Studie: Adipositas beeinträchtigt das Erinnerungsvermögen



Zusammenhang zwischen hohem BMI und Störungen der Erinnerung festgestellt
Fettleibigkeit (Adipositas) ist ein Problem, das in der heutigen Zeit immer mehr Leute betrifft. Viele Menschen ernähren sich zu ungesund und bewegen sich viel zu wenig. Die Folgen davon sind, dass wir immer mehr zunehmen und schließlich sogar fettleibig werden können. Die Fettleibigkeit wirkt sich stark auf unsere Gesundheit aus, viele Folgeerkrankungen und schwere körperliche Probleme können durch Adipositas entstehen. Forscher fanden jetzt heraus, dass Fettleibigkeit sich sogar negativ auf unser Gedächtnis auszuwirken scheint.
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Fettleibigkeit hat negative Folgen für die körperliche Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Diese Beeinträchtigungen sind schon seit Jahren bekannt. In einer neuen Studie stellten Wissenschaftler von der University of Cambridge jetzt allerdings fest, dass sich Fettleibigkeit nicht nur auf unseren Körper auswirkt. Auch unser Gehirn ist durch die Erkrankung betroffen. Fettleibigkeit kann zu einem schlechteren episodischen Gedächtnis führen. Die Experten veröffentlichten ihre Studie in der Fachzeitschrift „Journal of Experimental Psychology“.

Fettleibigkeit beeinträchtigt laut den Ergebnissen einer aktuellen Studie auch das Erinnerungsvermögen. (Bild: olly/fotolia.com)
Fettleibigkeit beeinträchtigt laut den Ergebnissen einer aktuellen Studie auch das Erinnerungsvermögen. (Bild: olly/fotolia.com)

Adipositas stört bestimmte kognitive Aufgaben
Forscher von der University of Cambridge haben einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und einem schlechten Gedächtnis festgestellt. Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) könnte bei jungen Erwachsenen dazu führen, dass bestimmte kognitive Aufgaben gestört werden, sagen die Mediziner. Dadurch falle es Betroffenen schwerer, sich an vergangene Ereignisse zu erinnern. Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie fünfzig Probanden. Alle Testpersonen hatten ein Alter zwischen 18 und 35 Jahren und einen Body-Mass-Index von 18 bis 51. Ein BMI im Bereich von 18-25 wird als gesund betrachtet, bei einem BMI von 25 bis 30 sind wir übergewichtig, ein BMI über 30 gilt als fettleibig, erklären die Forscher. Die Erinnerung der Teilnehmer wurde durch eine „Schatzsuch-Aufgabe“ getestet. In dieser Aufgabe wurden die Probanden gebeten, bestimmte Gegenstände in einer Computersimulation zu verstecken. Danach wurden die Testpersonen befragt, welche Gegenstände sie versteckt hatten und wo sie diese Gegenstände versteckt hatten. Dabei konnte festgestellt werden, dass Menschen mit einem höheren Body-Mass-Index generell ein schlechteres Gedächtnis hatten, erläutern die Experten.

Menschen essen mehr, wenn sie durch Fernsehen oder Arbeit abgelenkt sind
Übergewicht und Adipositas sind ein schnell wachsendes Problem in unserer heutigen Zeit. Nach den neuesten Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren mehr als 1,9 Milliarden Erwachsene im Jahr 2014 übergewichtig. Von diesen Menschen waren etwa 600 Millionen fettleibig. Insgesamt hat sich die Anzahl der Menschen mit Fettleibigkeit seit 1980 verdoppelt und wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahrzehnten weiter stark steigen, vermuten die Mediziner. Wir müssen verstehen, was unseren Konsum beeinflusst und wie wir instinktiv unsere Ernährung regulieren können. Nur so können wir verhindern, dass sich die Fettleibigkeit weiter ausbreitet, sagt Dr. Lucy Cheke von der University of Cambridge. Wir neigen generell dazu, mehr zu essen, wenn wir durch Fernsehen oder durch unsere Arbeit abgelenkt sind. Dann gibt es auch noch Menschen, die viel essen wenn sie traurig sind, erläutert die Expertin.

Episodisches Gedächtnis kann unseren Hunger beeinflussen
Übergewicht wirkt sich insbesondere auf den Hippocampus aus. Dieser Bereich des Gehirns verknüpft Gedächtnis und Lernen. Außerdem ist der Bereich für unsere Entscheidungsfindung, Problemlösung und die Gestaltung der Emotionen zuständig, erklären die Wissenschaftler. Wenn Menschen ein schlechteres Gedächtnis haben, neigen sie dazu, öfter eine konsumierte Mahlzeit zu vergessen. Aus diesem Grund essen solche Menschen mehr und nehmen dann immer mehr an Gewicht zu, sagen die Experten. Besonders das episodische Gedächtnis ist wichtig, es ermöglicht uns, Ereignisse aus unserer Vergangenheit noch einmal zu durchleben. Es kann einen großen Unterschied machen, wie lebhaft wir uns noch an unsere letzte Mahlzeit erinnern. Wenn wir uns beispielsweise an unser heutiges Mittagsessen erinnern, wirkt sich das auf unseren späteren Hunger aus. So ist es möglich, dass unser Gedächtnis verhindert, dass wir zwischendurch zu einem Schokoriegel greifen, erläutert Dr. Cheke.

Übergewichtige Menschen können sich schlechter an vergangene Details erinnern
Wir sagen nicht, dass alle übergewichtigen Menschen vergesslicher sind. Aber wenn diese Ergebnisse über das Gedächtnis verallgemeinerbar sind, könnten übergewichtige Menschen schlechter in der Lage sein, sich lebhaft an Details vergangener Ereignisse zu erinnern, erläutern die Mediziner. Dazu können dann beispielsweise auch ihre vergangenen Mahlzeiten zählen. Unser Übergewicht könnte es also immer schwieriger machen, uns zu erinnern, was und wie viel wir gegessen haben. Dadurch wird es wahrscheinlicher, zu viel zu essen. Die Forscher vermuten, dass ein besseres Verständnis der Ursachen von Fettleibigkeit helfen kann, das Problem zu beseitigen. Dadurch würde ein großer Unterschied für unsere körperliche und geistige Gesundheit entstehen und dieser würde sich positiv auf unser gesamtes Wohlbefinden auswirken, sagen die Experten. (as)
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Studie: Menschen um die 70 Jahre sind am glücklichsten



Die glücklichsten und zufriedensten Menschen gibt es unter den Rentnern
Im Laufe des Lebens gibt es immer wieder Zeiten, in denen es uns gut geht und wir rundum zufrieden sind. Aber kann man auch generell sagen, in welchem Alter wir Menschen am zufriedensten sind? Forscher sagen ja. Es konnte festgestellt werden, dass sich viele ältere Menschen am glücklichsten fühlen, wenn sie um die 70 Jahre oder älter sind.
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Es scheint fast so, als ob ältere Menschen glücklicher und zufriedener sind. Durch eine große Kohortenstudie versuchten Forscher vom „Medical Research Council“herauszufinden, in welchem Alter wir Menschen am glücklichsten sind. Innerhalb des „National Survey for Health and Development“ konnte festgestellt werden, dass die zufriedensten und positivsten Personen in ihren 70er Lebensjahren waren.

Im Alter um die siebzig sind Menschen tendenziell am glücklichsten. (Bild: pressmaster/fotolia.com)
Im Alter um die siebzig sind Menschen tendenziell am glücklichsten. (Bild: pressmaster/fotolia.com)

Ein Fünftel aller älteren Menschen erleben eine erhebliche Steigerung des Wohlbefindens
Für ihre Umfrage hatten die Mediziner mehr als 1.700 Teilnehmer rekrutiert. Dabei konnten sie feststellen, dass viele Menschen sich glücklicher und zufriedener fühlten, wenn ihr Alter etwa um die 70 Jahre lag, erläutern die Mediziner. Die Probanden wurden im Alter von 60 bis 64 Jahren darauf getestet, wie gut sie sich fühlten. Sie wurden befragt, wie fröhlich, zuversichtlich, optimistisch, nützlich und entspannt sie sich fühlen. Wurden den Testpersonen im Alter von 69 Jahren nochmal die gleichen Fragen gestellt, so konnte eine Verbesserung in allen 14 Kategorien festgestellt werden, aus denen eine sogenannte Wohlbefinden-Skala erstellt wurde, erklären die Forscher. Obwohl in dieser Altersgruppe die meisten Personen an mindestens einer chronischen Erkrankung litten, wie beispielsweise Arthritis, Diabetes und Bluthochdruck, waren die Befragten in diesem Alter am glücklichsten. Die Experten stellten fest, dass sich der Durchschnitt des Wohlbefindens in den Lebensjahren nach sechzig erhöht. Bei einem Fünftel aller Befragten beobachteten die Forscher eine erhebliche Steigerung des Wohlbefindens im späteren Leben. Es gab allerdings auch eine kleine Gruppe von Personen, bei denen ein deutlicher Rückgang festzustellen war.

Im Alter zwischen 65 und 79 Jahren sind die Leute am zufriedensten
Der „National Survey for Health and Development“ wurde im März 1946 ins Leben gerufen. Damals wurden Tausende von Neugeborenen für die Studie rekrutiert. Eines der Ziele der Untersuchung war es, zu analysieren, wie sich Menschen im Laufe der Zeit verändern. So sollten Umstände oder Verhalten identifiziert werden, die dazu beitragen, dass wir uns glücklicher fühlen, erläutern die Experten. Dabei war zu erkennen, dass Menschen im mittleren Alter am unzufriedensten waren. Bei diesen Personen konnte festgestellt werden, dass sie die niedrigste Zufriedenheit und den höchsten Grad an Angst in sich vereinten. Menschen im Alter von 65 bis 79 Jahre berichteten über das durchschnittlich höchste persönliche Wohlbefinden. Diese Werte sinken wieder, wenn die Befragten ein sehr hohes Alter erreichen, fügen die Mediziner hinzu. Ein Fünftel der Befragten erlebten eine erhebliche Steigerung des Wohlbefindens im späteren Leben, obwohl wir auch eine kleinere Gruppe beobachten konnten, die einen deutlichen Rückgang erlebte, sagt Dr. Mai Stafford vom „Medical Research Council“. Es ist noch nicht klar, was den Anstieg des Wohlbefindens während unserer späteren Lebensjahre auslöst, fügt die Medizinerin hinzu.

Ältere Menschen profitieren von sozialen Beziehungen
Der Vorteil dieser langzeitigen Kohortenstudie war, dass Individuen sich im Laufe ihres Lebens ändern und dieser Vorgang in der Untersuchung beobachtet werden konnte. Wir hoffen, dass die Beobachtungen uns helfen, gemeinsame positive Erfahrungen zu lokalisieren und Erkenntnisse zu gewinnen, was unser Wohlbefinden im späteren Leben verbessern kann, erläutert Dr. Stafford. In ihren 60er und 70er Lebensjahren priorisieren die Menschen eher soziale Beziehungen und kümmern sich besser um ihre geistige Gesundheit. Zu diesem Zeitpunkt haben Menschen verstanden, was sie glücklicher und zufriedener macht. Menschen leben heutzutage viel länger, aber der schlechte Gesundheitszustand im Alter ist immer noch ein großes Problem. In diesem Alter leiden die meisten Menschen unter mindestens einer chronischen Erkrankung. (as)
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Hypersexualität: Nur Frust statt schöne Lust



Prominente wie der Rolling Stones Musiker Ron Wood oder der Schauspieler Michael Douglas haben sich in der Vergangenheit wegen Sexsucht behandeln lassen. Manche Menschen meinen, diese Sucht gäbe es nicht und sei eine Art Ausrede für das ausschweifende Leben. Experten wissen aber: Bei Hypersexualität ist die schönste Sache der Welt nicht lust-, sondern leidvoll.
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Experten sprechen von Hypersexualität
Golf-Profi Tiger Woods, US-Schauspieler Michael Douglas oder „Akte X“-Darsteller David Duchovny: Sie und viele andere Prominente sollen sexsüchtig sein und sich deshalb schon mal in Behandlung befunden haben. Viele Menschen bezweifeln, dass es die Krankheit Sexsucht wirklich gibt. Psychologen und Therapeuten wissen jedoch, dass sie existiert, sprechen in diesem Zusammenhang allerdings von einer sogenannten „Hypersexualität“. Diese belastet Menschen so stark wie Drogensucht, berichteten britische Forscher vor kurzem. Besonders belastend für Betroffene: Es gibt keine Befriedigung für Sexsüchtige. Bei Hypersexualität wird die Lust zur Qual.

Bild: © SZ-Design - Fotolia"
Bild: © SZ-Design – Fotolia“

Verschiedene Aspekte von Suchterkrankungen
Wie die Wiener Psychologin Dr. Christina Raviola beim Interdisziplinären Symposium zur Suchterkrankung in Grundlsee (Steiermark) erklärte, ist Sex, der in Sucht umschlägt, nicht mehr lustvoll, sondern belastend und schädigend. Einer Meldung der Nachrichtenagentur APA zufolge widmete sich die Tagung medizinischen, psychologischen, psychosozialen und juristischen Aspekten der Suchterkrankungen. Diese bilden eine ausgesprochen breite Palette an Störungen, von der sogenannten substanzgebundenen Abhängigkeit (Alkohol, illegale Drogen) bis hin zur Glücksspielsucht, Internetsucht, Kauf- und schließlich zur Sexsucht.

Drei bis sechs Prozent der Bevölkerung betroffen
Neu ist solches exzessive Sexualverhalten nicht. Wie die APA schreibt, sind Don Juan mit seinen allein in Spanien 1.003 Affären sowie die Schilderungen Casanovas vor Jahrhunderten in die (Opern-)Literatur eingegangen. Der Psychiater Richard Kraft-Ebing definierte die Störung bereits 1886 als „Geschlechtstrieb, der das ganze Denken und Fühlen in Beschlag nimmt“. Was in der Phase der Verliebtheit „normal“ sei, werde im Rahmen der Störung zur leidvoll erlebten Obsession. „In Ländern wie Deutschland und Österreich leiden an „Sexsucht“ (laut verschiedenen Studien; Anm.) etwa drei bis sechs Prozent der Gesamtbevölkerung, also um die fünf Prozent. Das Verhältnis von Männern zu Frauen beträgt fünf zu eins“, erläuterte die klinische Psychologin aus Wien, die sich der Behandlung Betroffener widmet.

Sexsüchtigen fällt es schwer, Beziehungen zu halten
Der US-amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey definierte Hypersexualität 1948 als eine Störung, bei der zwanghaft mindestens sieben Orgasmen pro Woche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten erreicht werden. Dies wird in der Regel als wenig oder gar nicht befriedigend empfunden. Nach einem Höhepunkt kommt es zu depressiver Stimmung. Für Betroffene besteht ein Leidensdruck. „Wer mehrmals pro Tag masturbiert und ständig auf der Suche nach sexuellen Reizen ist, ist schon mitten drin im Suchtverhalten. Hypersexuelle Menschen haben Schwierigkeiten, Kontakte anzubahnen und Beziehungen zu halten“, erklärte Dr. Raviola.

Darstellungen rund um die Uhr verfügbar
Hinzu kommt der Zwang, ständig sexuelle Darstellungen zu betrachten. Im Internet ist dies 24 Stunden am Tag möglich. Bei Betroffenen kann das zur Vereinsamung, der Vernachlässigung jedweder Sozialkontakte, von Schule und Beruf führen. „Inzwischen kommen schon Jugendliche ab der siebenten Schulstufe zur Therapie“, sagte die Psychologin. Das hänge womöglich auch mit der wachsenden Häufigkeit von Hyperaktivitätsstörungen in dieser Altersklasse zusammen. Cybersex ist immer verfügbar. „60 bis 70 Prozent der 13-Jährigen sind regelmäßig via Internet mit pornografischen Inhalten konfrontiert“, erklärte die Expertin.

Hilfe für Betroffene
Allerdings fand „Sexsucht“ trotz der Häufigkeit bislang nicht Eingang in die internationalen Krankheitsregister. Wie es in der APA-Meldung heißt, ist es nicht ganz klar, ob es sich um Sucht, eine Zwangsstörung oder um eine nicht ausreichende Impulskontrolle von Trieben handelt. Den Angaben zufolge sind biologisch Verbindungen mit dem Dopamin- und/oder dem Serotoninsystem und eventuell auch mit ADHS gegeben. Der Weg aus dieser Sucht ist meist lange und komplex. „Totalabstinenz über drei bis sechs Monate ist auf jeden Fall notwendig. Es geht um das Erlernen von Kontrollmechanismen“, erläuterte Dr. Raviola.

Wichtig ist, eventuelle psychische Grunderkrankungen anzugehen, um der Sucht nach Sex zu begegnen. Bei Therapiebeginn kommen zunächst oft auch selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) zum Einsatz, die auch in der Behandlung von Depressionen verwendet werden. In den USA existieren schon seit langem Fachkliniken, die sich auf die Behandlung von Hypersexualität spezialisiert haben. In Deutschland bieten Selbsthilfegruppen wie etwa die „Anonymen Sexaholiker“ oder „Anonyme Liebessüchtige“ Betroffenen eine erste Anlaufstelle.(ad)
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Hände wie Wurzeln: Abul mit „Baum-Mann-Krankheit“ geht es ein wenig besser



Seltene Krankheit: Behandlung von „Baummann“ zeigt erste Erfolge
Abul Bajandar aus Bangladesch leidet an einer extrem seltenen Krankheit. Seine Hände sehen aus wie Baumwurzeln und auch an den Füßen hat er Holz-artige Auswüchse. Die Behandlung des 26-Jährigen mit der „Baum-Mann-Krankheit“ zeigte nun erste Erfolge.
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Extrem seltene Erkrankung
Nach der in Europa gültigen Definition gilt eine Krankheit als selten, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Insgesamt sind sogenannte seltene Erkrankungen gar nicht so selten. Allein in Deutschland sind rund vier Millionen Menschen betroffen. Eine Krankheit, die in der Tat äußerst selten ist, heißt Epidermodysplasia verruciformis (oder auch Lewandowsky-Lutz-Dysplasie beziehungsweise Lutz-Lewandowsky Epidermodysplasia verruciformis). Abul Bajandar ist einer der wenigen Patienten, die daran erkrankt sind. Schon vor zehn Jahren begannen sich seine Hände und Füße zu verändern. Wegen der Holz-artigen Auswüchse wird der 26-Jährige auch der „Baummann“ genannt.

baummann

Hände wie Baumwurzeln
Die Hände von Abul Bajandar sehen aus wie Baumwurzeln und auch an seinen Füßen wuchern Holz-artige Auswüchse. Der 26-Jährige aus Bangladesch leidet unter der extrem seltenen „Baum-Mann-Krankheit“. Schon vor zehn Jahren setzten die Wucherungen ein. Nun wurde der Patient erstmals deswegen operiert. Presseberichten zufolge zeigte die ärztliche Behandlung nun erste Erfolge. „Die erste Operation hat mir Hoffnung gemacht“, sagte Abul Bajandar laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP.

Über ein Dutzend weitere Operationen nötig
Ein Ärzteteam des Dhaka Medical College Hospital (DMCH) hatte am Samstag an der rechten Hand einen Teil der Wucherungen entfernt. Wie der Direktor der Universitätsklinik, Samanta Lal Sen, erklärte, seien dabei auch die Finger gerichtet worden. „Es geht ihm jetzt besser.“ Professor Abul Kalam, unter dessen Leitung die OP durchgeführt wurde, sagte gegenüber der Zeitung „Dhaka Tribune“: „Wir müssen langsam und vorsichtig vorgehen. Wir denken, wir brauchen ungefähr 15 Operationen für Abul.“ Der Patient will die Behandlung ungeachtet ihrer Dauer fortführen. „Ich möchte nicht in mein Dorf zurück, ohne dass meine Hände und Füße in Ordnung sind“, so der 26-Jährige.

Wucherungen mit einem Gewicht von fünf Kilogramm
Abul Bajandars Wucherungen hatten zuletzt ein Gesamtgewicht von mindestens fünf Kilogramm erreicht. Diese setzten bereits vor zehn Jahren ein, doch richtig schlimm wurde es vor vier Jahren, wie der Patient selbst berichtete. Der 26-Jährige leidet an der genetisch bedingten Hautkrankheit Epidermodysplasia verruciformis, die mit einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber humanen Papillomviren (HPV) einhergeht. Infolge von HPV-Infektionen kann es zu schuppigen Hautflecken und Knötchen, besonders an den Händen und Füßen, kommen, die teils gigantische Ausmaße annehmen können. Bajandar, der durch seine Erkrankung zu einer kleinen Berühmtheit geworden ist, erhält sowohl in seinem Heimatbezirk Khulna als auch im Krankenhaus von hunderten Menschen Besuch. Den Angaben zufolge ergaben Tests, dass seine Erkrankung kein Krebsleiden ist. Die bangladesische Regierung gab bekannt, die Kosten für die Behandlung zu tragen. (ad)
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Menschen um die 70 Jahre sind am glücklichsten



Die glücklichsten und zufriedensten Menschen gibt es unter den Rentnern
Im Laufe des Lebens gibt es immer wieder Zeiten, in denen es uns gut geht und wir rundum zufrieden sind. Aber kann man auch generell sagen, in welchem Alter wir Menschen am zufriedensten sind? Forscher sagen ja. Es konnte festgestellt werden, dass sich viele ältere Menschen am glücklichsten fühlen, wenn sie um die 70 Jahre oder älter sind.
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Es scheint fast so, als ob ältere Menschen glücklicher und zufriedener sind. Durch eine große Kohortenstudie versuchten Forscher vom „Medical Research Council“herauszufinden, in welchem Alter wir Menschen am glücklichsten sind. Innerhalb des „National Survey for Health and Development“ konnte festgestellt werden, dass die zufriedensten und positivsten Personen in ihren 70er Lebensjahren waren.

Im Alter um die siebzig sind Menschen tendenziell am glücklichsten. (Bild: pressmaster/fotolia.com)
Im Alter um die siebzig sind Menschen tendenziell am glücklichsten. (Bild: pressmaster/fotolia.com)

Ein Fünftel aller älteren Menschen erleben eine erhebliche Steigerung des Wohlbefindens
Für ihre Umfrage hatten die Mediziner mehr als 1.700 Teilnehmer rekrutiert. Dabei konnten sie feststellen, dass viele Menschen sich glücklicher und zufriedener fühlten, wenn ihr Alter etwa um die 70 Jahre lag, erläutern die Mediziner. Die Probanden wurden im Alter von 60 bis 64 Jahren darauf getestet, wie gut sie sich fühlten. Sie wurden befragt, wie fröhlich, zuversichtlich, optimistisch, nützlich und entspannt sie sich fühlen. Wurden den Testpersonen im Alter von 69 Jahren nochmal die gleichen Fragen gestellt, so konnte eine Verbesserung in allen 14 Kategorien festgestellt werden, aus denen eine sogenannte Wohlbefinden-Skala erstellt wurde, erklären die Forscher. Obwohl in dieser Altersgruppe die meisten Personen an mindestens einer chronischen Erkrankung litten, wie beispielsweise Arthritis, Diabetes und Bluthochdruck, waren die Befragten in diesem Alter am glücklichsten. Die Experten stellten fest, dass sich der Durchschnitt des Wohlbefindens in den Lebensjahren nach sechzig erhöht. Bei einem Fünftel aller Befragten beobachteten die Forscher eine erhebliche Steigerung des Wohlbefindens im späteren Leben. Es gab allerdings auch eine kleine Gruppe von Personen, bei denen ein deutlicher Rückgang festzustellen war.

Im Alter zwischen 65 und 79 Jahren sind die Leute am zufriedensten
Der „National Survey for Health and Development“ wurde im März 1946 ins Leben gerufen. Damals wurden Tausende von Neugeborenen für die Studie rekrutiert. Eines der Ziele der Untersuchung war es, zu analysieren, wie sich Menschen im Laufe der Zeit verändern. So sollten Umstände oder Verhalten identifiziert werden, die dazu beitragen, dass wir uns glücklicher fühlen, erläutern die Experten. Dabei war zu erkennen, dass Menschen im mittleren Alter am unzufriedensten waren. Bei diesen Personen konnte festgestellt werden, dass sie die niedrigste Zufriedenheit und den höchsten Grad an Angst in sich vereinten. Menschen im Alter von 65 bis 79 Jahre berichteten über das durchschnittlich höchste persönliche Wohlbefinden. Diese Werte sinken wieder, wenn die Befragten ein sehr hohes Alter erreichen, fügen die Mediziner hinzu. Ein Fünftel der Befragten erlebten eine erhebliche Steigerung des Wohlbefindens im späteren Leben, obwohl wir auch eine kleinere Gruppe beobachten konnten, die einen deutlichen Rückgang erlebte, sagt Dr. Mai Stafford vom „Medical Research Council“. Es ist noch nicht klar, was den Anstieg des Wohlbefindens während unserer späteren Lebensjahre auslöst, fügt die Medizinerin hinzu.

Ältere Menschen profitieren von sozialen Beziehungen
Der Vorteil dieser langzeitigen Kohortenstudie war, dass Individuen sich im Laufe ihres Lebens ändern und dieser Vorgang in der Untersuchung beobachtet werden konnte. Wir hoffen, dass die Beobachtungen uns helfen, gemeinsame positive Erfahrungen zu lokalisieren und Erkenntnisse zu gewinnen, was unser Wohlbefinden im späteren Leben verbessern kann, erläutert Dr. Stafford. In ihren 60er und 70er Lebensjahren priorisieren die Menschen eher soziale Beziehungen und kümmern sich besser um ihre geistige Gesundheit. Zu diesem Zeitpunkt haben Menschen verstanden, was sie glücklicher und zufriedener macht. Menschen leben heutzutage viel länger, aber der schlechte Gesundheitszustand im Alter ist immer noch ein großes Problem. In diesem Alter leiden die meisten Menschen unter mindestens einer chronischen Erkrankung. (as)
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