Wieder zunehmende Masern-Infektionen – Auch viele geimpfte Personen betroffen


Zunahme der Masern-Erkrankungen – Amt ruft zur Überprüfung des Impfstatus auf

Seit Monaten weisen Gesundheitsexperten auf die steigende Zahl der Masern-Fälle in Deutschland hin. Auch im Unterallgäu werden vermehrt Erkrankungen festgestellt – und zwar auch bei geimpften Personen. Das örtliche Gesundheitsamt ruft die Bevölkerung dazu auf, den Impfschutz überprüfen zu lassen.
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Unter den neu Erkrankten sind auch geimpfte Personen

Masern werden von manchen Menschen noch immer als harmlose Kinderkrankheit abgetan. Doch die Krankheit befällt auch Erwachsene. Im Unterallgäu häufen sich derzeit die Erkrankungen. Seit Anfang Juni wurden beim Gesundheitsamt am Unterallgäuer Landratsamt 18 Fälle bestätigt. „Unter den Neuerkrankten sind auch nicht geimpfte Geschwister der zuvor Erkrankten“, heißt es in einer Mitteilung.

Im Unterallgäu werden vermehrt Masern-Erkrankungen registriert. Das Gesundheitsamt des Landkreises ruft dazu auf, den Impfstatus überprüfen zu lassen. (Bild: pit24/fotolia.com)

Impfstatus überprüfen

Den Angaben zufolge sind einige Patienten mittlerweile wieder gesund; manche von ihnen mussten laut dem Gesundheitsamt jedoch stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Damit sich das Virus nicht weiter verbreitet, bittet das Gesundheitsamt erneut, den Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen nachzuholen.

„Und: Ob Masern oder nicht: Es sollte selbstverständlich sein, bei hohem Fieber und Krankheitsgefühl im Bett zu bleiben und nicht in die Schule, den Kindergarten oder zur Arbeit zu gehen“, schreibt das Gesundheitsamt.

Erkrankung ist schon Tage vor dem typischen Ausschlag hochansteckend

Die Erkrankung ist bereits mehrere Tage bevor der typische rotfleckige Masernausschlag auftritt hochansteckend.

Zu Beginn ähnelt die Virus-Erkrankung einem Infekt der oberen Atemwege, es kann zu Fieber, Schnupfen, Husten oder einer Bindehautentzündung kommen.

„Wer entsprechende Symptome zeigt und nicht geimpft ist, sollte mit seinem Hausarzt Kontakt aufnehmen. Der leitet dann auch die entsprechende Laboruntersuchung in die Wege, um die Diagnose abzusichern“, betont das Gesundheitsamt.

Gesundheitsexperten raten zur Schutzimpfung

Eine zweifache Impfung bietet den besten Schutz gegen die Viruserkrankung. Daher ist es laut Experten wichtig, dass Erwachsene ihren eigen Impfschutz und den ihrer Kinder von einem Arzt überprüfen und bei Bedarf vervollständigen lassen.

Masern-Schutzimpfungen werden als Kombinationsimpfungen, den sogenannten Masern-Mumps-Röteln-Impfungen, durchgeführt – heute oftmals in Kombination mit einem Impfstoff gegen die Windpocken. Grundsätzlich sind zwei Impfungen erforderlich, um vollständig geschützt zu sein.

In Deutschland wird die Masernimpfung für Kinder ab dem elften Lebensmonat empfohlen, für Säuglinge in einer Kindertagesstätte schon ab dem neunten Monat.

Und: „Eine einmalige Impfung gegen Masern ist generell für alle Erwachsenen empfohlen, die nach 1970 geboren wurden und noch gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft wurden oder deren Impfstatus unklar ist“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Webseite.

„Personen, die vor 1970 geboren wurden, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit die Masern bereits durchgemacht“, so die Experten. (ad)

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Der Konsum von Orangen kann vor Blindheit schützen


Warum Inhaltsstoffe von Orangen vor Blindheit schützen können

Orangen sind wohlschmeckend und zusätzlich noch sehr gesund. Forscher fanden jetzt heraus, dass der regelmäßige Konsum von Orangen Menschen vor einer der Hauptursachen von Blindheit schützen kann.
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Die Wissenschaftler des Westmead Institute for Medical Research stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass ein regelmäßiger Verzehr von Orangen vor einer der Hauptursachen von Blindheit schützen kann. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in dem englischsprachigen Fachblatt „American Journal of Clinical Nutrition“.

Können Orangen vor einer der Hauptursachen für Blindheit schützen? (Bild: cut- fotolia)

Was ist die altersbedingte Makuladegeneration?

Die Forscher aus Australien untersuchten bei ihrer Studie, ob der Verzehr von Zitrusfrüchten die Wahrscheinlichkeit an Blindheit zu erkranken beeinflusst, wenn Menschen an Makuladegeneration leiden. Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine der häufigsten Ursachen für den Sehkraftverlust bei Menschen ab 60 Jahren. Sie betrifft die Makula, den zentralen Bereich der Netzhaut. Alleine in den USA haben bis zu elf Millionen Menschen irgendeine Form von altersbedingter Makuladegeneration, vermuten die Experten. Der Zustand verursacht den Verlust des zentralen Sehens, das wesentlich ist, um Objekte klar zu erkennen.

Mehr als 2.850 Teilnehmer wurden untersucht

Für ihre Untersuchung analysierten die Forscher die Daten von mehr als 2.856 australischen Erwachsenen im Alter von durchschnittlich 49 Jahren über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Daten stammen aus der Blue Mountains Eye Study, einer der weltweit größten epidemiologischen Studien. Sie enthält Informationen über Faktoren wie den Lebensstil eines Teilnehmers und die von ihm entwickelten Krankheiten.

Täglicher Verzehr von Orangen reduzierte das Risiko um 60 Prozent

Der tägliche Verzehr von mindestens einer Portion Orangen war 15 Jahre später mit einer Reduktion des Gesamtrisikos der Makuladegeneration um 60 Prozent verbunden. Die Mediziner nehmen an, dass Flavonoide in Orangen helfen könnten, die Krankheit zu verhindern. Im Wesentlichen konnte festgestellt werden, dass Menschen, welche mindestens jeden Tag eine Portion Orangen essen, ein geringeres Risiko haben, eine Makuladegeneration zu entwickeln, verglichen mit nie Orangen essenden Menschen, erklärt Studienautor Dr. Bamini Gopinath vom Westmead Institute for Medical Research.

Welche Lebensmittel könnten eine ähnliche Wirkung haben?

Die aktuelle Forschung baut auf früheren Studien auf, welche bereits darauf hingewiesen haben, dass die Vitamine C, E und A in Orangen für die Augen von Vorteil sind. Flavonoide sind starke Antioxidantien, welche entzündungshemmende Eigenschaften haben, die in den meisten Früchten und Gemüsen vorkommen. Die Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass andere Lebensmitteln mit Flavonoiden wie beispielsweise Tee, Äpfel und Rotwein, keine ähnliche Wirkung haben. Frühere Untersuchungen hatten bereits Hinweise darauf ergeben, dass Lebensmittel mit Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Zink, Lutein und Vitamin C und Vitamin E Makuladegenerationen und Katarakte verhindern könnten. Solche Lebensmittel umfassen Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl und Kohl; öligen Fisch wie Lachs und Thunfisch; Proteinquellen wie Eier, Nüsse, Bohnen, Zitrusfrüchte sowie Austern und Schweinefleisch. (as)

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Erneut großer Rückruf bei Lidl: Listerien in weiteren Tiefkühlgemüse-Produkten


Rückrufaktion infolge des Tiefkühl-Skandals erweitert

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über sein Verbraucherschutzportal „lebensmittelwarnung.de“ mitteilt, hat der belgische Hersteller Greenyard Frozen Belgium den Rückruf von Tiefkühl-Gemüse in Deutschland ausgeweitet. Nun ist auch der bei Lidl vertriebene „Green Grocer’s Gemüsemix“ in der 1000 Gramm Packung betroffen. Der Hersteller kann nicht ausschließen, dass sich in dem Produkt Listeria monocytogenes Bakterien befinden, die schwere Magen- und Darmerkrankungen auslösen können, welche für bestimmte Risikogruppen lebensgefährlich sind.
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Wie der Hersteller mitteilt, ist das Produkt „Green Grocer’s Gemüsemix“ identisch mit dem bereits zurückgerufenen „Freshona Gemüsemix“. Es kam laut Hersteller in der Vergangenheit zu einer Umbenennung des Produktes. Beide Produkte wurden aber noch in Lidl-Filialen angeboten. Der „Green Grocer’s Gemüsemix “ (1000 Gramm) sowie der „Freshona Gemüsemix“ (1000 Gramm) werden unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum zurückgerufen. Der Hersteler, Lidl und das Bundesamt für Verbraucherschutz raten dringend von einem Verzehr ab.

Das Bakterium Listeria monocytogenes, das zur Zeit in mehreren Tiefkühl-Gemüseprodukten grassiert, kann die Krankheit Listeriose hervorrufen, die für bestimmte Personengruppen sehr gefährlich ist. (Bild: Kateryna_Kon/fotolia.com)

Lidl reagiert sofort

Auch Lidl warnt auf der Webseite des Unternehmens vor den gefährlichen Listerien-Bakterien. Man habe die betroffenen Produkte „Freshona Gemüsemix“ und „Green Grocer’s Gemüsemix“ aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes aus dem Verkauf genommen, so Lidl. Die Produkte könne man in allen Lidl-Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis werde selbstverständlich auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Nach Angaben von Lidl sind alle anderen Tiefkühl-Artikel inklusive anderer Produkte des Herstellers nicht betroffen.

Europaweiter Listerien Skandal mit Todesopfern

Deutschland steht mit dem Rückruf nicht allein dar. Laut der Europäischen Lebensmittelbehörde efsa gab es bereits Listeriose-Ausbrüche in fünf verschiedenen EU-Ländern, welche mehrere Todesopfer durch die gefährlichen Bakerien in Tiefkühl-Lebensmitteln forderten. Die Tochterfirma Greenyard Frozen UK musste in England beispielsweise rund 50 verschiedene Tiefkühl-Produkte wegen einer möglichen Listeriose-Gefahr zurückrufen. Dort wurden schon neun Todesopfer gemeldet, die zuvor offenbar kontaminierten Zuckermais konsumiert hatten. Die englischen Behörden warnen ausdrücklich davor, Tiefkühl-Gemüse niemals roh zu verzehren, auch wenn es in kalten Gerichten wie Salaten, Smoothies oder Dips verwendet wird.

Wahrscheinlich entsprang der Ausbruch einer ungarischen Produktion

Die efsa informiert in einer Pressemitteilung über den wahrscheinlichen Ursprung. Die Listerien-Bakterien entstammen sehr wahrscheinlich einer ungarischen Verarbeitungsanlage. In der entsprechenden Anlage seien bereits sämtliche Gefrieraktivitäten durch ungarische Behörden gestoppt worden. Entsprechende Tests und Untersuchungen um das Ausmaß der Kontamination zu ermitteln laufen bereits. Die efsa kann nicht ausschließen, dass weitere Unternehmen der selben Handelsgruppe ebenfalls betroffen sind.

Listeriose ist für manche Menschen lebensgefährlich

Das Bakterium Listeria monocytogenes kann Listeriose auslösen, eine Magen- und Darmerkrankungen, die für Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, ältere und immungeschwächte Personen, frisch Operierte, Menschen, die unter Diabetes leiden, Krebspatienten und Aidskranke durchaus lebensbedrohlich ist. Auch eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) kann in seltenen Fällen auftreten. Bei folgenden Symptomen nach dem Verzehr sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden:

  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Fieber,
  • Durchfall,
  • Bauchschmerzen,
  • Schüttelfrost,
  • Gliederschmerzen,
  • Kopfschmerzen.

Listeriose-Bakterien können lange im Körper überleben

Laut efsa kann es bei Listeriose zu einer sehr langen Inkubationszeit von bis zu 70 Tagen kommen. Deshalb sei nicht auszuschließen, dass es in den kommenden Wochen zu weiteren Ausbrüchen kommen könnte. (vb)

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Natürlicher Jungbrunnen: Mit dieser Ernährungsvariante nachweislich die Jugend länger bewahren


Spermidinreiche Ernährungsweise hält Menschen länger jung

Seit Jahrhunderten sind Menschen auf der Suche nach Möglichkeiten, sich die ewige Jugend zu erhalten. Nicht zuletzt hat die Kosmetikindustrie diesen Wunsch aufgegriffen und verspricht mit unterschiedlichsten Methoden zumindest das Äußere länger jung zu halten. Der Schlüssel für eine verlängerte „Jugend“ könnte jedoch vielmehr in der Ernährung liegen. So kommt eine aktuelle Studie zu dem Schluss, dass eine Ernährung reich an Spermidin Menschen länger jung hält.
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In dem internationalen Forschungsprojekt unter Federführung der Medizinischen Universität Innsbruck konnte der Anti-Aging-Effekt von Spermidin nun erstmals auch für den Menschen nachgewiesen werden. „Wer mit der Nahrung viel Spermidin zu sich nimmt, verlängert damit möglicherweise seine gesunde Lebensspanne“, so die Mitteilung der MedUni Innsbruck. Ihre Ergebnisse haben Forscher in dem Fachmagazin „American Journal of Clinical Nutrition (AJCN)“ veröffentlicht.

Gereifter Käse zählt zu den besonders spermidinreichen Lebensmitteln, welche laut einer aktuellen Studie eine lebensverlängernde Wirkung haben. (Bild: gkrphoto/fotolia.com)

Auf der Suche nach lebensverlängernden Mechanismen

Die medizinische Forschung ist seit vielen Jahren bemüht, gesundheitsfördernden und lebensverlängernden Mechanismen auf die Spur zu kommen. Vor fast zwei Jahren hatten Wissenschaftler der Universität Graz bereits festgestellt, dass spezielle Käse-Arten die relative Lebenszeit verlängern, und diesen Effekt auf das enthaltene Spermidin zurückgeführt. Das natürliche Polyamin „Spermidin“ zeigte in der Zellkultur und bei Tieren lebensverlängernde Wirkung, erläutern die Autoren der aktuellen Studie.

Spermidin-Aufnahme korreliert mit der Lebenserwartung

Inwiefern auch bei Menschen einen lebensverlängernde Wirkung bei hoher Einnahme von Spermidin auftritt, haben die Forscher nun anhand der Daten von 829 Freiwilligen aus der prospektiven Bruneck Studie untersucht. Zusätzlich wurde anhand von spezifischen Diätfragebögen die Nahrungsaufnahme der Teilnehmenden ermittelt. Die Wissenschaftler berechneten, inwieweit die über die Nahrung aufgenommene Menge an Spermidin mit der Lebensspanne korrelierte. Dabei stellten sie fest, dass mit hoher Spermidin-Aufnahme über die Ernährung (mindestens 80 Mikromol Spermidin pro Tag) ein deutlich geringeres Risiko verbunden war, im dem 20-jährigen Beobachtungszeitraum zu versterben.

Entzündungs- und Alterungsprozesse gebremst

Der Überlebensvorteil von spermidinreicher im Vergleich zu spermidinarmer Ernährung (unter 60 Mikromol pro Tag) lag laut Aussage der Studienautoren bei rund fünf Jahren. In den aktuellen Untersuchungen konnten „wir die aus verschiedenen Modellorganismen bereits bekannte Wirkung von Spermidin auf altersbedingte Prozesse bestätigen sowie seine Rolle als unabhängige Einflussgröße auf die Lebensspanne nun auch erstmals beim Menschen untermauern“, erläutert Neurologe Stefan Kiechl von der MedUni Innsbruck in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen. Der Effekt beruhe auf dem systemisch Einfluss des Spermidins auf Entzündungs- und Alterungsprozesse.

Verlust an Spermidin über die Nahrung ausgleichen

Natürlicherweise geht der Gehalt an Spermidin in unserem Körper mit steigendem Lebensalter zurück. Zu finden ist das Spermidin in hoher Konzentration in der Samenflüssigkeit, aber in geringen Konzentrationen auch in anderen Körperzellen. Bestimmten Darmbakterien produzieren zudem Spermidin. Dem Rückgang des Spermidins im Körper kann laut Aussage der Forscher „durch eine Ernährung mit spermidinreichen Lebensmitteln wie Keimgemüse, Erbsen, Vollkornprodukten, Äpfeln, Salat, Pilzen, Nüssen, Kartoffeln oder gereiftem Käse entgegengewirkt werden.“ Bereits durch den täglichen Verzehr von zwei Portionen Vollkornbrot, zwei Salatportionen und einem Apfel wäre man im oberen Drittel der Spermidin-Einnahme, so die Experten weiter.

Autophagie wird angeregt

Den Angaben der Wissenschaftler zufolge beruht die lebensverlängernde Wirkung von Spermidin vor allem auf der Fähigkeit, die Autophagie anzuregen. Diese dient dazu, fehlerhafte oder nicht mehr benötigte Zellbestandteile abzubauen und zu verwerten, so dass sich diese nicht im Organismus ansammeln. Weil die Autophagie im Alter an Effizienz verliert, kommt es zu krankheitsrelevanten Ablagerungen in den Zellen, die wiederum zu Demenz, Diabetes, Tumoren und Atherosklerose führen können, berichten die Forscher. Durch die Spermidin-Aufnahme werde – ebenso wie durch mehrstündiges Fasten – der Selbstreinigungsprozess der Autophagie initiiert. „Die vermehrte Aufnahme von Spermidin signalisiert der Zelle, den Selbstreinigungsprozess zu starten und schützt damit vor Ablagerungen und vorzeitiger Alterung“, betont Stefan Kiechl. (fp)

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Wenn das Smartphone krank macht: Wenn der Daumen schmerzt


Neue Krankheit: Handy-Daumen richtig therapieren

Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Das ständige Nutzen der kleinen Geräte kann jedoch gesundheitliche Folgen haben; eine davon ist der sogenannte „Handy-Daumen“. Experten erklären, was Betroffenen helfen kann.
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Handybesitzer aktivieren ihr Gerät über 50 Mal pro Tag

Handys und Smartphones sind für viele Menschen zum unverzichtbaren Alltagsbegleiter geworden. Vor allem für einen Großteil der jüngeren Bevölkerung ist ein Leben ohne die kleinen Geräte heutzutage kaum mehr vorstellbar. So zeigte eine Studie, dass es viele Kinder nur 30 Minuten ohne Handy aushalten, bis sich regelrechte Entzugserscheinungen einstellen. Doch auch Erwachsene können ihre Finger kaum davon lassen: Laut einer Untersuchung von Forschern der Universität Bonn aktivieren Handybesitzer ihr Gerät im Durchschnitt 53 Mal am Tag. Das kann gesundheitliche Folgen haben: Eine intensive Handy-Nutzung begünstigt „Phone-Krankheiten“ wie den „Handy-Daumen“. Experten erklären, was dagegen unternommen werden kann.

Die dauerhafte Nutzung von Smartphones kann zu gesundheitlichen Problemen führen, unter anderem zum sogenannten „Handy-Daumen“. Experten erklären, was Betroffene dann tun sollten. (Bild: Antonioguillem/fotolia.com)

Smartphone-Nutzung mit gesundheitlichen Folgen

Dass die immer intensivere Nutzung von Smartphones nicht ohne gesundheitlichen Folgen bleibt, ist schon länger bekannt.

So zeigten Studien, dass solche Geräte den Schlaf stören und bei Kindern und Jugendlichen zu Sprach- und Konzentrationsstörungen führen.

Zudem gehen Experten davon aus, dass durch die ständige Smartphone-Nutzung die Kurzsichtigkeit zunehmen wird.

Des Weiteren drohen durch die Körperhaltung mit gesenktem Kopf Haltungsschäden wie Nackenverspannungen.

Und nicht zuletzt riskieren Menschen, die ständig simsen, surfen und whatsappen, dass sie Daumenschmerzen bekommen.

Neue „orthopädische“ Zivilisationskrankheit

Wie es in einer Mitteilung des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) heißt, wird in Deutschland inzwischen vom „Handy-Daumen“ gesprochen, in englischsprachigen Ländern von „WhatsAppitis“ oder „WhatsApp Disease“ – das Smartphone hat der Welt eine neue „orthopädische“ Zivilisationskrankheit gebracht.

„Beim einhändigen Bedienen des Smartphones wird der Daumen überbeansprucht“, so Prof. Dr. Stefan Langer, Bereichsleiter Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie an der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig.

„Das verstärkt sich mit zunehmender Größe der Handy-Displays – und mit dem Drang, ununterbrochen in den sozialen Netzen unterwegs zu sein.“

Stärkster Finger der menschlichen Hand

Wie die Experten in der Mitteilung erklären, ist der Daumen „von der Konstruktion her“ dazu gedacht, das Greifen der Hand zu unterstützen.

Der Faustschluss ist eine typische Bewegung für den stärksten Finger der menschlichen Hand; eine Dehn- oder Abspreiz-Bewegung auf Dauer jedoch nicht.

„Die fortgesetzte Daumenbewegung in Richtung kleiner Finger strengt an und führt zu Schmerzen im daumenseitigen Handgelenk“, erläutert Prof. Langer.

„Der typische Patient heute ist 15 bis 25 Jahre, eigentlich kerngesund und natürlich total vernetzt. Früher war der typische Patient eine 65-jährige Frau, die ihr ganzes Leben gearbeitet hat. Sie litt unter Verschleißerkrankungen, zu denen dann auch eine klassische Sehnenscheidenentzündung im Daumenbereich gehörte.“

Handy weglassen bis die Schmerzen weg sind

Laut den Fachleuten ist der Unterschied von heute zu früher im Patientenalter und in der körperlichen Konstitution nicht nur statistisch interessant, sondern raubt den Medizinern Therapieoptionen.

„Die ältere Dame bekam oft eine Kortisonspritze, die Schmerzen ließen nach, die Entzündung klang ab. Nur zur Not mussten wir operieren und das Sehnenfach öffnen“, so der Experte.

„Dem jungen Handy-User kann ich guten Gewissens kein Kortison geben: Der Patient beziehungsweise die Sehne hat noch das ganze Leben vor sich. Da kann es noch echte medizinische Probleme geben, bei denen Kortison unverzichtbar ist“, sagt Prof. Langer.

„Auch für eine OP gibt es keinen wirklichen Anlass. Ich kann den jungen Patienten nur raten: Handy weglassen. Mit etwas Geduld lassen die Schmerzen nach eine Woche nach.“

Auch Ergotherapeuten können helfen

Ergotherapeuten können ebenfalls helfen, beispielsweise Norina Weisenbilder von der Zentralen Einrichtung Physikalische Therapie und Rehabilitation am UKL.

„An jeder Haltestelle sehe ich meine künftigen Patienten stehen – Kopf geneigt, Rundrücken und den Daumen immer in Bewegung. Auf Dauer sind dann Muskelverspannungen die logische Folge. Erst der große Daumenbeuger, dann der Unterarm, die Schulter, der Nacken“, so die Expertin.

Ergo- und Physiotherapeuten beherrschen Techniken, mit denen Faszien, Muskeln und Bindegewebe gelöst werden. Auch ein Kinesio-Tape am Daumensattelgelenk und an der Daumenseite des Unterarms kann helfen, den langen Daumenbeuger zu stabilisieren.

„Ich rate den Handy-Tippern, beide Daumen zugleich einzusetzen“, rät die Ergo- und Physiotherapeutin.

„Damit müssen die Daumen keine großen Entfernungen auf dem Display zurücklegen, werden also nicht überdehnt. Und generell sollte die Spielerei am Handy im Rahmen bleiben. Dann tut auch der Daumen nicht weh.“

Patienten nicht übertherapieren

Indes macht Prof. Langer noch darauf aufmerksam, dass die Handy-Sucht und ihre medizinischen Folgen auch von Allgemeinärzten einkalkuliert werden.

„Ich möchte vermeiden, dass schnell übertherapiert wird. Kommt also ein junger Mensch mit Schmerzen in der Hand, muss man nicht sofort eine Röntgenaufnahme, ein CT oder gar ein MRT veranlassen“, sagt der Leipziger Chirurg.

„Eine preiswerte Ultraschallaufnahme macht meist die geschwollene Sehne sichtbar. Auch die manuellen Therapiemöglichkeiten müssen nicht gleich durchdekliniert werden. Ruhe reicht manchmal schon aus. Am besten wäre es“, so Prof. Langer, „wenn der Arzt ein zeitweises Handyverbot aussprechen könnte, wie bei den eigenen Kindern.“ (ad)

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