Lange Stillzeit könnten über 800.000 Kinderleben pro Jahr retten



Lange Stillzeit kann Kinder vor Übergewicht und Diabetes schützen
Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. Es gibt einen einfachen Trick, wie Sie ihrem Kind helfen können gesünder und intelligenter im späteren Leben zu werden. Sie benötigen weder Medikamente noch besondere Übungen. Es ist schon ausreichend, wenn Sie ihr Kind längere Zeit stillen.
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Wenn Mütter ihr Kind stillen, erhöht das die Intelligenz, verbessert die Gesundheit und schützt vor Übergewicht und Diabetes im späteren Leben. Durch das Stillen könnten 800.000 Kinder weltweit pro Jahr vor dem Tod gerettet werden, behaupteten Mediziner in einer aktuellen Studie. Außerdem würden Mütter durch das Stillen vor Brustkrebs geschützt. Die Wissenschaftler veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Untersuchung in dem Fachjournal „The Lancet“.

Hundertausende Kinderleben weltweit könnten jährlich gerettet werden, wenn mehr Mütter ihre Kinder stillen würden. (Bild: cicisbeo/fotolia.com)
Hundertausende Kinderleben weltweit könnten jährlich gerettet werden, wenn mehr Mütter ihre Kinder stillen würden. (Bild: cicisbeo/fotolia.com)

Viele Frauen stillen ihr Kind zu kurz
Mehr als 800.000 tote Kinder und zusätzliche 22.000 Todesfälle bei Müttern könnten jährlich verhindert werden, wenn mehr Mütter ihre Kinder stillen würden, behaupten die Mediziner. Das Stillen habe einen positiven Effekt auf die Gesundheit des Kindes und der Mutter. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher auf Basis der Auswertung von 28 früheren Studien. Bei Kindern erhöhe das Stillen die Intelligenz und verbessere den Schutz gegen Übergewicht und Diabetes. Trotz der positiven Effekte seien die Stillraten in Ländern mit hohem Einkommen sehr gering, erklären die Forscher. Ihre Studie habe gezeigt, dass durchschnittlich lediglich 20 Prozent der Neugeborenen in Ländern mit hohem Einkommen mindestens ein Jahr gestillt werden, in Großbritannien habe der Wert sogar lediglich bei einem Prozent gelegen.

Stillen reduziert plötzlichen Kindstod um mehr als ein Drittel
Der Co-Autor Dr. Nigel Rollins von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt, dass die Verantwortung zu stillen nicht alleine bei der Frau liegen sollte. Die Fähigkeit zu Stillen, ist sehr stark von Unterstützung und dem Umfeld abhängig, in dem die Mutter lebt, erläutert der Experte. Regierungen und unsere Gesellschaft sollten Frauen durch Maßnahmen und Programme in den Gemeinden unterstützen. Die Forscher fanden heraus, dass das Stillen in Ländern mit hohem Einkommen, das Risiko des plötzlichen Kindstodes um mehr als ein Drittel reduziert.

Mütter benötigen mehr Hilfe und Unterstützung
Die Entscheidung zu stillen, hat erhebliche langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit, Ernährung und Entwicklung von Kindern und die Gesundheit von Frauen. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Muttermilch – ohne nachteilige Folgen – durch künstliche Produkte ersetzt werden kann, erläutert der Hauptautor Professor Cesar Victora von der „Federal University of Pelotas“. Die Ergebnisse der Studie untermauern, warum das Stillen die am besten geeignete Methode der Bereitstellung von Nahrung für ein Baby ist, fügt Janet Fyle vom „Royal College of Midwives“ hinzu. Nicht stillende Frauen sollten sich allerdings nicht schuldig fühlen. Zudem bräuchten Mütter allgemein eine bessere Unterstützung. Einige Frauen finden das Stillen nicht einfach, eine kleine Minderheit kann nicht stillen und andere wollen aus verschiedenen Gründen nicht stillen, erklären die Mediziner. 80 Prozent der Mütter, die in den ersten paar Wochen aufgehört haben, ihr Kind zu stillen, hätten das Stillen gerne fortgesetzt, aber bräuchten dafür mehr Unterstützung. Wenn Mütter gute Informationen und praktische Hilfe in ihrer Schwangerschaft erhalten, können die Frauen mehr Selbstsicherheit und Vertrauen aufbauen, erläutern die Experten. Durch eine entsprechende Unterstützung in den ersten Wochen der Schwangerschaft würden sicherlich mehr Frauen länger ihre Kinder stillen, so das Fazit der Forscher. (as)
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Heuschnupfen-Immuntherapie könnte tausende Asthma-Erkrankungen verhindern



Immuntherapie gegen Heuschnupfen könnte zahlreiche Asthma-Erkrankungen verhindern
Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland haben mit einer Pollenallergie zu kämpfen. Für Betroffene sind aber nicht nur die unmittelbaren Beschwerden ein Problem: Experten warnen immer wieder vor den gefährlichen Gesundheitsfolgen durch Heuschnupfen. So bekommen viele Pollenallergiker später Asthma. Tausende solche Erkrankungen könnten verhindert werden.
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Tausende Asthma-Erkrankungen könnten vermieden werden
Zwar unterziehen sich viele Personen, die an einer Pollenallergie leiden, einer Hyposensibilisierung gegen Heuschnupfen, doch längst nicht alle tun das. Wie die Krankenkasse Barmer GEK in einer aktuellen Pressemitteilung schreibt, könnten bis zu 40 Prozent der Menschen mit Heuschnupfen später einmal allergisches Asthma bekommen, wenn sie nicht sorgfältig behandelt werden. Eine Immunisierung gegen Pollen und Gräser könnte maßgeblich dazu beitragen, dass tausende Asthma-Erkrankungen erst gar nicht eintreten. Daher rät die Krankenkasse vor dem Start der Heuschnupfensaison zu einer Immuntherapie.

Durch die angemessene Versorung von Heuschnupfen-Patienten könnten tausende Asthma-Erkrankungen vermieden werden. (Bild: freshidea/fotolia.com)
Durch die angemessene Versorung von Heuschnupfen-Patienten könnten tausende Asthma-Erkrankungen vermieden werden. (Bild: freshidea/fotolia.com)

„Wegen drohenden Folgeerkrankungen sehr ernst nehmen“
„Einen Heuschnupfen sollte man wegen der drohenden Folgeerkrankungen sehr ernst nehmen, auch wenn die Symptome nach einiger Zeit abklingen. Eine Immuntherapie ist daher sinnvoll“, erläutert Dr. Utta Petzold, Allergologin bei der Barmer GEK. Die Expertin empfiehlt, sich vom Arzt dazu genau beraten zu lassen. Auch verschiedene andere Fachleute und Organisationen wie etwa der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) haben Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Heuschnupfen und Pollenallergie.

Eine Million Kinder leiden an Heuschnupfen
Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Heuschnupfen, darunter eine Million Kinder. Typische Symptome sind eine laufende Nase, juckende Augen und ein Gefühl der Mattigkeit. In vielen Fällen können Hausmittel bei Heuschnupfen die Beschwerden lindern. Laut Barmer GEK reagieren Allergiker am heftigsten auf Birken-, Erlen-, Hasel- sowie Gräserpollen, die ab April aufkommen. „Wer sich jetzt noch vor Gräserpollen schützen möchte, sollte rasch eine vorsaisonale Immuntherapie starten“, so Petzold.

Aufwand bei der Hyposensibilisierung lohnt sich
Wie die Kasse in der Mitteilung erklärt, lernt die körpereigene Abwehr bei der Hyposensibilisierung, auf Allergene weniger oder gar nicht zu reagieren, indem sie mit ihnen bewusst in Kontakt gebracht wird. „Die Immuntherapie dauert drei Jahre, aber der Aufwand lohnt sich. Die Hyposensibilisierung ist vor allem erfolgreich, wenn sie bei ersten Anzeichen einer Pollenallergie beginnt“, erläutert Petzold. Bei der subkutanen Immuntherapie wird das Allergen mit steigender Dosis wöchentlich und später monatlich unter die Haut gespritzt. Bei der Kurzzeit-Therapie wird sich auf einige Spritzen vor der Pollenflugsaison beschränkt, jedoch ebenfalls über drei Jahre. Wie die Barmer berichtet, bekommt man die Allergene bei einer anderen Variante der Immuntherapie als Tropfen oder Tabletten. Die Kosten für eine Hyposensibilisierung werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. (ad)
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Tod eines achtjährigen Jungen: EHEC-Infektion war nicht die Todesursache



Bestätigung: Achtjähriges Kind in Witten starb nicht an EHEC
Nach dem Tod eines achtjährigen Schülers in Witten (Nordrhein-Westfalen) hat das örtliche Gesundheitsamt nun bestätigt, dass der Junge nicht an einer EHEC-Infektion verstarb. Bei dem Kind war zuvor eine Infektion mit dem Darmkeim festgestellt worden.
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Junge starb nicht an EHEC
Der achtjährige Junge, der vergangene Woche im nordrhein-westfälischen Witten verstarb, ist nicht an einer EHEC-Infektiongestorben. Dies habe eine Obduktion ergeben, wie Polizei und das örtliche Gesundheitsamt mitteilten. Es war bekannt, dass sich der Zweitklässler mit dem Darmkeim infiziert hatte. Zudem waren an der Grundschule des Jungen zur selben Zeit auch 13 weitere Kinder an Durchfall erkrankt. Das Kreisgesundheitsamt hatte die Untersuchung von Stuhlproben angeordnet. Den Angaben zufolge konnte bei dreien weder eine Erkrankung mit EHEC noch mit dem Noro-Virus nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der anderen Proben werden für die nächsten Tage erwartet.

EHEC Keime nicht für den Tod des Jungen verantwortlich. Bild: DOC RABE Media - fotolia
EHEC Keime nicht für den Tod des Jungen verantwortlich. Bild: DOC RABE Media – fotolia

Vor fünf Jahren waren Tausende erkrankt
Die EHEC-Epidemie im Jahr 2011 hatte gezeigt, wie leicht die Erreger sich ausbreiten können und welche dramatischen Folgen in diesem Fall drohen. Über 3.500 Menschen waren nach Angaben des Robert-Koch-Institut (RKI) damals an den Auswirkungen des EHEC Keims zum Teil schwer erkrankt. Als wesentliches Symptom einer EHEC-Infektion gilt ein wässriger, blutiger durchfallartiger Stuhlgang, meist begleitet durch starke krampfartige Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Die verschiedenen Folgeerkrankungen können mit einer Vielzahl weiterer Symptome wie beispielsweise Nierenschmerzen, erhöhte Leberwerte und Harnvergiftungen (Urämien) einhergehen. Gesundheitsexperten zufolge sollte schon bei ersten Symptomen ein Arzt aufgesucht werden.

Durchfallerkrankungen im Januar nichts Ungewöhnliches
Woran der Achtjährige starb, wurde nicht mitgeteilt. Und auch dazu, wie stark die EHEC-Erkrankung fortgeschritten war, gab es am Freitag keine näheren Angaben. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Bochum erklärte, der Junge sei eines natürlichen Todes gestorben. Wie es heißt, gehe es den erkrankten Kindern den Umständen entsprechend gut. „Soweit mir bekannt ist, liegt keines im Krankenhaus“, sagte der Sprecher des Ennepe-Ruhr-Kreises, Ingo Niemann, laut „derwesten.de“. Für Januar seien 13 Durchfallerkrankungen in einer Schule außerdem nichts Ungewöhnliches. „Es ist die Hoch-Zeit der Noro-Viren“, so der Sprecher. (ad)
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Grippewelle 2016: Influenza-Virus verbreitet sich in Deutschland



Grippewelle in Deutschland hat begonnen
Husten, Fieber, Kopfschmerzen: Die Grippewelle 2016 hat begonnen. Seit einigen Wochen verbreiten sich verstärkt Influenza-Viren in Deutschland. Manche Regionen sind dabei stärker betroffen als andere. Personen aus Risikogruppen wird eine Schutzimpfung empfohlen.
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Grippewelle in Deutschland hat begonnen
Seit einigen Wochen verbreiten sich in Deutschland Influenza-Viren. Wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert-Koch-Institut (RKI) berichtet, ist die „Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) bundesweit in der 3. Kalenderwoche (KW) 2016 im Vergleich zur Vorwoche gestiegen“. Auf der Webseite des RKI wird auf Grafiken deutlich, dass die einzelnen Regionen in Deutschland unterschiedlich stark betroffen sind. Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden verschiedene Influenzaviren nachgewiesen. Den Angaben zufolge wurden für die 3. Meldewoche bislang 847 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt. Nach Definition der AGI „hat damit die diesjährige Grippewelle in Deutschland in der 2. KW 2016 begonnen.“

Die Grippewelle hat deutlich verspätet begonnen, doch breiten sich die Erregr momentan rasant aus. (Bild: Antonioguillem/fotolia.com)
Die Grippewelle hat deutlich verspätet begonnen, doch breiten sich die Erregr momentan rasant aus. (Bild: Antonioguillem/fotolia.com)

Zahl der Erkrankungen schwankt von Jahr zu Jahr
Wie stark sich die Grippeviren ausbreiten werden, ist derzeit noch nicht abzusehen. Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr teilweise enorm. So hatte es im vergangenen Winter deutlich mehr Grippefälle in manchen Gegenden gegeben, als im Jahr zuvor. Zwar sind sich viele Bundesbürger nicht sicher, ob die Grippe-Impfung sinnvoll ist, Gesundheitsexperten raten Menschen aus Risikogruppen aber dazu. So wird Senioren ab 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken, Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen sowie medizinischem Personal von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen, sich impfen zu lassen.

Hygienemaßnahmen zur Vorbeugung einer Infektion einhalten
Egal, ob geimpft oder nicht: Grundsätzlich gilt es, wichtige Hygieneregeln einzuhalten, um eine Ansteckung mit Grippeviren zu vermeiden. Hier wird vor allem zum regelmäßigen und gründlichen Händewaschen geraten. Zudem sollte häufig gelüftet werden. Erkrankte sollten darauf achten, immer in ein Taschentuch oder die Armbeuge zu niesen und nicht in die bloße Hand. Im Unterschied zur Erkältung ist die Virusgrippe Influenza eine wochenlange und ansteckende Erkrankung. Sie äußert sich unter anderem durch hohes Fieber, Gelenk- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Husten. Betroffenen stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Selbstbehandlung bei Grippe und Erkältungskrankheiten zur Verfügung. (ad)
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Kleine Tipps um das eigene Krebsrisiko zu senken



Verhaltenstipps: Wie jeder Einzelne sein Krebsrisiko verringern kann
Zwar ist die Angst vor Krebs unter den Deutschen weit verbreitet, doch das Erkrankungsrisiko lässt sich bei vielen Krebsarten durch den Lebensstil oft verringern. Darauf weisen Gesundheitsexperten anlässlich des Weltkrebstages hin.
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Jeder zweite Deutsche erkrankt an Krebs
In den vergangenen Wochen häuften sich Meldungen über Prominente, die einem Krebsleiden erlegen waren: Rocklegende David Bowie, Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister oder „Harry-Potter“-Star Alan Rickman: Sie alle starben an Krebs. Nach Herz-Kreislauferkrankungen sind bösartige Tumore die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) vor kurzem berichtete, wird etwa jeder Zweite früher oder später daran erkranken. Rund 500.000 Menschen in Deutschland erhalten jedes Jahr die gefürchtete Diagnose. Zwar ist es in vielen Fällen Schicksal, allerdings kann der Lebensstil das Krebsrisiko erheblich beeinflussen. Darauf weisen Experten anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar hin.

Krebs rechtzeitig verhindern. Bild: PhotographyByMK - fotolia
Krebs rechtzeitig verhindern. Bild: PhotographyByMK – fotolia

Die Hälfte der bösartigen Tumore wären vermeidbar
Es gibt auf diesem Gebiet jedoch Studien, die zu durchaus abweichenden Ergebnissen kommen. Bekannt ist, dass es dabei auch deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Krebsarten gibt. Nach Ansicht zahlreicher Wissenschaftler wären jedoch insgesamt bis zur Hälfte der bösartigen Tumore vermeidbar, wenn Menschen nicht rauchen würden, auf Alkohol verzichteten, auf ihre Ernährung achteten, Sport trieben und schlank blieben. In einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zum Thema, erklärte der Leiter der Abteilung Epidemiologie von Krebserkrankungen am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, Rudolf Kaaks: „Das Schicksal spielt natürlich eine Rolle, aber man kann es stark beeinflussen.“

Rauchen ist für viele Krebsfälle verantwortlich
Laut Kaaks sei Rauchen bundesweit für etwa jeden fünften Krebsfall verantwortlich. Bei Lungen-, Rachen-, Speiseröhren- und Blasenkrebs sei der Anteil dem Experten zufolge sogar noch viel höher. Erschwerend hinzu komme, dass Lungenkrebs sehr häufig tödlich ende. „Rauchen ist Ursache und sicherlich auch Killer Nummer eins, wenn es um die Krebssterblichkeit geht.“ Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, warnte ebenfalls vor den Folgen des Tabakkonsums. Er meinte, es gebe relativ wenige Möglichkeiten, Krebs wirkungsvoll vorzubeugen, nicht zu rauchen sei eine davon. Besonders problematisch sei, dass Raucher nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährden. Wie es heißt, würden hierzulande pro Jahr rund 3.000 Menschen durch Passivrauchen an Krebs sterben. Positiv ist hier eine Meldung des DKFZ aus dem vergangenen Jahr: Deren aktueller Tabakatlas zeigt, dass es immer weniger Raucher in Deutschland gibt.

Sport treiben, gesunde Ernährung, Stressreduktion und bewusstes Leben. Bild: Trueffelpix - fotolia
Sport treiben, gesunde Ernährung, Stressreduktion und bewusstes Leben. Bild: Trueffelpix – fotolia

Erhöhtes Risiko durch Übergewicht
Dass Übergewicht das Krebsrisiko erhöht, ist eher wenigen Menschen bekannt. Laut Schätzungen könnten darauf mindestens fünf bis sechs Prozent aller Krebsfälle zurückgeführt werden. „Die Liste der Krebsarten, bei deren Entstehung vermutlich Übergewicht eine Rolle spielt, wird immer länger“, erläuterte Kaaks. Nicht nur Fettleibigkeit (Adipositas) gelte hier als Risikofaktor, sondern auch bei an sich schlanken Menschen mit viel Bauchfett sei die Gefahr größer. Bruns hingegen sieht keinen so offensichtlichen Zusammenhang. Zwar könne das Gewicht ein Risikofaktor für Krebs sein, doch niemand könne sagen, um wie viel das Risiko ab einem bestimmten Gewicht steige, so der Experte.

Schützende Wirkung von Ballaststoffen
Auch eine Fehlernährung erhöht das Krebsrisiko. Laut Kaaks spielt bei bis zu zehn Prozent aller Krebsfälle falsche Ernährung eine Rolle. Andererseits gibt es auch Lebensmittel, die etwas vor Krebs schützen. Dem DKFZ-Fachmann zufolge seien die schützende Wirkung von Ballaststoffen und die schädliche Wirkung von rotem Fleisch am besten belegt und am stärksten ausgeprägt. Auch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hatte vor wenigen Monaten rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserzeugend eingestuft. Zudem hat die IARC als Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hingewiesen, dass man durch einen hohen Konsum von verarbeitetem Fleisch – wie etwa Würstchen – sein Darmkrebs-Risiko erhöhe. Nicht bestätigt habe sich laut Kaaks, dass Gemüse und Obst das Krebsrisiko stark senken.

Körperliche Aktivität gegen Darm- und Brustkrebs
Belegt ist zudem, dass körperliche Aktivität das Risiko für Darm- und Brustkrebs senkt. „Und es mag sehr wohl sein, dass das auch für viele andere Krebsarten gilt“, so Kaaks. Der Fachgebietsleiter des Zentrums für Krebsregisterdaten am RKI, Klaus Kraywinkel, schätzt, dass mindestens jeder fünfte Krebsfall auf Bewegungsmangel, Übergewicht und/oder ungesunde Ernährung zurückzuführen ist. „Fitness wirkt ein Stück weit schützend“, erklärte Bruns laut dpa. „Aber kein Mensch sollte glauben, vor Krebs gefeit zu sein, nur weil er jedes Jahr den Berlin-Marathon läuft.“ Auch bei einer Erkrankung macht Sport offenbar Sinn. So berichteten britische Forscher kürzlich, dass aktive Bewegung im Kampf gegen Krebs helfen kann.

Schon ein Glas Bier könnte ausreichen
Auch Alkoholkonsum erhöht das Krebsrisiko. Vier bis fünf Prozent aller Krebsfälle sind laut Kaaks darauf zurückzuführen. Insbesondere die Kombination von Alkohol und Rauchen sei seiner Meinung nach gefährlich. Demnach reiche bereits ein Glas Wein oder Bier, um das Risiko für bestimmte Krebsarten leicht, aber nachweisbar zu steigern. Auch hier hat Bruns eine etwas andere Meinung. Er ist überzeugt, dass bei Alkohol die Dosis das Gift macht. „Irgendwann ist die Schwelle erreicht, wo der Körper nicht mehr damit umgehen kann und Krebs entsteht“, erläuterte er. Allerdings sei diese Schwelle von Mensch zu Mensch sehr verschieden.

Hautkrebs wegen Sonnenbränden
Dermatologen warnen oft: Jeder Sonnenbrand wird auf dem eigenen Haut-Konto addiert. Kaaks zufolge gingen vermutlich 90 Prozent aller Melanome auf Sonnenbrände zurück. Somit sind diese der Hauptrisikofaktor für schwarzen Hautkrebs. „Daher ist es extrem wichtig, Sonnenbrände zu vermeiden.“ Besonderen Schutz brauchen beispielsweise Kinder und Menschen mit heller Haut und roten Haaren. „Aber man muss nicht so weit gehen, dass man bei Sonnenschein im Keller sitzt und nur abends rausgeht.“ Sonnenlicht sei schließlich wichtig für die Versorgung mit Vitamin D, das für Gesundheit und Psyche bedeutsam sei. Des Weiteren spielen Bakterien und Viren bei manchen Krebsarten eine gravierende Rolle. Wie Kaaks in der dpa-Meldung sagte, seien etwa HPV-Infektionen für alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Es gebe jedoch eine Impfung dagegen. Kraywinkel nimmt an, dass in Deutschland bei fünf bis zehn Prozent der Krebserkrankungen chronische Infektionen eine Rolle spielen. Zu den bekanntesten Erregern zählen dabei das Hepatitis B- und C-Virus sowie das Bakterium Helicobacter pylori.

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Krebsvorbeugung
Bruns meinte laut dpa, gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen seien neben dem Verzicht aufs Rauchen die wichtigste Maßnahme zur Krebsvorbeugung. Zum Beispiel ließen sich bei einer Darmspiegelung schon Krebsvorstufen erkennen und entfernen. Darmkrebs könne dadurch gar nicht erst entstehen. Auch beim Hautkrebs-Screening und beim Pap-Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs gebe es ähnliche Effekte. An manchen dieser Untersuchungen wird aber immer wieder Kritik geäußert. Vor allem Hautärzte zeigten sich in der Vergangenheit verärgert über Zweifel an der Krebsvorsorge und wiesen auf deren Erfolge hin. Selbst wenn Krebs bereits entstanden sei, könne er durch manche Untersuchungen oft frühzeitig entdeckt werden. (ad)
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