Studie zu Lippen-Bläschen: Herpes mit körpereigenem Protein heilbar


Antiviraler Mechanismus: Mit körpereigenem Protein Herpes bekämpfen

Gesundheitsexperten zufolge sind zwei von drei Menschen mit Herpesviren infiziert, der Großteil merkt es nicht einmal. Doch bei manchen Infizierten verursacht das hochansteckende Virus unter anderem Fieberbläschen an den Lippen. Und für einige Personen kann der Erreger sogar lebensgefährlich werden. Ein internationales Forscherteam hat nun festgestellt, dass Herpes mit einem körpereigenen Protein bekämpft wird.
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Was hilft gegen Herpes

Herpes ist extrem weit verbreitet. Wer sich einmal mit dem Virus infiziert hat, wird es nicht mehr los. Es schlummert, um immer wieder in Form von lästigen Bläschen auszubrechen. Infizierten wird von Gesundheitsexperten meist geraten, Lippenherpes möglichst frühzeitig zu behandeln. Doch was hilft gegen Herpes? Unter anderem ein körpereigenes Protein, wie Forscher nun herausgefunden haben.

Die Bläschen, die sich bei einer Infektion mit Herpesviren im Mundbereich entwickeln, können ganz schön lästig sein. Forscher haben nun eine neue Abwehrreaktion gegen die Viren entdeckt. (Bild: Janina Dierks/fotolia.com)

Die meisten Menschen fangen sich die Viren schon in der Kindheit ein

Die meisten Menschen erwerben Herpesviren bereits in der frühen Kindheit. Nach einmaliger Infektion bleiben die Viren lebenslang im Körper.

Zu den acht bekannten menschlichen Herpesviren gehören unter anderen das Herpes-simplex-Virus, das die bekannten Bläschen im Mundbereich (Herpes im Mund) verursacht, das Varizella-Zoster-Virus, das Windpocken und Gürtelrose hervorruft, und das Epstein-Barr-Virus, das das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst und zudem an der Entstehung zahlreicher Krebserkrankungen beteiligt ist.

Obwohl Infektionen mit Herpesviren bei den meisten Menschen die Gesundheit nicht nachhaltig beeinträchtigen, haben Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem – beispielsweise nach Transplantationen – Schwierigkeiten, die Viren unter Kontrolle zu halten.

Das kann zu Abstoßungsreaktionen und schweren Organschädigungen bis hin zum Tod führen.

Auch für Babys kann ein Herpesviren-Infekt tödlich enden, wie verschiedene Fälle gezeigt haben.

Zudem sind die Viren ein möglicher Auslöser für psychische Krankheiten.

Der Körper wehrt sich gegen Viren

Wenn wir von einem Virus infiziert werden, erkennt unser Körper diesen Angriff und startet eine ganze Kaskade von Abwehrreaktionen.

Eine Forschergruppe um Dr. Florian Full und Prof. Dr. Armin Ensser vom Virologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen entdeckte in Zusammenarbeit mit Forschern der University of Chicago in den USA jetzt eine neue Abwehrreaktion gegen Herpesviren.

„Unsere Ergebnisse beschreiben einen bisher unbekannten Mechanismus des Körpers zur Abwehr von Herpesviren“, erklärt Dr. Full in einer Mitteilung der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg.

Die Arbeit wurde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Microbiology“ publiziert.

Vermehrung der Erreger wird gehemmt

Um den Risiken von Herpesviren entgegenzuwirken, sind die Forscher aus Erlangen auf der Suche nach körpereigenen Proteinen, die die Viren in Schach halten können.

„Wir interessieren uns für die sogenannte intrinsische Immunantwort, also Eiweißmoleküle, die die Vermehrung von Viren direkt in den Zellen verhindern können“, erläutert Dr. Full.

Fündig wurde das Wissenschaftlerteam bei sogenannten TRIM-Proteinen. TRIM steht für „tripartite motif“, ein dreiteiliges Proteinmotiv, das andere Proteine binden und deren Abbau veranlassen kann.

Die Experten konnten zeigen, dass eines der TRIM-Proteine, das bisher unbeschriebene TRIM43, den Abbau eines anderen zellulären Proteins namens Perizentrin hervorruft.

Der Abbau von Perizentrin führt zu Veränderungen in der Architektur des Zellkerns und hemmt so die Vermehrung der Herpesviren. TRIM43 war gegen alle in der Studie getesteten Herpesviren aktiv.

Hoffnung auf neue Therapien

Bemerkenswert war, dass Zellen als Antwort auf die Virusinfektion sehr große Mengen von TRIM43 herstellen.

„In normalen Zellen ist TRIM43 fast nicht nachweisbar, aber nach einer Virusinfektion ist die Zelle voll mit dem Protein“ so Dr. Full.

In Zusammenarbeit mit Dr. Klaus Korn, Leiter der Virusdiagnostik am Virologischen Institut, und Prof. Dr. Michael Stürzl, Leiter der Molekularen und Experimentellen Chirurgie an der Chirurgischen Klinik des Uni-Klinikums Erlangen, konnte das Forscherteam zeigen, dass ein Anstieg des TRIM43-Proteins auch in Patientenproben mit akuter Herpesvirusinfektion und sogar in Tumorzellen, die ein Herpesvirus tragen, nachweisbar ist.

„Das beweist, dass TRIM43 bei der Infektion im Menschen eine Rolle spielt, und weckt die Hoffnung, dass es möglich sein könnte, auf Basis der Ergebnisse neue Therapien gegen Herpesviren zu entwickeln“, fasst Full die Ergebnisse zusammen.

Außerdem wies das Team nach, dass die Produktion von TRIM43 als Antwort auf eine Virusinfektion abhängig von DUX4 ist – einem Gen, das unter normalen Umständen nur in der ganz frühen Embryonalentwicklung aktiv ist.

Wieso die Infektion mit Herpesviren zu einer Aktivierung des embryonalen Gens DUX4 führt, und ob es sich dabei allgemein um eine bisher unbekannte Immunantwort gegen Viren handelt, ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojektes am Uni-Klinikum Erlangen. (ad)

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Rückrufaktion bei Aldi: Diese Süßigkeit kann bei manchen zum Gesundheitsrisiko werden


Potentielle Gesundheitsgefahr: Aldi ruft Süßigkeit zurück

Beim Discounter Aldi Nord wurde eine Süßigkeit verkauft, die für bestimmte Allergiker eine potentielle Gesundheitsgefahr darstellen kann. Es handelt sich dabei um die Sorte „Sahne-Nugat-Baumstamm“ des Artikels „BelRoyal Nugat-Baumstamm, 100 g“. Das Lebensmittel wird nun zurückgerufen.
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Verzehr kann zu allergischer Reaktion führen

Der Discounter Aldi Nord informiert auf seiner Webseite über den Rückruf einer Süßigkeit. Demnach ruft der Lieferant „Schluckwerder OHG“ die Sorte „Sahne-Nugat-Baumstamm“ des Artikels „BelRoyal Nugat-Baumstamm, 100 g“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.05.2019 und der Losnummer L0033 zurück. Den Angaben zufolge könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Verpackung eine Sorte mit Marzipan enthält. „Bei Personen mit einer Mandelallergie kann der Verzehr zu einer allergischen Reaktion führen“, heißt es in der Mitteilung.

Der Aldi Nord Lieferant Schluckwerder OHG ruft eine bestimmte Charge „BelRoyal Nugat-Baumstamm, 100 g“ zurück, da der Verzehr bei manchen Personen zu einer allergischen Reaktion führen könnte (Bild: Samo Trebizan/fotolia.com)

Beschwerden des Magen-Darm-Traktes

Gesundheitsexperten zufolge ist eine Allergie auf Mandeln relativ selten im Vergleich zu einer Nussallergie, kann jedoch ähnliche Symptome hervorrufen.

„Die Hauptsymptome einer Mandelallergie sind Juckreiz im Mund und Rachen und Beschwerden des Magen-Darm-Traktes“, erklärt der Berufsverband der Pneumologen in Nordrhein-Westfalen auf seiner Webseite.

Personen ohne Mandelallergie können den betroffenen Artikel laut Aldi Nord bedenkenlos verzehren.

Betroffener Artikel wurde aus dem Verkauf genommen

Den Angaben zufolge wurde der vom Rückruf betroffene Artikel bereits aus dem Verkauf genommen.

Verbraucher, die das Produkt gekauft haben, können dieses – gegen Erstattung des Kaufpreises – in die jeweiligen Filialen zurückbringen.

Wie es heißt, wurde die betroffene Ware ausschließlich in den Aldi Gesellschaften Bargteheide, Beucha, Datteln, Großbeeren, Herten, Hesel, Jarmen, Lingen, Meitzendorf, Mittenwalde, Hann. Münden, Radevormwald, Salzgitter, Seevetal, Seefeld, Weimar und Wilsdruff gehandelt. (ad)

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Patient verstirbt nach fatalem Katzenbiss


Nach Marokko-Reise: Brite stirbt nach Katzenbiss an Tollwut

Ein britischer Staatsbürger ist nach einem Urlaub in Marokko an Tollwut gestorben. Infiziert hat sich der Mann offenbar, nachdem er in dem nordafrikanischen Land von einer Katze gebissen worden war. Der letzte Tollwut-Fall in Deutschland war ebenfalls auf eine Infektion in Marokko zurückzuführen.
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Kontakt mit Tieren meiden

Ein Brite ist gestorben, nachdem er sich auf einer Reise in Marokko Tollwut zugezogen hatte. Wie die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) mitteilte, hat sich der Mann durch einen Katzenbiss infiziert. In einer Mitteilung rufen die Experten nun die Bürger, die in von Tollwut betroffene Länder reisen, auf, den Kontakt mit Tieren zu vermeiden, da ansonsten das Risiko besteht, sich zu infizieren.

Ein Brite ist nach einem Marokko-Urlaub an Tollwut gestorben. Infiziert hatte sich der Mann durch einen Katzenbiss. Gesundheitsexperten raten Reisenden zur Schutzimpfung. (Bild: Saklakova/fotolia.com)

Patient wurde nicht rechtzeitig geimpft

Laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“ erklärte Jimmy Whitworth, Professor an der Londoner Schule für Hygiene und Tropenmedizin, gegenüber der Nachrichtenagentur Press Association:

„Soweit ich verstanden habe, hatte der Mann Kontakt mit einer Katze, die sich ungewöhnlich benahm.“

Er nehme an, dass der Patient in Marokko und Großbritannien ärztliche Hilfe suchte, „aber leider keine Impfung erhalten habe, bis es zu spät war. Ich glaube, die Katze hat diese Person vor ein paar Wochen gebissen.“

Dem Experten zufolge brauchten die Symptome normalerweise zwei bis drei Monate, sie könnten sich aber auch in einer Woche manifestieren.

„Deswegen ist es so wichtig, umgehend Pflege und eine Impfung zu erhalten“, so Whitworth. „In diesem tragischen Fall bekam die Person den Impfstoff nicht rechtzeitig.“

Tollwut fordert jedes Jahr Zehntausende Tote

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr weltweit rund 59.000 Menschen an Tollwut. In Deutschland konnte die gefährliche Infektionskrankheit so gut wie ausgerottet werden.

Lediglich bei Fledermäusen konnte das Virus hierzulande in den vergangenen Jahren nachgewiesen werden, weshalb Fachleute mahnen, die Tiere niemals mit bloßen Händen anzufassen.

„Für in Deutschland lebende Menschen bestehen gegenwärtig erhöhte Infektionsrisiken fast ausschließlich bei Reisen in Länder mit endemischem Vorkommen der Tollwut“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Webseite.

Daher sei laut Gesundheitsexperten speziell bei Fernreisen immer das Tollwut-Risiko zu bedenken.

Infektionen durch Hundebisse

„Die meisten humanen Todesfälle sind Folge von Bissen durch tollwutinfizierte Hunde. Während Hunde das Hauptreservoir für das klassische Tollwutvirus darstellen, waren es in der Vergangenheit in Deutschland Füchse“, so das RKI.

Auch wenn geschädigte Haut oder die Schleimhäute von Mund, Nase oder Auge beispielsweise mit infiziertem Hundespeichel in Kontakt kommen, kann das Virus übertragen werden.

Allerdings liegt der letzte Tollwut-Fall in Deutschland lange zurück. Es handelte sich um einen Mann, der im Jahr 2007 in Marokko von einem streunenden Hund gebissen wurde.

Gegen Tollwut gibt es kein Heilmittel

„Wenn Sie von einem Tier gebissen, gekratzt oder abgeleckt werden, müssen Sie die Wunde oder den Ort der Exposition mit reichlich Wasser und Seife waschen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen“, erklärte Dr. Mary Ramsay von der Gesundheitsbehörde PHE.

Wenn erst abgewartet wird, ob Tollwut-Symptome auftreten, dann ist es in der Regel bereits zu spät für eine Therapie.

Eine Infektion mit dem Tollwut-Erreger wird normalerweise mit einer sofortigen aktiven Impfung und mit speziellen Antikörpern (Immunglobulin) behandelt. Auch eine vorbeugende Impfung steht zur Verfügung.

Ein Heilmittel gegen Tollwut gibt es nicht. Die Krankheit bricht zwar nicht bei jedem aus, der sich infiziert hat, doch bei denen sie ausbricht, endet sie zu fast 100 Prozent tödlich.

Ohne Behandlung führt die Infektion sehr schnell zum Tod

Nach einer Infektion kommt es zunächst zu uncharakteristischen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit. Fieber tritt nicht bei allen auf.

Auch Brennen, Jucken und vermehrte Schmerzempfindlichkeit im Bereich der Bisswunde sind möglich. In diesem Stadium kann es für eine Behandlung bereits zu spät sein.

Später kommt es dann unter anderem zu Krämpfen in der Schlundmuskulatur und erheblicher Angst vor dem Trinken. Der Gemütszustand der Patienten wechselt zwischen aggressiver und depressiver Verstimmung.

„Der Tod tritt in der Regel im Koma und unter den Zeichen der Atemlähmung ein. Zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und dem Tod liegen bei unbehandelten Patienten maximal 7 Tage“, schreibt das RKI. (ad)

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Weizenunverträglichkeit: Warum Einkorn für viele besser ist


Einkorn für Menschen mit Weizenunverträglichkeit besser als Hartweizen und Co

Wer nach dem Konsum von Brot, Nudeln oder anderen getreidehaltigen Lebensmitteln an Bauchkrämpfen oder Darmbeschwerden leidet, denkt oft schnell an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). Doch hinter den Beschwerden kann auch eine Weizenunverträglichkeit stecken. Für diejenigen, die darunter leiden, bietet es sich an, auf Einkorn zurückzugreifen.
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Zöliakie oder Weizenunverträglichkeit?

Menschen, die den Verdacht haben, dass sie Weizen nicht vertragen, denken oft schnell, dass sie an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leiden. Doch für Beschwerden wie Bauchkrämpfe oder Durchfall kann auch eine Weizenunverträglichkeit verantwortlich sein. Wer darunter leidet, sollte laut Experten des Verbraucherinformationssystems Bayern (VIS) am besten „weizenfrei“ leben. Auf Einkorn brauchen Betroffene allerdings offenbar nicht zu verzichten, wie sich nun in einer Studie zeigte.

Menschen, die auf Brot mit gesundheitlichen Beschwerden reagieren, leiden nicht unbedingt an Zöliakie. Hinter den Beschwerden kann auch eine Weizenunverträglichkeit stecken. Für Betroffene könnte Einkorn die Lösung sein, wie sich nun in einer Studie zeigte. (Bild: monticellllo/fotolia.com)

Einkorn enthält weniger problematische Eiweißmoleküle

Sowohl moderne als auch ursprüngliche Weizenarten wie Einkorn, Emmer und Dinkel enthalten natürlicherweise eine Gruppe von Eiweißmolekülen, die im Verdacht steht, Symptome einer Weizenunverträglichkeit auszulösen.

„Die Symptome der Weizenallergie können in Mund, Nase, Augen und Rachen (Schwellung, Jucken oder Kratzgefühl), der Haut (atopisches Ekzem, Urticaria), der Lunge (Atemnot, Asthma, Bäckerasthma) oder dem Gastrointestinaltrakt (Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Diarrhö) auftreten“, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in einer Leitlinie.

Eine neue Studie des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München (TUM) zeigt nun erstmals im direkten Vergleich, dass Einkorn im Gegensatz zu Brotweizen, Hartweizen, Dinkel und Emmer keine oder deutlich geringere Mengen dieser Eiweiße enthält.

Die Ergebnisse der Forscher wurden vor kurzem in der Fachzeitschrift „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlicht.

Eiweißmoleküle hemmen Verdauungsenzyme

Wie das Institut in einer Mitteilung schreibt, handelt es sich bei den Eiweißmolekülen um alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI), die insbesondere im Getreidekorn enthalten sind.

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen dienen sie dazu, die Pflanzensamen vor Fraßfeinden zu schützen.

Die ATI hemmen die Verdauungsenzyme (alpha-Amylase und Trypsin) von Insekten sowie Menschen und sind zudem aufgrund ihrer besonderen Molekülstruktur selbst schwer verdaulich.

Darüber hinaus haben neuere Untersuchungen gezeigt, dass sie dosisabhängig die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe stimulieren und so das angeborene Immunsystem.

Medizinische Daten weisen darauf hin, dass die Enzym-Inhibitoren nicht nur Darmbeschwerden verursachen.

Auch Benommenheit, Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautveränderungen und depressive Verstimmungen gehören zu den beschriebenen Symptomen.

Nicht zuletzt sind die Inhibitoren als Auslöser für Weizenallergien bekannt.

40 Weizensorten im Vergleich

Wie hoch der Gehalt der Enzym-Inhibitoren im jeweiligen Getreide ist, ist zum einen durch das Erbgut der Pflanze und zum anderen durch Umwelteinflüsse bestimmt.

Aussagekräftige Studien, die den ATI-Gehalt verschiedener Weizenarten und -sorten direkt miteinander verglichen haben, fehlten jedoch bislang.

„In unserer Studie haben wir insgesamt 40 moderne und ursprüngliche Sorten miteinander verglichen. Jeweils acht Sorten pro Weizenart“, erklärt Erstautorin Sabrina Geisslitz vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie.

„Das Besondere ist, dass alle untersuchten Getreide unter den gleichen geografischen und klimatischen Bedingungen gewachsen sind.“

Daher seien alle gemessenen Unterschiede hauptsächlich auf Unterschiede im Erbgut der Pflanzen zurückzuführen und hätten so einen direkten Vergleich der Weizenarten beziehungsweise -sorten überhaupt erst möglich gemacht.

Die Wissenschaftler untersuchten alle Getreide-Proben mithilfe modernster Analysetechniken.

In den Dinkel- und Emmer-Proben waren mit durchschnittlich etwa vier bis sechs Milligramm ATI pro Gramm Probenmaterial sogar größere ATI-Mengen enthalten als in den Brotweizen- und Hartweizen-Proben.

Dagegen ließen sich in fünf der untersuchten Einkorn-Proben gar keine beziehungsweise in drei der Proben nur sehr geringe Mengen dieser Enzym-Inhibitoren nachweisen.

Einkorn scheint die bessere Wahl zu sein

„Das Ergebnis hat uns ein wenig überrascht. Denn im Vergleich zu herkömmlichen Weizen gelten alle drei ursprünglichen Weizenarten in gleichem Maße als bekömmlicher“, so Katharina Scherf, die am Leibniz-Institut die Arbeitsgruppe Functional Biopolymer Chemistry leitet.

„Hinsichtlich der Amylase-Trypsin-Inhibitoren, scheint jedoch Einkorn für Menschen mit Weizenunverträglichkeit die bessere Wahl zu sein“, sagt Scherf.

Das Wissenschaftlerteam ist sich einig, dass noch sehr viel Forschungsbedarf besteht – nicht nur in medizinischer Hinsicht.

So müsse man beispielsweise auch untersuchen, inwieweit die Auswahl der Getreidesorten oder Verarbeitungsmethoden dazu beitragen könnten, die Verträglichkeit von Getreideprodukten wie Brot zu verbessern. (ad)

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Lippen-Bläschen: Herpes mit körpereigenem Protein heilbar


Antiviraler Mechanismus: Mit körpereigenem Protein Herpes bekämpfen

Gesundheitsexperten zufolge sind zwei von drei Menschen mit Herpesviren infiziert, der Großteil merkt es nicht einmal. Doch bei manchen Infizierten verursacht das hochansteckende Virus unter anderem Fieberbläschen an den Lippen. Und für einige Personen kann der Erreger sogar lebensgefährlich werden. Ein internationales Forscherteam hat nun festgestellt, dass Herpes mit einem körpereigenen Protein bekämpft wird.
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Herpes ist extrem weit verbreitet. Wer sich einmal mit dem Virus infiziert hat, wird es nicht mehr los. Es schlummert, um immer wieder in Form von lästigen Bläschen auszubrechen. Infizierten wird von Gesundheitsexperten meist geraten, Lippenherpes möglichst frühzeitig zu behandeln. Doch was hilft gegen Herpes? Unter anderem ein körpereigenes Protein, wie Forscher nun herausgefunden haben.

Die Bläschen, die sich bei einer Infektion mit Herpesviren im Mundbereich entwickeln, können ganz schön lästig sein. Forscher haben nun eine neue Abwehrreaktion gegen die Viren entdeckt. (Bild: Janina Dierks/fotolia.com)

Die meisten Menschen fangen sich die Viren schon in der Kindheit ein

Die meisten Menschen erwerben Herpesviren bereits in der frühen Kindheit. Nach einmaliger Infektion bleiben die Viren lebenslang im Körper.

Zu den acht bekannten menschlichen Herpesviren gehören unter anderen das Herpes-simplex-Virus, das die bekannten Bläschen im Mundbereich (Herpes im Mund) verursacht, das Varizella-Zoster-Virus, das Windpocken und Gürtelrose hervorruft, und das Epstein-Barr-Virus, das das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst und zudem an der Entstehung zahlreicher Krebserkrankungen beteiligt ist.

Obwohl Infektionen mit Herpesviren bei den meisten Menschen die Gesundheit nicht nachhaltig beeinträchtigen, haben Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem – beispielsweise nach Transplantationen – Schwierigkeiten, die Viren unter Kontrolle zu halten.

Das kann zu Abstoßungsreaktionen und schweren Organschädigungen bis hin zum Tod führen.

Auch für Babys kann ein Herpesviren-Infekt tödlich enden, wie verschiedene Fälle gezeigt haben.

Zudem sind die Viren ein möglicher Auslöser für psychische Krankheiten.

Der Körper wehrt sich gegen Viren

Wenn wir von einem Virus infiziert werden, erkennt unser Körper diesen Angriff und startet eine ganze Kaskade von Abwehrreaktionen.

Eine Forschergruppe um Dr. Florian Full und Prof. Dr. Armin Ensser vom Virologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen entdeckte in Zusammenarbeit mit Forschern der University of Chicago in den USA jetzt eine neue Abwehrreaktion gegen Herpesviren.

„Unsere Ergebnisse beschreiben einen bisher unbekannten Mechanismus des Körpers zur Abwehr von Herpesviren“, erklärt Dr. Full in einer Mitteilung der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg.

Die Arbeit wurde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Microbiology“ publiziert.

Vermehrung der Erreger wird gehemmt

Um den Risiken von Herpesviren entgegenzuwirken, sind die Forscher aus Erlangen auf der Suche nach körpereigenen Proteinen, die die Viren in Schach halten können.

„Wir interessieren uns für die sogenannte intrinsische Immunantwort, also Eiweißmoleküle, die die Vermehrung von Viren direkt in den Zellen verhindern können“, erläutert Dr. Full.

Fündig wurde das Wissenschaftlerteam bei sogenannten TRIM-Proteinen. TRIM steht für „tripartite motif“, ein dreiteiliges Proteinmotiv, das andere Proteine binden und deren Abbau veranlassen kann.

Die Experten konnten zeigen, dass eines der TRIM-Proteine, das bisher unbeschriebene TRIM43, den Abbau eines anderen zellulären Proteins namens Perizentrin hervorruft.

Der Abbau von Perizentrin führt zu Veränderungen in der Architektur des Zellkerns und hemmt so die Vermehrung der Herpesviren. TRIM43 war gegen alle in der Studie getesteten Herpesviren aktiv.

Hoffnung auf neue Therapien

Bemerkenswert war, dass Zellen als Antwort auf die Virusinfektion sehr große Mengen von TRIM43 herstellen.

„In normalen Zellen ist TRIM43 fast nicht nachweisbar, aber nach einer Virusinfektion ist die Zelle voll mit dem Protein“ so Dr. Full.

In Zusammenarbeit mit Dr. Klaus Korn, Leiter der Virusdiagnostik am Virologischen Institut, und Prof. Dr. Michael Stürzl, Leiter der Molekularen und Experimentellen Chirurgie an der Chirurgischen Klinik des Uni-Klinikums Erlangen, konnte das Forscherteam zeigen, dass ein Anstieg des TRIM43-Proteins auch in Patientenproben mit akuter Herpesvirusinfektion und sogar in Tumorzellen, die ein Herpesvirus tragen, nachweisbar ist.

„Das beweist, dass TRIM43 bei der Infektion im Menschen eine Rolle spielt, und weckt die Hoffnung, dass es möglich sein könnte, auf Basis der Ergebnisse neue Therapien gegen Herpesviren zu entwickeln“, fasst Full die Ergebnisse zusammen.

Außerdem wies das Team nach, dass die Produktion von TRIM43 als Antwort auf eine Virusinfektion abhängig von DUX4 ist – einem Gen, das unter normalen Umständen nur in der ganz frühen Embryonalentwicklung aktiv ist.

Wieso die Infektion mit Herpesviren zu einer Aktivierung des embryonalen Gens DUX4 führt, und ob es sich dabei allgemein um eine bisher unbekannte Immunantwort gegen Viren handelt, ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojektes am Uni-Klinikum Erlangen. (ad)

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