Starke Abwehrkräfte: Mit Zitronensäure und Ingwer das Immunsystem nachweisbar anregen


Nicht nur gut für den Geschmack: Stoffe aus Zitronen und Ingwer stimulieren Abwehrkräfte

Zitronen und Ingwer gelten als zwei besonders gesunde Lebensmittel. Schließlich enthalten beide große Mengen an Vitamin C und tragen daher dazu bei, das Immunsystem zu stärken. Doch sie beinhalten noch mehr wichtige Stoffe: Zitronensäure und 6-Gingerol. Diese stimulieren die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel, wie Forscher nun herausgefunden haben.
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Mit Zitronen und Ingwer der Gesundheit etwas Gutes tun

Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte regelmäßig morgens ein Glas Zitronenwasser trinken. Dem Körper werden so wichtige Vitamine und Nährstoffe aus der Zitrone zugefügt. Zusätzlich wird die Verdauung angeregt und Flüssigkeit zugefügt. Ebenfalls empfehlenswert ist, den Tag mit Ingwerwasser zu starten. Die scharfe Knolle ist nicht nur reich an Vitamin C, sondern kann auch vor Krankheiten schützen und beim Abnehmen helfen. Doch Zitronen und Ingwer können noch mehr: Wie Forscher nun herausgefunden haben, stimulieren geschmacksgebende Stoffe der beiden Lebensmittel die Immunabwehr.

Die in Zitronen enthaltene Zitronensäure und scharf-schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer stimulieren die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel. (Bild: Alexander/fotolia.com)

Zitronensäure und scharf-schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer

Wie die Technische Universität München (TUM) in einer aktuellen Mitteilung berichtet, verleihen Zitronensäure und scharf-schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer nicht nur Speisen und Getränken eine besondere Geschmacksnote.

Beide Stoffe stimulieren auch die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel. Das hat ein Forscherteam der TUM und des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie herausgefunden.

Die Ergebnisse der Studie wurden vor kurzem im Fachmagazin „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlicht.

Speichel erfüllt unterschiedlichste biologische Aufgaben

Der menschliche Speichel ist eine komplexe, wässrige Mischung aus unterschiedlichsten Komponenten. Er enthält neben Schleimhaut- und Immunzellen eine Vielzahl von Molekülen, die unterschiedlichste biologische Aufgaben erfüllen.

Denn Speichel spielt nicht nur eine wesentliche Rolle bei der Nahrungsaufnahme, sondern ist auch für die Gesunderhaltung der Zähne, des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut entscheidend. Zugleich stellt er die erste Bastion gegen von außen eindringende Krankheitserreger dar.

Daher sind im Speichel verschiedene, antimikrobiell wirkende Moleküle enthalten, zu denen auch das antibakteriell wirkende Lysozym gehört. Sie sind Teil des angeborenen, molekularen Immunsystems.

Bestimmte Faktoren beeinflussen die Speichel-Zusammensetzung

Dass Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand aber auch was jemand isst und trinkt die Speichel-Zusammensetzung beeinflussen, ist inzwischen belegt. Über die Effekte einzelner Lebensmittelinhaltsstoffe ist jedoch noch wenig bekannt.

Um mehr über diese zu erfahren, untersuchte das Forscherteam um Studienleiter Professor Thomas Hofmann, Leiter des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie an der TUM, den Einfluss unterschiedlicher Geschmacksstoffe auf die Speichelzusammensetzung des Menschen:

Zitronensäure (sauer), der Süßstoff Aspartam (süß), Iso-alpha-Säuren (bitter), der Geschmacksverstärker Natriumglutamat (umami), Kochsalz (salzig), 6-Gingerol (scharf) sowie die im Szechuanpfeffer enthaltenen Substanzen Hydroxy-alpha-Sanshool (kribbelnd) und Hydroxy-beta-Sanshool (betäubend).

Geschmacksgebende Stoffe besitzen bereits im Mundraum biologische Wirkungen

Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Kombination von Speichelflussmessungen, Proteomanalysen und bioinformatischen Auswertungen erstmals nachwiesen, modulieren alle untersuchten Substanzen die Proteinzusammensetzung des Speichels in mehr oder weniger großem Umfang.

Biologische Funktionsanalysen der von der Modulation betroffenen Speichelproteine zeigten zudem, dass die durch Zitronensäure und 6-Gingerol ausgelösten Veränderungen, das molekulare Abwehrsystem im Speichel aktivieren.

So steigerte 6-Gingerol die Aktivität eines Enzyms, welches das im Speichel gelöste Thiocyanat in Hypothiocyanat umwandelt, wodurch sich die Menge des antimikrobiell und fungizid wirkenden Hypothiocyanats im Speichel in etwa verdreifachte.

Dagegen ließen die durch Zitronensäure ausgelösten Veränderungen die Lysozym-Spiegel im Speichel um das bis zu Zehnfache ansteigen.

Wie Untersuchungen an Bakterienkulturen erstmals belegen, reicht diese Erhöhung aus, um das Wachstum von Gram-positiven Bakterien fast komplett zu unterbinden. Lysozym wirkt gegen diese Art der Bakterien, indem es deren Zellwand zerstört.

„Unsere neuen Erkenntnisse zeigen, dass geschmacksgebende Stoffe bereits im Mundraum biologische Wirkungen besitzen, die weit über ihre bekannten sensorischen Eigenschaften hinausgehen“, so Hofmann vom Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik der TUM.

Diese mit neuesten Analysemethoden weiter zu erforschen, sei eins der Ziele, die sich die Lebensmittel-Systembiologie gesetzt habe, erklärt der Lebensmittelchemiker.

Nur so ließen sich auf lange Sicht neue Ansätze für die Produktion von Lebensmitteln finden, deren Inhaltsstoff- und Funktionsprofile an den gesundheitlichen und sensorischen Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher ausgerichtet seien. (ad)

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Bundesweite Rückruf-Aktion bei Aldi, Lidl, Netto, Penny: Salmonellen in Bio-Eiern


Bei Penny, Lidl, Aldi und Co im Verkauf: Salmonellen in Bio-Eiern

Die Eifrisch-Vermarktungs-GmbH und Co.KG aus dem niedersächsischen Lohne ruft Eier aus ökologischer Erzeugung wegen Salmonellen zurück. Diese Bakterien können Durchfall und weitere gesundheitliche Beschwerden verursachen. Vertrieben wurden die Eier über Penny, Kaufland, Aldi Nord, Aldi Süd, Real, Lidl und Netto verkauft.
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Rückruf von Bio-Eiern

Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ berichtet, hat die Eifrisch-Vermarktungs-GmbH und Co.KG aus Lohne (Niedersachsen) einen Rückruf für „Konsumeier aus ökologischer Erzeugung“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 03.07.2018 bis 07.07.2018 und der Chargennummer / Los-Kennzeichnung: 0-DE-0356331 gestartet. Offenbar wurden in den Eiern Salmonellen Enteritidis festgestellt. Die Bio-Eier in 10er- und 6er-Packungen wurden über die Handelsketten Penny, Kaufland, Aldi Nord, Aldi Süd, Real, Lidl und Netto verkauft.

Die Eifrisch-Vermarktungs-GmbH und Co.KG ruft Bio-Eier wegen Salmonellen zurück. Die Eier wurden bei verschiedenen Handelsketten wie Aldi und Lidl verkauft. (Bild: aga7ta/fotolia.com)

Bakterien können Magen-Darm-Erkrankungen verursachen

Salmonellen können Auslöser von schweren Magen-/Darmerkrankungen (Salmonellose) sein.

Die Erkrankung tritt einige Stunden bis Tage nach der Infektion auf und äußert sich vor allem durch plötzlich einsetzenden Durchfall, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Kältegefühl und Kopfschmerzen.

In manchen Fällen kommen Erbrechen und leichtes Fieber hinzu.

Die Beschwerden verschwinden in der Regel nach wenigen Stunden beziehungsweise Tagen von selbst.

Für Säuglinge, kleine Kinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann der Flüssigkeitsverlust infolge von Durchfall und Erbrechen allerdings gefährlich werden.

„Personen, die dieses Lebensmittel gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen“, heißt es auf „Lebensmittelwarnung.de“. (ad)

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Abnehmen kann die Symptome einer häufigen Herzerkrankung komplett umkehren


Wie kann die Gefahr für Vorhofflimmern reduziert werden?

Herzprobleme sind in der heutigen Zeit leider weitverbreitet. Forscher fanden jetzt heraus, dass an Vorhofflimmern leidende Menschen ihre Symptome reduzieren und sogar rückgängig machen können, wenn sie ihr Gewicht verringern.
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Die Wissenschaftler der University of Adelaide und des SA Health and Medical Research Institute stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass eine Gewichtsreduktion zu verringerten Symptomen bei Vorhofflimmern führt.

Menschen mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko für verschiedene gefährliche Erkrankungen. Übergewichtige Menschen können ihr Risiko für Vorhofflimmern allerdings umkehren, indem sie einfach ihr Gewicht reduzieren. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Was ist Vorhofflimmern?

Für die Studie wurden insgesamt 355 Teilnehmern untersucht, welche an Adipositas oder Übergewicht litten und an Vorhofflimmern erkrankt waren. Die Forscher fanden heraus, dass ein Gewichtsverlust von zehn Prozent und die Behandlung und das Management von Risikofaktoren einen direkten Zusammenhang mit der Umkehrung des Krankheitsverlaufs hatten. Häufige Symptome von Vorhofflimmern, einer der Hauptursachen für einen Schlaganfall, sind beispielsweise Brustschmerzen, Herzrasen und Kurzatmigkeit, erläutern die Wissenschaftler.

Ein Gewichtsverlust von zehn Prozent kann Vorhofflimmern umkehren

Die Anzahl der fettleibigen und übergewichtigen Menschen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten verdoppelt. Australien gehört nun mit zu den Industrieländern mit den fettesten Einwohnern, erläutern die Autoren der Studie. Wenn solche Menschen vermeiden wollen, dass sie Vorhofflimmern oder einen Schlaganfall erleiden, sollten sie versuchen an Gewicht abzunehmen, raten die Mediziner. Bereits ein Gewichtsverlust von zehn Prozent hatte eine direkte Verbindung zur Umkehrung des Fortschreitens von Vorhofflimmern.

Fettleibigkeit ist mit der Progression von Vorhofflimmern verbunden

Vorhofflimmern ist eine fortschreitende Erkrankung, bei der sich anfänglich kurze, intermittierende Symptome zu einer nachhaltigen Form der Erkrankung entwickeln, erläutert Studienautorin Melissa Middeldorp von der University of Adelaide in einer Pressemitteilung. Fettleibigkeit und verschiedene Faktoren des Lebensstils sind mit der Progression von Vorhofflimmern verbunden. Wenn übergewichtige Menschen ihr Gewicht reduzieren, erlitten sie dadurch weniger Symptome. Dies führte dazu, dass sie eine weniger intensive Behandlung benötigten, welche trotzdem zu verbesserten Ergebnissen führte.

Vorteile des Gewichtsverlusts

Mit einer rekordverdächtigen Anzahl von Menschen mit Fettleibigkeit in Australien und den meisten Ländern mit einem hohen Einkommen gibt diese Studie den Anlass zur Hoffnung, dass übergewichtige Menschen durch einen Gewichtsverlust eine bessere Lebensqualität erreichen und ihre Abhängigkeit von Gesundheitsdiensten verringern können, sagen die Forscher.

Ergebnisse der Studie können Menschen das Leben rettten

Die aktuelle durchgeführte Untersuchung könnte dazu beitragen, Millionen von Menschen mit Vorhofflimmern auf der ganzen Welt zu helfen und möglicherweise sogar viele Leben zu retten. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es bei Patienten ohne Gewichtsabnahme zu einer fortschreitenden Progression bei schwereren Formen von Vorhofflimmern kommt, erläutern die Wissenschaftler. (as)

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Unterschätzte Besenreiser: Krampfadern können lebensgefährliche Folgeleiden haben


Gefährliche Krampfadern: Wie man sie wieder los wird und vorbeugt

Über die Hälfte aller Deutschen leiden unter Krampfadern. In vielen Fällen handelt es sich um sehr feine, oberflächliche Krampfadern, die sogenannten Besenreiser, welche eher ein ästhetisches, als ein medizinisches Problem sind. Doch manchmal kann die sogenannte Varikose auch gefährlich werden. Experten erklären, was man gegen Krampfadern unternehmen kann und wie man vorbeugt.
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Über 50 Prozent der Deutschen leiden unter Krampfadern

„Krampfadern, auch Varikosis oder Varizen genannt, sind Erweiterungen im oberflächlichen Venensystem“, heißt es erklärend auf der Webseite der Artemed Fachklinik München. Mehr als die Hälfte aller Deutschen leiden darunter – Frauen häufiger als Männer. Laut den Experten betreffen über 90 Prozent der Krampfadern die Venen in den Beinen und treten als rötlich bis bläuliche Schlängelungen unter der Haut in Erscheinung. Allerdings ist eine Krampfader „nicht nur eine geschlängelte, sondern auch eine erweiterte und in ihrer Funktion gestörte Vene“, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG). Das kann gefährliche Folgen haben.

Über die Hälfte der Bundesbürger leiden unter Krampfadern. Oft sind diese nur ein kosmetisches Problem, doch in manchen Fällen können Krampfadern auch gefährlich werden. (Bild: zlikovec/fotolia.com)

Welche Personen gefährdet sind

„Krampfadern entstehen oft über eine angeborene oder altersbedingte Schwäche der Venenwände und/oder der Venenklappen“, so die Artemed Fachklinik München.

„Daneben gelten Bewegungsmangel, falsche Ernährungsgewohnheiten und hormonelle Einflüsse als Auslöser für Krampfadern“, heißt es dort weiter.

Gefördert wird dieses Leiden zudem durch Übergewicht, langes Stehen und Schwangerschaft. Es gibt aber noch mehr, was den Gefäßen schaden kann:

Beispielsweise hohe Schuhe sowie Stiefel und Hosen, die zu eng sitzen. Sie schnüren Beine und Füße ein und stören die Blutzirkulation. Dies führt zu angeschwollenen Beinen und verursacht außerdem die Entstehung eines Hitzestaus in den Venen.

„Durch hohe Temperaturen weiten sich Gefäße und die Venenklappen, die wie ein Ventil dafür sorgen, dass Blut nur in eine Richtung fließt, versagen ihren Dienst. So kann das Blut nicht mehr problemlos abfließen und versackt in den Beinen“, erklärte Prof. Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover.

Ein weiterer Widersacher der Venen heißt Alkohol. Auch er weitet die Gefäße, so dass sich Blut im Bein ansammelt. Gleiches gilt auch für das Sonnenbaden und Saunabesuche, denn die Gefäße weiten sich bei Hitze.

Gewohnheitsmäßiges Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen beeinträchtigt den Blutfluss ebenfalls, es kommt zu einer Stauung in dem darunterliegenden Bereich.

Lebensgefährliche Folgen

„In vielen Fällen handelt es sich um sehr feine, oberflächliche Krampfadern, die sogenannten Besenreiser, welche eher ein ästhetisches bzw. kosmetisches, als ein medizinisches Problem sind“, schreibt die Artemed Fachklinik München.

„Krampfadern verursachen selbst keine Beschwerden oder gar Schmerzen“, erklärt die DGG.

„Doch bleiben Krampfadern im fortgeschrittenen Fall unbehandelt, können Symptome wie Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) oder Hautgeschwüre (Ulcus) entstehen und Beschwerden verursachen“, erläutert die Münchner Klinik.

So kann die mit dem Leiden verbundene venöse Zirkulationsstörung zu einer Beinschwellung führen, die sich durch Spannungsgefühl, das Gefühl schwerer Beine oder Muskel- beziehungsweise Wadenkrämpfe bemerkbar machen kann.

Des Weiteren neigen Krampfadern zu Entzündungen (Varikophlebitis), die mit starken Venenschmerzen einhergehen können.

Eine weitere mögliche Folge: „Krampfadern erhöhen die Thrombosegefahr“, berichtet die Deutsche Venen-Liga in einer Mitteilung. Dabei bildet sich an der Venenwand ein Blutpfropf (Thrombus). Wenn sich dieser wieder von der Venenwand löst, kann es zur lebensgefährlichen Lungenembolie kommen.

Und nicht zuletzt kann sich aus einer jahrelangen Venenschwäche ein „offenes Bein“ (Ulcus cruris) entwickeln.

Krampfadern können nach Entfernung erneut auftreten

Was hilft, um Krampfadern wieder loszuwerden? „Welche Therapieform angewendet wird, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und den betroffenen Gefäßabschnitten ab“, schreibt die DGG.

Die Artemed Fachklinik München erklärt: „Neben der klassischen Krampfader-Operation, sind Therapien mit Radiowellen sowie das Klebe-Verfahren eine gute Wahl. Kleinere Krampfadern bzw. Besenreiser können verödet werden.“

Zu bedenken ist, dass die Neigung zur Krampfadernbildung angeboren ist. Wenn Krampfadern beseitigt werden, stellt dies keinen Schutz vor dem Wiederauftreten dar, weshalb auch nach einer erfolgreichen Therapie eine regelmäßige Kontrolle notwendig ist.

Viel bewegen und Beine hoch lagern

Gesundheitsexperten geben zwar oft Tipps, wie man Besenreisern und Krampfadern vorbeugen kann, doch gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse dazu gibt es nicht.

Es wird aber generell empfohlen, sich viel zu bewegen. So lässt sich etwa durch Spaziergänge der Rückfluss des Blutes etwas ankurbeln. Empfehlenswert sind auch Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen, Aerobic oder spezielle Venengymnastik-Übungen.

Hohe Schuhe, enge Beinkleider und langes Sitzen sollten vermieden werden. Es wird zum häufigen Barfußlaufen und Hochlagern der Beine geraten.

Übergewicht sollte abgebaut, auf Rauchen und Alkohol verzichtet werden. Eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen, reduziertem Zucker- und Fettgehalt sowie einer gesünderen Fettzusammensetzung (mehr pflanzliches statt tierisches Fett, mehrfach ungesättigte Fettsäuren) trägt nicht nur zur Gewichtskontrolle sondern auch zur Gefäßgesundheit bei.

Große Hitze wie beim Sonnenbaden draußen oder in der Sauna drinnen sollte vermieden werden.

Prinzipiell können auch Wasseranwendungen eine wohltuende Wirkung auf die Beine haben. Dazu zählt zum Beispiel der kalte Knieguss, ein altbewährtes Hausmittel gegen Krampfadern.

Auch Wechselduschen verbessern die Blutzirkulation. (ad)

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Immunsystem: Tättoos können zu starken Schmerzen führen


Vorsicht mit Tätowierungen wenn sie ein geschwächtes Immunsystem haben

Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es das weitverbreitete Vorurteil, dass eine Tätowierung nur etwas für Strafgefangene und Matrosen ist. In der heutigen Zeit sind Tätowierungen bei jüngeren Menschen allerdings in Mode gekommen und immer mehr Personen lassen sich tätowieren. Forscher warnten jetzt davor, dass Menschen sich keineswegs tätowieren lassen sollten, wenn sie ein geschwächtes Immunsystem haben. Diese könnte zu gesundheitlichen Komplikationen führen.
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Die Mediziner des Queen Elizabeth University Hospital in Glasgow stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass es zu Komplikationen kommen kann, wenn Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sich tätowieren lassen. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der englischsprachigen Fachzeitschrift „BMJ Case Reports“.

Bei einem geschwächten Immunsystem ist es keine gute Idee sich eine Tätowierung stechen zu lassen, weil dies zu starken Schmerzen führen kann, welche Monate oder sogar Jahre andauern können. (Bild: belyjmishka/fotolia.com)

Betroffene Frau entwickelte starke Schmerzen im Bein

Die Warnung der Ärzte beruht auf einem Fall, bei dem eine Frau mit Mukoviszidose und einer Lungentransplantation sehr starke Oberschenkel- und Knieschmerzen entwickelte, nachdem sie sich eine Tätowierung am Bein stechen lassen hatte. Wenn Menschen sogenannte Immunsuppressiva einnehmen, sollten sie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, falls sie vorhaben, sich tätowieren zu lassen, erläutern die Ärzte. Immunsuppressiva werden oft nach einer Organtransplantation oder zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn (eine chronisch entzündliche Darmerkrankung), Lupus oder rheumatoider Arthritis verabreicht. Aber auch Menschen mit chronischen Langzeiterkrankungen wie Diabetes können ein schwaches Immunsystem haben, was ebenfalls das Risiko verstärkt, dass sie durch eine Tätowierung verschiedene Komplikationen entwickeln.

Welche Eingriffe erhöhen das Infektionsrisiko?

Bei diesen Personen liegt ein erhöhtes Infektionsrisiko bei jedem Eingriff vor, egal ob es sich um eine geplante Operation, eine Tätowierung oder ein Piercing handelt, erläutern die Experten. Daher sollten sich Betroffene sorgfältig überlegen, ob sie sich tätowieren lassen. Solche Menschen sollten vor der Tätowierung mit ihrem Arzt sprechen und sich über mögliche gesundheitliche Gefahren aufklären lassen. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass der Tätowierer entsprechend qualifiziert ist und alle Praktiken einhält, um sein Arbeitsumfeld wirklich steril zu halten, sagen die Mediziner.

Frau entwickelte geschwollenes Knie und starke Schmerzen

Bei dem in der Fachzeitschrift „BMJ Case Reports“ beschriebenen Fall entwickelte die 31 Jahre alte Frau zehn Monate nach einer Tätowierung auf ihrem Oberschenkel ein geschwollenes Knie und Schmerzen im Bein. Die Schmerzen waren so stark, dass sie sogar den Schlaf der Betroffenen beeinträchtigten.

Betroffene musste große Mengen von Schmerzmitteln einnehmen

Obwohl die Frau bereits Jahre zuvor problemlos eine Tätowierung auf ihrem anderen Bein erhalten hatte, entwickelte sie eine Woche nach der neuen Tätowierung die bereits erwähnten Schmerzen. Diese Schmerzen wurden so stark, dass sie mit dem synthetischen Opioid-Schmerzmittel Tramadol behandelt werden musste. Außerdem bekam die Betroffene auch Paracetamol und das Schmerzmittel Nefopam. Zusätzlich nahm die Frau Immunsuppressiva ein, um die Folgen ihrer Lungentransplantationen zu bewältigen und sie nutzte Insulin für zystische Fibrose-assoziierte Diabetes, erklären die Experten.

Was ergaben die Untersuchungen?

Durch Bluttests und Röntgenaufnahmen konnte nichts Ungewöhnliches festgestellt werden. Untersuchungen der Flüssigkeit aus dem Knie zeigte keinerlei Anzeichen einer Infektion durch Bakterien oder Pilze, erläutern die Ärzte. MRT-Untersuchungen ergaben jedoch, dass einer der Oberschenkelmuskeln entzündet war. Eine Biopsie des Muskels zeigte ebenfalls keine Anzeichen einer Infektion, bestätigte jedoch die Muskelentzündung.

Was löste die Entzündung im Muskel aus?

In den meisten Fällen ist nicht bekannt, was eine Entzündung im Muskel verursacht hat. Es könnten Bakterien sein oder es könnte eine Reaktion auf ein Toxin sein, wie etwa auf die verwendete Tinte, mutmaßen die Mediziner. Die Frau erhielt eine Physiotherapie und schließlich nach einem Jahr nach der Tätowierung verbesserte sich die Situation wieder, aber erst drei Jahre nach der Tätowierung war die Betroffene wieder frei von Muskelschmerzen.

Ärzte sollten Tätowierungen bei Untersuchungen berücksichtigen

Ärzte sollten Patienten über mögliche Risiken einer Tätowierung aufklären und außerdem sollten Tätowierungen bei der Diagnose von Schmerzen oder Erkrankungen berücksichtigt werden, raten die Experten. Die Muskelentzündung der Frau könnte nicht der einzige Fall dieser Art sein. Dieser Fall könnte einfach ein seltenes Ereignis sein oder eventuell gibt es auch eine Unterdiagnose für Patienten mit ähnlichen Symptomen und Tätowierungen, fügen die Autoren der Untersuchung hinzu. (as)

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