Einsatz tierischer Knochenmasse bei der Apfelsaft-Produktion



Produktion von Apfelsaft und -schorle oft mit Hilfe von Gelatine
Bei Säften und Schorle gehen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher davon aus, dass keine tierischen Bestandteile bei der Produktion verwendet werden. Doch „wer klaren Apfelsaft oder Apfelschorle kauft, kann nicht sicher sein, dass es sich dabei um ein rein pflanzliches Produkt handelt“, so die aktuelle Mitteilung der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. Denn viele Säfte werden laut Foodwatch mit tierischer Gelatine geklärt.

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Apfelsäfte und -schorlen sind dem aktuellen Marktcheck von Foodwatch zufolge keinesfalls als rein pflanzliche Produkte zu verstehen. Oft werde Gelatine als Mittel zur Klärung verwendet, berichtet die Verbraucherschutzorganisation. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern, die aus religiösen oder ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichten wollen, werde der Einkauf damit deutlich erschwert.

Kaum jemand denk bei der Produktion von Apfelsaft an den Einsatz tierischer Produkte, doch wird oft Gelatine zum klären verwendet. (Bild: Es75/fotolia.com)
Kaum jemand denk bei der Produktion von Apfelsaft an den Einsatz tierischer Produkte, doch wird oft Gelatine zum klären verwendet. (Bild: Es75/fotolia.com)

Jeder dritte Saft mit Gelatine geklärt?
Für die aktuelle Untersuchung hat Foodwatch das komplette Sortiment an Apfelsäften und Apfelschorle bei den drei größten Lebensmitteleinzelhändlern in Deutschland – Edeka, Lidl und Rewe – überprüft. Die Recherchen ergaben, dass „bei jedem dritten Apfelsaft bzw. -nektar (7 von 17) und jeder dritten Apfelschorle (5 von 14) die Klärung mit tierischer Gelatine nicht ausgeschlossen“ werden kann, so die Mitteilung der Verbraucherschutzorganisation. Grundsätzlich habe es dabei keinen Unterschied gemacht, ob der Saft oder die Schorle von einem Markenhersteller stammte oder die Eigenmarke eines Handelskonzerns war.

Verbraucherinnen und Verbraucher in ihrer Erwartung getäuscht
Zu den Produkten, die laut Foodwatch mit Gelatine geklärt wurden, zählen verschiedene Markenartikel und Eigenmarken der Discounter. So wurden beispielsweise der klare Apfelsaft von Albi sowie die Schorlen von Adelholzener, Lichtenauer und die Bioschorle von Rewe mit Schweine- oder auch Rindergelatine geklärt. „Auch wenn die Gelatine im Endprodukt nicht mehr enthalten ist, werden Verbraucherinnen und Verbraucher in ihrer Erwartung getäuscht“, so das Fazit von Foodwatch. Niemand gehe bei an sich pflanzlichen Produkten wie klarem Apfelsaft davon aus, dass tierische Inhalts-, Zusatz- oder Hilfsstoffe verwendet wurden.

Verzicht auf Gelatine durchaus machbar
Verschiedene Hersteller zeigen laut Foodwatch, dass die Klärung des Apfelsafts auch auch ohne tierische Gelatine möglich ist. So würden zum Beispiel die Säfte von Pfanner, Beckers Bester und Valensina entweder mechanisch durch Ultrafiltration oder mit Hilfe pflanzlicher „Gelatine“ geklärt. Bei dem Hersteller Adelholzener laufe derzeit nach eigenen Angaben ein Projekt, um zu testen, ob statt tierischer Gelatine künftig Erbsenprotein verwendet werden kann. Im Allgemeinen werde bei dem sogenannten Schönungsprozess des naturtrüben Safts Gelatine zugesetzt, die zusammen mit den anhaftenden Trübstoffen anschließend wieder herausgefiltert wird, erläutert Foodwatch. Im Endprodukt sei die Gelatine nach Herstellerangaben nicht mehr nachweisbar.

Kennzeichnungspflicht gefordert
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist angesichts fehlender Kennzeichnung nicht zu erkennen, ob der Saft mit Hilfe tierischer Gelatine hergestellt wurde, so die Kritik von Foodwatch. Daher fordern die Verbraucherschützer „eine klare und gut lesbare Kennzeichnungspflicht, wenn tierische Substanzen an irgendeiner Stelle im Produktionsprozess verwendet wurden.“ Dies gelte auch für Aromen tierischen Ursprungs, die zum Beispiel bei einigen Chipssorten verwendet werden, oder für Farbstoffe, die aus Tieren gewonnen werden. Hier sei „es höchste Zeit, diese gesetzlichen Kennzeichnungslücken zu schließen.“ Solange aber auf den Flaschen und Tetrapaks nicht angegeben werden muss, ob mit tierischer Gelatine geklärt wurde, sei eine informierte Kaufentscheidung bei Apfelsaft und Apfelschorle nicht möglich, betont die Foodwatch-Expertin Sophie Unger. (fp)
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Nahrung mit weniger Protein und mehr Kohlenhydraten erhöht die Lebenserwartung



Eine Ernährung mit mehr Kohlenhydraten kann zu einem längeren Leben führen
In den letzten Jahren wurden Kohlenhydrate häufig dämonisiert. Oft wurde davon abgeraten, viele Kohlenhydrate zu konsumieren, um beispielsweise etwas an Gewicht abzunehmen. Forscher fanden jetzt heraus, dass Kohlenhydrate einen durchaus sehr positiven Effekt auf unsere Gesundheit haben. Eine Ernährung mit Kohlenhydraten und wenig Protein kann unsere Lebenserwartung verlängern.

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Die Wissenschaftler vom University of Sydney’s Charles Perkins Centre stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass eine Ernährung reich an Kohlenhydraten zu einer Verlängerung unseres Lebens führen kann. Also könnten Kohlenhydrate eine Art Jungbrunnen für uns Menschen sein. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Cell Metabolism“.

Viele Menschen in der heutigen Zeit vermeiden eine Ernährung mit viel Kohlenhydraten. Mediziner fanden jedoch heraus, dass eine Ernährung mit viel Kohlenhydraten die Lebenserwartung und die Lebensqualität im Alter verbessert. (Bild: bit24/fotolia.com)
Viele Menschen in der heutigen Zeit vermeiden eine Ernährung mit viel Kohlenhydraten. Mediziner fanden jedoch heraus, dass eine Ernährung mit viel Kohlenhydraten die Lebenserwartung und die Lebensqualität im Alter verbessert. (Bild: bit24/fotolia.com)

Unsere Ernährung beeinflusst die Lebenserwartung
Wenn Sie länger leben möchten, sollten Sie vielleicht Ihre Ernährung verändern. Eine Ernährung mit mehr Kohlenhydraten und wenig Proteinen bewirkt, dass sich unsere Lebenserwartung verbessert. Die Forscher der University of Sydney raten zu solch einer Ernährung, weil diese zu einem längeren Leben führe und vielleicht sogar bei der Bekämpfung von Fettleibigkeit und Typ 2 Diabetes helfen könne.

Ernährung kann das sogenannte Jungbrunnen-Hormon FGF21 stimulieren
Eine entsprechende Ernährung stimuliert die Produktion des Hormons Fibroblast Growth Factor 21 (FGF21). Diese Hormon wird auch als sogenanntes Jungbrunnen-Hormon bezeichnet, welches vor allem in der Leber produziert wird, erläutern die Forscher.

Gesundheitliche Auswirkungen von FGF21
Frühere Forschung hatte bereits gezeigt, dass FGF21 stark durch die Ernährung beeinflusst wird. Hohe Niveaus dieses Hormons spielen eine große Rolle bei der Eindämmung des Appetits, der Verringerung des Metabolismus, der Verbesserung des Immunsystems und der Insulinproduktion, erklären die Autoren.

Forscher raten zu eine Ernährung reich an Kohlenhydraten
Trotz der derzeitigen Popularität einer Ernährung mit viel Proteinen, raten die Forscher zum genauen Gegenteil. Eine Ernährung reich an Kohlenhydraten und mit nur wenig Protein ist vorteilhaft für die Gesundheit des späteren Lebens und vergrößert unsere Langlebigkeit, sagen die Experten.

Mäuse mit hohen FGF21-Spiegel lebten länger
Eine Ernährung mit wenig Protein und reich an Kohlenhydraten führt bei Mäusen zur effektivsten Steigerung des Hormons FGF21, erläutert Autorin Dr. Samantha Solon-Biet. Die Mäuse mit einem erhöhten FGF21-Spiegel lebten viel länger, fügt die Medizinerin hinzu. Diese Feststellung widerspricht der weitverbreiteten Annahme, dass die Reduzierung von Kohlenhydraten am besten für die allgemeine Gesundheit ist.

Ergebnisse der Studie können die aktuellen Ernährungsrichtlinien verbessern
Das Hormon FGF21 reagiert bei Menschen auf die gleiche Weise wie bei Mäusen. Die Daten der Forschung könnten also verwendet werden, um aktuelle Ernährungsrichtlinien zu verbessern, erläutern die Mediziner. So kann die maximale metabolische Wirkung des Hormons erzeugt werden. Natürlich kann FGF21 auch mit der Hilfe von Medikamenten erhöht werden. Die neuen Ergebnisse zeigten jetzt aber, dass alternativ eine Umstellung der Ernährung das Niveau des Hormons erhöhen kann, sagen die Wissenschaftler.

Kohlenhydrate können Aspekte der Gesundheit im späteren Leben beeinflussen
Wir sollten die allgemeine Abneigung gegenüber Kohlenhydraten überdenken. Diese war in den letzten 20 oder 30 Jahren weitverbreitet, sagt Dr. Solon-Biet. Nun machen die Ergebnisse der letzten Untersuchung jedoch klar, dass ein niedriger Konsum von Proteinen und viel Kohlenhydrate einige Aspekte der Gesundheit im späteren Leben positiv beeinflussen. (as)
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Studien: Schmerzmittel führen zum erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz



Ältere Menschen sollten besonders vorsichtig bei der Einnahme von Schmerzmitteln sein
Schmerzmittel sollen eigentlich bei gesundheitlichen Problemen und starken Schmerzen helfen. Forscher fanden jetzt aber heraus, dass die Einnahme solcher sogenannten nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamente zu einem erhöhten Risiko für eine Herzinsuffizienz führen kann.

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Die Wissenschaftler der University of Milano-Bicocca stellten bei einer Untersuchung fest, dass nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) mit einem erhöhten Risiko für eine Herzinsuffizienz verbunden sind. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „British Medical Journal“ (BMJ).

Die Einnahme von Schmerzmittel kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Besonders ältere Menschen sind durch die Einnahme von sogenannten NSAIDs gefährdet. Die Verwendung dieser Medikamente kann bei Betroffenen zu einer Herzinsuffizienz führen. (Bild: Sherry Young/fotolia.com)
Die Einnahme von Schmerzmittel kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Besonders ältere Menschen sind durch die Einnahme von sogenannten NSAIDs gefährdet. Die Verwendung dieser Medikamente kann bei Betroffenen zu einer Herzinsuffizienz führen. (Bild: Sherry Young/fotolia.com)

Studie untersucht die Daten von etwa zehn Millionen älteren Probanden
Nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs), wie beispielsweise Ibuprofen, Naproxen und Diclofenac, werden allgemein zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen verwendet, erläutern die Mediziner. Die aktuelle Studie analysierte die Daten von zehn Millionen Menschen im durchschnittlichen Alter von 77 Jahren. Diese Probanden nahmen die oben genannten Medikamente ein und stammten aus dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Italien und Deutschland. Die erhobenen Daten wurden dann mit den Daten von Personen verglichen, die keine solchen Medikamente eingenommen hatten, fügen die Autoren hinzu.

Einnahme von NSAIDs erhöht Risiko für Herzversagen um 19 Prozent
Die Experten der University of Milano-Bicocca in Italien fanden heraus, dass sogenannte NSAIDs das Risiko erhöhen, mit Herzversagen in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden – um 19 Prozent. Die meisten der Teilnehmer waren im gehobenen Alter. Die Ergebnisse der neuen Studie scheinen für Patienten unter 65 Jahren nicht sehr relevant zu sein. Trotzdem ist die Studie sehr interessant für ältere Menschen, sagen die Wissenschaftler.

NSAIDs erhöhen bei Patienten mit Gelenkbeschwerden Risiko für eine Herzinsuffizienz
Die große Beobachtungsstudie verstärkt die Ergebnisse früherer Forschungen. Diese besagten, dass einige NSAIDs bei Patienten mit Gelenkbeschwerden zu einem erhöhtem Risiko für eine Herzinsuffizienz führen. Es ist bereits seit einigen Jahren bekannt, dass solche Arzneimittel mit Vorsicht bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen verwendet werden sollten, erläutern die Mediziner. Dies gilt besonders für regelmäßige Nutzer.

Medikamente sollten nur in geringen Mengen und möglichst kurz eingenommen werden
Herz- und Gelenkprobleme treten besonders häufig bei älteren Patienten auf. Die aktuelle Studie dient als eine Art von Erinnerung für alle Ärzte, um eine Verschreibung von NSAIDs in Zukunft sorgfältiger zu prüfen. Patienten sollten diese Medikamente in nur einer möglichst niedrigen Dosis zu sich nehmen. Außerdem sollten die Schmerzmittel nur für eine möglichst kurze Zeit verwendet werden, raten die Experten. Junge Menschen sollten sich jetzt aber keine Sorgen machen, wenn sie nur für einen kurzen Zeitraum Ibuprofen einnehmen. Problematisch wird das Medikament allerdings auch bei jüngeren Menschen, wenn diese beginnen Ibuprofen regelmäßig zu nehmen.

Suchen sie einen Arzt auf falls Sie regelmäßig Schmerzmittel einnehmen
Wenn Sie nur gelegentlich solche Medikamente einnehmen, um beispielsweise Schmerzen und Sportverletzungen zu behandeln, müssen Sie sich keine Sorgen über die Gefahren von Schmerzmitteln machen, sagen die Mediziner. Wenn Sie aber als junger Mensch regelmäßig solche Schmerzmittel erwerben und verwenden, sollten Sie einen Mediziner zur Untersuchung und Beratung aufsuchen, raten die Autoren. Die Einnahme der Medikamente kann negative Folgen haben, beispielsweise könnte ihre Niere geschädigt werden. (as)
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Tierische Knochenmasse in der Apfelsaft-Herstellung



Produktion von Apfelsaft und -schorle oft mit Hilfe von Gelatine
Bei Säften und Schorle gehen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher davon aus, dass keine tierischen Bestandteile bei der Produktion verwendet werden. Doch „wer klaren Apfelsaft oder Apfelschorle kauft, kann nicht sicher sein, dass es sich dabei um ein rein pflanzliches Produkt handelt“, so die aktuelle Mitteilung der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. Denn viele Säfte werden laut Foodwatch mit tierischer Gelatine geklärt.

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Apfelsäfte und -schorlen sind dem aktuellen Marktcheck von Foodwatch zufolge keinesfalls als rein pflanzliche Produkte zu verstehen. Oft werde Gelatine als Mittel zur Klärung verwendet, berichtet die Verbraucherschutzorganisation. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern, die aus religiösen oder ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichten wollen, werde der Einkauf damit deutlich erschwert.

Kaum jemand denk bei der Produktion von Apfelsaft an den Einsatz tierischer Produkte, doch wird oft Gelatine zum klären verwendet. (Bild: Es75/fotolia.com)
Kaum jemand denk bei der Produktion von Apfelsaft an den Einsatz tierischer Produkte, doch wird oft Gelatine zum klären verwendet. (Bild: Es75/fotolia.com)

Jeder dritte Saft mit Gelatine geklärt?
Für die aktuelle Untersuchung hat Foodwatch das komplette Sortiment an Apfelsäften und Apfelschorle bei den drei größten Lebensmitteleinzelhändlern in Deutschland – Edeka, Lidl und Rewe – überprüft. Die Recherchen ergaben, dass „bei jedem dritten Apfelsaft bzw. -nektar (7 von 17) und jeder dritten Apfelschorle (5 von 14) die Klärung mit tierischer Gelatine nicht ausgeschlossen“ werden kann, so die Mitteilung der Verbraucherschutzorganisation. Grundsätzlich habe es dabei keinen Unterschied gemacht, ob der Saft oder die Schorle von einem Markenhersteller stammte oder die Eigenmarke eines Handelskonzerns war.

Verbraucherinnen und Verbraucher in ihrer Erwartung getäuscht
Zu den Produkten, die laut Foodwatch mit Gelatine geklärt wurden, zählen verschiedene Markenartikel und Eigenmarken der Discounter. So wurden beispielsweise der klare Apfelsaft von Albi sowie die Schorlen von Adelholzener, Lichtenauer und die Bioschorle von Rewe mit Schweine- oder auch Rindergelatine geklärt. „Auch wenn die Gelatine im Endprodukt nicht mehr enthalten ist, werden Verbraucherinnen und Verbraucher in ihrer Erwartung getäuscht“, so das Fazit von Foodwatch. Niemand gehe bei an sich pflanzlichen Produkten wie klarem Apfelsaft davon aus, dass tierische Inhalts-, Zusatz- oder Hilfsstoffe verwendet wurden.

Verzicht auf Gelatine durchaus machbar
Verschiedene Hersteller zeigen laut Foodwatch, dass die Klärung des Apfelsafts auch auch ohne tierische Gelatine möglich ist. So würden zum Beispiel die Säfte von Pfanner, Beckers Bester und Valensina entweder mechanisch durch Ultrafiltration oder mit Hilfe pflanzlicher „Gelatine“ geklärt. Bei dem Hersteller Adelholzener laufe derzeit nach eigenen Angaben ein Projekt, um zu testen, ob statt tierischer Gelatine künftig Erbsenprotein verwendet werden kann. Im Allgemeinen werde bei dem sogenannten Schönungsprozess des naturtrüben Safts Gelatine zugesetzt, die zusammen mit den anhaftenden Trübstoffen anschließend wieder herausgefiltert wird, erläutert Foodwatch. Im Endprodukt sei die Gelatine nach Herstellerangaben nicht mehr nachweisbar.

Kennzeichnungspflicht gefordert
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist angesichts fehlender Kennzeichnung nicht zu erkennen, ob der Saft mit Hilfe tierischer Gelatine hergestellt wurde, so die Kritik von Foodwatch. Daher fordern die Verbraucherschützer „eine klare und gut lesbare Kennzeichnungspflicht, wenn tierische Substanzen an irgendeiner Stelle im Produktionsprozess verwendet wurden.“ Dies gelte auch für Aromen tierischen Ursprungs, die zum Beispiel bei einigen Chipssorten verwendet werden, oder für Farbstoffe, die aus Tieren gewonnen werden. Hier sei „es höchste Zeit, diese gesetzlichen Kennzeichnungslücken zu schließen.“ Solange aber auf den Flaschen und Tetrapaks nicht angegeben werden muss, ob mit tierischer Gelatine geklärt wurde, sei eine informierte Kaufentscheidung bei Apfelsaft und Apfelschorle nicht möglich, betont die Foodwatch-Expertin Sophie Unger. (fp)
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Darmkrankheiten: Ein Pilz wahrscheinlicher Auslöser von Morbus Crohn



Neue Erkenntnis könnte zu neuen Behandlungsmöglichkeiten führen
Forscher fanden heraus, dass ein Pilz der Schlüsselfaktor für die Entwicklung von Morbus Crohn sein könnte. Diese entzündliche Darmerkrankungen verursacht Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust und Müdigkeit. Die Erkenntnis könnte zu einer neuen Behandlung bei Morbus Chron führen.

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Die Wissenschaftler vom Center for Medical Mycology at Case Western Reserve und dem University Hospitals Cleveland Medical Center stellten bei einer Untersuchung fest, dass ein Pilz (Candida tropicalis) die Ursache für die Entstehung von Morbus Crohn sein könnte. Bei Patienten mit Morbus Crohn konnten starke Pilz-bakterielle Wechselwirkungen festgestellt werden. Die Mediziner veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „MBIO“.

Chronische Darmerkrankungen können eine große Belastung für das Leben von Betroffenen sein. Morbus Crohn ist eine dieser Erkrankungen. Forscher fanden jetzt heraus, dass ein Pilz die Ursache für diese Probleme sein könnte. (Bild: bilderzwerg/fotolia.com)
Chronische Darmerkrankungen können eine große Belastung für das Leben von Betroffenen sein. Morbus Crohn ist eine dieser Erkrankungen. Forscher fanden jetzt heraus, dass ein Pilz die Ursache für diese Probleme sein könnte. (Bild: bilderzwerg/fotolia.com)

Studie untersucht Erkrankte und deren gesunde Familienmitglieder
Forscher suchen schon seit längerer Zeit nach neuen Behandlungsoptionen bei chronischen Darmerkrankungen. In Zukunft könnte es möglicher eine effektive Behandlung für die bislang kau therapierbare entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn geben. Eine neue Studie untersuchte jetzt Patienten mit Morbus Crohn und deren gesunde Familienmitglieder. Die Forscher analysierten für ihre Untersuchung die Kotproben der Probanden. Dabei konnte eine bakterielle Wechselwirkung mit einem bestimmten Pilz festgestellt werden.

Darm von Erkrankten enthält höhere Mengen von Bakterien und einem Pilz
Bei den Probanden mit Morbus Chron konnten signifikant höhere Mengen von zwei Bakterienarten (Escherichia coli und Serratia marcescens) und einem Pilz (Candida tropicalis) festgestellt werden, erläutern die Experten. Die Werte waren viel höher als bei den gesunden Familienmitgliedern. Das deutet darauf hin, dass die Bakterien und Pilze in den Därmen interagieren. Dies sei das erste Mal, dass ein Pilz mit der Morbus Chron-Erkrankung in Verbindung gebracht wurde, fügen die Autoren hinzu.

Immunantworten von Morbus Crohn-Patienten sind abnorm
Bakterien können zusätzlich zu den genetischen- und ernährungsbedingten Faktoren eine große Rolle bei der Entstehung von Morbus Crohn spielen. Patienten mit der Erkrankung zeigen abnorme Immunantworten auf diese Bakterien, erläutert der leitende Autor Mahmoud Ghannoum.

Studie konzentriert sich auf die Untersuchung von Pilzen im Darm
Die meisten Forscher konzentrieren ihre Untersuchungen auf Bakterien. Nur wenige Mediziner untersuchten dabei die Rolle von Pilzen, die auch in jedem menschlichen Darm vorhanden sind. Die neue Studie führte jetzt zu wichtigen Informationen für die Entstehung von Morbus Crohn. Leider wird diese chronische Darmerkrankung oft erst spät entdeckt. Die Mediziner hoffen, dass sich dies in Zukunft ändern könnte.

Führt die Studie zur Entwicklung von neuen Behandlungsmethoden und Medikamenten?
Die Ergebnisse könnten jetzt zu einer neuen Form von Behandlung führen, einschließlich neuen Medikamenten und Probiotika. Diese haben das Potenzial einen qualitativen Unterschied im Leben von Betroffenen zu machen, sagen die Wissenschaftler.

Ist Candida tropicalis die Ursache für Morbus Crohn?
Der Pilz Candida tropicalis verursacht häufig Infektionen und könnte an der Entstehung von Morbus Crohn beteiligt sein. Dieser Pilz wurde in höheren Mengen im Darm von Patienten mit Morbus Crohn gefunden, sagen die Forscher.

Die Ursachen von Morbus Crohn sind noch weitgehend unbekannt
Wir verstehen, wie sich Morbus Crohn entwickelt, erläutern die Autoren. Trotzdem sind die Ursachen und vieles mehr noch unbekannt. Die Erkrankung wird in der Regel mit entzündungshemmenden Mitteln, Steroiden, Immunmodulatoren und andere Medikamenten behandelt. Unter diesen ist keines frei von Nebenwirkungen, fügen die Wissenschaftler hinzu. Hier benötigen wir dringend ein besseres Verständnis für die Erkrankung und effektivere Behandlungsmethoden, so das Fazit der Forscher. (as)
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