Lebensgefährliches Toxisches Schocksyndrom: Junge Patientin stirbt wegen eines Tampons an TSS


Toxisches Schocksyndrom droht bei vergessenem Tampon

Es ist jetzt ein Jahr her, dass Sara Manitoski auf einer Klassenfahrt am Toxischen Schock-Syndrom starb. Jetzt zeigte eine Obduktion, dass sich der Verdacht bestätigte. Schuld war fehlende Hygiene, da der Tampon nicht rechtzeitig gewechselt wurde. Darauf sollten Frauen achten, wenn sie ein Tampon verwenden.
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Das regelmäßige Wechseln von Tampons und Binden gehört zur richtigen Intimhygiene während der Menstruation dazu. Bleiben Tampons zu lange in der Scheide, drohen laut Fachleuten mitunter sogar lebensbedrohliche Gefahren, wie das sogenannte Toxische Schocksyndrom (TSS). Allerdings bezweifeln andere Experten, dass tatsächlich die Hygieneartikel daran Schuld sind. Schließlich können auch Männer und Kinder erkranken.

Gesundheitsgefahr durch vergessenen Tampon. Bild: Michal Ludwiczak – fotolia

Schwere gesundheitliche Schäden wegen Tampon

Vor rund sechs Jahren wurde das ehemalige Vogue-Model Lauren Wasser mit dem Gesicht nach unten auf dem Schlafzimmerboden liegend vorgefunden. Mit sehr hohem Fieber wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Ihre Organe waren damals kurz davor zu versagen. Zudem hatte sie einen schweren Herzinfarkt erlitten. Die Ärzte versuchten mit einer Sauerstofftherapie, ihre Glieder wieder zu aktivieren, da durch Wundbrand Hände und Füße nicht mehr durchblutet worden waren. Die Patientin wurde in ein künstliches Koma versetzt. Ihr rechtes Bein musste vom Knie abwärts amputiert werden. Ursache war ein Tampon – hieß es damals. Doch manche Fachleute bezweifeln diesen Zusammenhang inzwischen.

Model verliert zweites Bein

Für das US-Model änderte sich ihr Leben schlagartig, nachdem sie 2012 aufgrund eines Tampons ein lebensbedrohliches Toxisches Schocksyndrom (TSS) erlitt. Nur knapp konnte ihr Leben gerettet werden. Zudem war die Amputation ihres rechten Unterschenkels erforderlich.

Vor wenigen Wochen wurde berichtet, dass sie wegen Spätfolgen auch ihr zweites Bein verlor. Zurückzuführen sei ihr TSS auf einen Tampon, der zu lange in der Scheide geblieben war.

Umgangssprachlich wird TSS auch als „Tamponkrankheit“ bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Infektionskrankheit mit dem Bakterium Staphylococcus aureus.

Die Bakterien können zwar theoretisch durch jede Wunde in den Körper eindringen, doch häufig gelangen die Erreger laut Fachleuten über Tampons in den Organismus, vor allem wenn diese zu lange im Körper bleiben.

Typische Symptome sind neben hohem Fieber unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdruckabfall, Hautausschlag sowie ferner Muskelschmerzen, Übelkeit und Durchfall.

Bei entsprechenden Symptomen sollte unbedingt schnell ein Arzt aufgesucht werden. Eine Infektion kann zu schweren Kreislauf- und Organversagen führen.

Zwar tritt die Krankheit mit einem Fall pro 200.000 Einwohner äußerst selten auf, kann aber tödlich enden, wie der Fall der13-jährigen Jemma-Louise Roberts aus Großbritannien zeigte. Das Mädchen aus dem Großraum Manchester starb vor zweieinhalb Jahren am toxischen Schocksyndrom.

Kritik an Tampon-Herstellern

Lauren Wasser hatte in einem früheren Interview mit dem Magazin „Vice“ erklärt, dass sie nie einen Tampon benutzt hätte, wenn ihr das Risiko des TSS vollständig bekannt gewesen wäre.

Sie macht falsches Material der Tampons und mangelnde Aufklärung dafür verantwortlich, dass jedes Jahr tausende Frauen ein TSS erleiden.

„Seit 30 Jahren ist das Problem bekannt. Damals gab es ein richtige TSS-Epidemie im Land, und viele Prozesse. Aber die Hygieneindustrie hat nichts dagegen getan“, so der Vorwurf ihres Anwalts, Hunter J. Shkolnik, im Jahr 2015.

Nach Meinung mancher Experten würden Tampons aus 100 Prozent Baumwolle ein deutlich geringeres Risiko darstellen. Der Großteil der Produzenten – auch in Deutschland – verwendet allerdings einen Mix aus Viskosefaser und Baumwolle, oder pure Viskose.

Andere Fachleute sehen die Kritik an den Hygieneartikel-Herstellern allerdings unangebracht.

Auch Kinder und Männer können erkranken

So weist etwa der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf dem Portal „Frauenärzte im Netz“ darauf hin, dass das Erkrankungsrisiko für ein Toxisches Schocksyndrom (TSS) durch die Verwendung von Tampons äußerst gering ist.

„Das Toxische Schocksyndrom kommt häufiger nicht-menstruell als im Zusammenhang mit der Menstruation vor. Zudem trifft es mehr Kinder und Männer als Frauen“, schreiben die Mediziner.

„Das Krankheitsbild ist also keinesfalls auf menstruierende Frauen beschränkt, sondern kann praktisch in allen Lebenssituationen und bei verschiedenen Krankheitsbildern (u.a. Abszessen, Nasen- und Nasennebenhöhlenerkrankungen, Haut- und Schleimhautinfektionen, Verbrennungen, Influenza etc.) vorkommen“, heißt es dort weiter.

Den Fachleuten zufolge gebe es nur wenige Fälle aus der Vergangenheit, bei der die Erkrankung auch mit der Verwendung von Tampons in Verbindung gebracht wurde.

Zusammenhang mit der Menstruation

Auch Prof. Werner Mendling, Leiter des Deutschen Zentrums für Infektionen in Gynäkologie und Geburtshilfe in Wuppertal, äußerte sich kritisch.

„Tatsächlich erleiden offenbar am häufigsten Mädchen und Frauen zwischen 10 und 50 Jahren, besonders aber Teenager ein toxisches Schocksyndrom. Diese Erkenntnis lässt vermuten, dass es einen Zusammenhang mit der Menstruation gibt“, so der Experte. Dieser Zusammenhang müsse allerdings noch erforscht werden.

„In den 1980er-Jahren kam es in den USA zu zahlreichen TSS-Fällen, nachdem der Hersteller Procter & Gamble einen Tampon mit einer supersaugfähigen Kunststoff-Absorptionsmasse auf den Markt gebracht hatte“, erläuterte Mendling.

Die Infektion sei damals erstmals beschrieben worden und habe den Spitznamen „Tamponkrankheit“ erhalten. Allerdings seien die supersaugfähigen Produkte schnell wieder vom Markt verschwunden.

Seither gelte die Empfehlung, dass stets die kleinstmögliche Tampongröße gewählt und so häufig wie möglich gewechselt werden sollte, erklärte BVF-Präsident Christian Albring.

Es sei noch nicht bekannt, wie lange es dauert, bis die gefährlichen Keime in der Vagina so zahlreich seien, dass es zu einer Blutinfektion komme. „Generell sollten Hygieneprodukte wie Tampons auch über Nacht maximal acht Stunden im Körper verbleiben“, so der Gynäkologe.

Menstruationsbinden seien im Hinblick auf TSS generell mit einem geringeren Risiko verbunden. Frauen, die Tampons bevorzugten, sollten immer auf saubere Hände und eine unbeschädigte Verpackung der Produkte achten. (sb)
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Magnetresonanztomographie (MRT) kann Schadstoffe aus den Zahnfüllungen freisetzen


Wie wirkt sich eine Magnetresonanztomographie auf Füllungen aus?

Viele Menschen haben Angst davor, zum Zahnarzt zu gehen. In den meisten ist diese Angst eher unbegründet, allerdings kann beispielsweise von manchen verwendten Füllungen ein ungeahntes Risiko ausgehen. Wenn Patienten, die solche Füllungen in ihren Zähnen haben, sich einer Magnetresonanztomographie unterziehen, kann hierdurch Quecksilber in ihrem Mund austreten.
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Die Wissenschaftler der Akdeniz University stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass Amalgamfüllungen in Zähnen nach einer Magnetresonanztomographie Quecksilber im Mund freisetzen können. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in dem englischsprachigen Fachblatt „Radiology“.

Eine sogenannte Magnetresonanztomographie kann dazu führen, dass Quecksilber aus Amalgamfüllungen in unseren Zähnen austritt. (Bild: artepicturas – fotolia)

Toxisches Metall wird im Mund freigesetzt

Sicherlich ist es keine schöne Vorstellung, dass sie nach einem Besuch beim Zahnarzt Quecksilber im Mund haben könnten. Experten aus der Türkei fanden heraus, dass eine relativ neue Art von Magnetresonanztomographie Quecksilber in Ihren Mund austreten lässt. Mit anderen Worten: Eine einfache medizinische Untersuchung könnte ein toxisches Metall in Ihrem Mund freisetzen.

Wie stark ist das Magnetfeld bei der Magnetresonanztomographie?

Die Magnetresonanztomographie ist eine Technik zum Scannen des Körpers, welche es seit fast 50 Jahren gibt. Diese Technik beruht, wie schon der Name vermuten lässt, auf der Verwendung starker Magnetfelder, um Bilder von inneren Organen zu erzeugen, erklären die Autoren der Studie. Bei einer normalen Magnetresonanztomographie wird ein Magnetfeld von 1,5 T (Tesla – die Maßeinheit für die magnetische Feldstärke) verwendet. Zum Vergleich: Das Magnetfeld, welches unseren gesamten Planeten umgibt, beträgt nur etwa 0,00005T.

Wie wirken sich ultra hohe Magnetfelder auf dentale Implantate aus?

Seit den frühen 2000er Jahren ist ein neuer Typ von MRT-Scannern in der kommerziellen Produktion. Dieser kann Magnetfelder mit einer Stärke von 7 T und höher erzeugen. Stärken von bis zu 8 T sind laut der FDA (U. S. Food and Drug Administration) gesundheitlich kein signifikantes Risiko und die neuen Geräte wurden immer beliebter. Trotzdem gab es auch weiterhin Bedenken, dass zu wenig Forschung zur Sicherheit der Geräte durchgeführt wurde. Insbesondere stellten sich Mediziner die Frage, ob es bekannt ist, wie sich die ultra hohen Magnetfelder auf chirurgische und dentale Implantate bei Patienten auswirken würden.

Forschung befasste sich mit 60 Zähnen mit Amalgamfüllung

Bei der aktuellen Studie forschten die Experten an 60 menschlichen Zähnen, welche aus verschiedenen Gründen extrahiert wurden. Diesen Zähnen wurde eine Amalgamfüllung gegeben – einem Silbertyp, der meist bei einer ganz normalen Füllung verwendet wird. Dann wurden die Zähne drei verschiedenen Gruppen zugeteilt. Eine Gruppe wurde einer normalen 1,5 T Magnetresonanztomographie unterzogen, bei der zweiten Gruppe wurde eine 7 T Untersuchung angewendet und eine Kontrollgruppe wurde keiner solchen Behandlung unterzogen. Die Zähne wurden danach im Labor neun Tage künstlichem Speichel ausgesetzt. Dann wurde die Menge Quecksilber gemessen, welche durch die Behandlung aus den Zähnen ausgetreten war.

Wie viel Quecksilber trat aus den Füllungen aus?

Die mittlere Quecksilbermenge, die bei einer normalen MRT-Untersuchung austrat, war etwas höher als bei der Kontrollgruppe. Bei einer Behandlung mit einem ultra hohen Magnetfeld trat fast fünfmal so viel Quecksilber aus. Die Forscher stellten außerdem fest, dass auch bei anderen Zahnimplantaten Probleme aufgetreten sind, wobei Gold- und Platinkronen unter den höheren Magnetfeldern immer heißer wurden. (as)

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Mineralwasser: Diese Marken schnitten gut ab – doch es gab Ausnahmen


Stiftung Warentest: Gutes Mineralwasser muss nicht teuer sein

Die Stiftung Warentest hat 30 Mineralwässer mit Kohlensäure getestet. Viele davon sind gut, auch günstige Produkte. Zwar eigenen sich manche sogar für die Zubereitung von Babynahrung, doch in einem Wasser haben die Tester gesundheitsgefährdende Keime gefunden. Und eines schmeckte fremdartig und leicht nach Acetaldehyd aus dem Flaschenmaterial.
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Empfehlenswerte günstige Mineralwässer

Um bei der aktuellen Hitze cool zu bleiben, hilft es, viel zu trinken. Mineralwasser gehört zu den Lieblingsdrinks der Deutschen. Am meisten werden Produkte mit Kohlensäure gekauft. „Darum hat die Stiftung Warentest aktuell 30 viel verkaufte Classic-Wässer getestet – von Discountern, Supermärkten und Traditionsbrunnen“, heißt es auf der Webseite der Stiftung. „Einige enthalten viel Kalzium und Magnesium oder eignen sich für die Zubereitung von Babynahrung. Jedes zweite Wasser im Test ist gut, darunter auch viele günstige Produkte.“

Die Stiftung Warentest hat 30 Mineralwässer mit Kohlensäure genauer unter die Lupe genommen. Über die Hälfte schneiden im Test gut ab. (Bild: v.poth/fotolia.com)

Über die Hälfte der getesteten Produkte schneiden gut ab

Für die in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 7/2018) veröffentlichte Untersuchung wurden viel verkaufte Produkte ausgewählt – elf klassische Marken von traditionellen Brunnenbetrieben wie Gerolsteiner und Apollinaris und 19 Handelsmarken von Discountern und Supermärkten wie Lidl Saskia und Rewe Ja.

17 Wässer schneiden gut ab, elf sind befriedigend und zwei nur ausreichend.

Den Angaben zufolge wiesen die Tester in einem der beiden ausreichenden Wässer eine etwas erhöhte Anzahl an Keimen nach, die für Menschen mit einer Immunschwäche bedenklich sein könnte.

Das andere ausreichende Wasser „schmeckte fremdartig und leicht nach Acetaldehyd aus dem Flaschenmaterial“, so die Experten in einer Pressemitteilung.

Kritische Stoffe aus der Natur

In fünf Wässern wurden leicht erhöhte Gehalte kritischer Stoffe aus der Natur gefunden: Arsen, Nickel oder Uran.

Allerdings liegen die gemessenen Gehalte deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten oder behördlichen Empfehlungen.

Laut Warentest können sich die Stoffe aus Gesteinsschichten gelöst haben, als das Wasser in die unterirdische Quelle gesickert ist.

Einzelne Wässer enthielten Spuren von Abbauprodukten aus Pflanzenschutzmitteln und eines von Süßstoffen. Medikamentenrückstände wurden nicht gefunden.

Zwar sind die Spuren aus der Umwelt gesundheitlich völlig unkritisch, sie stellen aber die versprochene ursprüngliche Reinheit in Frage. Längst nicht jedes Mineralwasser ist mineralstoffreich. Allerdings muss es das laut EU-Verordnung auch nicht sein.

„14 der Classic-Wässer im Test enthalten sogar weniger Mineralstoffe als vielerorts das Leitungswasser. Lediglich vier Classic-Wässer bieten viel an Mineralstoffen, sie kosten zwischen 20 und 66 Cent pro Liter“, schreiben die Experten.

Letztes Jahr wurden Medium-Wässer getestet

Insgesamt schnitten die Classic-Wässer etwas besser ab als die Medium-Wässer, die die Stiftung Warentest 2017 prüften. In den Medium-Wässern wurden unter anderem häufiger sensorische Fehler festgestellt.

Zudem wurde damals bemängelt, dass in manchen Fällen der Wasser-Geschmack durch Kunststoff beeinträchtigt wurde.

Plastikflaschen haben seit Jahren einen gesundheitlich schlechten Ruf.

Von den 30 im vergangenen Jahr getesteten Produkten sind heute noch 22 unverändert im Handel, wie eine aktuelle Befragung der Anbieter ergab.

In der Regel enthalten Medium-Wässer weniger Kohlensäure als Classic-Wässer. Mit einem Marktanteil von 44 Prozent haben sie die Classic-Wässer überholt, die früher dominierten und heute auf einen Marktanteil von 36 Prozent kommen.

Bekannte Traditionsmarken und preiswertere Handelsmarken

Unter den aktuell getesteten Produkten finden sich bekannte Traditionsmarken wie Adelholzener, Apollinaris und Gerolsteiner sowie viele preiswertere Handelsmarken von Discountern und Supermärkten.

Die Informationen zu Preisen und Quellorten sowie Warenkunden sind kostenlos auf der Webseite der Stiftung Warentest abrufbar. Für die Bewertungen muss allerdings bezahlt werden.

Laut den Experten lohnt sich das, da man dadurch Zugriff auf sämtliche Bewertungen erhält und mithilfe zahlreicher Filtermöglichkeiten gezielt nach Wässern mit hohen Gesamtmineralstoffgehalten suchen kann „oder nach Mineralwasser, das sich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung eignet.“ (ad)

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Etwa 10 Millionen Menschen sind mit gefährlichem Virus infiziert – ohne davon zu wissen


HTLV-1: Ein Virus breitet sich unbemerkt immer weiter aus

Millionen Menschen weltweit sind bereits mit HTLV-1 infiziert, einem humanen Virus, das vor allem beim Sex übertragen wird und eine spezielle Form der Leukämie (Blutkrebs) verursacht. Zudem wird das Virus mit verschiedenen weiteren Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Doch kaum jemand kennt HTLV-1 (humanes T-lymphotropes Virus 1) und die Gefahren, die von ihm ausgehen. Obwohl das Virus bereits vor Jahrzehnten entdeckt wurde, hat die Forschung sich erst in jüngerer Vergangenheit wieder verstärkt dieses Themas angenommen. Eine Impfung oder Heilung ist bislang jedoch nicht möglich.
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In einem Schreiben an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Wissenschaftler nun eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Infektionen mit HTLV-1 gefordert. Mehr als als zehn Millionen Menschen auf der ganzen Welt seien bereits mit dem Virus infiziert und den meisten sei ihre Infektion nicht bewusst, berichtet auch das Forschungsteam um Charles Bangham vom Imperial College London. Die britischen Experten waren in einer aktuellen Studie den Auswirkungen von HTLV-1 auf das menschliche Genome nachgegangen, mit besorgniserregendem Ergebnis. Veröffentlicht wurde die Studie in dem Fachmagazin „eLife“.

Millionen Menschen sind bereits mit HTLV-1 infiziert, einem Virus aus der Gattung der Retroviren, das unter anderem Blutkrebs auslösen kann. (Bild: CrazyCloud/fotolia.com)

90 Prozent der Betroffenen wissen nichts von ihrer Infektion

Die Tatsache, dass Millionen Menschen nichtsahnend mit einem Virus infiziert sind, welches schlimmstenfalls tödliche Erkrankungen auslösen kann und beim Geschlechtsverkehr übertragen wird, erinnert stark an die anfängliche Situation bei HIV. „Menschen können das Virus seit Jahrzehnten ohne Symptome in sich tragen, und 90 Prozent der Betroffenen wissen nicht, dass sie es in sich tragen“, berichten die Wissenschaftler des Imperial College London. Übertragen werden könne das Virus auch durch Bluttransfusionen und über die Muttermilch, aber meist erfolge die Infektion durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Bei schätzungsweise fünf bis zehn Prozent der Infizierten entwickele sich infolge der Infektion eine aggressive Form von Leukämie oder eine progressive paralytische Erkrankung.

Forschung zu HTLV-1 jahrelang vernachlässigt

Die Entdeckung von HTLV-1 im Jahr 1980 durch eine Arbeitsgruppe um Robert Gallo am NIH war seinerzeit eine Sensation. Denn jahrzehntelange hatten Forscher nach Retroviren beim Menschen gesucht und nun war endlich der Nachweis gelungen, dass diese existieren. Allerdings wurde kurz danach auch das AIDS-Virus HIV entdeckt und angesichts der enormen gesundheitlichen Bedrohung, die von HIV ausging, widmete sich die Forschung in den kommenden Jahrzehnten vor allem dieser Art der Retroviren. HTLV-1 wurde vernachlässigt. Ein Fehler, so die Einschätzung der Mediziner heute.

Erhebliche Eingriffe in das Genom

Welche weitreichenden Folgen die Viren auf das Genom der Infizierten haben können, haben die britischen Wissenschaftler des Imperial College London in ihrer aktuellen Studie nachgewiesen. Die Forscher erklären, dass Viren wie HTLV-1 aufgrund der großen Anzahl von sogenannten CTCF-Stellen im menschlichen Genom das Potenzial haben, Zehntausende von Genen zu zerstören. Die neuen Erkenntnisse seien auch eine mögliche Erklärung für den Zusammenhang mit Leukämie und anderen Erkrankungen.

Zusammenhang mit Lungenerkrankungen

Zu den Erkrankungen, die HTLV-1 auslösen kann zählt auch die Bronchiektasie (Aussackung der Bronchien), so das Ergebnis einer australischen Studie aus dem März dieses Jahres. Die Studie wurde an Ureinwohnern Australiens durchgeführt, bei denen in einer früheren Untersuchung bereits relativ hohe Infektionsraten mit HTLV-1 festgestellt wurden. Die Wissenschaftler überprüften mögliche Zusammenhänge der Viren mit Lungenerkrankung wie der Bronchiektasie, Bronchitis und Bronchiolitis. Auch wurde der Einfluss der Viren auf das Todesrisiko ermittelt.

Risiko bislang unterschätzt?

Die Viren sind laut Aussage der Studienautoren mit Atemwegsentzündungen und mit einem frühzeitigen Tod durch Komplikationen der Bronchiektasie assoziiert. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die mit der HTLV-1c-Infektion verbundene Mortalität höher sein könnte als bisher angenommen“, warnen die Forscher. Weitere Studien zu den Risiken der HTLV-1-Infektionen seien nun erforderlich.(fp)

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Prävention mit Erfolg: Alkohol- und Tabakkonsum bei Jugendlichen stark rückläufig


Erfreuliche Abnahme des Tabak- und Alkoholkonsums bei Heranwachsenden

Der Konsum von Alkohol und Tabak ist mit zahlreichen Gesundheitsrisiken verbunden und die Grundlagen für eine lebenslange Sucht werden oftmals bereits im Kinder- und Jugendalter gelegt. In den vergangen Jahren wurden daher verstärkt Maßnahmen der Prävention ergriffen – offenbar mit Erfolg. Laut einer aktuellen Auswertung der Daten aus der Langzeitstudie KiGGS trinken und rauchen die Heranwachsenden in Deutschland heute deutlich weniger als noch vor Zehn Jahren.
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„Tabak- und Alkoholkonsum zählen zu den führenden vermeidbaren Risikofaktoren für eine Vielzahl von Krankheiten mit langfristigen Effekten, auch auf die vorzeitige Sterblichkeit“, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). Die aktuelle Datenauswertung des RKI zeigt, dass zwar immer noch 51 Prozent der 11- bis 17-Jährigen bereits Alkohol probiert haben, aber dies sind 13 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Bei Tabakkonsum ist der Rückgang noch deutlicher: Während vor zehn Jahre noch 21,4 Prozent der Heranwachsenden zumindest gelegentlich rauchten, waren es in der aktuellen Auswertung nur noch rund sieben Prozent der 11- bis 17-Jährigen (3,7 Prozent rauchen täglich).

Der Alkoholkonsum bei Heranwachsenden ist in den vergangenen zehn Jahren erfreulicherweise deutlich gesunken. (Bild: patrickjohn71/fotolia.com)

12 Prozent der Jugendlichen mit riskantem Alkoholkonsum

„Da in der Jugendphase die Weichen für das Gesundheitsverhalten im späteren Leben gestellt werden und bekannt ist, dass für Heranwachsende ein früher Einstieg einen späteren regelmäßigen Konsum von Alkohol und Tabak fördert, ist es ein gesundheitspolitisches Ziel, dass Jugendliche möglichst nicht rauchen und zu einem verantwortungsbewussten und risikoarmen Umgang mit Alkohol befähigt werden“, so die Mitteilung des RKI. Hier ist insbesondere der regelmäßige bzw. riskante Alkoholkonsum, den weiterhin 12 Prozent der Heranwachsenden praktizieren, und das regelmäßige Rauschtrinken, von dem sieben Prozent der Befragten berichteten, äußerst kritisch zu bewerten.

Rauschtrinken eher bei Jungen verbreitet

Beim riskanten Alkoholkonsum und beim Rauschtrinken zeigen sich laut Angaben des RKI auch Unterschiede zwischen dem Verhalten von Mädchen und Jungen. So konsumieren Mädchen zwar mehr alkoholische Getränke in riskantem Maß, aber mehr Jungen als Mädchen praktizieren das Rauschtrinken. Die Entwicklung in den letzten zehn Jahren ist insgesamt jedoch durchaus erfreulich. Der Rückgang beim Tabak- und Alkoholkonsum deute auf den Erfolg der Präventionsmaßnahmen hin, so das Fazit des RKI.

Einkommenssituation mit erheblichem Einfluss auf die Kindergesundheit

Die Datenauswertung der Langzeitstudie KIGSS hat außerdem gezeigt, dass Kinder und Jugendliche mit niedrigem sozioökonomischen Status auch bei der Gesundheit oftmals schlechter gestellt sind. Sie ernähren sich häufiger ungesund (im Vergleich zu Gleichaltrigen aus sozial bessergestellten Familien), treiben seltener Sport und sind häufiger übergewichtig oder adipös, berichtet das RKI.

Zu wenig Sport und Bewegung

Das Sportverhalten der Heranwachsenden bleibt insgesamt verbesserungsfähig. So treiben nur 54 Prozent der Mädchen mindestens 90 Minuten pro Woche Sport. Bei den Jungen sind es immerhin 63 Prozent, doch hier bleibt ebenfalls noch deutlich Luft nach oben. 180 Minuten Sport pro Woche erreichen lediglich 31 Prozent der Mädchen und 45 Prozent der Jungen.

Ernährungsverhalten weiterhin verbesserungsfähig

Bei der Ernährung war ein erfreulicher Rückgang des Konsums von Süßwaren und zuckerhaltigen Getränken im Vergleich zu der KiGGS-Basiserhebung vor zehn Jahren festzustellen, doch andererseits essen insbesondere die 11- bis 17-Jährigen heute signifikant weniger Gemüse, so die Mitteilung des RKI. Sowohl bei dem Ernährungsverhalten als auch bei der körperlichen Bewegung besteht demnach weiterhin Handlungsbedarf, wobei das RKI insbesondere an die Vorbildfunktion der Eltern erinnert. (fp)

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