Wiederkehrende Bauchschmerzen und Krämpfe durch Ausstülpungen der Darmwand



Verdauungstrakt-Beschwerden: Ausstülpungen der Darmwand meist harmlos
Zwar hört es sich ziemlich gefährlich an, wenn von Ausstülpungen der Darmwand die Rede ist, doch meist besteht kein Grund zur Sorge: Bei einem Großteil der Betroffenen treten keine Beschwerden auf. Allerdings kann es in manchen Fällen zu einer Entzündung mit starken Schmerzen kommen.

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Entzündung kann zu starken Schmerzen führen
Es klingt zwar dramatisch, wenn von Ausstülpungen der Darmwand, auch Darmdivertikel genannt, die Rede ist, doch meist können diese schnell geheilt werden. Trotzdem sollte man sie ernst nehmen, denn sonst drohen schwerwiegendere Gesundheitsprobleme. Bei einer Entzündung der Divertikel können starke Schmerzen und Magen-Darm-Beschwerden auftreten. „In diesem Fall erfordert eine solche Divertikelkrankheit (Divertikulitis) eine geeignete Therapie, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden“, schreibt die Gastro-Liga auf ihrer Webseite.

Ausstülpungen der Darmwand verursachen oft keine Beschwerden. Wenn sie sich jedoch entzünden, kann es zu starken Bauchschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)
Ausstülpungen der Darmwand verursachen oft keine Beschwerden. Wenn sie sich jedoch entzünden, kann es zu starken Bauchschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. (Bild: Picture-Factory/fotolia.com)

Nebendiagnose bei einer Darmspiegelung
Die Divertikelkrankheit wird häufig als „Nebendiagnose“ bei einer Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs festgestellt.

Anzeichen für eine Divertikulitis können unter anderem heftige Bauchschmerzen, Krämpfe, Fieber, und Probleme mit dem Stuhlgang wie Verstopfung oder Durchfall sein.

Wenn eine solche Entzündung nicht behandelt wird, steigt laut den Experten das Risiko für Komplikationen wie einen Darmdurchbruch oder die Bildung von Abszessen.

Bei leichten Beschwerden kann Ernährungsumstellung helfen
Bei leichten Beschwerden kann zunächst eine Umstellung der Ernährung auf leichte Kost die Beschwerden lindern. „Auch ein vorübergehender Verzicht auf Nahrung ist möglich“, berichtet die Gastro-Liga.

Die Therapie sollte grundsätzlich unter ständiger ärztlicher Kontrolle erfolgen. Mitunter kommt die Gabe bestimmter Schmerzmittel oder auch Antibiotika infrage. Bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden ist hingegen oft eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Auch eine operative Entfernung des Divertikel tragenden Darmabschnitts kann notwendig sein.

Eine Operation kommt laut den Fachleuten auch dann in Betracht, wenn chronisch wiederkehrende Entzündungsschübe die Lebensqualität auf Dauer beeinträchtigen und sich nicht ausreichend mit herkömmlichen Therapiemethoden bewältigen lassen. (ad)
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Gehirnschaden: Schon wenige Kopfbälle können dem Gehirn erheblich schaden



Studie untersucht die Auswirkungen von Kopfbällen auf das menschliche Gehirn
Kopfbälle beim Fußball können signifikante Veränderungen der Gehirnfunktionen auslösen. Forscher fanden jetzt heraus, dass die Kopfbälle von Fußballern zu negativen Auswirkungen für den Kopf und das Gehirn führen können.

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Die Wissenschaftler der University of Stirling stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass Fußballer nach Kopfbällen signifikante Veränderungen der Gehirnfunktionen aufweisen. Auslöser dafür scheinen die Auswirkungen der Erschütterung durch Kopfbälle zu sein. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „EbioMedicine„.

Viele Menschen in Deutschland und der restlichen Welt spielen gerne Fußball. Mediziner warnen jetzt vor den Gefahren für das Gehirn, welche durch Kopfbälle entstehen können. (Bild: Brocreative/fotolia.com)
Viele Menschen in Deutschland und der restlichen Welt spielen gerne Fußball. Mediziner warnen jetzt vor den Gefahren für das Gehirn, welche durch Kopfbälle entstehen können. (Bild: Brocreative/fotolia.com)

Mediziner untersuchen Veränderungen des Gehirns bei Fußballern
Die neue Untersuchung analysiert erstmals die direkten Veränderungen, welche durch Kopfbälle entstehen können, verglichen mit den Auswirkungen von Gehirnverletzungen und Gehirnerschütterungen. Die Studie entstand aufgrund der Bedenken, dass die Gehirne von Fußballspielern durch die wiederholten Kopfbälle geschädigt werden, sagen die Forscher.

Früh einsetzende Demenz durch Kopfbälle beim Fußball?
Im Jahr 2002 starb der englische Fußballprofi und Stürmerstar Jeff Astle. Er litt unter einer früh einsetzenden Demenz und war zum Zeitpunkt seines Todes nur 59 Jahre alt. Einige Mediziner waren der Meinung, dass die Erkrankung durch die Auswirkungen von Kopfbällen beim Fußball entstanden ist.

Mediziner untersuchen Gehirn von toten Fußballer
Eine anschließende Untersuchung von Astles Gehirn ergab, dass der Fußballprofi unter einer sogenannten chronischen traumatischen Enzephalopathie (CTE) litt. CTE kann nur nach dem Tod festgestellt werden, sagen die Wissenschaftler. Die Erkrankung wurde auch bereits bei verstorbenen amerikanischen Fußballern, Boxern und Rugbyspielern entdeckt.

Studie simuliert Kopfbälle nach Eckstößen
Die Forscher der University of Stirling untersuchten jetzt eine Gruppe von 19 Fußballspielern, indem sie die Probanden bei Übungen 20 Kopfbälle durchführen ließen. Der Ball wurde dabei von einer Maschine abgeschossen. So sollte die Kraft und Geschwindigkeit eins Eckstoßes simuliert werden, erläutern die Autoren. Die Wissenschaftler testeten die Gehirnfunktionen und das Gedächtnis der Spieler. Dies geschah vor und unmittelbar nach den Kopfballübungen. Weitere Tests wurden nach 24 Stunden, 48 Stunden und zwei Wochen durchgeführt, fügen die Mediziner hinzu.

Kopfbälle verschlechtern die Gedächtnisleistung
Es wurde bereits eine erhöhte Hemmung des Gehirns festgestellt, nachdem die Probanden nur eine einzige Kopfballübung durchgeführt hatten. Die Gedächtnistestleistung waren ebenfalls zwischen 41 Prozent und 67 Prozent verringert, erläutern die Autoren. Die Effekte normalisierten sich aber wieder innerhalb von 24 Stunden.

Weitere Forschung ist dringend nötig
Ob die Hirnveränderungen nach wiederholten Kopfbällen zu langfristigen Konsequenzen für die Gesundheit des Gehirns führen, muss dringend in weiteren Untersuchungen festgestellt werden. Die gefundenen Veränderungen waren nur vorübergehend, trotzdem könnten sie für die Gesundheit unseres Gehirns von großer Bedeutung sein, sagen die Experten. Vor allem, wenn solche Erschütterungen durch Kopfbälle immer wieder vorkommen. Ein große Anzahl von Menschen auf der ganzen Welt spielt Fußball. Darum ist es sehr wichtig, dass die Auswirkungen auf das Gehirn und die dauerhaften negativen Folgen genauer untersucht werden, fügen die Mediziner hinzu.

Ergebnisse sollten zu einem besseren Schutz bei Kontaktsportarten führen
Zum ersten Mal können sportliche Einrichtungen und Mitglieder der Öffentlichkeit eindeutige Beweise für die Risiken sehen, welche mit den Auswirkungen von wiederholten Kopfbällen zusammenhängen, erläutern die Forscher. Hoffentlich kann diese Erkenntnis neue Ansätze für die Erkennung, Überwachung und Prävention von kumulativen Hirnverletzungen im Sport eröffnen, so die Experten weiter. Die Gesundheit von Fußballspielern und Einzelpersonen in anderen Kontaktsportarten müsse langfristig dringend besser geschützt werden. (as)
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Molekularer Mechanismus der Hausstauballergie identifiziert



Welche Proteine der Hausstaubmilben verursachen die Allergie?
Viele Menschen leiden an einer Hausstauballergie, die langfristig das Risiko der Entwicklung von Asthma mit sich bringt. Hervorgerufen wird die Allergie durch Hausstaubmilben beziehungsweise deren Exkremente. Doch welche Moleküle genau die Reaktion des Immunsystems auslösen, war bislang unklar. Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten nun die Moleküle der Hausstaubmilbe identifizieren, die die primären Ziele des Immunsystems sind, wenn Kinder eine allergische Rhinitis und Asthma entwickeln.

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Die Hausstauballergie ist auf eine überzogene Immunantwort zurückzuführen, die bei Kontakt mit dem Kot von Hausstaubmilben auftritt. Sie zählt neben der Pollenallergie zu den häufigsten allergischen Erkrankungen in Deutschland. Das Forscherteam um Privatdozent Dr. Paolo Maria Matricardi von der Berliner Charité und Professor Rudolf Valenta von der Medizinischen Universität Wien ist nun den molekularen Ursprüngen der Erkrankung auf den Grund gegangen. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in dem Fachmagazin „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ veröffentlicht.

Bestimmte Moleküle der Hausstaubmilbe konnten als Auslöser für allergische Rhinitis und Asthma identifiziert werden. (Bild: Jörg Vollmer/fotolia.com)
Bestimmte Moleküle der Hausstaubmilbe konnten als Auslöser für allergische Rhinitis und Asthma identifiziert werden. (Bild: Jörg Vollmer/fotolia.com)

Nanotechnologische Untersuchungen
Die Wissenschaftler um Dr. Paolo Maria Matricardi, Leiter der Arbeitsgruppe Molekularallergologie an der Charité, und Prof. Rudolf Valenta von der MedUni Wien analysierten „die Daten und Blutproben von 722 in Deutschland lebenden Kindern, die als Teilnehmer der Multizentrischen Allergiestudie (MAS) seit ihrem Geburtstag im Jahr 1990 über 20 Jahre hinweg regelmäßig an Befragungen und Untersuchungen teilgenommen haben“, berichtet die Berliner Charité. Anhand nanotechnologischer Methoden konnten die Forscher nachweisen, welche Rolle Proteine der Hausstaubmilbe bei den Ursprüngen und der Entwicklung der Immunantwort von der Kindheit über die Jugend bis hin zum jungen Erwachsenen spielen.

Antikörper gegen Milbenmoleküle
„Die Forscher entdeckten, dass bereits im Blut von Vorschulkindern Antikörper gegen drei Hausstaubmilbenmoleküle (…) gemessen werden konnten, oftmals bevor sich die Erkrankung überhaupt klinisch zeigte“, so die Mitteilung der Charité. Den Molekülen mit den Bezeichnungen „Der p 1“, „Der p 2“ und „Der p 23“ wird eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung der Hausstauballergie zugeschrieben. Im weiteren Verlauf sei bei einigen Kindern eine sogenannte „Sensibilisierungskaskaden” eingetreten, die sich nach und nach gegen weitere Milbenmoleküle richtete und die als „molecular spreading“ bezeichnet wird, berichtet die Charié.

Erhöhtes Asthma-Risiko
Bei Kindern, die Antikörper gegen eine Vielzahl von Molekülen bildeten, war laut Aussage der Forscher ein höheres Risiko für die Entwicklung einer allergischen Rhinitis und eine höheres Asthma-Risiko festzustellen Auch sei bei Kindern, die schon in sehr jungen Jahren erste Antikörper gebildet hatten und bei denen zudem ein oder beide Elternteile an Heuschnupfen litten, eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Allergie aufgetreten. Nicht zuletzt haben gesunde Vorschulkinder, die bereits Antikörper gegen die beiden Moleküle „Der p 1“ oder „Der p 23“ produzierten, im Schulalter häufiger Asthma entwickelt, so die Mitteilung der Charité.

Neue Optionen zur Prävention und Therapie?
„Die Hausstaubmilbenallergie entwickelt sich in der Kindheit wie eine Lawine. Sie beginnt früh mit nur einem oder sehr wenigen Molekülen und umfasst im weiteren Verlauf ein immer breiteres Molekülspektrum”, erläutert die Erstautorin Dr. Daniela Posa das Ergebnis der Studie. Je breiter die Streuung der molekularen Sensibilisierung ausfalle, desto höher sei das Risiko, Asthma zu entwickeln, so Posa weiter. Die aktuellen Erkenntnisse eröffnen nach Ansicht der Forscher auch neue Perspektiven in der Prävention und Therapie der durch Hausstaubmilben verursachten allergischen Rhinitis und des Asthmas. Zudem könnte in Zukunft möglicherweise bereits vor dem Einsetzen der ersten Symptome die Entwicklung der Erkrankung vorhergesagt werden. (fp)

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Schlechte Luft und Lärm lassen Blutdruck deutlich steigen



Umwelteinflüsse: Blutdruck steigt bei Lärm und Luftverschmutzung
Dass Umwelteinflüsse eine bedeutende Rolle für unsere Gesundheit spielen, ist lange bekannt. In einer Studie zeigte sich nun, dass Faktoren wie Luftverschmutzung und Straßenlärm dazu beitragen können, den Blutdruck zu erhöhen.

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Gesundheitsrisiko durch Luftverschmutzung
Dass Luftverschmutzung mit einem hohen Gesundheitsrisiko einhergeht, ist lange bekannt. Unter anderem erhöht sie das Risiko für Schlaganfälle, wie eine wissenschaftliche Untersuchung zeigte. Auch Krach macht krank, er verursacht Kopfschmerzen, Nervosität, innere Unruhe und stresst. Beide Faktoren – schlechte Luft und Lärm – können sich auch negativ auf den Blutdruck auswirken.

Luftverschmutzung und Lärm schaden unserer Gesundheit. Wie eine europäische Studie nun zeigte, erhöhen diese Umwelteinflüsse die Gefahr für Bluthochdruck. (Bild: Gina Sanders/fotolia.com)
Luftverschmutzung und Lärm schaden unserer Gesundheit. Wie eine europäische Studie nun zeigte, erhöhen diese Umwelteinflüsse die Gefahr für Bluthochdruck. (Bild: Gina Sanders/fotolia.com)

Lärm fördert Hypertonie
Laut einer neuen europaweiten Untersuchung, die im „European Heart Journal“ veröffentlicht wurde, ist eine langfristige Belastung von Menschen durch Luftverschmutzung verbunden mit dem häufigeren Auftreten von Bluthochdruck. Die Studie, bei der über 41.000 Probanden in fünf Ländern (Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland und Spanien) bis zu neun Jahre beobachtet wurden, zeigt, dass sowohl Luftverschmutzung als auch Verkehrslärm separat mit dem Auftreten einer Hypertonie assoziiert sind.

„Der Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Hypertonie blieb bestehen, auch wenn Lärm, der häufig gemeinsam mit Luftverschmutzung vorliegt, in der Analyse als Störfaktor mit berücksichtigt wurde“, schreibt die Heinrich Heine Universität Düsseldorf in einer Mitteilung.

Frühere Untersuchungen belegten Zusammenhänge
Schon frühere Untersuchungen konnten zeigen, dass die beiden Faktoren Einfluss auf den Blutdruck haben. So berichteten chinesische Forscher vor kurzem, dass Luftverschmutzung das Bluthochdruck-Risiko erhöht. Und eine Studie der Mainzer Universitätsklinik zeigte schon vor Jahren, dass Nachtfluglärm auf Dauer den Blutdruck steigert.

Teil eines europäischen Projekts
Bei der aktuellen Studie, die Teil des europäischen Projekts “European Study of Cohorts for Air Pollution Effects” (ESCAPE) ist, wurden zunächst Informationen über den Blutdruck und die Blutdruckmedikamente der Probanden aufgenommen. „Für die Analyse wurden nur diejenigen betrachtet, die bei Beginn der Beobachtung keine Hypertonie hatten. Insgesamt entwickelten 6.207 Personen (15 Prozent) im Beobachtungszeitraum eine Hypertonie“, heißt es in der Mitteilung.

Zwischen 2008 und 2011 wurde in den Studienregionen in einer groß angelegten Messkampagne die Luftverschmutzung nach einer standardisierten Methode gemessen und dann den Wohnadressen der Teilnehmer zugeordnet. Gemessen wurde Feinstaub in verschiedenen Größenklassen: Die kleinsten Teilchen waren bis zu 2,5 Mikrometer (PM2,5) groß, die größeren bis zu zehn Mikrometer (PM10). Außerdem wurden Rußteilchen gemessen (PM2.5 absorbance) und die Verkehrsdichte im Umkreis um die Wohnadresse erfasst. Das Ausmaß des Straßenverkehrslärms wurde den EU-Lärmkartierungen entnommen.

Unterschied zwischen sauberstem und dreckigsten Viertel
Es zeigte sich, dass pro fünf Mikrogramm/m3 PM2,5 das Risiko der Entwicklung eines Bluthochdrucks um 22 Prozent zunahm. Fünf µg/m3 PM2,5 entsprechen ungefähr dem Unterschied zwischen dem am stärksten verschmutzten Viertel einer Stadt gegenüber dem saubersten Viertel einer Stadt.

Höhere Rußkonzentrationen erhöhten ebenfalls das Erkrankungsrisiko. Teilnehmer, deren nächtlicher Lärmpegel bei ca. 60 dB(A) lag, hatten demnach ein sechs Prozent höheres Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln als Teilnehmer, deren Lärmpegel in der Nacht bei 50 dB(A) lag.

Große Last für Patienten
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die langfristige Belastung mit Luftverschmutzung zu einem höheren Risiko für Hypertonie führt. Das ist wichtig, weil praktisch jeder mehr oder weniger stark gegenüber Luftverschmutzung exponiert ist und zwar ein ganzes Leben lang“, sagte Studienleiterin Dr. Barbara Hoffmann, Professorin für Umweltepidemiologie am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Centre for Health and Society der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Und weiter: „Das führt auf Dauer zu einer hohen Zahl von Bluthochdruckerkrankungen, was eine große Last für die betroffenen Patienten, aber auch für die Gesellschaft darstellt.”

Aktuelle Gesetze reichen nicht aus
Diese Zusammenhänge waren sogar bei Feinstaubkonzentrationen deutlich unterhalb der gültigen EU-Grenzwerte zu sehen. „In der Konsequenz kann also die aktuelle Gesetzgebung die Bevölkerung nicht ausreichend vor den nachteiligen Folgen der Luftverschmutzung schützen“, schreibt die Hochschule. Und: „Die Ergebnisse der Studie unterstreichen besonders vor dem Hintergrund der weit verbreiteten Luftverschmutzung und der Bedeutung des Bluthochdrucks die Notwendigkeit einer besseren Regulierung der Luftqualitätswerte zum Schutz der öffentlichen Gesundheit.“ (ad)
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50-jährige Frau sonderte spezielle Gerüche ab – Hund bemerkt Brusttumor



Britin mit seltsamen Geruch: Hund erschnüffelt Brusttumor seiner Besitzerin
Als Claire Guest vor rund sieben Jahren mit ihren Hunden spazieren ging, fing einer an, sich merkwürdig zu benehmen und immer wieder an seiner Herrin zu schnüffeln. Die damals 50-jährige Frau ging daraufhin zum Arzt. Der stellte eine Zyste in ihrer Brust fest.

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Besonders ausgeprägter Geruchssinn
Dass Hunde einen besonders ausgeprägten Geruchssinn haben, ist lange bekannt. Daher werden sie unter anderem von der Polizei zu Sprengstoff- oder Drogenspürhunden ausgebildet. Auch im medizinischen Bereich werden die Vierbeiner eingesetzt. Sie können unter anderem vor Unterzuckerung bei Diabetes warnen. Zudem sind manche der Tiere in der Lage, Krebs zu erschnüffeln. Dies wurde auch einer Britin vor Augen geführt, die nicht wusste, dass sie Brustkrebs hat, bis ihre Hündin begann, sich merkwürdig zu benehmen.

Hunde haben einen deutlich ausgeprägteren Geruchssinn als Menschen. Sie können auch Krankheiten riechen. Das durfte auch eine Britin erfahren, deren Hündin sie auf ihre Krebserkrankung aufmerksam machte. (Bild: Andrea Izzotti/fotolia.com)
Hunde haben einen deutlich ausgeprägteren Geruchssinn als Menschen. Sie können auch Krankheiten riechen. Das durfte auch eine Britin erfahren, deren Hündin sie auf ihre Krebserkrankung aufmerksam machte. (Bild: Andrea Izzotti/fotolia.com)

Plötzlich benahm sich der Hund ganz merkwürdig
Als die Britin Claire Guest vor rund sieben Jahren mit ihren drei Hunden spazieren ging, fing die Hündin Daisy plötzlich an, sich eigenartig zu benehmen. Laut einem Bericht des britischen „The Telegraph“ stieß sie immer wieder mit ihrer Schnauze gegen die Brust der damals 50-Jährigen und schnüffelte intensiv. Sie ging noch am selben Tag zum Arzt, der eine Zyste in ihrer Brust feststellte.

Durch eine Mammographie und eine Biopsie wurde der Verdacht bestätigt: Claire Guest hatte Brustkrebs. Den Angaben zufolge befand sich der Tumor genau an der Stelle, an die ihre Hündin immer wieder mit ihrer Schnauze gestoßen hatte.

Krebs wurde sehr früh entdeckt
„Der Chirurg sagte, ich hätte unglaubliches Glück gehabt, die Diagnose so früh zu bekommen. Er war so tief, wie Brustkrebs nur sein kann; wenn ich also etwas gespürt hätte, wäre es schon zu spät gewesen“, sagte Guest gegenüber der Zeitung. Nach einer Operation, bei der unter anderem die Lymphknoten entfernt wurden, folgte eine fünfwöchige Strahlentherapie. Nun ist die Britin krebsfrei. Sie denkt, sie schuldet ihr Leben ihrem Hund.

„Alles was ich dachte, war, was Daisy doch für einen Unterschied gemacht hat“, so Guest. „Ich hätte eine aggressive Chemotherapie haben können. Ich hätte womöglich nicht überlebt.“

Hunde riechen Krankheiten
Der Geruchssinn von Hunden ist deutlich ausgeprägter als der von Menschen. Die Tiere haben – je nach Rasse – teilweise über 200 Millionen Riechzellen, der Mensch nur fünf Millionen. Schon vor Jahren konnte in wissenschaftlichen Untersuchungen gezeigt werden, dass die Vierbeiner mit ihrer feinen Nase Krankheiten riechen können.

So berichteten etwa österreichische Forscher, dass Hunde Lungenkrebs riechen können. Und japanische Wissenschaftler fanden heraus, dass sie Darmkrebs erschnüffeln können.

Daisy hat schon über 500 Krebsfälle erschnüffelt
Claire Guest war schon vor diesem Vorfall mit Hunden aktiv und engagierte sich in einer Organisation für Signalhunde für gehörlose oder schwerhörige Menschen. Mittlerweile hat sie sich auf das Training medizinischer Spürhunde spezialisiert. Im Rahmen des Projekts „Medical Detection Dogs“ bringt sie den Vierbeinern bei, verschiedene Krankheiten zu erkennen – mit Erfolg. Den Angaben zufolge hat ihre Hündin Daisy bereits über 500 Krebsfälle entdeckt. (ad)
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