Keine wesentlichen Nebenwirkungen: Cannabis ein sicheres Schmerzmedikament



Neue Studie: Cannabis bringt Schmerzlinderung und hat kaum Nebenwirkungen
Cannabis wird von vielen Menschen weltweit nicht nur als berauschendes Mittel, sondern auch zu medizinischen Zwecken konsumiert. So nutzen manche Marihuana gegen Übelkeit oder Appetitlosigkeit. Auch Schmerzpatienten greifen oft zu der Droge. In einer Studie wurde nun – erneut – festgestellt, dass Cannabis bei diesen Patienten Linderung bringt und wenig Nebenwirkungen hat.
.hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 400px; height: 200px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Cannabis lindert Schmerzen
Eine neue Studie, die von Forschern der McGill-Universität in Montreal durchgeführt wurde, zeigte, dass Cannabis gut gegen chronische Schmerzen hilft, ohne viele negative Nebenwirkungen auszulösen. Die Wissenschaftler begleiteten insgesamt 431 Patienten mit chronischen Schmerzen über ein Jahr lang. Die eine Hälfte von ihnen nahm medizinisches Cannabis zu sich, die andere Hälfte nicht. Von den Forschern wurden Nebenwirkungen sowie Auswirkungen auf die Lungen und das Gehirn untersucht. Vor Beginn der Untersuchung hatte keiner der Studienteilnehmer natürliches Cannabis zur Schmerzlinderung konsumiert.

Cannabis eignet sich sehr gut als Schmerzmittel. Nebenwirkungen sind so gut wie keine vorhanden. Bild: William Casey - fotolia
Cannabis eignet sich sehr gut als Schmerzmittel. Nebenwirkungen sind so gut wie keine vorhanden. Bild: William Casey – fotolia

Verbesserte Lebensqualität
Die Resultate der Studie wurden nun im Fachmagazin „Journal of Pain“ veröffentlicht. Den Wissenschaftlern zufolge zeigte sich bei den Cannabis-Konsumenten verglichen mit der Kontrollgruppe keine Zunahme von schwerwiegenden Nebenwirkungen. Auch Schäden am Gehirn wurden keine festgestellt. Dieses Ergebnis stelle einen Kontrast zu Studien dar, die in der Vergangenheit bei Kiffern Aufmerksamkeits- und Gedächtnisverlust festgestellt hatten. Verglichen mit der Kontrollgruppe hatten die Marihuana-Konsumenten weniger Schmerzen und eine verbesserte Lebensqualität.

Forscher empfehlen 2,5 Gramm am Tag
Allerdings wurde in der Cannabis-Gruppe eine etwas größere Zahl von nicht gravierenden Nebenwirkungen festgestellt. Dazu gehörten unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Atemprobleme, die aber allesamt schwach bis moderat ausfielen. Die Raucher unter den Patienten hatten zudem leichte Einschränkungen der Lungenfunktion. Die Studienautoren schlussfolgerten, dass eine Dosis von 2,5 Gramm pro Tag für die Behandlung von chronischen Schmerzen im Rahmen eines „sorgfältig geführten Schmerzprogrammes“ als sicher angesehen werden kann. Sie hoffen nun auf weitere Studien von längerer Dauer und mit mehr Teilnehmern.

Cannabis auf Rezept in Deutschland
In den vergangenen Jahren gab es schon mehrere Studien, die Marihuana eine positive Auswirkung auf die Gesundheit bescheinigten. So ist die Wirksamkeit nicht nur bei der Schmerztherapie sondern beispielsweise auch bei Multipler Sklerose (MS) nachgewiesen worden. Vor kurzem berichteten Forscher, dass Cannabis die Heilung von Knochen fördert. In zahlreichen Ländern der Welt werden Cannabis oder seine Wirkstoffe teilweise schon seit Jahren arzneilich genutzt, auch in Deutschland. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte angekündigt, Schwerkranken bald die Möglichkeit für Haschisch auf Rezept zu ermöglichen. (ad)
Advertising .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 700px; height: 300px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Gefälschte Arzneien: Risiko vor allem bei Online-Bestellungen



Gefahr durch gefälschte Medikamente ist „riesengroß“
In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Fälle aufgedeckt, bei denen Kriminelle Riesengewinne durch gefälschte Medikamente machten. Die Gefahr, ein falsch dosiertes, wirkungsloses oder gefährliches Mittel zu erhalten, ist vor allem groß, wenn man Arzneien im Netz bestellt. Experten warnen, dass man dadurch seine Gesundheit gefährden kann.  .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 400px; height: 200px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Lukratives Geschäft und enormes Gesundheitsrisiko
Immer wieder wird über die Gefahr durch gefälschte Medikamente berichtet. Selbst manche Generika-Studien wurden schon gefälscht. In der Folge mussten vor kurzem zahlreiche Nachahmer-Medikamente in Deutschland vom Markt genommen werden. Egal, ob es sich um Ampullen für Krebspatienten mit manipuliertem Inhalt, Pillen ohne ausreichenden Wirkstoff oder verunreinigtes Pulver handelt: Für Kriminelle ist es ein lukratives Geschäft ist, für Verbraucher und Patienten jedoch ein enormes Gesundheitsrisiko. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, wird der Handel mit illegalen Arzneimitteln nach Apothekerangaben zum wachsenden Problem.

Gefälschte Medikamente aus dem Internet sind ein großes Geschäft auf Kosten der Patienten. Bild: Gina Sanders - fotolia
Gefälschte Medikamente aus dem Internet sind ein großes Geschäft auf Kosten der Patienten. Bild: Gina Sanders – fotolia

Experten beklagen, dass alles gestreckt und gefälscht werde, was Profit verspricht. Also insbesondere Lifestyle-Medikamente wie zum Beispiel Schlankheits-, Haarwuchs oder Potenzmittel, aber auch hochpreisige Arzneien gegen Krebs, Herzkrankheiten, Hepatitis oder Diabetes. Derzeit befasst sich auch ein internationaler Apotheker-Kongress mit 3.000 Teilnehmern aus 100 Ländern mit dem Problem.

Zehn Tote durch gefälschte Blutverdünner
Der Internetversand, der grenzüberschreitend-global funktioniert, ist das Haupteinfallstor für gefälschte Medikamente. „Deshalb ist auch der Kampf gegen Arzneimittelfälschungen eine internationale Aufgabe“, sagte Friedemann Schmidt, Präsident der gastgebenden Bundesvereinigung Deutscher Apotheker (ABDA) gegenüber der dpa. „Das Problem ist, dass die Fälschungen immer besser werden und immer schlechter zu erkennen sind.“ Manchmal enthalten Fälschungen keinen oder zu wenig Wirkstoff, dann bleibt die Erkrankung ganz oder unzureichend behandelt. Andere Mittel hingegen enthalten schädliche Substanzen. Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, Experte für pharmazeutische Chemie, meinte, man müsse zwischen der legalen Verteilerkette mit pharmazeutischem Großhandel und Apotheken und den illegalen Anbietern dubioser Internet-Quellen unterscheiden.

„Sollte beispielsweise ein gefälschtes Arzneimittel zur Krebsbehandlung von einer Apotheke an eine Klinik abgegeben werden, das tatsächlich keinen Wirkstoff enthält, wäre das natürlich eine Katastrophe“, so der Experte. „Die Krebserkrankung könnte sich weiter entfalten. In den USA sind solche Dinge auch schon passiert.“ Dort seien infolge von gefälschtem Heparin – das nach einigen Operationen Thrombosen oder Embolien verhindern soll – mindestens zehn Menschen gestorben, berichtete Schubert-Zsilavecz. Hierzulande sei ihm kein Fall bekannt, in dem ein Patient durch ein gefälschtes Mittel aus der legalen Verteilerkette ernsten Schaden genommen hätte. Er rät: „Der Patient sollte sich auf die bewährten Strukturen verlassen: Der Arzt verordnet, der Apotheker gibt ab.“ Wenn man online auf eigen Faust bestelle, sei die Gefahr, Opfer Krimineller zu werden und gesundheitlichen Schaden zu nehmen, „riesengroß“.

Fälschungen auch in der Apotheke
ABDA-Präsident Schmidt erläuterte: „Wir beobachten, dass immer öfter versucht wird, gefälschte Arzneimittel in die legale Vertriebskette einzuschleusen“. So hatten es etwa einige Fälschungen des Magenmittels Omeprazol in Großhandel und Apotheken geschafft. Auch der Zoll stößt öfter auf gefälschte Medikamente. „Die Einnahme dieser Arzneimittel kann eine Gefahr für Leib und Leben bedeuten“, heißt es vom Bundeskriminalamt. Erst vor wenigen Tagen waren in Nordrhein-Westfalen rund 3,5 Millionen Tabletten aus Indien – gefälschtes Viagra und gefährliche Schlaftabletten – sichergestellt worden. Und im April war zunächst gewarnt worden, dass ein gefälschtes Krebsarzneimittel (Herceptin) im Umlauf ist und kurze Zeit darauf wurde eine Rückrufaktion für das gefälschte Medikament Remicade gestartet. Beide Fälle waren auf Betrügereien in Italien zurückzuführen.

„Vertriebswege und Arzneimittelverpackungen sicherer machen“
Vermeintliche Diskretion und Preisvorteile im Internet sind aber offenbar für viele Verbraucher wichtige Kaufargumente. Durch die Anonymität im Netz, schwer durchschaubare Lieferwege und längere Vertriebsketten werde den Fälschern ihr Handwerk erleichtert. „Wir sehen mit Sorge, dass Arzneimittelfälschungen aufgrund der Preisstrukturen in Europa ein lukratives Geschäft für kriminelle Organisationen geworden sind“, erklärte Professor Karl Broich, Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. „Wir müssen Vertriebswege und Arzneimittelverpackungen sicherer machen, um Fälschungen zu erschweren.“

Laut Experten bietet eine seriöse Versandapotheke Medikamente nur gegen Rezept an. Zudem können die, die eine Arznei online bestellen wollen, über das Register Dimdi ( www.dimdi.de) prüfen, ob der Anbieter seriös und für den Internethandel zugelassen ist. Alle Länder der EU führen solche Listen. ABDA-Chef Schmidt verwies außerdem auf das Projekt securPharm: Demnach sollen alle Medikamentenpackungen einen fälschungssicheren Barcode erhalten. „Wenn das implementiert ist, können wir jede einzelne Arzneimittelpackung über eine individuelle Kennung von der Herstellung bis zur Abgabe verfolgen.“ (ad)
Advertising .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 700px; height: 300px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Krebs-Forscher: Längere Aspirin-Einnahme verdoppelte Überlebensrate bei Darmkrebs



Darmkrebs: Aspirin verdoppelt Überlebensrate
Durch die regelmäßige Einnahme einer niedrigen Dosis Aspirin kann die durchschnittliche Überlebensrate bei Darmkrebs deutlich gesteigert werden. Dies ergab eine Studie niederländischer Forscher, die nun auf dem Europäischen Krebskongress vorgestellt wurde. Der Wirkstoff könnte künftig zur begleitenden Therapie gehören.
.hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 400px; height: 200px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Früherkennung von Darmkrebs kann Leben retten
Allein in Deutschland sterben jährlich rund 26.000 Menschen an Darmkrebs. Wenn dieser Krebs früh erkannt wird, kann er geheilt werden. Die Darmkrebs-Früherkennung kann Leben retten, doch trotzdem wird diese Vorsorgemöglichkeit zu selten wahrgenommen. Nach der Diagnose sind meist – wie auch bei anderen Krebserkrankungen – Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung die Folge. Doch zur Therapie kann offenbar auch ein weit verbreitetes Medikament beitragen: Aspirin. Dies berichteten nun Forscher aus den Niederlanden.

Aspirin erhöht die Überlebensdauer bei Darmkrebs-Patienten. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)
Aspirin erhöht die Überlebensrate bei Darmkrebs-Patienten. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)

Regelmäßige Einnahme einer niedrigen Aspirin-Dosis
Demnach kann die regelmäßige Einnahme einer niedrigen Dosis an Aspirin (Acetylsalicylsäure/ASS) nach der Diagnose eines Karzinoms des Magen-Darmtraktes die Fünf-Jahres-Überlebensrate beinahe verdoppeln. Das hat eine niederländische Studie mit knapp 14.000 Patienten ergeben. Die Ergebnisse wurden vor kurzem beim Europäischen Krebskongress in Wien vorgestellt. Martine Frouws von der Universität Leiden erklärte laut einer Meldung der Nachrichtenagentur APA: „Aspirin kam 1897 als Schmerzmittel auf den Markt. In den 1980er-Jahren stellten sich in Studien die Infarkt- und Schlaganfall verhütenden Effekte. In der Folge bemerkte man in diesen wissenschaftlichen Arbeiten auch die Schutzwirkung bei Krebs. Bei Dickdarmkrebs ist sie bereits belegt.“ Die Wissenschaftler untersuchten nun den Effekt bei allen Karzinomen des Magen-Darm-Trakts.

ASS zur Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall
Für die Untersuchung wurden die Daten von 13.715 Patienten ausgewertet, die in den Niederlanden zwischen 1998 und 2011 die Diagnose einer entsprechenden Erkrankung erhalten hatten. „Wir verknüpften dann die Arzneimittelverordnungen mit den Daten zum Krankheitsverlauf“, erläuterte die Studienautorin. Es ging dabei um die Verwendung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (80 bis hundert Milligramm täglich), wie sie unter anderem auch zur Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall von Ärzten verschrieben werden. 30,5 Prozent der Patienten hatten bereits vor der Krebsdiagnose ASS-Mittel eingenommen, 8,3 Prozent starteten danach, während 61,1 Prozent kein Aspirin einnahmen. Wie die Forscher mitteilten, betrafen die häufigsten Diagnosen den Dickdarm (42,8 Prozent), den Enddarm (25,4 Prozent) und die Speiseröhre (10,2 Prozent). Patienten, die bereits vor der Diagnose Aspirin einnahmen, wurden bei den Zahlen nicht weiter berücksichtigt, da es ausschließlich um den schützenden Effekt nach der Feststellung der Krankheit ging. Die durchschnittliche Beobachtungszeit betrug 48,6 Monate.

ASS zur begleitenden Routinetherapie
Die Ergebnisse wurden als „frappant“ bezeichnet. „Karzinompatienten, die nach der Diagnose mit der Einnahme von Aspirin begonnen hatten, wiesen eine Fünf-Jahres-Überlebensrate von 75 Prozent auf.“ Ohne Verwendung von Aspirin betrug die Fünf-Jahres-Überlebensrate der Patienten mit entsprechenden Erkrankungen 42 Prozent, erklärte die Wissenschaftlerin. Zwar deuten die Ergebnisse auf eine starke Wirkung der Acetylsalicylsäure bei solchen Kranken hin, doch für den endgültigen wissenschaftlichen Beweis reichen sie nicht aus. Allerdings wurde in den Niederlanden mittlerweile eine weitere „Studie gestartet, bei der Kranke mit Dickdarm- oder Enddarmkarzinomen per Zufall einer Gruppe mit oder Einnahme von ASS zugeteilt werden“, sagte Frouws. Damit wird man bald endgültig wissen, ob ASS in Zukunft bei diesen Krebspatienten zur begleitenden Routinetherapie gehören sollte.

Schützender Effekt von ASS belegt
In den vergangenen Jahren wurde ein möglicherweise geringeres Krebsrisiko durch Aspirin an zahlreichen Einrichtungen weltweit erforscht. Dabei wurde unter anderem ein primär schützender Effekt von ASS vor dem Erstauftreten von Darmkrebs belegt. Dies wurde vor allem auf die antientzündliche Wirkung des Stoffs zurückgeführt. Auch David Agus, Professor an der University of Southern California (USC) in Los Angeles und Verfasser zahlreicher Bücher, führte dies Wirkung in der Vergangenheit an. Seiner Meinung nach soll Aspirin vor Krebs schützen, wenn es regelmäßig niedrig dosiert und zusammen mit einem Cholesterinhemmer eingenommen wird. Diese Empfehlung stieß jedoch auf sehr viel Kritik und von einer flächendeckenden Prävention mit solchen Medikamenten wurde dringend abgeraten.

Positive Effekte durch gerinnungshemmende Wirkung
Da es sich bei den niederländischen Studienteilnehmern um Menschen gehandelt hat, die das Mittel zur Verhinderung von Herz-Kreislauf-Zwischenfällen bekommen hatten, muss bei ihnen ein anderer Wirkungsmechanismus vorliegen. Die Wissenschaftler glauben, dass die positive Wirkung von Aspirin bei Krebs durch seine gerinnungshemmende Wirkung beruht, auf dem sogenannten Anti-Plättchen-Effekt. Blutplättchen haben die Funktion eine Blutung durch Zusammenklumpen und Verstopfen des Gefäßes zu stoppen. Es wird angenommen, dass zirkulierende Tumorzellen sich durch sie umgebende Plättchen vor der Immunabwehr verstecken. Durch Aspirin wird die Plättchenfunktion gehemmt und damit auch der Schutz der Tumorzellen vor der Entdeckung durch das Immunsystem zerstört. (ad)
Advertising .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 700px; height: 300px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Rauchende Großmütter können Schuld am Asthma ihrer Enkel sein



Studie belegt Vorfahren können durch ungesunde Lebensumstände spätere Generationen beeinflussen
Es gibt Hinweise für einen Zusammenhang zwischen Asthma und Rauchen in früheren Generationen. Asthma ist eine der am häufigsten verbreiteten Erkrankungen im Kindesalter. Beim European Respiratory Society International Congress 2015 in Amsterdam wurde durch Forschungsergebnisse belegt, dass Vorfahren schuld an Asthmaerkrankungen ihrer Enkel sind.
.hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 400px; height: 200px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Asthma ist eine Krankheit, die unsere Lungen betrifft. Sie zählt zu den am häufigsten vorkommenden Langzeiterkrankungen bei Kindern. Auch Erwachsene können Asthma bekommen. Betroffene leiden meist unter Atemnot und einem Engegefühl in der Brust. Erkrankte klagen über Husten in der Nacht oder am frühen Morgen. „Wer an Asthma erkrankt ist, hat dies sein ganzes Leben lang“, erklärten Forscher des Centers for Desease Control and Prevention. Allerdings treten heftige Asthma-Attacken nur auf, wenn irgendetwas die Lungen reizt. In den meisten Fällen ist nicht genau bekannt was Asthma verursacht. Leider ist auch noch nicht bekannt, wie die Lungenerkrankung zu heilen ist.

Asthma kann über Generationen ausgelöst werden. Bild: Andrey Popov - fotolia
Asthma kann über Generationen ausgelöst werden. Bild: Andrey Popov – fotolia

Acht Prozent Erwachsene und 9,3 Prozent der Kinder in den USA haben Asthma
Nach Angaben des Centers for Desease Control and Prevention (CDC) sind acht Prozent der Erwachsenen und 9,3 Prozent der Kinder in den USA von der Krankheit betroffen. Diese Rate hat in den letzten 50 Jahren stark zugenommen. Es wurde vermutet, dass Umwelteinflüsse hierfür verantwortlich sind. In letzter Zeit begannen Forscher aber die Ursache auch bei früheren Generationen zu suchen. Nun gibt es zunehmende Beweise, dass Großmütter schuld sein könnten.

Asthma Risiko für Enkel steigt enorm wenn schwangere Großmütter geraucht haben
Eine aktuelle Studie aus Schweden, untersuchte Risiken in der gesamten Bevölkerung. Diese bezieht auch Beweise mit ein, die direkt von Großmüttern stammen. Die verwendeten Daten wurden zu der Zeit erhoben, als die Großmütter schwanger waren. Das Ergebnis war erstaunlich. Demnach erhöhte sich das Asthma Risiko um zehn bis 22 Prozent, wenn die Großmutter geraucht hatte. Laut „Medical News Today“ wurden zu diesem Zweck 44.853 Großmütter befragt. Die Studie bezieht sich auf gesammelte Daten aus den Jahren 1982 bis 1986. Besonders Tabakkonsum wurde während dieser Zeit genau erfasst. Die Verwendung von Asthma-Medikamenten wurde bei 66.271 Enkeln festgestellt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Kinder ein erhöhtes Asthma-Risiko von zehn bis 22 Prozent hatten, wenn deren Großmütter während ihrer Schwangerschaft rauchten. Unabhängig davon, ob die Mütter der Kinder rauchten, oder nicht.

Schädliches Verhalten in der Gegenwart kann zukünftige Nachfahren beeinflussen
Umweltfaktoren wie Tabak können die Aktivität von Genen beeinflussen. Dieser Prozess ist als epigenetische Modifikation bekannt. Es wird immer deutlicher, dass Änderungen an nachfolgende Generationen weitergegeben werden können. Außerdem ist es möglich, dass Generationen übersprungen werden und gesundheitliche Probleme erst später auftauchen. Besonders Tabakkonsum scheint noch Generationen später Asthma-Erkrankungen auslösen zu können.

Dr. Caroline Lodge, einer der Autoren der Studie, erklärte, dass „Rauchen in früheren Generationen das Risiko von Asthma in nachfolgenden Generationen beeinflusst“. Diese Erkenntnis „könnte auch wichtig für die Übertragung andere Erkrankungen sein“, fügte die Forscherin hinzu. Um die Asthma-Epidemie zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, wie schädliches Verhalten in der Gegenwart zukünftige Generationen beeinflussen kann. Die Medizinerin forderte Forscher dazu auf, bei einer Beurteilung des Asthma-Risikos nicht nur genetische Veranlagung einzubeziehen. Lodge gab zu bedenken, dass es möglicherweise eine erbliches, nicht-genetisches Risiko, durch eine vorherige Generation geben könnte. (as)
Advertising .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 700px; height: 300px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

So gut wie keine Nebenwirkungen: Cannabis ein sicheres Schmerzmedikament



Neue Studie: Cannabis bringt Schmerzlinderung und hat kaum Nebenwirkungen
Cannabis wird von vielen Menschen weltweit nicht nur als berauschendes Mittel, sondern auch zu medizinischen Zwecken konsumiert. So nutzen manche Marihuana gegen Übelkeit oder Appetitlosigkeit. Auch Schmerzpatienten greifen oft zu der Droge. In einer Studie wurde nun – erneut – festgestellt, dass Cannabis bei diesen Patienten Linderung bringt und wenig Nebenwirkungen hat.
.hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 400px; height: 200px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Cannabis lindert Schmerzen
Eine neue Studie, die von Forschern der McGill-Universität in Montreal durchgeführt wurde, zeigte, dass Cannabis gut gegen chronische Schmerzen hilft, ohne viele negative Nebenwirkungen auszulösen. Die Wissenschaftler begleiteten insgesamt 431 Patienten mit chronischen Schmerzen über ein Jahr lang. Die eine Hälfte von ihnen nahm medizinisches Cannabis zu sich, die andere Hälfte nicht. Von den Forschern wurden Nebenwirkungen sowie Auswirkungen auf die Lungen und das Gehirn untersucht. Vor Beginn der Untersuchung hatte keiner der Studienteilnehmer natürliches Cannabis zur Schmerzlinderung konsumiert.

Cannabis eignet sich sehr gut als Schmerzmittel. Nebenwirkungen sind so gut wie keine vorhanden. Bild: William Casey - fotolia
Cannabis eignet sich sehr gut als Schmerzmittel. Nebenwirkungen sind so gut wie keine vorhanden. Bild: William Casey – fotolia

Verbesserte Lebensqualität
Die Resultate der Studie wurden nun im Fachmagazin „Journal of Pain“ veröffentlicht. Den Wissenschaftlern zufolge zeigte sich bei den Cannabis-Konsumenten verglichen mit der Kontrollgruppe keine Zunahme von schwerwiegenden Nebenwirkungen. Auch Schäden am Gehirn wurden keine festgestellt. Dieses Ergebnis stelle einen Kontrast zu Studien dar, die in der Vergangenheit bei Kiffern Aufmerksamkeits- und Gedächtnisverlust festgestellt hatten. Verglichen mit der Kontrollgruppe hatten die Marihuana-Konsumenten weniger Schmerzen und eine verbesserte Lebensqualität.

Forscher empfehlen 2,5 Gramm am Tag
Allerdings wurde in der Cannabis-Gruppe eine etwas größere Zahl von nicht gravierenden Nebenwirkungen festgestellt. Dazu gehörten unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Atemprobleme, die aber allesamt schwach bis moderat ausfielen. Die Raucher unter den Patienten hatten zudem leichte Einschränkungen der Lungenfunktion. Die Studienautoren schlussfolgerten, dass eine Dosis von 2,5 Gramm pro Tag für die Behandlung von chronischen Schmerzen im Rahmen eines „sorgfältig geführten Schmerzprogrammes“ als sicher angesehen werden kann. Sie hoffen nun auf weitere Studien von längerer Dauer und mit mehr Teilnehmern.

Cannabis auf Rezept in Deutschland
In den vergangenen Jahren gab es schon mehrere Studien, die Marihuana eine positive Auswirkung auf die Gesundheit bescheinigten. So ist die Wirksamkeit nicht nur bei der Schmerztherapie sondern beispielsweise auch bei Multipler Sklerose (MS) nachgewiesen worden. Vor kurzem berichteten Forscher, dass Cannabis die Heilung von Knochen fördert. In zahlreichen Ländern der Welt werden Cannabis oder seine Wirkstoffe teilweise schon seit Jahren arzneilich genutzt, auch in Deutschland. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte angekündigt, Schwerkranken bald die Möglichkeit für Haschisch auf Rezept zu ermöglichen. (ad)
Advertising .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 700px; height: 300px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();