Mehr Leistung: Kaffee erhöht die Ausdauer beim Sport



Kaffee führt zu einer Leistungssteigerung beim Sport
Immer wieder ist zu hören, dass Kaffee positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben soll. Jetzt gibt es eine weitere Studie, die uns mehr Gründe gibt, auch in in Zukunft weiter Kaffee zu trinken. Amerikanische Wissenschaftler stellten fest, das Kaffee unsere Ausdauer während verschiedener Trainingseinheiten erhöht.
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Vor einigen Jahrzehnten wurde Kaffee noch nachgesagt, dass er die Gesundheit nachhaltig schädige. Aber immer mehr Untersuchungen haben in den letzten Jahren haben erwiesen, dass Kaffee durchaus positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Amerikanische Forscher von der „University of Georgia“ konnten nun in einer aktuellen Studie nachweisen, dass Kaffee beispielsweise unsere Ausdauer beim Joggen erhöht. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen veröffentlichten die Wissenschaftler in dem Fachjournal „International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism“ (IJSNEM).

Kaffee erhöht beim Sport die Ausdauer. (Bild: Maurizio Re/fotolia.com)
Kaffee erhöht beim Sport die Ausdauer. (Bild: Maurizio Re/fotolia.com)

Kaffee so wirksam wie reines Koffein?
Die amerikanischen Forscher prüften, ob Kaffee positive Auswirkungen auf unsere Ausdauer haben kann. Es gebe zwar eine Fülle von Untersuchungen über reines Koffein, aber dennoch bestehe ein Mangel an qualitativ hochwertiger Forschung, die Kaffee als Koffein-Quelle untersucht, erläuterte Studienautor Simon Higgins. Lange Zeit wurde vermutet, dass Kaffee nicht die gleichen Vorteile bringen würde, wie reines Koffein. Aber die Ergebnisse der neuen Studie könnten jetzt zur Folge haben, dass Athleten ihre Koffein-Pille gegen eine Tasse Kaffee austauschen.

Probanden tranken Kaffee und fuhren danach Rad oder joggten
Im Rahmen ihrer Untersuchung analysierten die Wissenschaftler von der „University of Georgia“ neun ältere Studien, die mögliche Auswirkungen von normalem Kaffee überprüften. Die Menge an Koffein in einer Tasse Kaffee variiert zischen 75 mg und 150 mg abhängig von der Kaffeesorte und der Zubereitung. Die amerikanischen Mediziner untersuchten, wie sich Kaffee auf unsere sportliche Ausdauer auswirkt. Aus diesem Grund tranken die Probanden in der Untersuchung Kaffee und fuhren danach Rad oder joggten.

Ausdauerleistung durch Kaffee um 24 Prozent erhöht
Die Ergebnisse waren eindeutig: Durch das Training zeigten die Kaffeetrinker eine erhöhte Verbesserung ihrer Kondition. Es konnte festgestellt werden, dass Kaffee unsere Ausdauerleistung um durchschnittlich 24 Prozent erhöht, erklärte Higgins. Außerdem trägt Kaffee dazu bei, dass die wahrgenommene Anstrengung für die Sportler reduziert wird. Es seien aber noch mehr Untersuchungen nötig, bevor die Mediziner den Athleten offiziell empfehlen könnten, Kaffee zur Verbesserung ihrer sportlichen Ausdauer einzusetzen. Kaffee sei nicht gleich Kaffee. Die Menge an Koffein sei sehr unterschiedlich, abhängig von der Sorte und der Zubereitung, fügten die Mediziner in ihrer Studie hinzu. (as)
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Diät: Abnehmen nach den Festtagen ohne einen Jojo-Effekt



Ernährungsexpertin erläutert den richtigen Weg zum Abbau der Festtagsfettpolster
Nach den üppigen Mahlzeiten über Weihnachten haben viele Menschen Körpergewicht zugelegt und hoffen nun, die überschüssigen Pfunde schnell wieder abzubauen. Die Ernährungsexpertin der DAK-Gesundheit, Silke Willms, erläutert, wie das Abnehmen nach Weihnachten ohne Jojo-Effekt funktioniert. Die vielfach durchgeführten Blitzdiäten, bei denen durch eine kurzfristige Ernährungsumstellung das Körpergewicht deutlich reduziert werden soll, sind laut Willms jedoch der falsche Weg.
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Die Folgen der zügellosen Festtagsschlemmerei sind oftmals unmittelbar am eigenen Körper feststellbar. Zusätzliche Fettpolster an Hüfte, Bauch, Beinen und Po bilden unliebsame Andenken an die Weihnachtstage. Um diese erfolgreich wieder loszuwerden, sollte der erste Schritt nach den Weihnachtsfeiertagen heißen: „Schluss mit der Völlerei! Obst und Gemüse statt Weihnachtsgans und Zimtsternen, Bewegung und Sport statt gemütlicher Glühweinabende auf dem Sofa“, so die Mitteilung der DAK-Gesundheit. Welche weiteren Maßnahmen für eine erfolgreiche, dauerhafte Reduzierung des Körpergewichts noch erforderlich sind, erläutert die Ernährungsexpertin Silke Willms.

Nach den Festtagen zeigen sich bei vielen Menschen vermehrte Fettpolster, die sie gerne wieder loswerden möchten. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)
Nach den Festtagen zeigen sich bei vielen Menschen vermehrte Fettpolster, die sie gerne wieder loswerden möchten. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)

Blitzdiäten sind der falsche Weg
„Abnehmen nach Weihnachten kann nur, wer dauerhaft seinem Körper weniger Kalorien zuführt als er verbrennt“, betont die DAK-Ernährungsexpertin. Blitzdiäten, wie sie oftmals nach den Festtagen umgesetzt werden, seien der falsche Weg und würden meist einen Jojo-Effekt nach sich ziehen. Denn anstatt wie gewünscht Fettgewebe zu reduzieren, entstehe „der Gewichtsverlust auf der Waage nur durch Wasserverlust oder den Abbau von Muskeleiweiß“, so Willms weiter. Zudem werde das lästige Fett durch die rasch reduzierte Essenszufuhr als Energiereserve für schlechte Zeiten aufgespart, erläutert die Expertin. Sie rät, statt der drastischen Reduzierung der Nahrungsaufnahme eine Umstellung der Ernährung anzugehen.

Essen und trinken, ohne dabei zu viele Kalorien aufzunehmen, sei der Weg zum Erfolg. Hier sollten zum Beispiel zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke nach und nach vom Speiseplan gestrichen werden, allerdings nicht von einem Tag auf den anderen, empfiehlt Willms. Ein allmählicher Austausch gegen Lebensmittel, die langsamer verdaut werden und nicht so schnell im Blut und Fettgewebe landen, sei angebracht. Gut geeignet seien zum Beispiel Kartoffeln, Vollkornbrot und Gemüse. „Wer Süßes braucht, kann auf ein Brot mit Quark und Marmelade oder Honig zurückgreifen“, empfiehlt Silke Willms.

Frühstücken, selber Kochen und auf gesunde Snacks umsteigen
Die Expertin rät des Weiteren: „Frühstücken bitte: Wer morgens frühstückt, beugt Hungerattacken vor.“ Zum Frühstück seien Vollkornbrot, Müsli oder Äpfel gut geeignet, da der Zucker aus diesen Lebensmitteln nur langsam ins Blut überführt werde und diese daher lange satt halte. Bei den festen Mahlzeiten sei selber kochen angebracht, da einem auf diese Weise bewusst werde, was tatsächlich in dem Essen steckt. Zucker- und Fettfallen lassen sich so vermeiden. Manchmal muss es allerdings schnell gehen, doch statt Fast-Food vom Imbiss seien hier zum Beispiel ein Käsebrot mit Apfel oder Möhre empfehlenswert. Auch Müsli oder Naturjoghurt mit Apfel oder Birne eignet sich laut Aussage der Expertin gut für einen schnellen Snack zwischendurch. Eine gesunde Ernährung unterstützt das Abnehmen nach Weihnachten, betont die DAK-Ernährungsexpertin.

Ein bis zwei Fastentage die Woche erlaubt
Bei Abbau der überschüssigen Fettpolster sind laut Aussage der Expertin auch einen bis zwei Fastentage pro Woche erlaubt, an denen nur Gemüse oder Gemüsesuppe verzehrt wird. Ebenso könne zwischendurch ein Fastentag eingelegt werden, „an dem morgens ein Frühstück auf dem Speiseplan steht und früh abends eine warme Mahlzeit.“ In der Zwischenzeit gebe es Frucht- und Saftschorlen, Tee oder Wasser zu trinken. Essenspausen innerhalb des Tagesverlauf sind der Expertin zufolge ebenfalls hilfreich. „Auch an normalen Essenstagen sollten Sie Ihrem Stoffwechsel eine Pause gönnen“, betont Willms. Nach dem Frühstück sei daher eine möglichst lange Zeit ohne Essen vorzusehen und nicht beim ersten Hungergefühl gleich einen Snack einzunehmen. „Erst, wenn der Hunger nicht mehr zu ignorieren ist, sollte das Mittagessen folgen“, so Wlims weiter. Dies kurbele den Stoffwechsel an und schütze gleichzeitig vor Diabetes Typ 2.

Ernährungstagebuch oft hilfreich
Auch ohne üppige Schlemmerei sollten die Mahlzeiten in Geselligkeit am Familientisch eingenommen werden, da solche regelmäßigen Mahlzeiten Ruhe und Ordnung in den Alltag nach den Feiertagen bringen, erklärt Willms. Zudem können die festen Mahlzeiten im Familienkreis laut Aussage der Expertin gleichzeitig das Vorhaben der Gewichtsreduzierung unterstützen. Denn so lässt sich leicht festhalten, was tatsächlich aufgenommen wird. „Ein Ernährungsprotokoll kann Ihnen zusätzlich helfen abzunehmen, wenn Sie alles, aber wirklich alles aufschreiben, was Sie essen“, betont Willms. Hierbei sollte auch notiert werden, wo, mit wem und in welcher Stimmungslage das Essen verzehrt wurde, berichtet die Expertin. Laut Willms beobachten sich die Abnehmwilligen auf diese Weise selbst, erkennen gute und schlechte Gewohnheiten und können entsprechend handeln. Das Ernährungstagebuch lasse sich auch per App auf dem Smartphone führen. In dieser werde eingegeben, was gegessen und getrunken wurde – und die Kalorien werden automatisch addiert.

Realistische Ziele setzen
Der DAK-Expertin zufolge eilen viel Abnehmwillige nach den Festtagen „überstürzt und mit viel zu hochgesteckten Zielen ins Fitness-Studio.“ Hier sei es realistischer, sich im Alltag mehr und bewusster zu bewegen. Ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft, aber auch, das Auto mal stehenzulassen und kleine Besorgungen zu Fuß zu erledigen, seien gute Ansätze. „Lassen Sie auch Rolltreppen und Fahrstühle links liegen und laufen Sie die Treppen hoch“, rät Willms weiter. Ein Schrittzähler könne zusätzlich motivieren. Dieser zeigt, wie viel Schritte gelaufen wurden, und die Betroffenen sollten sich dabei regelmäßig neue Ziele setzen beziehungsweise ihre Schrittzahlen nach und nach erhöhen, betont die Expertin. Grundsätzlich sollten die Abnehmwilligen jedoch bedenken, dass die überschüssigen Pfunde „nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten“ aufgebaut werden, mahnt die DAK-Ernährungsexpertin. (fp)
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Kalkschulter: Schon minimale Bewegungen können höllisch Schmerzen bereiten



Wie tausende Stromschläge: Kalkschulter führt zu unerträglichen Schmerzen
Beschwerden in der Schulter, wie etwa Schulterstechen sind wahrhaft unangenehm. Doch wer einmal eine Kalkschulter hatte, weiß von wahrhaft unerträglichen Schmerzen zu berichten. Selbst kleinste Bewegungen können dann höllisch wehtun. Betroffenen kann mit Medikamenten und Physiotherapie geholfen werden.
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Beschwerden können sehr lange andauern
Beschwerden in der Schulter können nicht nur sehr schmerzhaft, sondern unter Umständen auch sehr langwierig sein. Eine „eingefrorene Schulter“ beispielsweise heilt zwar oft von alleine, kann sich aber auch über viele Jahre hinziehen. Auch bei der sogenannten Kalkschulter (auch Tendinosis calcarea oder Tendinitis calcarea genannt) können die Beschwerden sehr lange andauern. Die Schmerzen, die dabei auftreten können, sind für die Betroffenen oft kaum auszuhalten. Ihnen kann jedoch geholfen werden. In einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa wird über die Erkrankung, die oft Frauen in mittleren Jahren trifft, berichtet.

Schmerzen durch eine sogenannte Kalkschulter. Bild: underdogstudios - fotolia
Schmerzen durch eine sogenannte Kalkschulter. Bild: underdogstudios – fotolia

Wie ein Messerstich in die Schulter
Eine Betroffene, Sabine Hübsch, berichtet in der Agenturmeldung über ihre Erlebnisse: Als sie vor dem Fernseher sitzt und ihren Feierabend genießen will, hat sie plötzlich ein Gefühl, als steche ihr jemand mit einem Messer in die Schulter. Oder als bekomme sie mit einem Elektroschocker tausende Stromschläge. „Jedenfalls hat es sich wie eine Kombination aus beidem angefühlt“, erinnert sie sich. „Mit einem leicht hämmernden, ziehenden Schmerz fing es an. Innerhalb weniger Minuten wurde er stärker und stärker.“ Damit war es nicht vorbei, auch an den folgenden Tagen kam der Schmerz wieder. „In immer kürzeren Abständen, bis ich es nicht mehr aushielt.“ Als Hübsch schließlich zum Orthopäden ging und geröntgt wurde, stellte sich heraus: Ursache für die Schmerzen war eine Kalkschulter.

Schmerzen bei Über-Kopf-Bewegungen
„Bei einer Kalkschulter ist nicht das Schultergelenk selbst betroffen, sondern es kommt zu Kalkeinlagerungen in den umgebenden Schultersehnen“, erklärte Prof. Klaus Fritsch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aus Bayreuth gegenüber der dpa. Die Kalkdepots befinden sich oft in der sogenannten Rotatorenmanschette. „Die Sehnen dieses Muskelkomplexes haben zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf nur begrenzten Platz. Die Kalkeinlagerungen reizen und verdicken die Sehnen, so dass es in diesem Raum noch enger wird.“ Solche und andere Schulterschmerzen treten oft in der Nacht auf. Zudem klagen Betroffene bei Über-Kopf-Bewegungen wie Gardinen aufhängen oder Glühbirnen einschrauben häufig über Schmerzen, die flächig bis zum Oberarm und oft bis zum Ellbogen ausstrahlen. Schmerzen beim Heben des Arms, die oft vom Schultergelenk ausstrahlen, können aber auch verschiedene andere Ursachen haben.

Ursache einer Kalkschulter ist weitgehend unbekannt
Eine Kalkschulter tritt in der Regel zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf. Die Ursachen sind bislang weitgehend unbekannt. „Es wird zwar vermutet, dass eine Mangeldurchblutung und damit ein Sauerstoffmangel in den Schultersehnen zu einer Umwandlung von Zellen führen, aber genau weiß man es nicht“, sagte Prof. Ulrich Brunner von der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie in Würzburg. Die Diagnose Kalkschulter ist häufig ein Zufallsbefund beim Röntgen. „Kalkdepots in den Schultersehnen müssen aber nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen und erfordern in diesen Fällen auch keine Therapie“, so Brunner. Selbst wenn bei einer Kalkschulter Beschwerden auftreten, machen sich diese oft über einen langen Zeitraum nur wenig bemerkbar. „Ganz plötzlich können aber auch massive Schmerzen auftreten, die bis zu zwei Wochen anhalten“, erklärte Fritsch. In solchen Fällen löst sich der Kalk von selbst auf, bricht dabei aus der Sehne heraus und dringt in den angrenzenden Schleimbeutel ein, was eine Schleimbeutelentzündung zur Folge hat.

„Wenn die Schmerzen so akut sind, besteht die Therapie in der Regel aus entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen oder Diclofenac“, erläuterte Fritsch. „Man sollte sie aber nicht länger als eine Woche ohne Arzt anwenden, da sie zum Beispiel die Magenschleimhaut, Leber und Niere sowie den Blutdruck und Herzkreislauf beeinträchtigen können.“ Falls solche Arzneien nicht helfen, kann der behandelnde Arzt auch stark wirksames Kortison in den Schleimbeutel spritzen.

Kalkschulter bleibt meist ein „einmaliges Erlebnis“
Neben Medikamenten kann für Betroffene eine Physiotherapie von Bedeutung sein. „Krankengymnastische Übungen können den Raum unter dem Schulterdach etwas erweitern und verringern damit den Druck auf die Sehnen, die durch den Kalk verbreitert sind“, erläuterte Prof. Sven Ostermeier von der Gelenk-Klinik Gundelfingen bei Freiburg im Breisgau. Eine weitere Möglichkeit sind physikalische Anwendungen, die die Durchblutung der Schultersehnen und den Abtransport des Kalkes durch die Gefäße anregen sollen. „Zum Beispiel, indem der Physiotherapeut ein Massagegerät auf die Schulter-Nacken-Muskulatur legt, das mechanische Vibrationen auf das tiefere Gewebe ausübt.“ Zudem können es Betroffene mit einer Stoßwellentherapie versuchen. Der Arzt richtet dabei energiereiche Ultraschallwellen gezielt auf die betroffene Schulter. „Durch einen abrupten Druckanstieg zertrümmern sie die Kalkdepots und fördern die Durchblutung, so dass die Kalkreste vom umgebenden Gewebe besser abgebaut und ausgeschieden werden können“, so Ostermeier.

Die Behandlungskosten werden jedoch von vielen gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Auch eine Operation, die Schulterarthroskopie, steht zur Verfügung. Bei dem Schlüsselloch-Verfahren können die Kalkdepots entfernt werden und unter Umständen auch der gereizte Schleimbeutel. „Das ist meist die letzte Option bei hartnäckigen Fällen, wenn alle anderen Therapien nicht das gewünschte Ergebnis gebracht haben“, so Ostermeier. Nach so einem Eingriff sollten Betroffene ihre Schulter etwa drei Wochen lang schonen und später mit Krankengymnastik beginnen. „Ist die Kalkschulter erst einmal ausgeheilt, kommt sie in der Regel nicht wieder und bleibt für die meisten Betroffenen ein einmaliges Ereignis.“ (ad)
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Ebola-Epidemie scheint überwunden: Tausende Waisenkinder auf Hilfe angewiesen



Herausforderungen nach dem Ende der Ebola-Epidemie
Die Ebola-Epidemie in Westafrika war für die betroffenen Länder eine Katastrophe mit Auswirkung auf das gesamte gesellschaftliche Leben. Mittlerweile scheint die Seuche jedoch in allen betroffenen Staaten wieder unter Kontrolle. Am Mittwoch erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ebola-Epidemie in Guinea offiziell für beendet. Sierra Leone hat diesen Schritt bereits hinter sich und Liberia wird voraussichtlich im Januar nachziehen. Weiterhin haben die Staaten allerdings mit den Folgen der Epidemie zu kämpfen. So sind beispielsweise tausende Waisenkinder auf Hilfe angewiesen, die Gesundheitssysteme müssen wiederaufgebaut werden und die Stigmatisierung der Überleben gilt es zu beheben.
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Laut Angaben der WHO wurde in Guinea seit 42 Tagen keine Person positiv auf Ebola getestet und die Ebola-Übertragung kann somit offiziell für beendet erklärt werden. Es folgt eine 90-tägige Phase erhöhter Überwachung, um sicherzustellen, dass mögliche neue Fälle sofort erkannt werden, bevor andere Menschen sich infizieren. Insgesamt waren im Zuge der Epidemie rund 28.600 Menschen an Ebolafieber erkrankt und mehr als 11.000 an den Folgen der Infektion verstorben. Tausende Kinder wurden zu Halb- oder Vollwaisen. Sie sind nun dringend auf Unterstützung angewiesen, mahnt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF).

22.000 Waisen durch die Epidemie
Zwar ist das offizielle Ende der Ebola-Epidemie in Guinea durchaus ein erfreulicher Anlass, doch „müssen wir daran erinnern, dass die Kinder besonders stark durch Ebola belastet wurden“, betont Dr. Mohamed Ag Ayoya, UNICEF-Vertreter in Guinea. „Über 22.000 Kinder in Guinea, Liberia und Sierra Leone verloren einen oder beide Elternteile. Sie sind traumatisiert und werden weiterhin in ihrer Nachbarschaft stigmatisiert“, so Ayoya weiter. Für diese Tausenden von Mädchen und Jungen sei das offizielle Ende der Epidemie nicht das Ende des Ausbruchs, denn sie werden ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen haben. Allein in Guinea hätten 6.220 Kinder einen oder beide Elternteile oder ihre primäre Bezugsperson verloren. Die Waisen benötigen laut Angaben von UNICEF dringend Hilfe, aber auch die Kinder, die eine Ebola-Infektion überlebten, seien auf Unterstützung angewiesen.

Tausende Kinder in Westafrika wurden durch die Ebola-Epidemie zu Waisen und sind nun auf Hilfe angewiesen. (Bild: Riccardo Niels Mayer/fotolia.com)
Tausende Kinder in Westafrika wurden durch die Ebola-Epidemie zu Waisen und sind nun auf Hilfe angewiesen. (Bild: Riccardo Niels Mayer/fotolia.com)

Aufbau der Gesundheitssysteme erforderlich
Die Experten des UN-Kinderhilfswerks sehen die wichtigsten Herausforderungen nach dem Ende der Ebola-Epidemie vor allem in dem (Wieder-)Aufbau der Gesundheitssysteme, die zutiefst von Ebola erschüttert wurden. So seien in Guinea die Impfungen für Kinder unter einem Jahr um 30 Prozent gesunken, alle Krankenhauseinweisungen gingen um 54 Prozent zurück und die Behandlungen durch ausgebildetes Personal nahmen um elf Prozent ab. „Die schwachen Gesundheitssysteme in den drei betroffenen Ländern haben die Ebola-Epidemie angeheizt und heute ist das System in Guinea noch schwächer“, betont Ayoya.

Waisen brauchen Unterstützung
Die WHO und ihre Partner vor Ort konzentrieren derzeit ihre Bemühungen darauf, allen Überlebenden Zugriff auf medizinische und psychosoziale Betreuung zu ermöglichen und ein umfassendes Screening nach persistenten Viren aufzubauen. Auch sollte laut Angaben der WHO durch Beratung und Aufklärung gegen die Stigmatisierung der Überlebenden angegangen werden. UNICEF ist nach eigenen Angaben bereits seit Beginn des Ausbruchs darum bemüht, vor Ort ausreichend Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen für die Bevölkerung bereitzustellen und unterstützt Waisen und andere betroffene Kinder, um sicherzustellen, dass alle Mädchen und Jungen ihre Ausbildung fortsetzen können. Denn der Schulbesuch ist die Basis für ihre Zukunft und Millionen Kinder waren während der Epidemie über Monate nicht in der Schule. (fp)
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Schwerwiegende Verwechslung in der Klinik: Patientin stirbt wegen falscher Blutkonserven



Wegen verwechselter Blutkonserven? Patientin stirbt im Klinikum
Eine Patientin in einem Krankenhaus im niedersächsischen Duderstadt soll vor einigen Wochen zweimal eine Blutkonserve eines anderen Patienten erhalten haben. Zunächst verschlechterte sich der Zustand der Frau, die am Bein operiert werden sollte, schließlich verstarb sie. Schuld könnte möglicherweise unverträgliches Blut gewesen sein.
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Frau mit ähnlichem Namen
In einer Klinik in Duderstadt (Niedersachsen) kam es offenbar zu einer tödlichen Verwechslung: Eine Patientin ist dort möglicherweise wegen falscher Blutkonserven gestorben. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt, Stefan Studenroth, am Mittwoch in Göttingen auf Anfrage: „Wir ermitteln gegen zwei Ärzte wegen fahrlässiger Tötung.“ Zuvor hatten bereits verschiedene Medien über den Fall berichtet. Wie mitgeteilt wurde, sei es derzeit Gegenstand der Ermittlungen, ob die Verwechslung bei den Konserven auch die Ursache für den Tod der Patientin am sechsten Dezember war. „Wir haben ein Gutachten in Auftrag gegeben.“ Den Angaben zufolge soll die Frau zweimal Konserven von einer anderen Patientin mit gleichem oder ähnlichem Namen bekommen haben. Wie es heißt, soll die Patientin bereits in der Narkose gelegen haben, als sie eine Konserve mit einer nicht verträglichen Blutgruppe bekam.

Folgenschwerer Behandlungsfehler: Patientin stirbt nach falscher Blutkonserve. Bild: contrastwerkstatt - fotolia
Folgenschwerer Behandlungsfehler: Patientin stirbt nach falscher Blutkonserve. Bild: contrastwerkstatt – fotolia

Patientin sollte am Bein operiert werden
Laut Medienberichten sollte sie am Bein operiert werden, als es ihr zunehmend schlechter ging und schließlich auf eine Intensivstation verlegt wurde. Auf dieser Station soll sie eine weitere Konserven bekommen haben, ohne das zuvor die Blutgruppen kontrolliert wurden. „Die Krankenhausleitung hat unverzüglich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, als sie von dem Fall Kenntnis bekam“, erklärte Klinik-Sprecher Florian Grewe. Die Ärzte seien momentan nicht mehr in dem Klinikum tätig. „Es ist für uns zutiefst bedauerlich, die Mitarbeiter sind erschüttert“, so Grewe. „Es ist ein Einzelfall.“ Es habe keine weiteren Verwechslungen gegeben. Den Angaben zufolge waren dem niedersächsischen Gesundheitsministerium die Ermittlungen gegen die beiden Ärzte vor den Medienberichten nicht bekannt. „Wir haben keine Fachaufsicht über das Krankenhaus“, erläuterte Ministeriumssprecherin Heinke Traeger am Mittwoch in Hannover. Sie hob jedoch hervor: „Krankenhäuser müssen so organisiert sein, dass solche Verwechselungen nicht vorkommen können.“

Leider kein Einzelfall
Für die Organisationsstruktur sei die Leitung eines Krankenhauses verantwortlich. Die Sprecherin teilte mit, ihr sei kein ähnlicher Fall in den letzten Jahren in Niedersachsen bekannt. Doch solche Verwechselungen sind leider kein Einzelfall. So bekam etwa ein 75-Jähriger im hessischen Marburg im Jahr 2010 eine falsche Konserve und starb an den Folgen. Und in einem Klinikum im nordrhein-westfälischen Lemgo starb 2008 eine 68-Jährige, nachdem sie eine Transfusion mit der falschen Blutgruppe bekam. Beide Male war wohl menschliches Versagen schuld an dem Tod der Patienten. Nachdem 2011 ein Patient in einem Kölner Krankenhaus wegen einer verwechselten Blutkonserve gestorben war, hieß es, die Klinik trage ein „Organisationsverschulden“. Im Jahr 2002 war ein Arzt in Lübeck wegen fahrlässiger Tötung zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Grund auch hier: vertauschte Blutkonserven. (ad)
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