Spezifische Gene bewirken, wie alt wir aussehen



MC1R und andere Faktoren haben großen Einfluss auf Ihr wahrgenommenes Alter
Was macht den großen Unterschied, warum einige Menschen jung aussehen und andere Personen viel älter wirken, als sie wirklich sind? Sicherlich hat der Lebensstil einen großen Einfluss, aber Forscher fanden jetzt heraus, dass ein jugendliches Aussehen auch durch ein Gen mit dem Namen MC1R beeinflusst wird.

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Die Wissenschaftler vom „Erasmus University Medical Centre“ stellten bei iher Untersuchung fest, dass bestimmte Gene beeinflussen, ob wir im Alter noch jung aussehen oder nicht. Das sogenannte MC1R-Gen hat demnach einen großen Einfluss darauf, wie alt wir auf andere Menschen wirken und wie jung unsere Haut aussieht. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Current Biology“.

Wissenschaftler fanden heraus, dass eine bestimmte Genvariante bewirkt, dass wir für andere Menschen älter aussehen, als wir wirklich sind. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)
Wissenschaftler fanden heraus, dass eine bestimmte Genvariante bewirkt, dass wir für andere Menschen älter aussehen, als wir wirklich sind. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)

Es gibt eine Verbindung zwischen einem jungen Aussehen und unserer Gesundheit
Das MC1R-Gen beeinflusst unser Aussehen im Alter. Durch das Gen erscheinen manche Menschen viel älter, als sie wirklich sind. Andere Menschen sehen auch nach Jahren noch jung und frisch aus. Was genau das MC1R-Gen dabei bewirkt, ist noch unklar. „Es ist nicht für Krähenfüße und Leberflecken verantwortlich, aber es könnte sich auf die Gesichtsstruktur auswirken“, vermuten die Mediziner. So sei es möglich, dass MC1R beispielsweise unsere Lippenhöhe beeinflusst. Ein junges Aussehen kann den Medizinern zufolge aber auch auf andere Faktoren schließen lassen, denn „es gibt eine Verbindung zwischen jungem Aussehen und einer guten Gesundheit“, sagt der Co-Autor Manfred Kayser vom Erasmus University Medical Centre.

Studie untersuchte insgesamt 4.500 Probanden
Schon frühere Untersuchungen hatten ergeben, dass Flecken auf der Haut und von der Sonne verursachte Hautschäden durch unsere Gene beeinflusst werden. Das MC1R-Gen ist entscheidend für die Herstellung von Melanin, dass „die Pigmentierung der Haut bewirkt und es schützt vor der UV-Strahlung der Sonne“, erklären die Mediziner. Die neue Studie befasste sich speziell mit den Auswirkungen der Gene auf unser gefühltes Alter. „Dieses bestimmt, wie alt andere Menschen uns einschätzen“, erklärt der Co-Autor David Gunn.

Für ihre Untersuchung beauftragten die Mediziner einige Probanden, das Alter von 2.700 niederländischen Senioren zu schätzen. Danach überprüften die Wissenschaftler die DNA-Abschnitte der Menschen, die älter geschätzt wurden, als sie wirklich waren. Um ihre Ergebnisse zu bestätigen, wiederholten die Forscher den Vorgang mit 600 zusätzlichen Senioren aus den Niederlanden und etwa 1.200 britischen Senioren. So konnten sie feststellen, dass eine Variante von MC1R bewirken kann, dass Menschen etwa zwei Jahre jünger wirken.

Genetik, Sonneneinstrahlung, Rauchen und Zahnpflege beeinflussen das wahrgenommene Alter
Das MC1R-Gen ist entscheidend für die Herstellung von Melanin, dass die Pigmentierung der Haut bewirkt und vor der UV-Strahlung der Sonne schützt. Ihm wurde früher nachgesagt, dass es für rote Haare und Sommersprossen verantwortlich sei. „Es ist aber auch an der DNA-Reparatur der Haut beteiligt“, erklären die Wissenschaftler. Somit besteht die Möglichkeit, dass sich dieser Umstand auch auf unser Aussehen auswirkt.

Es gibt natürlich auch ganz andere Faktoren die unser Aussehen beeinflussen, „wie zum Beispiel Rauchen oder der Body-Mass-Index (BMI)“, fügen die Mediziner hinzu. Diese wurden in der Studie nicht berücksichtigt. Wenn wir lernen, was genau mit der alternden Haut von Menschen geschieht, „werden wir Mittel und und Wege finden, die es Menschen ermöglichen, möglichst lange jung auszusehen“, erklärt Co-Autor Gunn. Allerdings ist das wahrgenommene Alter nicht nur von unser Genetik abhängig. Rauchen, Sonneneinstrahlung und schlechte Pflege unserer Zähne bewirken, dass Menschen älter aussehen, fügt der Experte hinzu. Menschen sehen vielleicht durch eine Variante von MC1R zwei Jahre älter aus, wenn die betroffene Person dann auch noch raucht, wird sie wahrscheinlich noch älter wirken, sagt der Mediziner. (as)
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Studie: Gute Freunde könnten unsere Schmerztoleranz erhöhen



Ein großes soziales Netzwerk hilft uns, besser mit Schmerzen und Stress umzugehen
Forscher untersuchten jetzt die Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf die menschliche Schmerztoleranz. Dabei konnten sie feststellen, dass Menschen mit mehr Freunden eine deutlich erhöhte Schmerztoleranz aufwiesen. Somit hängt die Menge von Schmerzen, die Menschen ertragen können, auch von ihren Freunden ab.

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Wissenschaftler von der University of Oxford fanden bei einer neuen Untersuchung heraus, dass Menschen eine erhöhte Schmerztoleranz haben, wenn sie über viele Freunde verfügen. Demnach ertragen Personen mit einem großen sozialen Netzwerk mehr Schmerzen, als Menschen ohne viele Freunde. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen mit guten Freunden und großen sozialen Netzwerken eine höhere Schmerztoleranz aufweisen. (Bild: Kalim/fotolia.com)
Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen mit guten Freunden und großen sozialen Netzwerken eine höhere Schmerztoleranz aufweisen. (Bild: Kalim/fotolia.com)

Studie untersucht die Auswirkungen von Endorphin
Die Forscher waren bei ihrer Studie besonders an Endorphin interessiert, einer Substanz, die in unserem Gehirn vorkommt. Endorphine sind Teil der Regulation von Schmerz und Lust, erläutern die Mediziner. Die Chemikalie ist das natürliche Schmerzmittel unseres Körpers, außerdem ist sie auch für Gefühle wie Freundschaft mitverantwortlich, erläutert Katerina Johnson von der University of Oxford. Es gibt eine Theorie, dass soziale Interaktionen mit Freunden positive Emotionen auslösen können, wenn sich dabei Endorphine an die Opioid-Rezeptoren in unserem Gehirn binden. Dadurch entsteht dann eine Art sogenannter „Wohlfühlfaktor“. Diesen erleben wir, wenn wir unsere Freunde zu sehen bekommen, fügt Johnson hinzu.

Gestresste- und Menschen mit psychischen Erkrankungen haben meist kleine soziale Netzwerke
Endorphine haben eine leistungsfähige schmerzlindernde Wirkung, die sogar stärker ist als Morphin, erklärt Johnson. Die Forscher verwendeten die Schmerztoleranz bei Probanden als einen Weg, um die Endorphin-Aktivität im Gehirn zu bewerten. Dabei konnten sie feststellen, dass Menschen mit größeren sozialen Netzwerken eine höhere Schmerztoleranz haben. Die aktuellen Ergebnisse sind auch sehr interessant, weil andere neue Studie nahegelegt hatten, dass unser Endorphin-System durch psychische Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen gestört werden kann, erklärt Johnson. Dies könnte bewirken, dass depressive Menschen oft unter einem Mangel an Motivation leiden und meist sozial sehr zurückgezogen leben, fügt die Medizinerin hinzu.

Menschen die häufig unter Stress leiden, haben meist auch kleinere soziale Netzwerke. Außerdem berichten die Forscher, dass fittere Menschen häufig einen kleineren Freundeskreis haben. Denn Menschen, die viel trainieren, haben weniger Zeit, um ihre sozialen Netzwerke aufrechtzuerhalten, vermuten die Mediziner. Allerdings setzen sowohl physische als auch soziale Aktivitäten Endorphine frei. Vielleicht verwenden einige Menschen sportliche Übungen, um einen sogenannten Endorphin-Kick zu bekommen, anstatt sich mit anderen Personen zu sozialisieren, vermutet Johnson.

Menschen mit großen sozialen Netzwerken haben klare Vorteile bei Schmerztests
Die Ergebnisse der Studie zeigen einen Zusammenhang zwischen Stress und kleineren sozialen Netzwerken. Personen mit einem größeren sozialen Netzwerk können vielleicht einfach besser mit ihrem Stress umgehen, sagen die Forscher. Oder es könnte bedeuten, dass Menschen mit viel Stress einfach weniger Zeit für soziale Aktivitäten haben. Als Folge davon schrumpft dann ihr Netzwerk, erläutern die Experten. Die Teilnehmer der Studie wurden gebeten einen Fragebogen auszufüllen, der im Zusammenhang mit ihren engsten sozialen Netzwerken stand. Außerdem wurden Informationen über den Lebensstil und die Persönlichkeit ermittelt, sagen die Autoren. Danach führten die Wissenschaftler einen Test durch, bei dem die Probanden mit einem geraden Rücken an einer Wand lehnen mussten. Dabei winkelten sie die Knie um 90 Grad an. Nun wurden sie gebeten, diese Position so lange wie möglich zu halten, erklären die Wissenschaftler. Die Forscher beobachteten dabei, wie lange die Teilnehmer den auftretenden Schmerz ertragen konnten.

Natürlich gab es Unterschiede bei der individuellen Fitness der Probanden, die es manchen Personen ermöglichte, länger die beschriebene Postion zu halten. Aber die Ergebnisse zeigen klar, dass die Menschen die den Schmerztest am längsten ertragen konnten, auch die größten sozialen Netzwerke hatten, fügen die Mediziner hinzu. (as)
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Ökotest: Versteckter Zucker praktisch in allen Lebensmittelprodukten



Lebensmittelhersteller nutzen zahlreiche Tricks zur Verschleierung des Zuckergehalts
Versteckter Zucker findet sich in zahlreichen Lebensmittelprodukten. Einem aktuellen Test der Zeitschrift „Ökotest“ zufolge ist versteckter Zucker in fast allen Fertiggerichten enthalten. „In Fertigpizza, Kartoffelsalat und Currywurst steckt jede Menge Zucker“, berichtet „Ökotest“. In ihrer Untersuchung entlarvten die Tester die Tricks der Hersteller beim Verstecken des Zuckers. „Wer auf Zucker verzichten will, muss eine Menge Vokabeln lernen“, so das Fazit von „Ökotest“.

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Vielfach wird der hohe Zuckergehalt von Lebensmitteln verschleiert und für Verbraucher ist nur schwer nachvollziehbar, wie viel Zucker in den Nahrungsmitteln versteckt ist. Beispielsweise werden die Joghurt-Gums von Katjes in der Werbung von Ex-Topmodel Heidi Klum mit dem Satz beworben: „Alles ohne Fett!“ Hier verschleiere die Werbung, dass die Tüten voller Zucker stecken – im Katjes-Fall 52 Prozent, so die Mitteilung von „Ökotest“. Seit der hohe Zuckergehalt in Lebensmitteln in Verruf geraten ist, versuche die Industrie die Süße der Lebensmittel zu verstecken. Eingesetzt werde dieser vor allem als billiger Geschmacksträger. Die Experten von „Ökotest“ decken die Tricks der Lebensmittelindustrie beim Verschleiern des Zuckergehalts auf.

Die Lebensmittelhersteller nutzen eine Vielzahl an Tricks, um den Zuckergehalt ihrer Produkte zu verschleiern. (Bild: Syda Productions/fotolia.com)
Die Lebensmittelhersteller nutzen eine Vielzahl an Tricks, um den Zuckergehalt ihrer Produkte zu verschleiern. (Bild: Syda Productions/fotolia.com)

Erster Trick: Verwendung verschiedener Zuckerarten
Zunächst werde von vielen Herstellern bei der Deklaration der Inhaltsstoffe eine einfache Methode verwendet, damit der Zucker aufgrund der enthaltenen Mengen nicht auf Platz eins der Zutatenliste landet. Sie verwenden verschiedene Zuckerarten, die dann jeweils einzeln weiter unten in der Zutatenliste aufgeführt werden. Nur durch einen Blick auf die Nährwertdeklaration werde hier deutlich, dass Zucker die Hauptzutat ist. Zwar müssen die Zutaten eigentlich mengenmäßig sortiert in absteigender Reihenfolge deklariert werden, doch weil viele Hersteller nicht einfach „Zucker“ verwenden, sondern zum Beispiel mit Glukose-Fruktose-Sirup, Invertzuckersirup, Dextrose oder Süßmolkenpulver süßen, werden die verschiedenen Zuckerarten nicht auf Platz 1, sondern beispielsweise auf Platz 3, 5, 9 und 10 der Zutatenliste gelistet, berichtet „Ökotest“.

Zweiter Trick: Einsatz „natürlicher Süße“
Für Verbraucher klingt die Angabe „nur natürliche Süße“ relativ gesund, wobei die Experten von „Ökotest“ allerdings darauf hinweisen, dass „es sich in vielen Fällen nicht um die natürliche Süße aus Milch, Gemüse oder Obst, sondern um hoch konzentrierte, getrocknete, teils mehrfach verarbeitete Pulver“ handelt. Diese würden nur noch einem einzigen Zweck dienen: Zu süßen. Die vielfach verwendete „Fruchtsüße“ sei so ein Beispiel. Sie ist „nichts anderes als ein Gemisch aus Fruktose und Glukose, das ernährungsphysiologisch dem Haushaltszucker weitgehend gleichzusetzen ist“, berichtet „Ökotest“. Denn auch der Haushaltszucker sei chemisch gesehen ein Disaccharid, also ein Zweifachzucker, der aus den Monosacchariden Glukose und Fruktose besteht. Selbst wenn sich hartnäckig das Gerücht halte, Fruchtzucker sei dem herkömmlichen vorzuziehen, sind „bestimmte Zuckerarten nicht gesünder oder besser als andere“, zitiert „Ökotest“ die Expertin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Antje Gahl.

Dritter Trick: Unterschiedliche Bezeichnungen
Wie bereits erwähnt, setzten die Hersteller oft verschiedene Zuckerarten ein, was eine Platzierung weiter hinten auf der Zutatenliste ermöglicht. Hierbei werden oftmals auch Süßungsmittel verwendet, die begrifflich keinen Zusammenhang mit Zucker vermuten lassen. Bei der direkten Bezeichnung „Zucker“ oder auch bei der Angabe „Sirup“ ist den meisten Verbrauchern klar, worum es sich handelt. Allerdings setzen viele Hersteller Süße ein, „die sich hinter Begriffen wie Maltodextrin, Oligofruktose oder Dextrose verbirgt“, berichtet „Ökotest“. Zunächst müssen Verbraucherinnen und Verbraucher daher eine Vielzahl von Vokabeln lernen, um auf Zucker zu verzichten.

Vierter Trick: „Weniger Fett“ und „weniger süß“
Zucker und Fett bilden maßgebliche Geschmacksträger in vielen Fertiglebensmitteln. Wird der Gehalt des einen Inhaltsstoffs reduziert, muss daher meist von dem anderen mehr hinzugefügt werden, um die Geschmackseinbußen auszugleichen. Deswegen bedeute die Bezeichnung „weniger Fett“ oft „mehr Zucker“, berichtet „Ökotest“. Auch sei die Auszeichnung „weniger süß“ noch lange nicht mit „wenig süß“ gleichzusetzen. Lebensmittelrechtlich bedeutet diese Bezeichnung nichts anderes als „30 Prozent weniger süß“ als ein Vergleichslebensmittel, erläutern die Experte. Daher könne „weniger süß“ heißen, dass das Produkt trotzdem zu mehr als der Hälfte aus Zucker besteht.

Fünfter Trick: Kleine Portionsgrößen als Referenzmenge
Die Angaben zu dem Gehalt an Fett, Zucker oder Salz werden auf den Lebensmitteln meist in Bezug zu der empfohlenen Tagesmenge des jeweiligen Inhaltsstoffs gesetzt. Allerdings beziehe sich die Referenzmenge auf eine Portion des Lebensmittels und je kleiner ein Hersteller diese bemisst, desto geringer wirke der Anteil des Lebensmittels an der täglichen Gesamtmenge. So lässt sich die Menge des aufgenommen Zuckers durch eine entsprechende Absenkung der Portionsgröße leicht reduzieren. „Ökotest“ nennt hier die halbe Pizza als ein beliebtes Beispiel, um Fett- und Salzgehalte schnell optisch zu halbieren. Noch dreister sei der gängige Trick, die „Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen“ auf einem Lebensmittel für Kinder abzudrucken. Den Angaben von „Ökotest“ zufolge liegt die EU-Referenzmenge für Zucker bei 90 Gramm am Tag, was etwa 30 Stück Würfelzucker entspricht. Dies Angabe beziehe sich allerdings auf den Gesamtzucker. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO ) empfehle seit neuestem möglichst nicht mehr als 25 Gramm Zucker am Tag aufzunehmen (früher 50 Gramm), beziehe sich dabei aber nur auf den zugefügten Zucker, während Milch, Obst und Gemüse nicht hinzugerechnet werden.

Versteckter Zucker in allen getesteten Produkten
Für die aktuelle Untersuchung hatte „Ökotest“ 34 Lebensmittelprodukte im Labor auf ihren Zuckergehalt analysieren lassen, mit dem Ergebnis, dass in allen getesteten Lebensmitteln jede Menge Zucker steckte. „Eine Meica Curry King Echte Meica Currywurst schafft es alleine auf fast 100 Prozent der strengeren WHO-Empfehlung; mit einer Flasche Müller Frucht Buttermilch Multi-Vitamin nimmt man sogar sage und schreibe 59,5 Gramm Zucker zu sich“, berichtet Ökotest. Die Hersteller ziehen bei der Verschleierung des Zuckergehalts alle Register. So werbe beispielsweise Rewe für seinen „Rewe Beste Wahl Typ Cappuccino“ mit der Kennzeichnung „ohne Zuckerzusatz“, obwohl das Pulver fast zur Hälfte aus zuckrigen Zutaten besteht, betont „Ökotest“. Von den Cornflakes-Anbietern sei der Zuckergehalt über die Angabe von 30-Gramm-Portionen kleingerechnet worden und auch die Angabe der Referenzmenge für Erwachsene wurde hier beispielsweise bei Kellogg’s Frosties oder den Kölln Cerealien Zauberfleks Honig genutzt, obwohl die Anbieter mit bunten Comicbildchen gezielt Kinder ansprechen.

Tricks der Hersteller aufdecken
Versteckter Zucker findet sich laut Angaben von „Ökotest“ auch in Salaten, „herzhaften“ Fertiggerichten, Soßen und Joghurts. Im Einkaufswagen sei meist eine breite Palette an Lebensmitteln mit hohen Zuckergehalten auszumachen, in denen Verbraucher keinen oder deutlich weniger Zucker erwarten. Die meisten süßenden Zutaten im Test seien bei der Pizza Tradizionale Speciale von Dr. Oetker festzustellen gewesen, allerdings habe der Hersteller das Rezept für den Pizzateig bereits geändert, so dass der Zuckerhalt nun geringer ausfalle, berichtet „Ökotest“. Auch zielte die Untersuchung nicht darauf ab, ein Gesamturteil abzugeben, sondern die Experten wollten nach eigenen Angaben in erster Linie die Tricks der Hersteller in Sachen Zuckerverstecken aufdecken. (fp)
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Stärker werdende Depression Vorbote von Demenz?



Verstärkte Depressionssymptome können auf ein drohende Demenz hinweisen
In früheren Studien wurden bereits mehrfach Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Risiko einer späteren Demenz festgestellt. Niederländische Forscher haben in einer aktuellen Untersuchung nun nachgewiesen, dass der Verlauf einer Depression maßgeblichen Einfluss darauf hat, ob das Demenz-Risiko der Betroffenen steigt. Eine Verschlechterung im Krankheitsverlauf könne eine Vorbote einer drohenden Demenz sein, berichten die Forscher. Ihre Studienergebnisse haben sie in dem Fachmagazin „The Lancet Psychiatry“ veröffentlicht.

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Der Zusammenhang zwischen Depressionen und dem Risiko einer Demenz wurde laut Aussage der Forscher in früheren Studien vielfach untersucht, wobei allerdings der Krankheitsverlauf keine Berücksichtigung gefunden habe. Das Forscherteam um Dr. M. Arfan Ikram vom Erasmus Medical Center in Rotterdam ist daher in seiner aktuellen Untersuchung der Frage nachgegangen, inwiefern das Risiko der Demenz sich bei verschiedenen Verläufen einer Depression unterscheidet. Ihren Ergebnissen zufolge ist das höhere Risiko einer Demenz vor allem bei einer deutlichen Zunahme der depressiven Symptome festzustellen.

Nehmen die Symptome einer Depression deutlich zu, kann dies Vorbote einer Demenz sein. (Bild: Monkey Business/fotolia.com)
Nehmen die Symptome einer Depression deutlich zu, kann dies Vorbote einer Demenz sein. (Bild: Monkey Business/fotolia.com)

Daten von 3.325 Personen ausgewertet
Für ihre Studie nutzten die Forscher die Daten aus der sogenannten Rotterdam-Studie, welche seit 1990 läuft und die medizinischen Daten von tausenden Erwachsenen im Alter über 55 Jahren regelmäßig erfasst. Die Wissenschaftler widmeten sich den Daten von 3.325 Personen, die keine Anzeichen einer Demenz aufwiesen, jedoch bei mindestens einer Prüfung Symptome einer Depression zeigten. Die Daten stammten aus den Jahren 1993 bis 2004. Die Wissenschaftler unterteilten die Probanden in fünf Gruppen mit unterschiedlichem Verlauf der depressiven Symptome: Anhaltend geringe Symptome einer Depression; anfänglich starke Symptome, die sich im Verlauf verringerten; niedrige Anfangssymptome, die im weiteren Verlauf remittierten (nachlassen und wiederkehren); niedrige Anfangssymptome, die dann stetig zugenommen haben; hohe Anfangssymptome, die anhaltend hoch blieben. Während der ausgewerteten 26.330 Personenjahre entwickelte laut Aussage der Forscher 434 Probanden eine Demenz.

Verlauf der Depression entscheidend für das Demenz-Risiko
Die genauere Auswertung der einzelnen Gruppen machte deutlich, dass nur bei einem Verlauf mit Erhöhung der depressiven Symptomen ein höheres Risiko von Demenz festzustellen war, berichten die niederländischen Forscher. Das Risiko der Demenz habe sich bei den verschiedenen Verläufen der Depression insgesamt deutlich unterschieden. Diese Verläufe lassen sich nicht durch eine einmalige Beurteilung der depressiven Symptomen erfassen, betonen die Forscher. Jedoch sei eine Zunahme der Beschwerden bei der Verlaufskontrolle als relativ verlässlicher Vorbote einer drohenden Demenzerkrankung zu bewerten. Weitere Untersuchungen seien nun erforderlich, um den Zusammenhang zwischen dem Verlauf einer Depression und dem Demenz-Risiko zu entschlüsseln. (fp)
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Zahlreiche Verletzungsgefahren bei der schönsten Nebensache der Welt



Wissenschaftler berichten über gefährlichste Liebes-Stellungen
Unfälle bei der schönsten (Neben-)Sache der Welt sind nicht selten. Wenn aber etwas passiert, reden die meisten Menschen nicht darüber, weil es ihnen peinlich ist. Oft muss sogar der Notarzt aufgesucht werden, um medizinisch einzugreifen. Forscher in Brasilien haben sich nun mit der Frage beschäftigt, welche sexuelle Stellung am Gefährlichsten ist.

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Unfälle sind gar nicht so selten
Notfallmediziner sind immer wieder mal mit bizarren Notfällen beschäftigt die durch Unfälle beim Liebesakt entstanden sind. So müssen etwa häufig Gegenstände wie Flaschen, Werkzeuge oder Stangen aus den Öffnungen von Patienten entfernt werden. Im Rausch der Lust kann eben so einiges passieren. Und das gar nicht mal so selten. Gesundheitsexperten zufolge sind Unfälle beim Geschlechtsakt sogar relativ häufig. In vielen Fällen kann es zu einer „Penisfraktur“ kommen, die mit Schmerzen einhergeht. Forscher in Brasilien haben sich damit beschäftigt, bei welchen Positionen es zu gefährlichen Komplikationen kommen kann.

Das alles kann passieren, wenn es beim Sex schief gehen. Bild: Piotr Marcinski - fotolia
Das alles kann passieren, wenn es beim Sex schief gehen. Bild: Piotr Marcinski – fotolia

Gefährliche Stellungen
Brasilianische Wissenschaftler der „School of Medical Sciences“ der „University of Campinas“ (UNICAMP) haben zusammen mit Kollegen untersucht, welche Stellungen problematisch für das männliche Glied werden können. Als die gefährlichste Position haben sie die sogenannte Reiterstellung identifiziert. Diese Stellung birgt ein großes Risiko, da die Frau – während sie auf dem Mann sitzt – ihr ganzes Gewicht auf den empfindlichen Körperteil des Mannes verlagert und die Bewegung kontrolliert. Im Falle einer „falschen Vereinigung“ könne sie in der Position nicht schnell genug reagieren. Wie es heißt, sei die Reiterstellung für etwa die Hälfte aller Penisbrüche verantwortlich.

Verhältnismäßig harmlose Positionen
Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Advances in Urology“. Dort berichteten sie auch über die verhältnismäßig harmlosen Positionen. Als eher ungefährlich wurde der sogenannte „Doggy“ eingestuft. Wie es heißt, resultierten nur rund 29 Prozent der Penis-Frakturen aus dem Verkehr in dieser Stellung. Und auch die „Missionarsstellung“ birgt offenbar eine geringere Gefahr für den Mann. Den Angaben zufolge liegt die Bruchgefahr hier bei 21 Prozent.

Schmerzfreie Liebe bei Rückenproblemen
Auch kanadische Forscher haben sich in der Vergangenheit mit verschiedenen Stellungen beschäftigt. Bei ihrer Studie stand im Mittelpunkt welche Position bei Rückenschmerzengeeignet ist, um Sex ohne Schmerzen zu haben. Eines der Ergebnisse war damals, dass die oft von Ärzten empfohlene Löffelchen-Stellung, bei der beide Partner auf der Seite liegen, nicht für alle ratsam ist. Eine konkrete Empfehlung kann unter anderem aufgrund der unterschiedlichen Rückenschmerzen nicht abgegeben werden. (sb) Advertising
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