Auch bei Kälte: Lungenkranke sollten draußen Spazieren gehen



Immunsystem stärken: Lungenpatienten sollten auch bei Kälte Spazieren gehen
Bei dem derzeitigen kalten Wetter gehen die wenigsten Menschen gerne nach draußen. Vor allem Patienten mit Lungenerkrankungen meiden niedrige Temperaturen, da sich dabei ihre Beschwerden oft noch verstärken. Dennoch ist für sie ein täglicher Spaziergang empfehlenswert, um ihr Immunsystem zu stärken.

.adslot_1 width:335px; height: 200px;
@media (min-width:500px) .adslot_1 width: 336px; height: 250px;
@media (min-width:800px) .adslot_1 width: 600px; height: 100px;


/web/20160506202948js_/http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();
Täglich einen Spaziergang machen
Zwar wird das Wetter bald deutlich milder werden, derzeit herrscht in vielen Landstrichen aber noch bittere Kälte. Menschen, die an Lungenkrankheiten wie COPD oder Asthma leiden, müssen aber deswegen nicht das Haus hüten. Sie sollten vielmehr jeden Tag einen Spaziergang machen, um ihre Abwehrkräfte zu stärken. Das empfiehlt der Bundesverband der Pneumologen (BdP) auf dem Internetportal „Lungenärzte im Netz“.

Menschen mit Lungenerkrankungen haben bei Kälte oft unter zunehmenden Beschwerden zu leiden. Sie sollten trotzdem täglich Spazieren gehen und durch ein Tuch oder einen Schal atmen. (Bild: Halfpoint/fotolia.com)

Bewegung tut Lungenkranken gut
Die COPD, auch Raucherlunge genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Schätzungen der Deutschen Atemwegsliga zufolge sollen hierzulande etwa drei bis fünf Millionen Bürger daran erkrankt sein.

Asthma bronchiale betrifft laut Medizinern rund neun Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung.

Gesundheitsexperten raten Patienten mit Lungenerkrankungen in der Regel, sich zu bewegen statt zu schonen, auch Lungensport hilft Lungenkranken.

Beschwerden bei niedrigen Temperaturen
Doch Lungenpatienten haben bei niedrigen Temperaturen oft unter zunehmenden Beschwerden zu leiden, da sich beim Einatmen von kalter Luft die Bronchien zusammenziehen.

Diese sind aber bei Lungenpatienten mit beispielsweise Asthma oder COPD sowieso schon verengt. Daher kann es zu vermehrten Beschwerden wie Husten und Atemnot kommen.

Allerdings bedeutet das nicht, dass Betroffene gezwungen wären, sich bei Kälte ausschließlich in Innenräumen aufzuhalten. „Vielmehr wäre ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft empfehlenswert, um das Immunsystem zu stärken“, erläuterte der Vorsitzende des BdP, Dr. Andreas Hellmann.

Durch ein Tuch oder einen Schal atmen
Um Atembeschwerden zu vermeiden – vor allem wenn die Luft draußen nicht nur kalt, sondern auch noch neblig ist – sollten Lungenpatienten zum Beispiel durch einen Schal oder ein Tuch ein- und ausatmen.

„Dadurch wird die Luft vor dem Einatmen etwas angewärmt und angefeuchtet“, erklärte Dr. Hellmann. „Nebel und damit die größere Feuchtigkeit der Luft kann zu einem Problem werden, wenn die Schleimhäute zu viel Wasser aufnehmen. Dann schwellen die Schleimhäute an und verengen dabei wiederum die Bronchien“, so der Mediziner.

Laut dem Experten kann dieser Effekt durch das Inhalieren einer Kochsalzlösung verhindert werden, weil das Salz ein Anschwellen unterbindet.

Zu Hause regelmäßig lüften
Dr. Hellmann rät Asthmatikern, vorsorglich ein bronchienerweiterndes Spray mitzunehmen, da gerade der Übergang von warmen Räumen in die Kälte draußen das Atmen erschweren kann.

„Mit einem Hub aus dem Asthmaspray lässt sich dem noch vor dem Verlassen der Wohnung gut vorbeugen“, sagte der Experte.

Die Wohnung sollte regelmäßig gelüftet werden, „um eine zu trockene Heizungsluft zu vermeiden, die zu einer Austrocknung der Atemwegsschleimhaut und damit wiederum zu mehr Hustenreiz, aber auch zu einer verringerten Infektabwehr führen kann“, erklärte Dr. Hellmann. (ad)
.hg-content-responsive-1-1 width: 345px; height: 255px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 300px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 620px; height: 300px; //pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Was sind Hühneraugen?



Nein, bei einem Hühnerauge handelt sich nicht um ein drittes Auge, das plötzlich auf der Hand oder dem Fuß wächst. Vielmehr sind Hühneraugen zapfenförmige Verdickungen der Hornhaut, die nach innen wachsen. Im Zentrum dieser runden Hornhautwucherung befindet sich meist ein gelblicher Hornkeil, der glasig durchscheint und so wie die Pupille eines kleinen Auges aussieht.

Hühneraugen selbst entfernen?

Je tiefer der Hornkeil ins Gewebe reicht, desto schmerzhafter ist das Hühnerauge. Da die Hornhaut bei einem Hühnerauge mit der Zeit immer tiefer ins Gewebe wächst, sollte die Wucherung so früh wie möglich behandelt werden. Grundsätzlich sollten Menschen, die zu Hühneraugen neigen, vorbeugend auf eine gute Fußpflege achten und regelmäßig die Hornhaut entfernen. Dazu zählen Diabetiker oder Personen, die an Durchblutungsstörungen, Arthrose oder Senk- und Spreizfuß leiden.

Kommt es dennoch zu Hühneraugen, reicht in frühen Stadien meist eine Behandlung mit Hühneraugenpflastern oder Tinkturen aus der Apotheke, die Salicylsäure enthalten. Ist das Hühnerauge bereits tief ins Gewebe eingedrungen, ist oft ein Arztbesuch, manchmal sogar ein chirurgischer Eingriff, unumgänglich. Um Hühneraugen zu behandeln, eignen sich auch Hausmittel wie Zitronensaft, Zwiebelscheiben und Essig.  

Wie entstehen Hühneraugen?

Da sich Hühneraugen aus Hornhaut entwickeln, entstehen sie meist an Stellen, an denen Knochen oder fester Stoff gegen die Haut reiben, also seitlich an den Zehen, an den Zehengelenken und den Fingergelenken. Durch zu enges oder falsches Schuhwerk und mangelhafte Fußpflege kann die Hornhaut immer dicker werden und so zu Hühneraugen wuchern. Abhilfe schafft meist schon das regelmäßige Entfernen der Hornhaut mit einem Bimsstein oder bei der professionellen Fußpflege.

Hühnerauge oder Warze?

Hühneraugen werden oft mit Warzen verwechselt. Dabei ist die Unterscheidung eigentlich ganz einfach: Hühneraugen haben meist eine glatte Oberfläche, da sie eher in die Tiefe des Gewebes wachsen. Außerdem schmerzen Sie meist auf Druck. Warzen hingegen wachsen in der Regel nach oben und zeigen sich als deutliche Erhebung auf der Haut. Warzen verursachen teils gar keinen, teils einen juckenden Schmerz. Im Gegensatz zu Hühneraugen haben Warzen keine „Pupille“, also keinen gelben, durchscheinenden Kern.

Auch in der Entstehungsform unterscheiden sich Warzen und Hühneraugen deutlich: Während Warzen durch Virusinfektionen hervorgerufen werden, entstehen Hühneraugen durch Reibung und Hornhautverdickung.

Kristina Klement

Keinesfalls immun: Kinder erleiden in einer Saison oft mehrfach eine Grippe



Kein Schutz: Kinder können in einer Grippesaison zweimal erkranken
Zwar können Menschen gegen Vireninfektionen immun werden, doch das gilt nicht immer. So haben österreichische Wissenschaftler festgestellt, dass Kinder in einer Saison auch zweimal an Grippe erkranken können, wenn sie sich mit verschiedenen Viren-Stämmen infizieren.

.adslot_1 width:335px; height: 200px;
@media (min-width:500px) .adslot_1 width: 336px; height: 250px;
@media (min-width:800px) .adslot_1 width: 600px; height: 100px;


/web/20160506202948js_/http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();
Vireninfektion macht nicht immer immun
In den vergangenen Wochen war berichtet worden, dass es in dieser Saison mehr Grippefälle als im vergangenen Winter geben könnte. Diese Vermutung wurde unter anderem geäußert weil die aktuelle Grippesaison deutlich früher als sonst anfing. Wer schon eine Erkrankung hinter sich hat, kann sich aber nicht beruhigt zurücklehnen, in der Annahme gegen die Vireninfektion immun zu sein. Auch nach durchgemachter Krankheit besteht kein Schutz gegen Grippe.

Kinder sind nach einer überstandenen Grippe nicht immun gegen die Krankheit. Sie können sich innerhalb einer Saison zweimal eine Infektion einfangen. (Bild: Daniel Jędzura/fotolia.com)

Zwei Erkrankungen in einer Saison
Forscher der Universität Innsbruck (Österreich) haben festgestellt, dass Kinder zweimal in einer Saison an Grippe erkranken können, wenn sie sich mit verschiedenen Viren-Stämmen infizieren, berichtet der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf seiner Webseite „kinderaerzte-im-netz.de“.

Den Angaben zufolge hatten die Wissenschaftler in der Grippesaison 2014/15 unter 647 Kindern mit Grippesymptomen, wie beispielsweise hohem Fieber, 13 Kinder identifiziert, die zweimal an Grippe erkrankt waren.

Laut BVKJ lagen zwischen den beiden Erkrankungen durchschnittlich 50 Tage (24 bis 70 Tage). Die betroffenen Kinder litten weder unter Vorerkrankungen noch unter einer Immunschwäche. Die Experten veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachblatt „Journal of Infectious Diseases“.

Grippeviren verändern sich ständig
Dass eine durchgemachte Grippe nicht immun macht, ist auch nicht besonders verwunderlich. Schließlich verändern sich die Grippeviren ständig. Diejenigen, die sich mit einer Impfung schützen wollen, müssen sich daher auch jedes Jahr erneut impfen lassen.

Wie der BVKJ schreibt, sollten Kinder mit chronischer Bronchitis, Stoffwechselstörungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Niere oder mit neurologischen Behinderungen unbedingt gegen Grippe geimpft werden.

Seit einigen Jahren steht auch ein Nasenspray für Kinder als Grippeschutzimpfung zur Verfügung, für das die Krankenkassen in manchen Fällen die Kosten übernehmen.

Sich vor Infektionen schützen
Ob eine Grippe-Impfung sinnvoll ist, müssen Eltern für sich und ihren Nachwuchs selbst entscheiden. Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird Senioren ab 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken, Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen sowie medizinischem Personal zur Grippeschutzimpfung geraten. Letztendlich gilt jedoch bei der Grippe-Impfung Pro und Contra gegeneinander abzuwägen.

Um sich zu schützen, ist es grundsätzlich sinnvoll, von Erkrankten Abstand zu halten und das Immunsystem zu stärken.

Der Höhepunkt einer Grippewelle wird in der Regel zwischen Dezember und April erreicht. In dieser Zeit zirkulieren meist drei bis vier Erregerstämme, die beim Menschen zu einer Grippe führen können.

Laut BVKJ waren in den vergangenen Jahren zwei bis drei Influenza-A-Virus-Stämme und ein Influenza-B-Virus-Stamm im Umlauf. Die Grippeimpfstoffe für 2016/2017 enthalten demnach Varianten der Influenza A-Stämme H1N1 und H3N2 sowie von Influenza-B-Stämmen. (ad)
.hg-content-responsive-1-1 width: 345px; height: 255px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 300px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 620px; height: 300px; //pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Warum fallen wir in Ohnmacht?



Teaser Text: 
Urplötzlich ist man nicht mehr Herr seiner Sinne und jegliche Wahrnehmung der Außenwelt entschwindet einem: Die Ohnmacht (lat. Synkope) ist ein beängstigender Zustand. Warum fällt der Mensch in Ohnmacht und was passiert dabei in seinem Körper?
Urplötzlich ist man nicht mehr Herr seiner Sinne und jegliche Wahrnehmung der Außenwelt entschwindet einem: Die Ohnmacht (lat. Synkope) ist ein beängstigender Zustand. Es gibt einige typische Situationen, in denen es beim Menschen besonders häufig zu einer Ohnmacht kommt. So tritt bei sehr niedrigem Blutdruck oder Schockzuständen öfters eine Ohnmacht auf. Aber warum fällt der Mensch überhaupt in Ohnmacht? Welche Vorgänge im Organismus sind dafür verantwortlich?

Störung der Hirndurchblutung als Ursache einer Ohnmacht

Eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit wird Ohnmacht genannt, da man in dieser Zeit ‚ohne Macht‘ über seine psychischen und dadurch auch physischen Vorgänge ist. Die häufigste Ursache einer Ohnmacht ist eine kurzzeitige Störung der Hirndurchblutung. 

Das Gehirn ist ein ausgefeiltes und komplexes System, was bei der kleinsten Unregelmäßigkeit sofort reagiert. Der Körper weiß sich selbst zu schützen und ist darauf programmiert, die lebenserhaltenden Körperfunktionen in Notsituationen zu erhalten. Somit reduziert er seine höheren Hirnfunktionen, um überlebenswichtige Vorgänge wie  beispielsweise Atmung und Herzschlag aufrecht zu erhalten.

Eine kurzzeitige Störung der Hirndurchblutung kann durch eine Fehlfunktion eines der Nervenzentren, die die Herzfunktion steuern und am Herzen und den Herzschlagadern sitzen, verursacht werden. Dort befindet sich auch das Zentrum der Blutdruckregulation. Hier haben Störungen einen kurzzeitigen Abfall des Blutdrucks zur Folge.

Weitere Ursachen einer Ohnmacht

Die Synkopen (kurzzeitige Bewusstlosigkeit bzw. Ohnmacht) unterscheiden sich je nach betroffenem Nervenzentrum.  Man unterscheidet:

  • vagovasale Synkopen (die Bewusstlosigkeit tritt durch Blutdruck- und Pulsabfall ein)
  • Miktionssynkopen (die Bewusstlosigkeit tritt beim Wasserlassen auf)
  • Hustensynkopen
  • orthostatische Synkopen (die Bewusstlosigkeit tritt auf, sobald sich der Betroffene von der Horizontalen in die Senkrechte begibt) und
  • den Adam-Stokes-Anfall, bei dem unser biologischer Schrittmacher im Herzen kurz aussetzt.

Bei einem klinischen Schock tritt die Ohnmacht durch Blutverlust nach Verletzungen auf oder indem die Blutgefäße erschlaffen und der venöse Rückfluss des Blutes zum Herzen unterbleibt.

Für die medizinische Ursachenfindung der Ohnmacht ist es entscheidend festzustellen, ob auf die Ohnmacht ein Sturz gefolgt ist, denn für Synkopen, generalisierte Krampfanfälle bei Epilepsie, aber auch Unterzuckerungen bei Diabetes oder Hirndrucksteigerungen, wie sie sich nach einer Blutung bei einem Unfall einwickeln können, ist ein Sturz typisch.

Das Gedächtnis des Betroffenen ist durch die kurzzeitige Abschaltung der Hirnfunktionen ebenfalls beeinträchtigt. Der Gedächtnisverlust (Amnesie) hängt von der Zeitspanne der Bewusstlosigkeit ab. Je länger man bewusstlos war, desto wahrscheinlicher ist eine Lücke im Gedächtnis, die sich in extremen Fällen auf mehrere Tage ausdehnen kann.

Ohnmacht vorbeugen

Falls Sie den Verdacht haben, in wenigen Sekunden oder Minuten bewusstlos zu werden, sollten Sie sich möglichst auf den Boden setzen. Dadurch können Sie Verletzungen durch Stürze vermeiden. Zudem sollten Sie die Beine hochlegen, damit das Blut zurück in Richtung Gehirn fließen kann.

Sind Sie anwesend, während eine andere Person bewusstlos wird, können Sie ihr am besten helfen, indem Sie sie in die stabile Seitenlage bringen und Atmung und Puls kontrollieren. Auch das Hochlagern der Füße kann hilfreich sein. Ein Notarzt sollte gerufen werden, falls die Person nicht schnell wieder zu sich kommt oder einen unregelmäßigen Puls oder eine unregelmäßige Atmung hat. Zudem kann der Notarzt auch der Ursache der Ohnmacht auf den Grund gehen.

Miriam Ries

Ärzte ziehen bei OP zwei Meter Bandwurm aus dem Mund eines Patienten



Ärzte ziehen Patienten einen Zwei-Meter-Bandwurm aus dem Mund
Ein Mann in Indien klagte rund zwei Monate über Bauchschmerzen und Müdigkeit. Schließlich fanden Ärzte die Ursache für seine Beschwerden: Einen fast zwei Meter langen Bandwurm. Die Mediziner entfernten den Parasiten durch den Mund des Patienten.

.adslot_1 width:335px; height: 200px;
@media (min-width:500px) .adslot_1 width: 336px; height: 250px;
@media (min-width:800px) .adslot_1 width: 600px; height: 100px;


/web/20160506202948js_/http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();
Schweinebandwurm sorgte für Bauchschmerzen
Rund zwei Monate lang quälten einen 48-jährigen Mann in Indien Bauchschmerzen und Antriebslosigkeit, bevor die Ursache für die Beschwerden gefunden wurde. Die Mediziner staunten nicht schlecht als sie den Auslöser fanden: Einen Schweinebandwurm (lat. „Taenia solium“), der fast zwei Meter lang war.

Ärzte in Indien haben einem Patienten einen fast zwei Meter langen Bandwurm durch den Mund entfernt. Der Mann hatte vermutlich Fleisch gegessen, das von Wurmlarven besiedelt war. (Bild: 7activestudio/fotolia.com)

Parasit durch Darm- und Magenspiegelung aufgespürt
Als der Patient untersucht worden war, hatten die Mediziner in Neu-Delhi eine leichte Blutarmut festgestellt. Bei einer anschließenden Darmspiegelung stießen sie auf das eine Ende des Parasiten im Dickdarm.

Die darauf folgende Magenspiegelung machte deutlich, wie lange der Wurm sein musste: Bei der Endoskopie, bei der durch die Speiseröhre eine Kamera in den Magen und den oberen Teil des Dünndarms eingeführt wurde, zeigte sich das andere Ende des Parasiten, wie die Experten im „New England Journal of Medicine“ berichten.

Wurm durch den Mund des Patienten herausgezogen
Der rund 1,90 Zentimeter lange Wurm wurde durch den Mund des sedierten Patienten herausgezogen. Inklusive Endoskopie habe die ganze Prozedur etwa eineinhalb Stunden gedauert, berichtete der Leberspezialist Cyriac A. Philips, der den Mann zusammen mit Amrish Sahney behandelt hatte.

„Vor diesem Fall hatte ich noch nie einen Bandwurm dieser Länge gesehen“, so Philips laut einem Bericht von „CNN“.

Den Angaben zufolge erhielt der Patient anschließend Medikamente gegen Parasiten, um Überreste des Bandwurms abzutöten. Wie es heißt, habe der Mann einen Monat nach dem Eingriff über keine weiteren Beschwerden geklagt.

Fleisch mit Würmern besiedelt
Da es sich in diesem Fall um einen Schweinebandwurm gehandelt hat, liegt die Vermutung nahe, dass der Patient zuvor Schweinefleisch gegessen hatte, das von Wurmlarven besiedelt war.

Philips warnte vor dem möglichen Befall von Lebensmitteln und riet dem Patienten Orte mit schlechten hygienischen Verhältnissen zu meiden und „Schweinefleisch zuhause gut zu erhitzen, bevor es konsumiert wird“.

Doch auch andere Speisen können Parasiten enthalten. So wurde vor einigen Jahren über einen Fall in China berichtet, bei dem ein Mann nach dem Verzehr von Sushi tausende Bandwürmer im Körper hatte.

Ebenfalls in China wurde Anfang vergangenen Jahres ein Parasit entfernt, der noch deutlich länger war, als in dem aktuellen Fall in Indien. Wie die Mediziner damals berichteten, mussten sie einem 38-Jährigen einen sechs Meter langen Bandwurm entfernen.

Wenig Wurmerkrankungen in Deutschland
In Deutschland beziehungsweise Europa sind Wurmerkrankungen eher selten. Allerdings kann es auch hierzulande – sehr selten – zu lebensgefährlichen Infektionen mit dem Hundespulwurm und dem Fuchsbandwurm kommen.

Etwa 40 bis 130 Infektionen der meldepflichtigen Erkrankungen werden jährlich beim Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin angezeigt. Experten gehen von einer etwas höheren Dunkelziffer aus.

Die Würmer können beispielsweise über verseuchte Lebensmittel oder Trinkwasser in den Körper gelangen. Auch Toiletten, die nicht sauber sind, stellen ein Problem dar. Bereits kleinste Spuren von Fäkalien genügen, um die Eier oder Larven zu übertragen.

Würmer leben oft jahrelang unentdeckt im menschlichen Körper. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit oder Übelkeit werden oft weder von den Patienten, noch von Ärzten, mit einem Wurmbefall in Verbindung gebracht. (ad)
.hg-content-responsive-1-1 width: 345px; height: 255px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 300px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 620px; height: 300px; //pagead2.googlesyndication.com/pagead/js/adsbygoogle.js (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();