Herpes-simplex-Viren. HSV1, auch bekannt als oraler Herpes, verursacht Lippenherpes und Bläschen um den Mund und im Gesicht. HSV2 ist im Allgemeinen für Herpes im Genitalbereich verantwortlich. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass das Risiko für die Entstehung von Demenz im Alter viel größer ist, wenn die Betroffenen mit HSV infiziert sind. Eine antivirale Behandlung könnte hier eine drastische Abnahme der HSV1-Fälle bewirken, welche ihrerseits zu Demenz führen, so die Studienautorin Professor Ruth Itzhaki von der University of Manchester.

Die ausgewerteten Daten stammten aus Taiwan

Die Daten für die Studie stammten aus Taiwan, da 99,9 Prozent der Menschen dort in der National Health Insurance Research Database erfasst wurden. Im Jahr 2017 und dem Jahr 2018 wurden insgesamt drei Studien publiziert, bei denen Daten aus Taiwan zur Untersuchung der Entwicklung der Altersdemenz genutzt wurden. Zusätzlich wurden auch die Daten zur Behandlung von Patienten mit ausgeprägten offensichtlichen Anzeichen einer Infektion mit HSV oder dem Varizella-Zoster-Virus(VZV) berücksichtigt. Es sollte betont werden, dass die Ergebnisse dieser Studien nur für schwere Infektionen von HSV1 oder VZV galten, erklären die Autoren der Studie.

APOE-?4-Gen spielt eine wichtige Rolle

Idealerweise würden die Mediziner gerne die Raten von Demenz bei Menschen untersuchen, die unter einer leichten HSV1-Infektion leiden, einschließlich Herpes labialis (Lippenbläschen) oder leichtem Herpes genitalis, aber solche Erkrankungen sind seltener dokumentiert. Herpes-Bläschen traten häufiger bei Menschen mit APOE-?4 auf, einer Genvariante, die das Risiko für das Alzheimer-Risiko erhöht. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass bei Menschen, welche das APOE-?4-Gen in sich tragen, die Reaktivierung in HSV1-infizierten Gehirnzellen häufiger oder schädlicher ist, was dann zu Schäden führe, welche in der Entwicklung von Alzheimer gipfeln. Virale DNA sei sehr spezifisch in Plaques im Post-Mortem-Gehirngewebe von Alzheimer-Patienten vorhanden. Die Hauptproteine von sogenannten Plaques und Tangles reichern sich auch in HSV1-infizierten Zellkulturen an und antivirale Medikamente können dies verhindern.

Weitere Forschung ist nötig

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Menschen mit einer Herpes-Virus-Infektion eher Demenz entwickeln, aber sie zeigen keine Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen Herpes und Demenz, sagen die Experten der Alzheimer’s Society. Herpes bleibe ein heißes Thema bei der Demenzforschung, da die Infektion im Gehirn von Menschen mit Alzheimer im Vergleich zu gesunden Gehirnen häufiger auftritt. Weitere Forschung sei jetzt nötig, um herauszufinden, ob antivirale Medikamente das Risiko für Demenz senken können. (as)

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Erste Krebs-Anzeichen frühzeitig richtig deuten


Erste Symptome von Krebs deuten

Bei fast allen Krebsleiden ist es sehr bedeutend, dass die Erkrankung schnellstmöglich diagnostiziert wird. So können die Heilungschancen deutlich erhöht werden. Daher ist es wichtig Anzeichen von Krebs schnell auch als Laie zu deuten. Nicht alle Beschwerden sind eindeutig. Dazu gehört auch chronische Müdigkeit. Experten zeigen in diesem Artikel auf, auf bei welchen Symptomen wir hellhörig werden sollten.
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Zwar erkrankt jeder fünfte Mann laut Mitteilung der MedUni Wien im Laufe seines Lebens an Prostata-Krebs und „damit ist diese Tumorart beim Mann ähnlich häufig wie der Brustkrebs bei der Frau“, doch einen Grund zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen sehen die meisten Männer hier nicht. Sie gehen erst zum Arzt, wenn bereits die ersten Symptome auftreten. Damit sind die Heilungschancen allerdings oftmals bereits drastisch eingeschränkt. Entsprechend nehmen die Erkrankungen bei Männern vermehrt einen tödlichen Verlauf.

Schlafmangel führt dazu, dass wir uns abgeschlagen fühlen und mit Konzentrationsproblemen kämpfen. (Bild: Ralf Geithe/fotolia.com)

Männer gehen erst bei Beschwerden zum Arzt
„Bei vielen Krebserkrankungen liegt die Sterblichkeit der Männer über jener von Frauen“, berichtet die MedUni Wien. Eine mögliche Erklärung seien die unterschiedlichen Verhaltensweisen im Umgang mit den klassischen Risikofaktoren. So würden Männer nach wie vor mehr rauchen und mehr Alkohol konsumieren als Frauen. Doch auch die Kontrolluntersuchungen spielen nach Einschätzung der Experten hier vermutlich eine Rolle.

„Während Frauen schon in frühen Jahren regelmäßig zu gynäkologischen Untersuchungen gehen, suchen Männer in der Regel erst bei Beschwerden den Arzt auf – und selbst dann geht die Initiative dazu oft von ihren Frauen aus“, erläutertet der Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien am AKH Wien, Shahrokh Shariat.

Auch Männer sollten Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Der Leiter der Universitätsklinik für Urologie empfiehlt daher Männern ab dem 45. Lebensjahr dringend regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, denn je früher Karzinome entdeckt werden, umso besser stehen die Heilungschancen. Hier solle sich niemand schämen, einen Urologen aufzusuchen.

„Bei Beschwerden ist es ratsam, möglichst rasch ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen“, so Shariat. Keinesfalls sollte der Arztbesuch auf die lange Bank geschoben werden, denn „ein erfülltes Sexualleben und urologische Vorsorge dienen schließlich auch dem allgemeinen Wohlbefinden“, erläuterte der Experte. Insbesondere Erkrankungen der Prostata wirken sich laut Shariat oft massiv auf das männliche Selbstwertgefühl aus, denn sie sind nicht selten mit einem Verlust der sexuellen Leistungsfähigkeit verbunden.

Probleme beim Urinieren Hinweis auf Prostata-Krebs

Als möglichen Hinweis auf Tumore der Prostata nennt die MedUni Wien ständigen Harndrang bei gleichzeitig nachlassendem Harndruck. Die Beschwerden seien oft Folge einer sogenannten benigne Prostatahyperplasie (BPH), die laut Aussage der Experten als gutartige Vergrößerung im Bereich der Prostata den häufigsten Grund für einen Besuch bei Urologen bildet. Die Betroffenen seien in ihrer Lebensqualität meist massiv eingeschränkt, nicht nur weil das Urinieren zum Problem wird, sondern auch weil „eine kranke Prostata das männliche Sexualleben beeinträchtigt“, so die Mitteilung der MedUni.

„Die Prostata ist der emotionale Sitz der Männlichkeit, bei Störungen stellt man sich oft selbst in Frage. Männer fühlen sich nicht mehr als Mann“, erläuterte der Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien.

Breites Spektrum möglicher Krebsanzeichen

Neben den genannten Beschwerden im Frühstadium von Prostata-Krebs sind zahlreiche weitere Krebsanzeichen bekannt, deren Auftreten ärztlich überprüft werden sollten. Hier sind als unspezifische Allgemeinsymptome in erster Linie drastische Einbußen der Leistungsfähigkeit, chronische Müdigkeit und ein deutlicher Gewichtsverlust zu nennen. Entsprechenden Symptome werden zum Beispiel bei Darmkrebs, Knochenmarkkrebs, Nierenkrebs oder Leukämien beobachtet.

Insbesondere wenn Leistungsminderung, Müdigkeit und Gewichtsverlust gleichzeitig auftreten, sollte daher zeitnah eine ärztliche Überprüfung erfolgen. Dies gilt umso mehr, wenn weitere Beschwerden im Bereich der Atemwege, des Verdauungstraktes und Bauchraums oder auf neurologischer Ebene hinzukommen.

Plötzlicher Gewichtsverlust kann ein Warnhinweis sein. (Bild: max dallocco/fotolia.com)

Zum Beispiel sind auch Schluckprobleme, welche vermehrt bei Krebserkrankungen des Kehlkopfs, der Speiseröhre oder des Magens auftreten, Bauchschmerzen oder Übelkeit und Erbrechen mögliche Hinweise auf eine Krebserkrankung. Auch Durchfall, Verstopfungen, ein Blähbauch, Harnstau oder andere Störungen der Miktion (Urinieren) und des Stuhlgangs können im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung stehen. Darüber hinaus ist Blut im Urin oder Stuhl als Warnsignal zu bewerten.

Chronische Atemwegsbeschwerden ein Warnsignal

Anhaltende Atemwegsbeschwerden wie ein chronischer Husten beziehungsweise Raucherhusten schlimmstenfalls in Form von Bluthusten (Hämoptyse) sind ebenfalls mögliche Anzeichen einer Krebserkrankung. Wobei sich die Beschwerden jedoch meist erst im äußerst fortgeschrittenen Stadium von Bronchialkarzinomen zeigen. Dies gilt ebenso für Schmerzen in der Brust und Atemnot, die hier mitunter als auffällige Symptome zu beobachten sind.

Im Frühstadium der Lungenkrebs-Erkrankungen zeigen sich diese nicht selten anhand ungewöhnlich ausgeprägter Erkältungen mit starkem, lange anhaltenden Husten. Auch kann Heiserkeit als Begleiterscheinung bei Kehlkopfkrebs und Nasenrachenkrebs auftreten. Kopfschmerzen sind indes unter Umständen ein Hinweise auf Knochenmarkkrebs oder Tumore unmittelbar im Gehirn. Insbesondere wenn weitere neurologische Beeinträchtigungen wie Lähmungen, Schwindel, Benommenheit, Veränderungen der Persönlichkeit, Sprach-, Seh- oder Hörstörungen hinzukommen, ist hier zeitnah ein Arzt hinzuzuziehen. Ein besonders auffälliges Symptome der Hirntumore sind neu auftretende epileptische Anfälle.

Veränderungen des Hautbildes

Krebserkrankungen der Haut lassen die oftmals anhand der hiermit einhergehenden Veränderungen des Hautbildes erkennen, wobei neben optisch veränderten Muttermalen auch Hautirritationen, wie schuppende, trockene Hautstellen als mögliche Hinweise für Krebserkrankungen überprüft werden sollten. Vor allem dunkle, erhabene, wachsende Leberflecken mit unterschiedlicher Färbung werden hier vom Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) als typische Anzeichen des besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs genannt.

Oft zunächst ohne Symptome

Bei den meisten Krebserkrankungen sind die Beschwerden jedoch erst feststellbar, wenn die Erkrankung bereits deutlich fortgeschritten ist, weshalb den Vorsorgeuntersuchungen hier eine besondere Bedeutung zugeschrieben wird. Allerdings ist die Bereitschaft der Männer zur Teilnahme an diesen Routineuntersuchungen jedoch bis heute oft relativ gering. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene bei allen Formen ungewöhnlicher, wiederholter Schmerzen oder anderer Beschwerden besondere Vorsicht walten und frühzeitig einen Arzt konsultieren. (sb,fp)
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Tschernobyl-Folgen: Nach mehr als 30 Jahren sind Pilze noch immer radioaktiv verseucht


32 Jahre nach Reaktorkatastrophe von Tschernobyl: Pilze noch immer radioaktiv belastet

Herbstzeit ist Pilzzeit: Wer sich derzeit auf Wiesen und in Wälder begibt, um dort schmackhafte Pilze zu sammeln, sollte Vorsicht walten lassen. Denn wie Messergebnisse zeigen, sind manche Pilzarten auch 32 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch immer stark radioaktiv belastet.
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Vorsicht beim Pilze sammeln

Viele Bundesbürger lieben es, im Herbst durch Wiesen und Wälder zu streifen und leckere Pilze mit nach Hause zu bringen. Doch hier ist Vorsicht angesagt. Zum einen besteht eine Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen und zum anderen sind einige Pilze in manchen Regionen noch immer stark radioaktiv belastet.

In manchen Regionen Deutschlands sind bestimmte Pilzarten auch mehr als 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl noch immer stark radioaktiv belastet. (Bild: invizbk/fotolia.com)

Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

Messergebnisse, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in zwei aktuellen Berichten veröffentlicht hat, belegen, dass die Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl auch noch nach 32 Jahren in Deutschland zu beobachten sind.

Demnach sind einzelne Wildpilzarten in bestimmten Regionen Bayerns nach wie vor stark radioaktiv belastet, berichtet das BfS in einer Mitteilung.

Bei landwirtschaftlichen Produkten insgesamt ist die Belastung infolge des Reaktorunfalls von Tschernobyl allerdings deutlich zurückgegangen und die aktuellen Messwerte sind gering.

Radioaktives Cäsium in Speisepilzen gemessen

Den Angaben zufolge werden bei einer Reihe wild wachsender Speisepilze immer noch deutlich erhöhte Werte des radioaktiven Cäsium (Cäsium-137) gemessen, welches nach dem Super-GAU in Tschernobyl ausgetreten ist.

Das geht aus dem aktuellen BfS-Bericht „Radioaktive Kontamination von Speisepilzen (Stand: 2017)“ hervor.

So können zum Beispiel Braunscheibige und Orangefalbe Schnecklinge oder Rot-braune Semmelstoppelpilze bis zu einige 1.000 Becquerel (Bq) Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse aufweisen.

„Bei einigen Wildpilzarten kann auch mehr als drei Jahrzehnte nach dem Tschernobyl-Unfall noch keine Entwarnung gegeben werden“, so BfS-Präsidentin Inge Paulini.

„Unsere Messergebnisse zeigen, dass die radioaktive Belastung dieser Pilzarten im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln nach wie vor sehr hoch ist.“

Wegen seiner Halbwertszeit von rund 30 Jahren ist das aus dem Tschernobyl-Unfall stammende Cäsium-137 bisher erst rund zur Hälfte zerfallen.

Keine gesundheitlichen Folgen zu befürchten

Wie das BfE erklärt, kann dem Körper mit einer Mahlzeit höher belasteter Wildpilze mehr Cäsium-137 zugeführt werden als mit Lebensmitteln aus landwirtschaftlicher Produktion innerhalb eines ganzen Jahres.

Gesundheitliche Folgen seien laut den Experten dennoch nicht zu befürchten, wenn selbst gesammelte Wildpilze in üblichen Mengen verzehrt werden.

Für Pilze, die in den Handel gebracht werden, gilt, dass ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm nicht überschritten werden darf.

Unterschiedliche Beschaffenheit der Böden

Laut BfS sind die höchsten Gehalte an Cäsium-137 in Wildpilzen in höher kontaminierten kleineren Gebieten im Bayerischen Wald, im Donaumoos südwestlich von Ingolstadt und in der Region Mittenwald zu finden.

Diese Gebiete wurden durch den Reaktorunfall im Jahr 1986 zehnmal höher belastet als zum Beispiel der Norden Deutschlands. In anderen Regionen der Republik sind die Werte in Pilzen wegen der geringeren Ablagerung von Cäsium-137entsprechend niedriger.

Grund dafür, dass Wildpilze in den betroffenen Regionen deutlich stärker belastet sein können als landwirtschaftliche Erzeugnisse, ist die unterschiedliche Beschaffenheit von Waldböden und landwirtschaftlich genutzten Böden.

Die Werte des Cäsium-137 in landwirtschaftlichen Produkten liegen derzeit in Deutschland im Bereich von nur einigen Becquerel pro Kilogramm und darunter.

Hierzulande werden mit Nahrungsmitteln aus landwirtschaftlicher Erzeugung im Mittel weniger als 100 Becquerel Radiocäsium pro Person und Jahr aufgenommen.

Radioaktive Belastung von Lebensmitteln

Insgesamt ist die radioaktive Belastung von Lebensmitteln als Folge des Tschernobyl-Unglücks deutlich zurückgegangen.

Das geht aus einem aktuellen Bericht zur Umweltradioaktivität in Deutschland hervor, in dem das BfS und andere Leitstellen des Bundes Messergebnisse aus den Jahren 2014 bis 2016 veröffentlichen.

So sind beispielsweise die Werte des Cäsium-137 bei Fischen aus Binnengewässern in Süddeutschland seit 1986 um den Faktor 200 gesunken.

Bei Milch nimmt die Belastung stetig ab und liegt auf einem niedrigen Niveau.

Und bei Trink- und Grundwasser sind nahezu alle Messwerte für Radiocäsium sehr gering und liegen weit unterhalb der geforderten Nachweisgrenzen. (ad)

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Bedrohliche Blutdurchfall-Erkrankungen: Rückruf-Aktion für Käse wegen EHEC-Bakterien


Rückruf von Rohmilchkäse: Gefährlicher EHEC-Erreger festgestellt

Die Firma Jürgen Würth Lebensmittelgroßhandel e.K. aus Schwabach (Bayern) hat einen Rückruf für den belgischen Rohmilch-Weichkäse „Petite Fleur Kräuter (Keiems bloempje met kruiden)“ gestartet. In dem Produkt sind gesundheitsgefährdende EHEC-Erreger festgestellt worden.
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Rückruf für belgischen Rohmilchkäse gestartet

Die Firma Jürgen Würth Lebensmittelgroßhandel e.K. aus dem bayerischen Schwabach ruft einen belgischen Weichkäse aus Rohmilch zurück. Wie aus einer Mitteilung, die auf dem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ der Bundesländer und des Bundesamts für Verbraucherschutz veröffentlicht wurde, hervorgeht, handelt es sich dabei um das Produkt mit dem Namen „Petite Fleur Kräuter“ („Keiems bloempje met kruiden“) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 08.11.2018/ Lot 3603 des Herstellers Dischhof aus Belgien.

Die Firma Jürgen Würth Lebensmittelgroßhandel hat einen Rückruf für einen belgischen Weichkäse aus Rohmilch gestartet. In dem Käse sind gesundheitsgefährdende EHEC-Keime entdeckt worden. (Bild: Andrey Bandurenko/fotolia.com)

Vom Verzehr wird dringend abgeraten

Grund für den Rückruf: „Bei einer Untersuchung wurden Verotoxin bildende E.coli (VTEC) festgestellt, die ein Gesundheitsrisiko darstellen.“

Alle Verotoxin bildenden Escherichia coli (VTEC) sind als potentielle Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) anzusehen.

„Von einem Verzehr des betroffenen Produktes ist unbedingt abzuraten“, heißt es in der Mitteilung.

Den Angaben zufolge wurde das Produkt ab dem 19.09.2018 in mehreren Bundesländern vertrieben.

Verbraucher, die diesen Käse gekauft haben, werden gebeten, ihn nicht zu verzehren und das Lebensmittel zu entsorgen oder sich an die Verkaufsstelle zu wenden, an der sie das Produkt bezogen haben.

Keime können extrem gefährlich werden

EHEC-Keime werden meist über kontaminierte Lebensmittel aufgenommen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist über eine Schmierinfektion möglich, also etwa von Hand zu Hand.

Als wesentliches Symptom einer EHEC-Infektion gilt ein wässriger Durchfall (oft auch blutiger Durchfall), meist begleitet durch starke krampfartige Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen.

Die verschiedenen Folgeerkrankungen können mit einer Vielzahl weiterer Symptome einhergehen.

Bei besonders schweren Verläufen droht die Entwicklung eines sogenannten Hämolytisch-Urämischen Syndroms (HUS) inklusive einer Nierenschädigung, die bis hin zum Nierenversagen reichen kann.

Am Ende folgt schlimmstenfalls ein tödliches Multiorganversagen.

„Personen, die das betroffene Lebensmittel gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche EHEC-Infektion hinweisen“, schreibt das Unternehmen.

Sich ohne Symptome vorbeugend in Behandlung zu begeben, sei jedoch nicht sinnvoll. (ad)

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