Frühwarnsystem: Überlange Schlafzeit kann auf eine Alzheimer-Krankheit weisen



Funktioniert langer Schlaf als Frühwarnsystem für Alzheimer-Erkrankungen?
Manche Menschen schlafen jede Nacht nur etwa sechs Stunden und sind trotzdem ausgeruht und frisch. Dann gibt es natürlich auch sogenannte Langschläfer, die mindestens neun Stunden pro Nacht schlafen. Forscher fanden jetzt heraus, dass generell langes Schlafen und eine plötzliche Verschiebung des Schlafmusters zum längeren Schlafen hin ein Frühwarnzeichen für eine Alzheimer-Erkrankung sein können.

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Die Wissenschaftler des Boston University Medical Center stellten bei einer Untersuchung fest, dass mehr als neun Stunden Schlaf pro Nacht auf eine Alzheimer-Erkrankung hinweisen können. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Neurology“.

Kann langer Schlaf als ein früher Hinweis auf eine entstehende Alzheimer-Erkrankung gewertet werden? (Bild: fotek/fotolia.com)

Lange Schlafzeiten können auf Schäden am Gehirn hinweisen
Wenn Menschen jede Nacht konsequent mehr als neun Stunden im Bett verbringen, haben sie gegenüber Personen mit normalen Schlafzeiten ein doppelt so hohes Risiko in den nächsten zehn Jahren Demenz zu entwickeln, sagen die Autoren der Studie. Eine Veränderung des Schlafmusters sei ein zuverlässiges Warnzeichen, weil das menschliche Gehirn die Aktivität und das Schlafverhalten kontrolliert. Verändert sich das Schlafmuster und Menschen schlafen plötzlich regelmäßig viel länger, könne dies darauf hinweisen, dass das Gehirn Schaden erlitten hat.

Langer Schlaf ist ein Symptom für Gehirnveränderungen
Die Forscher fanden außerdem heraus, dass Langschläfer (neun Stunden Schlaf oder länger) ein geringeres Gehirnvolumen hatten, längere Zeit zur Informationsverarbeitung benötigten und Anzeichen von Gedächtnisverlust aufwiesen. Es ist entscheidend zu verstehen, dass die Unfähigkeit, aus dem Bett zu kommen, ein Symptom für vorliegende Gehirnveränderungen ist, nicht aber die Ursache, sagen die Wissenschaftler. Ältere Menschen können sich also nicht vor Demenz schützen, indem sie ihren Wecker früher einstellen, fügen die Experten hinzu.

Studie untersucht mehr als 2.400 Probanden
Die Mediziner untersuchten mehr als 2.400 Menschen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Teilnehmer hatten dabei ein Durchschnittsalter von 72 Jahren. Die Ergebnisse führten zu neuen Einblicken in Demenz-Erkrankungen. Die Schlafdauer kann demnach durchaus ein nützliches klinisches Werkzeug sein, erklären die Forscher. Sie könne helfen zu bestimmen, welche Personen ein erhöhtes Risiko haben, in den nächsten zehn Jahren Demenz zu entwickeln, sagt der Autor Dr. Matthew Pase vom Boston University Medical Center. Wenn Personen lange Schlafzeiten melden, könnte dies eine Untersuchung des Gehirns und des Gedächtnisses rechtfertigen.

Bei 234 Teilnehmern wurde Demenz festgestellt
Es gab in letzter Zeit verschiedene andere Untersuchgen, die zum Beispiel zu dem Ergebnis kamen, dass langsames Sprechen und der Abbau des Geruchssinns ebenfalls auf Alzheimer hinweisen können. Bei der aktuellen Untersuchung wurden die Probanden indes dazu befragt, wie lange sie gewöhnlich jede Nacht schliefen. Zusätzlich wurden sie für mehr als ein Jahrzehnt medizinisch überwacht. Während dieser Folgeperiode entdeckten die Mediziner 234 Fälle von Demenz-Erkrankungen.

Bildung schützt vor Alzheimer
Schlafen für mehr als neun Stunden pro Nacht verdoppelt das Risiko aller Arten von Demenz und speziell Alzheimer, sagen die Autoren. Wenn Teilnehmer ohne Abitur mehr als neuen Stunden schliefen, hat sich das Demenz-Risiko sogar versechsfachte. Dies deute darauf hin, dass die Bildung vor dem Zustand schützen kann, berichte die Forscher.

Weitere Forschung ist nötig
Ungewöhnliche Schlafmuster sind bei Menschen mit Demenz durchaus üblich. Die aktuelle Studie deutet darauf hin, dass Veränderungen im Schlaf deutlich sichtbar sein könnten, lange bevor Symptome wie der Gedächtnisverlust beginnen, erklären die Autoren. Ein besseres Verständnis darüber, wie der menschliche Schlaf von Demenz betroffen wird, könne Ärzten helfen, Menschen mit erhöhtem Risiko zu identifizieren. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Menschen mit einer frühen Demenz häufig unter Schlafunterbrechungen leiden. Dieser Zustand sei ein ähnliches Zeichen der sogenannten Neurodegeneration. Die Ergebnisse der aktuellen Studie basieren allerdings auf selbst gemeldeten Informationen über den Schlaf der Probanden. Aus diesem Grund sollten weitere Untersuchungen zu dem Thema durchgeführt werden, sagen die Experten. (as)

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Ist Diabetes endlich heilbar? Eine besondere Diät ermöglicht Regeneration der Bauchspeicheldrüse



Macht eine Fasting-Mimicking-Diät sogar Diabetes rückgängig?
Ist es möglich, dass eine spezielle Form von Fasten dabei hilft, die Bauchspeicheldrüse zu regenerieren? Forscher fanden jetzt heraus, dass eine Fasting-Mimicking-Diät tatsächlich zu einer Regeneration der Bauchspeicheldrüse führen kann und möglicherweise sogar Diabetes rückgängig macht.

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Die Wissenschaftler der University of Southern California stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass spezielles Fasten dazu beitragen kann, dass sich die menschliche Bauchspeicheldrüse regeneriert und sich dadurch möglicherweise sogar Diabetes rückgängig machen lässt. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Cell“.

Die sogenannte Fasting-Mimicking-Diät hilft der Bauchspeicheldrüse sich zu regenerieren. Vielleicht wird es dadurch bald möglich sein, dass Diabetes komplett rückgängig gemacht werden kann. (Bild: Andrey Popov/fotolia.com)

Forscher modifizieren die Fasting-Mimicking-Diät
Eine spezielle Diätform versucht die Vorteile des Fastens ohne dessen Risiken zu vereinigen. Forscher untersuchten jetzt die Auswirkungen einer modifizierten Version der sogenannten Fasting-Mimicking-Diät (FMD) auf Mäuse, aber auch auf menschliche Zellen.

Erste Erfolge bei Mäusen erzielt
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass Zyklen dieser Ernährungsform Pankreaszellen regenerieren können und zur Wiederherstellung von Insulin bei Typ-1-Diabetespatienten führen. So könnte eventuell Typ 1-Diabetes und auch Typ 2-Diabetes bei Mäusen umgekehrt werden, sagen die Experten. Im Gegensatz zu Typ 2-Diabetes ist Typ 1-Diabetes eine sogenannte autoimmune Erkrankung. Bei Patienten mit Typ 1-Diabetes stoppt die Bauchspeicheldrüse die Herstellung von Insulin.

Spezielle Ernährungsform hilft bei der Regeneration von Organen
Die Fasting-Mimicking-Diät könnte auch dabei helfen, andere Organe zu regenerieren, weil Untersuchungen ähnliche Effekte für Blutzellen gezeigt haben, erklärt Autor Dr. Valter Longo. Die Ergebnisse weisen laut Aussage des Experten darauf hin, dass spezielle Diäten mit sehr spezifischen Kompositionen zu Regenerationsprozessen bei Mäusen und möglicherweise auch bei Menschen führen können.

Auswirkungen von modifizierter FMD
Unter Berücksichtigung der Herausforderungen und Nebenwirkungen des Fastens beim Menschen entwickelten Dr. Longo und sein Team eine modifizierte kalorienarme, fettarme Ernährung mit wenig Protein und Kohlenhydraten. Diese Ernährung verursacht Veränderungen in den Konzentrationen von spezifischen Wachstumsfaktoren, Glukose und Keton-Körpern. Zusätzlich reduziert sie die Blutzuckerwerte bei vor-diabetischen Patienten, erklären die Mediziner. Wenn Mäuse eine solche Ernährung erhielten, verbesserte sich dadurch die Glukose- und Insulintoleranz.

FMD programmiert Zellen und Beta-Zellen um
Die Bauchspeicheldrüse hilft normalerweise den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Die Regeneration der Bauchspeicheldrüse kann dazu führen, dass sich die Symptome von Diabetes umkehren, erläutern die Forscher. Zyklen der sogenannten Fasting-Mimicking-Diät helfen der Bauchspeicheldrüse, sich zu regenerieren, indem sie Zellen in Beta-Zellen umprogrammieren. Diese produzieren dann Insulin. Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind sehr interessant, weil Pankreas-Zellen sich normalerweise nur mit einer extrem niedrigen Rate in der erwachsenen Bauchspeicheldrüse replizieren und eine Geweberegeneration selten auftritt, sagen die Mediziner.

Spezielle Ernährung stellt bei Mäusen die reduzierte Insulinresistenz wieder her
Die FMD-Zyklen retteten die Mäuse aus dem Spätstadium von Typ-2-Diabetes, weil sie die Insulinsekretion und die reduzierte Insulinresistenz wiederhergestellt haben, erklären die Experten. Dies führte zu einer signifikanten Verbesserung des Überlebens der Mäuse, berichten die Studienautoren weiter. (as)

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Ist Diabetes nun heilbar? Eine besondere Diät ermöglicht Regeneration der Bauchspeicheldrüse



Macht eine Fasting-Mimicking-Diät sogar Diabetes rückgängig?
Ist es möglich, dass eine spezielle Form von Fasten dabei hilft, die Bauchspeicheldrüse zu regenerieren? Forscher fanden jetzt heraus, dass eine Fasting-Mimicking-Diät tatsächlich zu einer Regeneration der Bauchspeicheldrüse führen kann und möglicherweise sogar Diabetes rückgängig macht.

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Die Wissenschaftler der University of Southern California stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass spezielles Fasten dazu beitragen kann, dass sich die menschliche Bauchspeicheldrüse regeneriert und sich dadurch möglicherweise sogar Diabetes rückgängig machen lässt. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Cell“.

Die sogenannte Fasting-Mimicking-Diät hilft der Bauchspeicheldrüse sich zu regenerieren. Vielleicht wird es dadurch bald möglich sein, dass Diabetes komplett rückgängig gemacht werden kann. (Bild: Andrey Popov/fotolia.com)

Forscher modifizieren die Fasting-Mimicking-Diät
Eine spezielle Diätform versucht die Vorteile des Fastens ohne dessen Risiken zu vereinigen. Forscher untersuchten jetzt die Auswirkungen einer modifizierten Version der sogenannten Fasting-Mimicking-Diät (FMD) auf Mäuse, aber auch auf menschliche Zellen.

Erste Erfolge bei Mäusen erzielt
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass Zyklen dieser Ernährungsform Pankreaszellen regenerieren können und zur Wiederherstellung von Insulin bei Typ-1-Diabetespatienten führen. So könnte eventuell Typ 1-Diabetes und auch Typ 2-Diabetes bei Mäusen umgekehrt werden, sagen die Experten. Im Gegensatz zu Typ 2-Diabetes ist Typ 1-Diabetes eine sogenannte autoimmune Erkrankung. Bei Patienten mit Typ 1-Diabetes stoppt die Bauchspeicheldrüse die Herstellung von Insulin.

Spezielle Ernährungsform hilft bei der Regeneration von Organen
Die Fasting-Mimicking-Diät könnte auch dabei helfen, andere Organe zu regenerieren, weil Untersuchungen ähnliche Effekte für Blutzellen gezeigt haben, erklärt Autor Dr. Valter Longo. Die Ergebnisse weisen laut Aussage des Experten darauf hin, dass spezielle Diäten mit sehr spezifischen Kompositionen zu Regenerationsprozessen bei Mäusen und möglicherweise auch bei Menschen führen können.

Auswirkungen von modifizierter FMD
Unter Berücksichtigung der Herausforderungen und Nebenwirkungen des Fastens beim Menschen entwickelten Dr. Longo und sein Team eine modifizierte kalorienarme, fettarme Ernährung mit wenig Protein und Kohlenhydraten. Diese Ernährung verursacht Veränderungen in den Konzentrationen von spezifischen Wachstumsfaktoren, Glukose und Keton-Körpern. Zusätzlich reduziert sie die Blutzuckerwerte bei vor-diabetischen Patienten, erklären die Mediziner. Wenn Mäuse eine solche Ernährung erhielten, verbesserte sich dadurch die Glukose- und Insulintoleranz.

FMD programmiert Zellen und Beta-Zellen um
Die Bauchspeicheldrüse hilft normalerweise den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Die Regeneration der Bauchspeicheldrüse kann dazu führen, dass sich die Symptome von Diabetes umkehren, erläutern die Forscher. Zyklen der sogenannten Fasting-Mimicking-Diät helfen der Bauchspeicheldrüse, sich zu regenerieren, indem sie Zellen in Beta-Zellen umprogrammieren. Diese produzieren dann Insulin. Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind sehr interessant, weil Pankreas-Zellen sich normalerweise nur mit einer extrem niedrigen Rate in der erwachsenen Bauchspeicheldrüse replizieren und eine Geweberegeneration selten auftritt, sagen die Mediziner.

Spezielle Ernährung stellt bei Mäusen die reduzierte Insulinresistenz wieder her
Die FMD-Zyklen retteten die Mäuse aus dem Spätstadium von Typ-2-Diabetes, weil sie die Insulinsekretion und die reduzierte Insulinresistenz wiederhergestellt haben, erklären die Experten. Dies führte zu einer signifikanten Verbesserung des Überlebens der Mäuse, berichten die Studienautoren weiter. (as)

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Funktioniert langer Schlaf als Frühwarnsystem für Alzheimer-Erkrankungen?
Manche Menschen schlafen jede Nacht nur etwa sechs Stunden und sind trotzdem ausgeruht und frisch. Dann gibt es natürlich auch sogenannte Langschläfer, die mindestens neun Stunden pro Nacht schlafen. Forscher fanden jetzt heraus, dass generell langes Schlafen und eine plötzliche Verschiebung des Schlafmusters zum längeren Schlafen hin ein Frühwarnzeichen für eine Alzheimer-Erkrankung sein können.

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Die Wissenschaftler des Boston University Medical Center stellten bei einer Untersuchung fest, dass mehr als neun Stunden Schlaf pro Nacht auf eine Alzheimer-Erkrankung hinweisen können. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Neurology“.

Kann langer Schlaf als ein früher Hinweis auf eine entstehende Alzheimer-Erkrankung gewertet werden? (Bild: fotek/fotolia.com)

Lange Schlafzeiten können auf Schäden am Gehirn hinweisen
Wenn Menschen jede Nacht konsequent mehr als neun Stunden im Bett verbringen, haben sie gegenüber Personen mit normalen Schlafzeiten ein doppelt so hohes Risiko in den nächsten zehn Jahren Demenz zu entwickeln, sagen die Autoren der Studie. Eine Veränderung des Schlafmusters sei ein zuverlässiges Warnzeichen, weil das menschliche Gehirn die Aktivität und das Schlafverhalten kontrolliert. Verändert sich das Schlafmuster und Menschen schlafen plötzlich regelmäßig viel länger, könne dies darauf hinweisen, dass das Gehirn Schaden erlitten hat.

Langer Schlaf ist ein Symptom für Gehirnveränderungen
Die Forscher fanden außerdem heraus, dass Langschläfer (neun Stunden Schlaf oder länger) ein geringeres Gehirnvolumen hatten, längere Zeit zur Informationsverarbeitung benötigten und Anzeichen von Gedächtnisverlust aufwiesen. Es ist entscheidend zu verstehen, dass die Unfähigkeit, aus dem Bett zu kommen, ein Symptom für vorliegende Gehirnveränderungen ist, nicht aber die Ursache, sagen die Wissenschaftler. Ältere Menschen können sich also nicht vor Demenz schützen, indem sie ihren Wecker früher einstellen, fügen die Experten hinzu.

Studie untersucht mehr als 2.400 Probanden
Die Mediziner untersuchten mehr als 2.400 Menschen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Teilnehmer hatten dabei ein Durchschnittsalter von 72 Jahren. Die Ergebnisse führten zu neuen Einblicken in Demenz-Erkrankungen. Die Schlafdauer kann demnach durchaus ein nützliches klinisches Werkzeug sein, erklären die Forscher. Sie könne helfen zu bestimmen, welche Personen ein erhöhtes Risiko haben, in den nächsten zehn Jahren Demenz zu entwickeln, sagt der Autor Dr. Matthew Pase vom Boston University Medical Center. Wenn Personen lange Schlafzeiten melden, könnte dies eine Untersuchung des Gehirns und des Gedächtnisses rechtfertigen.

Bei 234 Teilnehmern wurde Demenz festgestellt
Es gab in letzter Zeit verschiedene andere Untersuchgen, die zum Beispiel zu dem Ergebnis kamen, dass langsames Sprechen und der Abbau des Geruchssinns ebenfalls auf Alzheimer hinweisen können. Bei der aktuellen Untersuchung wurden die Probanden indes dazu befragt, wie lange sie gewöhnlich jede Nacht schliefen. Zusätzlich wurden sie für mehr als ein Jahrzehnt medizinisch überwacht. Während dieser Folgeperiode entdeckten die Mediziner 234 Fälle von Demenz-Erkrankungen.

Bildung schützt vor Alzheimer
Schlafen für mehr als neun Stunden pro Nacht verdoppelt das Risiko aller Arten von Demenz und speziell Alzheimer, sagen die Autoren. Wenn Teilnehmer ohne Abitur mehr als neuen Stunden schliefen, hat sich das Demenz-Risiko sogar versechsfachte. Dies deute darauf hin, dass die Bildung vor dem Zustand schützen kann, berichte die Forscher.

Weitere Forschung ist nötig
Ungewöhnliche Schlafmuster sind bei Menschen mit Demenz durchaus üblich. Die aktuelle Studie deutet darauf hin, dass Veränderungen im Schlaf deutlich sichtbar sein könnten, lange bevor Symptome wie der Gedächtnisverlust beginnen, erklären die Autoren. Ein besseres Verständnis darüber, wie der menschliche Schlaf von Demenz betroffen wird, könne Ärzten helfen, Menschen mit erhöhtem Risiko zu identifizieren. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Menschen mit einer frühen Demenz häufig unter Schlafunterbrechungen leiden. Dieser Zustand sei ein ähnliches Zeichen der sogenannten Neurodegeneration. Die Ergebnisse der aktuellen Studie basieren allerdings auf selbst gemeldeten Informationen über den Schlaf der Probanden. Aus diesem Grund sollten weitere Untersuchungen zu dem Thema durchgeführt werden, sagen die Experten. (as)

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Funktioniert langer Schlaf als Frühwarnsystem für Alzheimer-Erkrankungen?
Manche Menschen schlafen jede Nacht nur etwa sechs Stunden und sind trotzdem ausgeruht und frisch. Dann gibt es natürlich auch sogenannte Langschläfer, die mindestens neun Stunden pro Nacht schlafen. Forscher fanden jetzt heraus, dass generell langes Schlafen und eine plötzliche Verschiebung des Schlafmusters zum längeren Schlafen hin ein Frühwarnzeichen für eine Alzheimer-Erkrankung sein können.

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Kann langer Schlaf als ein früher Hinweis auf eine entstehende Alzheimer-Erkrankung gewertet werden? (Bild: fotek/fotolia.com)

Lange Schlafzeiten können auf Schäden am Gehirn hinweisen
Wenn Menschen jede Nacht konsequent mehr als neun Stunden im Bett verbringen, haben sie gegenüber Personen mit normalen Schlafzeiten ein doppelt so hohes Risiko in den nächsten zehn Jahren Demenz zu entwickeln, sagen die Autoren der Studie. Eine Veränderung des Schlafmusters sei ein zuverlässiges Warnzeichen, weil das menschliche Gehirn die Aktivität und das Schlafverhalten kontrolliert. Verändert sich das Schlafmuster und Menschen schlafen plötzlich regelmäßig viel länger, könne dies darauf hinweisen, dass das Gehirn Schaden erlitten hat.

Langer Schlaf ist ein Symptom für Gehirnveränderungen
Die Forscher fanden außerdem heraus, dass Langschläfer (neun Stunden Schlaf oder länger) ein geringeres Gehirnvolumen hatten, längere Zeit zur Informationsverarbeitung benötigten und Anzeichen von Gedächtnisverlust aufwiesen. Es ist entscheidend zu verstehen, dass die Unfähigkeit, aus dem Bett zu kommen, ein Symptom für vorliegende Gehirnveränderungen ist, nicht aber die Ursache, sagen die Wissenschaftler. Ältere Menschen können sich also nicht vor Demenz schützen, indem sie ihren Wecker früher einstellen, fügen die Experten hinzu.

Studie untersucht mehr als 2.400 Probanden
Die Mediziner untersuchten mehr als 2.400 Menschen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Teilnehmer hatten dabei ein Durchschnittsalter von 72 Jahren. Die Ergebnisse führten zu neuen Einblicken in Demenz-Erkrankungen. Die Schlafdauer kann demnach durchaus ein nützliches klinisches Werkzeug sein, erklären die Forscher. Sie könne helfen zu bestimmen, welche Personen ein erhöhtes Risiko haben, in den nächsten zehn Jahren Demenz zu entwickeln, sagt der Autor Dr. Matthew Pase vom Boston University Medical Center. Wenn Personen lange Schlafzeiten melden, könnte dies eine Untersuchung des Gehirns und des Gedächtnisses rechtfertigen.

Bei 234 Teilnehmern wurde Demenz festgestellt
Es gab in letzter Zeit verschiedene andere Untersuchgen, die zum Beispiel zu dem Ergebnis kamen, dass langsames Sprechen und der Abbau des Geruchssinns ebenfalls auf Alzheimer hinweisen können. Bei der aktuellen Untersuchung wurden die Probanden indes dazu befragt, wie lange sie gewöhnlich jede Nacht schliefen. Zusätzlich wurden sie für mehr als ein Jahrzehnt medizinisch überwacht. Während dieser Folgeperiode entdeckten die Mediziner 234 Fälle von Demenz-Erkrankungen.

Bildung schützt vor Alzheimer
Schlafen für mehr als neun Stunden pro Nacht verdoppelt das Risiko aller Arten von Demenz und speziell Alzheimer, sagen die Autoren. Wenn Teilnehmer ohne Abitur mehr als neuen Stunden schliefen, hat sich das Demenz-Risiko sogar versechsfachte. Dies deute darauf hin, dass die Bildung vor dem Zustand schützen kann, berichte die Forscher.

Weitere Forschung ist nötig
Ungewöhnliche Schlafmuster sind bei Menschen mit Demenz durchaus üblich. Die aktuelle Studie deutet darauf hin, dass Veränderungen im Schlaf deutlich sichtbar sein könnten, lange bevor Symptome wie der Gedächtnisverlust beginnen, erklären die Autoren. Ein besseres Verständnis darüber, wie der menschliche Schlaf von Demenz betroffen wird, könne Ärzten helfen, Menschen mit erhöhtem Risiko zu identifizieren. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Menschen mit einer frühen Demenz häufig unter Schlafunterbrechungen leiden. Dieser Zustand sei ein ähnliches Zeichen der sogenannten Neurodegeneration. Die Ergebnisse der aktuellen Studie basieren allerdings auf selbst gemeldeten Informationen über den Schlaf der Probanden. Aus diesem Grund sollten weitere Untersuchungen zu dem Thema durchgeführt werden, sagen die Experten. (as)

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