Lebensgefährliche Lieferengpässe bei wichtigem Krebsmedikament



Patienten-Behandlung gefährdet: Lieferengpass bei wichtigem Krebsmedikament
In Deutschland kommt es derzeit zu Lieferengpässen bei dem wichtigen Krebsmedikament Melphalan. Dadurch wird die Behandlung von Patienten gefährdet. Großhändler würden teilweise mehr als das 25-fache des normalen Preises verlangen. Gesundheitsexperten fordern gesetzliche Regelungen, um solche Situationen in Zukunft zu verhindern.
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Lieferengpässe könne zu vermeidbaren Todesfällen führen
Lieferengpässe bei dem wichtigen Krebsmedikament Melphalan gefährden derzeit die Versorgung von Patienten in Deutschland. Das Mittel kommt unter anderem gegen das Multiple Myelom (Plasmozytom), eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks, zum Einsatz. Laut Medizinern wird es zur Vorbereitung einer Stammzelltransplantation benötigt, mit der sich Krebs oft für lange aufhalten lässt. Wie der Ravensburger Krebsspezialist Günther Wiedemann gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sagte, könne der aktuelle Mangel zu vermeidbaren Todesfällen führen. Mitunter lebensrettende Eingriffe müssen laut der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) derzeit auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Krebsmedikamente könnten nicht ausreichend gelagert sein. Bild: grafikplusfoto - fotolia
Krebsmedikamente könnten nicht ausreichend gelagert sein. Bild: grafikplusfoto – fotolia

Händler verlangen teils den 25-fachen Preis
Das Bundesgesundheitsministerium teilte nun unter Berufung auf das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit, dass Melphalan Ärzten und Patienten bald wieder zur Verfügung stehen werde. Das Ministerium habe Kontakt zum Hersteller gesucht. Eine Ministeriumssprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass erste Lieferungen in der nächsten Woche möglich seien. Bei Melphalan, das aus den 1950er Jahren stammt, ist der Patentschutz abgelaufen. Laut dem „Spiegel“-Bericht kostet ein Behandlungszyklus weniger als 2.000 Euro. Die Herstellung lohne sich daher kaum. Den Angaben zufolge verlangen die wenigen Großhändler, die noch Vorräte haben, wegen des Lieferengpasses teilweise mehr als das 25-fache des normalen Preises. Im vergangenen Jahr waren bundesweit rund 350.000 definierte Tagesdosen benötigt worden.

Verfügbarkeit von Arzneimitteln sicherstellen
Außer bei Melphalan könne es künftig aber auch bei vielen anderen Medikamenten zu Lieferengpässen kommen, sobald der Patentschutz abgelaufen ist. Die AkdÄ forderte zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) in einer Mitteilung, dass der Gesetzgeber Maßnahmen entwickeln müsse, um die Verfügbarkeit von Arzneimitteln sicherzustellen. Die beiden Organisationen beklagten, dass sie bereits in der Vergangenheit wiederholt auf die Problematik hingewiesen haben. „Das Beispiel Melphalan zeigt erneut, dass es ohne weitere rechtliche Regelungen nicht möglich ist, solche Engpässe in der Arzneimittelversorgung zukünftig zu vermeiden.“

Abgelaufener Patentschutz und geringe Vorräte
Von der Deutschen Stiftung Patientenschutz wurde ein Runder Tisch mit Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums, des BfArM und der Pharmaindustrie gefordert, um solche Engpässe in Zukunft frühzeitig auszuschließen. „Sonst laufen wir auch künftig immer nur hinterher“, sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Doch nicht nur der abgelaufene Patentschutz kann dazu führen, dass Arzneimittel – vorübergehend – nicht verfügbar sind. Als die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) im vorletzten Jahr über Lieferengpässe von Arzneimitteln in Kliniken berichtete, hatten die Pharmahersteller die zeitnahe Herstellung in Asien und geringe Vorräte als Grund für die Engpässe angegeben. Auch damals wurde an die Politik appelliert, zu handeln. (ad)
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Quecksilber und Blei: Patientin nach Ayurveda-Medikation lebensgefährlich vergiftet



Quecksilber und Blei: Lebensgefährliche Vergiftung durch Ayurveda-Medikamente
Weltweit setzen Millionen Menschen auf alternative Heilmethoden. Einer Frau aus Hamburg wurde eine Ayurveda-Kur nun zum Verhängnis. Medienberichten zufolge hat sich die 55-Jährige infolge einer Behandlung mit Medikamenten, die sie aus Sri Lanka mitbrachte, lebensgefährlich vergiftet.
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Ayurveda erfreut sich wachsender Beliebtheit
Weltweit setzen Millionen Menschen auf die alte indische Heilkunst Ayurveda. In Teilen Asiens ist die auch „Wissen des Lebens“ genannte Methode, zu der unter anderem spezielle Massagetechniken, Yoga, Ernährungslehre und Pflanzenheilkunde gehören, weit verbreitet. Auch in westlichen Ländern erfreut sich Ayurveda wachsender Beliebtheit und wird hier in erster Linie zu Wellness-Zwecken eingesetzt. Ayurvedische Heilpflanzen sind hierzulande keine zugelassenen Arzneimittel. Solche Pflanzen wurden nun einer Hamburgerin zum Verhängnis. Wie der „Spiegel“ berichtet, hat sich die Frau infolge einer Ayurveda-Kur eine lebensgefährliche Vergiftung zugezogen. Die Mittel, die sie einnahm, enthielten große Mengen Quecksilber und Blei.

In der Ayurveda kommen zahlreiche pflanzliche WIrkstoffe zum Einsatz. (Bild: Floydine/fotolia.com)
In der Ayurveda kommen zahlreiche pflanzliche WIrkstoffe zum Einsatz. (Bild: Floydine/fotolia.com)

Vergiftung mit Quecksilber und Blei
Laut einem Bericht des Magazins warnt der Chefarzt der Nephrologie der Asklepios-Klinik Barmbek in Hamburg, Tobias Meyer, davor, dass die Einnahme von Ayurveda-Medikamenten zu lebensgefährlichen Vergiftungen mit Schwermetallen führen kann. In seiner Abteilung war eine 55-jährige Frau aus Hamburg behandelt worden, die beinahe an einer Vergiftung mit Quecksilber und Blei gestorben wäre. Die Frau kam den Angaben zufolge im Juli mit schweren neurologischen Schäden in die Notaufnahme.

Patientin hat nur knapp überlebt
Wie es heißt, stammen die Schwermetalle in ihrem Körper aus verschiedenen Ayurveda-Medikamenten, die die Frau im April in einem Kurhotel auf Sri Lanka verschrieben bekommen und mit nach Deutschland gebracht hat. Analysen des Hamburger Zentralinstituts für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin ergaben, dass der Quecksilbergehalt in einem der Mittel um das 566.110-fache über der zulässigen Norm lag. „Das ist Rekord“, sagte Meyer gegenüber dem „Spiegel“. Der Mediziner geht davon aus, dass die Frau insgesamt 213 Gramm Quecksilber geschluckt hat. „Damit können Sie einen Menschen umbringen. Die Frau kann froh sein, dass sie noch lebt“, so Meyer.

Schwermetalle in Ayurveda-Medikamenten
Vergiftungen mit Quecksilber führen unter anderem zu Nieren- und Leberschäden. Zudem steht das giftige Schwermetall im Verdacht, die Risiken für Herzinfarkt, Krebs- und Alzheimer-Erkrankungen zu erhöhen. Durch Blei können gravierende Schädigungen des Nervensystems, der Blutbildung sowie der Nieren auftreten. Eine Bleivergiftungen kann auch Beeinträchtigungen der Fruchtbarkeit zur Folge haben. Bestimmte ayurvedische Medikamente werden der traditionellen indischen Heilslehre zufolge aus Arzneipflanzen, Edelsteinen, Mineralien und Schwermetallen hergestellt. (ad)
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Ärzte: Vierjähriges Kind hatte über 20 Filzläuse allein in den Wimpern



Ärzte entfernen 20 Filzläuse aus den Wimpern eines Kleinkindes
Ein kleines Mädchen in China plagten tagelang juckende Augen, bevor ihre Mutter sie zum Arzt brachte. Der fand schnell die Ursache für den Juckreiz und die Augenrötung: Im Wimpernkranz der Vierjährigen hatten sich Filzläuse eingenistet.
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Rund 20 ausgewachsene Filzläuse in den Wimpern
In der südostchinesischen Millionenstadt Xiamen hat ein Arzt einem vierjährigen Mädchen rund 20 ausgewachsene, etwa eineinhalb Millimeter große Filzläuse aus den Wimpern entfernt. Einem Bericht der chinesischen „Peoples Daily“ zufolge hatte sich das Kleinkind tagelang die juckenden geröteten Augen gerieben, bevor ihre Mutter mit ihr in ein Krankenhaus ging. In der Uniklinik wurde das Mädchen von Augenspezialisten untersucht. „Als ich versucht habe, die Augenlider anzuheben, stellte ich fest, dass sie verklebt waren“ erklärte Chefarzt Liu Zhaosheng gegenüber der chinesischen Zeitung.

Bild: Herby ( Herbert ) Me - fotolia
Bild: Herby ( Herbert ) Me – fotolia

Unhygienische Bedingungen als Ursache
Bei der genaueren Untersuchung mit einer Pinzette, entdeckte er kleine Insekten, die bereits zahlreiche Eier abgelegt hatten. Der seit 20 Jahren als Arzt praktizierende Liu zeigte sich geschockt und sagte, er habe so etwas „in den Augen eines Kindes noch nie gesehen“. Die Wimpern mussten komplett ab, um das Kleinkind von den Parasiten zu befreien. Dem Zeitungsbericht zufolge sei der Befall vermutlich auf schlechte hygienische Bedingungen zurückzuführen. Auch bei der Großmutter, die die Vierjährige oft betreute, seien in den Wimpern Filzläuse gefunden worden.

Natürliche Schutzmaßnahmen gegen Läuse
Filzläuse kommen vor allem in der Schambehaarung vor. Experten zufolge sollte man daher auch bei Jucken im Intimbereich zum Urologen gehen. Auch in Achsel- und Barthaaren nisten sie sich manchmal ein. Bei einem Befall können oft Hausmittel gegen Läuse helfen. So reicht es manchmal, die betroffenen Regionen zu rasieren. Meist wird dazu geraten, Bettwäsche, Kleidung und Handtücher der Betroffenen bei mindestens 60 Grad zu waschen. Kämme und Bürsten sollten jeden Tag in heißem Essigwasser oder Seifenlauge gereinigt werden und nicht mit anderen Personen getauscht werden. In Russland sorgte im vergangenen Jahr eine Warnung für viel Spott. Die dortige Verbraucherschutzbehörde hatte darauf hingewiesen, dass ein Selfie-Verzicht vor Läusen schützt, da die Parasiten bei solchen Aufnahmen von einem Kopf auf den anderen krabbeln, wenn sich die Personen dafür zusammenstellen. (ad)
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Wissenschaftler: Sitzen vor dem Fernseher kann zu einer Lungenembolie führen



Erhöhtes Lungenembolie-Risiko durch langes Sitzen vor dem Fernsehgerät
Menschen, die stundenlang vor dem Fernseher sitzen, haben ein erhöhtes Risiko, eine tödliche Lungenembolie zu entwickeln. „Couch Potatoes“ sollten daher immer wieder auch aufstehen, sich bewegen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen.
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Stundenlanges Sitzen vor dem Fernseher erhöht Lungenembolie-Risiko
Japanische Forscher kamen im Rahmen einer Studie zu dem Ergebnis, dass Menschen, die täglich fünf Stunden oder mehr vor dem TV-Gerät verbringen, ein doppelt so hohes Risiko haben, eine tödliche Lungenembolie zu entwickeln, als Personen, die weniger als zweieinhalb Stunden fernsehen. Dies hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) anlässlich des Europäischen Kardiologiekongresses (ESC) 2015 in London berichtet. Laut dem Studienautoren Dr. Toru Shirakawa von der Universität Osaka war der Unterschied in der Altersgruppe unter 60 Jahren sogar noch deutlicher ausgeprägt. „In dieser Altersgruppe war das Risiko für eine tödliche Lungenembolie bei Menschen mit mehr als fünfstündigem Fernsehkonsum sogar um das Sechsfache höher als bei Personen, die unter zweieinhalb Stunden fernsehend verbringen“, wird der Wissenschaftler in der Pressemitteilung zitiert.

Langes Sitzen erhöht das Risiko einer lebensgefährlichen Lungenembolie. Bild: bilderzwerg – fotolia

100.000 Tote im Jahr
Meist ist ein Gefäßverschluss (Thrombose) einer Vene des Beins oder Beckens der Ausgangspunkt einer Lungenembolie. Eine unentdeckte Thrombose wird schnell zur Lebensgefahr, warnen Mediziner. Je nach Größe kann der gefährliche Pfropf kleine oder große Lungenarterien verstopfen und so einen Teil der Lunge vom Blutkreislauf abtrennen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e. V. (DGA) sterben jährlich über 100.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Lungenembolie. Risikofaktoren für eine Thrombose und somit eine Lungenembolie sind unter anderem eine genetische Veranlagung, Rauchen, Schwangerschaft oder die Einnahme der Antibabypille.

Maßnahmen gegen das „Economy-Class-Syndrom“
Ein ganz wesentlicher Risikofaktor ist die Immobilität der Beine, wie etwa bei Langstreckenflügen. Auch die Ergebnisse der japanischen Studie könnten zumindest teilweise damit erklärt werden, meinte der Autor. Er erklärte: „Zur Vorbeugung empfehlen wir daher bei langem Fernsehen ähnliche Maßnahmen wie gegen das sogenannte Economy-Class-Syndrom, also regelmäßig aufzustehen und herumzugehen und ausreichend Wasser zu trinken.“ Der Pressesprecher der DGK, Professor Eckart Fleck, sagte: „Die wichtigste Botschaft, die wir aus dieser neuen Studie mitnehmen sollten: Ob Fernsehen, lange Zeit vor dem Computer oder im Auto oder Flugzeug: Langes Sitzen und die Aufnahme von zu wenig Flüssigkeit kann hinsichtlich einer möglichen Embolie gefährlich sein. Dafür sollten wir das Bewusstsein in der Öffentlichkeit schärfen.“ (ad)
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Schwitzen Deo-Nutzer an unbehandelten Stellen viel mehr?



Schwitzt man durch Deos an unbehandelten Stellen wirklich stärker?
Die ganzen heißen Sommertage werden schon bald der Vergangenheit angehören, doch derzeit führen die hohen Temperaturen noch zu heftigen Schweißausbrüchen. Um unangenehmem Geruch vorzubeugen, greifen viele daher zu Deos. Manche meiden Deodorants aber, weil sie meinen, dass dann übermäßiges Schwitzen an anderen Körperstellen die Folge ist. Stimmt das aber wirklich?
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Unangenehmem Schweißgeruch vorbeugen
Noch sind die Temperaturen hierzulande so hoch, dass einem der Schweiß herunter läuft, selbst wenn man sich kaum bewegt. Viele greifen dann zu Deos, um allzu heftiges Schwitzen und Schweißgeruch zu verhindern. Nicht selten mahnen dann Bekannte: „Wenn du ein Deo benutzt, schwitzt du woanders dafür stärker.“ Stimmt das aber wirklich oder handelt es sich dabei nur um einen Mythos? Eine Expertin klärt über dieses Mysterium, das auch „kompensatorisches Schwitzen“ genannt wird, auf.

Mythos Deo. Bild: Minerva Studio - fotolia
Mythos Deo. Bild: Minerva Studio – fotolia

Schweiß „sucht sich im Fall des Falles seine Wege“
Zu der Frage, ob Deos das Schwitzen lediglich auf andere Stellen verteilt, meint Maja Hofmann von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité Berlin, die Antwort laute: „Jein“. Gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“ sagte sie: „Es gibt kompensatorisches Schwitzen.“ Dieses trete jedoch nur auf, wenn großflächig stark aluminiumchloridhaltige Deos aufgetragen und die Bereiche dadurch „lahmgelegt“ werden. Denn „Schweiß ist dazu da, den Wärmehaushalt zu regulieren und sucht sich im Fall des Falles seine Wege.“

Aluminiumsalze sorgen für eine Verminderung der SchweißproduktionWer hingegen beim Deodorieren nicht übertreibt, würde laut Maja Hofmann von dem kompensatorischen Schwitzen kaum etwas mitbekommen. Gleiches gelte, wenn „normale“ Deos verwendet werden, da diese normalerweise gar kein Aluminiumchlorid oder nur einen geringen Anteil von drei bis fünf Prozent enthalten würden, erklärt Hofmann weiter. Ist das Schwitzen jedoch stärker ausgeprägt, kommen Betroffene meist um die so genannten „Antitranspirante“ nicht herum. Denn diese enthalten Aluminiumsalze, die dafür sorgen, dass sich die Schweißdrüsen zumindest zeitweise verengen, wodurch die Schweißproduktion vermindert und unangenehme Gerüche verhindert werden.

Antitranspirante nicht direkt nach der Achsel-Rasur verwendenDoch die Mittel sind umstritten und viele Verbraucher fürchten, dass das Aluminium über das Deo in den Körper gelangt und dort zu langfristigen Schädigungen führen kann. Zudem stehen die Stoffe schon seit Jahren im Verdacht, Krebs und Alzheimer zu begünstigen. Doch über mögliche Langzeitfolgen besteht bislang seitens der Wissenschaft noch Unklarheit. Dennoch raten Experten immer wieder vor einem längeren und häufigem Gebrauch, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Zudem sollten die speziellen Deos keinesfalls direkt nach der Achselrasur aufgetragen werden, da durch die strapazierte Haut zu viel schädliches Aluminium in den Körper gelangen könnte. Auch wenn die Haut unter den Armen aus anderen Gründen verletzt oder angegriffen ist, empfiehlt es sich, besser ein Deo ohne Aluminiumsalze zu verwenden. Da immer mehr Verbraucher auf Kosmetikprodukte ohne Aluminium zurückgreifen, ist auch das Angebot in den letzten Jahren sehr gestiegen.

Bei einer Untersuchung stellte „Öko-Test“ vor kurzem fest, dass Deos ohne Alu überwiegend empfehlenswert sind. Als Nebenwirkung treten bei Antitranspiranten häufig ein Brennen oder Kribbeln der Haut sowie Juckreiz auf, seltener kommt es auch zu leichten Entzündungen. Die Hautirritationen fallen dabei in der Regel umso stärker aus, je höher der Aluminiumchloridanteil ist. Experten empfehlen deshalb, Mittel ohne Alkohol zu verwenden, um die Haut nicht noch zusätzlich zu reizen.

Einsatz von Botox und Medikamenten bei krankhafter HyperhidroseBei einigen Betroffenen ist das Schwitzen jedoch so stark ausgeprägt, dass auch Antitranspirante nicht mehr ausreichen. In diesem Fall sprechen Mediziner von einer „Hyperhidrose“, die nur bestimmte Bereiche (z.B. die Hände, Achseln, Füße), aber auch den ganzen Körper betreffen kann (generalisierten Hyperhidrose). Übermäßiges Schwitzen wird hier mit verschiedenen Methoden behandelt, die von Botox-Injektionen über Medikamente (Anticholinergika) bis hin zu chirurgischen Eingriffen reichen.

Homöopathische Mittel zur Behandlung von SchweißfüßenUm Hyperhidrose und Schweißfüße zu behandeln, bietet auch die Naturheilkunde zahlreiche Ansätze und Verfahren an. In Frage kommen zum Beispiel Bachblüten oder ein Fußbad aus Eichenrinde. Für dieses werden 500g Eichenrinde in fünf Liter Wasser für 15 bis 20 Minuten gekocht und abgegossen. Nach dem Abkühlen werden die Füße für etwa eine viertel Stunde darin gebadet. Bei sehr übelriechendem saurem Schweiß kann zudem das homöopathische Mittel Silicea helfen, bei extrem stinkendem Fußschweiß ist hingegen eher Acidum Butyricum angezeigt. (ad)
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