Gesündeste Schlafposition: Warum wir hauptsächlich auf der linken Körperhälfte schlafen sollten


Warum man besser nicht auf seiner rechten Seite schlafen sollte

Die Schlafposition kann Einfluss auf unsere Gesundheit haben. So warnten Experten in der Vergangenheit davor, auf dem Rücken zu schlafen, weil es dadurch bei manchen Personen zu gefährlichen Atemaussetzern kommen kann. Zudem gibt es gesundheitliche Gründe, die dafür sprechen, nicht auf der rechten Seite zu schlafen. Auf der linken Seite zu ruhen ist hingegen empfehlenswert.
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Verschiedene Ursachen für Reflux

Rund jeder zweite Deutsche leidet hin und wieder an Sodbrennen. Schuld daran können unter anderem Übergewicht, schwere, fette Mahlzeiten, Stress oder ein Übermaß an Alkohol und Nikotin sein. Auch die falsche Schlafposition kann Sodbrennen begünstigen, wie sich in einer Studie gezeigt hat.

Auf der linken Seite zu schlafen geht mit verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen einher. So haben Linksschläfer unter anderem seltener Sodbrennen als Rechtsschläfer. (Bild: drubig-photo/fotolia.com)

Linksschläfer haben weniger Sodbrennen

Die US-amerikanischen Wissenschaftler stellten in der im Fachmagazin „The Journal of Clinical Gastroenterology“ veröffentlichten Studie fest, dass Menschen, die auf der linken Seite liegend schlafen, deutlich seltener unter Sodbrennen (auch Reflux genannt) leiden als Rechtsschläfer.

Auch andere Gesundheitsexperten haben auf diesen Umstand hingewiesen und erklären das Phänomen damit, dass sich der Magen und sein Inhalt weiter unten als die Speiseröhre befinden, wenn man auf der linken Seite liegt.

Bei Rechtsschläfern hingegen kann es leichter dazu kommen, dass der Speisebrei wieder in die Speiseröhre zurückfließt.

Es gibt aber noch mehr Gründe, warum man besser auf der linken Seite schlafen sollte. Einige davon hat der Arzt Dr. John Douillard auf seiner Website und in zahlreichen YouTube-Videos benannt.

Besserer Transport wichtiger Nährstoffe

Laut dem Gesundheitsexperten tut man dem Lymphsystem des Körpers etwas Gutes, wenn man auf der linken Seite ruht.

Dies habe damit zu tun, dass die linke Seite des Körpers die dominante lymphatische Seite ist.

Das Lymphsystem, das größte Organ des Immunsystems, spielt eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung eingedrungener Krankheitserreger, aber auch bösartig entarteter Krebszellen.

Zudem ist es für den Transport wichtiger Nährstoffe und die Filterung von Abfallstoffen zuständig.

Und auch die Milz, die für die Reinigung des Blutes zuständig ist, liegt auf der linken Seite und kann daher leichter arbeiten, wenn wir links schlafen.

Nutzen für die Verdauung und die Herzgesundheit

Die Lage von Magen und Bauchspeicheldrüse sprechen ebenfalls dafür, auf der linken Seite zu schlafen.

Denn dies trägt dem Experten zufolge zu einer besseren Verdauung bei.

Wer hingegen Rechtsschläfer ist, drückt seinen Magen auf die Bauchspeicheldrüse und behindert dadurch deren Aktivität.

Und ein weiterer Punkt, der dafür spricht, besser auf der linken Seite zu schlafen: Bei Rechtsschläfern muss das Herz viel stärker arbeiten.

Denn die Hauptschlagader, die Aorta, zweigt vom Herz nach links ab, bevor sie in den Bauch hinuntergeht.

Durch das Liegen auf der linken Seite pumpt das Herz das Blut direkt bergab in die absteigende Aorta und entlastet so das Organ automatisch. (ad)

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Bundesweite Rückruf-Aktion wegen drohender Salmonellen-Vergiftung: Hersteller ruft diesen Käse zurück


Erste Fälle von Salmonellen-Vergiftung bestätigt

Derzeit warnen das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und das französische Landwirtschaftsministerium vor einem französischen Käse, der deutschlandweit vertrieben wurde. Es besteht ein dringender Verdacht auf gesundheitsschädliche Salmonellen-Bakterien. Es handelt sich um den Weichkäse „Reblochon de Savoie“ des französischen Herstellers Fromagerie La Tournette.
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Als Maßnahmen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Käserei Fromagerie La Tournette den Rohmilchkäse „Reblochon de Savoie“ zurück. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Produkt mit Salmonellen belastet ist. Betroffen sind alle 450-Gramm-Verpackungen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 25. November 2018 und 01. Dezember 2018 mit der Chargennummer FR 74-128-050 EG. Von einem Verzehr wird dringend abgeraten.

Dieser Käse mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 25. November 2018 und 01. Dezember 2018 wird wegen Verdacht auf Salmonellen zurückgerufen. Von dem Verzehr wird abgeraten. (Bild: lebensmittelwarnung.de)

Nahezu deutschlandweiter Vetrieb

Laut dem Verbraucherschutzportal „lebensmittelwarnung.de“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz wurde der Käse in allen Bundesländern außer in Brandenburg und dem Saarland gehandelt. Der Hersteller hat die Produkte bereits aus dem Verkauf nehmen lassen. Ein Teil wurde aber bereits verkauft. Deshalb bittet der Hersteller die Käufer, die Ware zu kontrollieren und diese gegebenenfalls zu vernichten oder sie sich beim Ort des Einkaufs erstatten zu lassen.

In Frankreich sind bereits die ersten Vergiftungen aufgetaucht

Das Produkt wurde ebenso in Frankreich vertrieben. Das französische Landwirtschaftsministerium bestätigte bereits die ersten Salmonellen-Vergiftungen bei Personen, die kurz zuvor den Käse gegessen hatten.

Welche Gefahren gehen von Salmonellen in Lebensmitteln aus?

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt sich eine Salmonellose, also eine Infektion mit Salmonellen, in der Regel zwölf bis 36 Stunden nach dem Verzehr des kontaminierten Produkts. Dabei kommt es zu einer Entzündung des Darms mit der Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Bei schweren Verläufen kann es auch zu hohem Fieber kommen. Des weiteren besteht besonders bei Kleinkindern und bei älteren Erwachsenen die Gefahr einer Dehydratation.

Für diese Personen können Salmonellen zur Lebensgefahr werden

Insbesondere bei Menschen im Alter über 60 Jahren sowie bei immunschwachen Personen können Komplikationen auftreten, die mitunter eine Lebensgefahr darstellen können. Laut dem RKI können die Bakterien sich auf weitere Organe ausbreiten und so Abszesse, septische Arthritis, Entzündungen der Gallenblasen, der Herzinnenhaut, der Gehirnhaut, des Herzbeutels, der Lunge, der Haut oder des Nierenbeckens hervorrufen. Rund 0,1 Prozent aller Betroffenen versterben an der Infektion, berichtet das RKI. Wer den Käse konsumiert hat und danach eine oder mehrere Symptome feststellt, der sollte umgehend einen Arzt aufsuchen und auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen. (vb)

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Gedankenlesen: Neurologen entschlüsseln Hirnströme und sagen zukünfiges Handeln vorher


Die ersten Schritte zum Gedankenlesen sind getan

Das Handeln anderer Menschen vorauszusagen, war bislang eher ein Akt der Intuition. Dies könnte sich demnächst ändern, denn ein österreichisches Forschungsteam nutzte nobelpreisprämierte Erkenntnisse, um die Denkmuster von Ratten zu entschlüsseln. So konnten sie genau vorhersagen, was die Nager als nächstes tun werden.
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Eine Forschungsgruppe am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) konnte anhand der Neuronenaktivitäten im Rattenhirn vorhersagen, wohin das Tier als nächstes gehen wird. Die Forschenden wussten sogar im Voraus, wann das Tier einen Fehler begehen wird. Die Studienergebnisse erschienen kürzlich in dem Fachjournal „Neuron“.

Gedankenlesen scheint nicht so abwegig zu sein, wie bislang gedacht. Bei Ratten funktioniert es bereits. (Bild: psdesign1/fotoliacom)

Das GPS-System in unserem Kopf

Als Grundlage dieser Studie dienten die Erkenntnisse über die sogenannten Platzzellen im Gehirn, eine Art integriertem GPS-System. Diese Forschungsergebnisse wurden im Jahr 2014 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Damals entdeckte ein Team um Neurowissenschafter John O´Keefe bestimmte Zellen im Gehirn, die eine Art Karte des umgebenden Raumes anfertigen und somit stark zur Orientierung beitragen. Bei Menschen, die sich viel orientieren, wie beispielsweise Taxifahrer, wurde auch ein größerer Teil dieser Platzzellen gefunden.

Die Karte im Hirn lesen

Die österreichische Forschungsgruppe nutzte diese Erkenntnisse, um zu entschlüsseln, wie genau Ratten diese Platzzellen gebrauchen, um sich zu orientieren. Anhand der gemessenen Hirnaktivitäten des Nagers konnten die Forschenden dann voraussagen, wo sich die Ratte gerade befindet und wohin sie als nächstes gehen will. Genauer gesagt, konnten die Forschenden bestimmen, wo die Ratte denkt, dass sie sich befindet, denn manchmal stimmten die Signale der Platzzellen nicht mit der tatsächlichen Position überein. „Das gibt uns einen Einblick darin, was das Tier über den Raum denkt“, berichtet Forschungsleiter Jozsef Csicsvari in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen. Das Team konnte so entschlüsseln, wie Ratten denken, um Aufgaben zu lösen, die ihr räumliches Gedächtnis beanspruchen.

Mit GPS durchs Labyrinth

Bei den Experimenten ließen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Ratten durch ein Labyrinth laufen. Dabei enthielten drei von acht möglichen Wegen Futter. Im ersten Schritt durften sich die Nager frei in dem Labyrinth bewegen, um sich zu orientieren. Ihre Hirnaktivitäten wurden derweil gemessen. Beim zweiten Besuch des Labyrinths kannten die Ratten ihre Umgebung bereits. Hier konnte das Team zeigen, wie die Tiere ihre Erinnerung nutzen, um an das Futter heranzukommen. „Tatsächlich können wir vorhersagen, welchen Arm die Ratte als nächstes betreten wird“, so Csicsvari.

Referenz- und Arbeitsgedächtnis

Die Forschenden konnten zwei verschiedene Mechanismen feststellen, wie sich die Ratte orientiert. Zum einen nutzt sie das Referenzgedächtnis, um sich daran zu erinnern, welcher Weg eine Belohnungen enthält und welcher nicht. Zusätzlich überprüft sie im Arbeitsgedächtnis, welche Wege sie bereits zurückgelegt hat. Aus diesen beiden Zweigen ergibt sich die aktuelle Position auf einer gedanklichen Karte.

Auch Ratten machen Fehler

Anhand dessen, wie die Neuronen im Hirn der Ratte feuerten, konnten die Forschenden somit erkennen, was die Ratte als nächstes vor hat. Des Weiteren konnte das Team beweisen, dass auch die Vierbeiner sich manche Wege falsch merkten. „Wenn die Ratte einen Fehler macht, erinnert sie sich an einen zufälligen Weg“, erläutert Csicsvari. Das Team wusste so bereits im Voraus, wann die Ratte einen Fehler machen wird.

Der Referenzspeicher lässt sich einfacher deuten

Die Forschenden beschreiben den Referenzspeicher als etwas, das das Hirn nutzt, um Orte zu finden, die man besuchen will. Dagegen sei der Arbeitsspeicher wesentlich abstrakter. Er enthalte viele einzelne Punkte, wie auf einer Liste, die abgehakt werden, nachdem sie besucht wurden. „Der Hippocampus signalisiert wahrscheinlich dem präfrontalen Kortex, wo die Ratte war, und der präfrontale Kortex verfolgt, welche Gegenstände er abhaken kann“, resümiert Csicsvari. (vb)

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Massenerkrankung Kreidezähne verbreitet sich drastisch: Weichmacher aus Kunststoffen sind Hauptauslöser


Neue Volkskrankheit: Kreidezähne teilweise weiter verbreitet als Karies

Gesundheitsexperten zufolge stellen die sogenannten „Kreidezähne“ eine neue Volkskrankheit dar. In manchen Altersgruppen liegt ihr Auftreten sogar höher als das von Karies. Als Krankheitsursache kommen unter anderem Weichmacher aus Plastik in Frage.
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Wenn das Zähneputzen schmerzt

Gesundheitsexperten weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig regelmäßiges Zähneputzen ist. Denn durch richtige Mundhygiene kann man nicht nur Zahnfleischentzündungen, Zahnschmerzen und unangenehmem Mundgeruch, sondern natürlich auch Karies effizient vorbeugen. Für Menschen, die an sogenannten „Kreidezähnen“ leiden, ist das Zähneputzen allerdings meist schmerzhaft. Zudem ist es bei diesen Personen als Prophylaxe nicht ausreichend, um die Zähne vor Karies zu schützen. Experten erklären, was Betroffene beachten sollten.

Immer mehr Menschen leiden an sogenannten „Kreidezähnen“. Diese Zähne, auf denen oft weiß-gelbliche oder gelb-braune Bereiche zu sehen sind, sind sehr schmerzempfindlich und reagieren äußerst sensibel auf Hitze, Kälte und Zähneputzen. (Bild: Zsolt Bota Finna/fotolia.com)

Kreidezähne sind äußerst schmerzempfindlich

Gesundheitsexperten zufolge stellt die sogenannte Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) (auch „Kreidezähne“ genannt) eine neue Volkskrankheit dar.

Laut Prof. Dr. Norbert Krämer, Präsident der DGKiZ (Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnmedizin) liegt ihr Auftreten in bestimmten Altersgruppen bei Kindern und Jugendlichen höher als das von Karies.

Wie in einer Mitteilung der DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde) erklärt wird, bedeutet MIH eine systemisch bedingte Strukturanomalie primär des Zahnschmelzes, die auf eine Mineralisationsstörung zurückzuführen ist.

Sie tritt an einem bis zu allen vier ersten bleibenden Molaren (Backenzähne) auf. Solche „Kreidezähne“ sind sehr schmerzempfindlich und reagieren äußerst sensibel auf Hitze, Kälte und Zähneputzen.

Zahnerkrankung durch Weichmacher in Plastik

Laut der DGZMK hat MIH eine rasante Entwicklung durchlaufen. Die Krankheit wurde 1987 erstmals wissenschaftlich beschrieben, heute lässt sich bereits von einer neuen Volkskrankheit sprechen.

Den Angaben zufolge leiden im Durchschnitt zehn bis 15 Prozent der Kinder an MIH, bei den 12-jährigen liegt die Quote laut der 5. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) inzwischen sogar bei über 30 Prozent.

Wie es in der Mitteilung heißt, scheinen Weichmacher aus Kunststoffen, die mit der Nahrung aufgenommen werden, eine wesentliche Rolle bei der Entstehung zu spielen.

Aufgrund von Tierversuchen ließ sich demnach ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Bisphenol A (BPA) und der Entwicklung von MIH nachweisen.

Dennoch kann bei entsprechender Prophylaxe drohender Kariesbefall für solche Zähne abgewendet und deren Erhalt gesichert werden.

Laut der DGZMK kommen als weitere potenzielle Ursachen für MIH Probleme während der Schwangerschaft, Infektionskrankheiten, Antibiotikagaben, Windpocken, Einflüsse durch Dioxine sowie Erkrankungen der oberen Luftwege in Betracht.

Die präzisen Ursachen gelten jedoch zur Zeit noch immer als ungeklärt.

Zusammenhang wird angezweifelt

Andere Experten bezweifeln den Zusammenhang zwischen dem BPA-Konsum und der Entwicklung von MIH allerdings.

So schreibt das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) in der Überschrift einer Mitteilung:

„Zusammenhang zwischen „Kreidezähnen“ bei Kindern (Molar-IncisorHypomineralisation, MIH) und der Aufnahme von Bisphenol A ist nach derzeitigem Stand des Wissens unwahrscheinlich“.

Laut dem BfR berufen sich die Berichte zu einem möglichen Zusammenhang von MIH und BPA auf die Studie von Jedeon und Mitarbeiter (2013), die im Tierversuch den Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber BPA und Mineralisationsstörungen des Zahnschmelzes untersuchten.

Das BfR hat diese Studie „bewertet und kommt zu dem Schluss, dass es keinen gesicherten Zusammenhang zwischen der Aufnahme von BPA über Lebensmittelkontaktmaterialien und der Entstehung von MIH bei Kindern gibt.“

Sinkende Lebensqualität durch Schmerzempfindlichkeit

Der DGZMK zufolge fällt klinisch die unterschiedliche Ausprägung der Erkrankung auf. Während sich die Mineralisationsstörung bei manchen Patienten auf einen einzelnen Höcker beschränkt, betrifft sie bei anderen die gesamte Oberfläche der Zähne.

In der milden Form zeigen sich häufig weiß-gelbliche oder gelb-braune Bereiche bis hin zu braunen Flecken auf den Zähnen. In der schweren Form zeigen sich auch abgesplitterter oder fehlender Zahnschmelz oder gar ein abgebrochener Zahn.

Betroffene Patienten klagen über Schmerzen beim Trinken, Essen und Zähneputzen. Dadurch wird die Lebensqualität der jungen Patienten beeinträchtigt und die Behandlung beim Zahnarzt erschwert.

Dennoch ist in diesen Fällen unbedingt ein schnelles therapeutisches Eingreifen dringend geboten.

Prävention nicht möglich – Prophylaxe schon

Da sich die Veränderungen bereits während der Zahnentwicklung ereignen und die genauen Ursachen noch nicht geklärt sind, ist eine wirksame Prävention gegen MIH nicht möglich, erklärte Prof. Dr. Stefan Zimmer, Präsident der DGPZM (Deutsche Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM).

Weil MIH-Zähne aber eine raue Oberfläche und in der Substanz eine schlechtere Qualität aufweisen, sind sie besonders anfällig für Karies.

Deswegen muss über das Zähneputzen hinaus eine besonders intensive Prophylaxe betrieben werden, um die Zähne vor Karies zu schützen.

Hierfür stehen vor allem Fluoridierungsmaßnahmen zur Verfügung, die sowohl beim Zahnarzt als auch zu Hause durchgeführt werden können und altersbezogen angewandt werden müssen.

Regelmäßige Untersuchungen beim Zahnarzt, die Behandlung mit Fluoridlack sowie der Aufbau der Zähne mit verschiedenen Techniken können dazu beitragen, auch von MIH befallene Zähne bei guter Pflege ein Leben lang zu erhalten. (ad)

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Studie: Mehr Kinder als angenommen leiden an einer fetalen Alkoholspektrumstörung


Warum sollten schwangere Frauen auf keinen Fall Alkohol trinken?

Wenn Mütter während der Schwangerschaft Alkohol konsumieren, kann dies zu erheblichen gesundheitlichen Problemen beim Nachwuchs führen. Forscher fanden jetzt heraus, dass bis zu 17 Prozent der Kinder Symptome einer fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) aufweisen, weil deren Mütter während der Schwangerschaft getrunken haben.
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Die Wissenschaftler der Bristol University und der Cardiff University stellten bei ihrer gemeinsamen aktuellen Untersuchung fest, dass viele Kinder unter einer sogenannten fötalen Alkoholspektrumstörung leiden, weil deren Mütter in der Schwangerschaft getrunken haben. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Preventive Medicine“.

Alkohol in der Schwangerschaft kann eine fetale Alkoholspektrumstörung bei Kindern auslösen. (Bild: nd3000/fotolia.com)

Was deutet auf eine fetale Alkoholspektrumstörung hin?

Die Erkrankung wird anhand einer Reihe von psychischen und körperlichen Problemen eines Kindes diagnostiziert, darunter einige markante Gesichtsmerkmale wie ein kleiner Kopf, kleine Augen und eine dünne Oberlippe. Die Erkrankung kann mit Lernschwierigkeiten und Stimmungsproblemen verbunden sein, sagen die Experten.

Alkohol während der Schwangerschaft?

Bislang wurde geschätzt, dass zwischen zwei und fünf Prozent der Kinder im Vereinigten Königreich die Störung aufgrund des Alkoholkonsums ihrer Mutter während ihrer Schwangerschaft aufweisen, erläutern die Autoren. Alkohol überschreitet die Grenze zur Plazenta und das wachsende Baby kann den Alkohol nicht gut verarbeiten, was zu einer Schädigung der Zellen im Gehirn und im Körper führt. Das Vereinigte Königreich weist mit knapp über 40 Prozent eine der höchsten Konsumraten von Alkohol in der Schwangerschaft auf, die nur von Irland, Weißrussland und Dänemark übertroffen wird.

Daten von knapp 13.500 Kindern wurden ausgewertet

Für die neue Studie wurden die Daten von fast 13.500 Kindern analysiert, welche in den 1990er Jahren geboren wurden und deren Familien sich einer großen laufenden Studie angeschlossen hatten. Die Wissenschaftler entwickelten ein Screening-Tool, um die Daten zu analysieren und zu beurteilen, ob Kinder, welche von einer Frau geboren wurden, die während ihrer Schwangerschaft Alkohol getrunken hatte, Symptome für eine fetale Alkoholspektrumstörung aufweisen.

Wie viele Mütter tranken Alkohol während der Schwangerschaft?

Die Experten fanden heraus, dass 79 Prozent der Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken hatten. Zwischen sechs und 17 Prozent der Kinder in der Studie zeigten Symptome von FASD, abhängig von der genauen Art und Weise, wie die Mediziner das Screening durchgeführt haben. Die in der Studie festgestellten hohen Raten des vorgeburtlichen Alkoholkonsums und die FASD-relevanten Symptome weisen darauf hin, dass FASD in Großbritannien wahrscheinlich ein erhebliches Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt, erläutern die Autoren der Studie.

Frauen sollten nicht gleich in Panik verfallen

Viele Frauen haben getrunken, bevor sie überhaupt wussten, dass sie schwanger sind. Panik ist hier jedoch unangebracht. Wenn das Risiko überbewertet oder verzerrt wird, könnte dies ansonsten dazu führen, dass einige Frauen die Beendigung einer gewünschten Schwangerschaft in Betracht ziehen oder die Schwangerschaft mit Schuldgefühlen und Angstzuständen verbringen. (as)

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