Leichte Rötungen und Juckreiz: Erste Tripper-Anzeichen wirken meist harmlos



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Sexuell übertragbare Krankheit: Erste Anzeichen für Gonorrhö ernst nehmen
Gelber Ausfluss, leichte Rötung und etwas Juckreiz: Die Symptome, die eine Infektion mit Gonokokken bei Frauen verursacht, sind meist nicht dramatisch. Solche Anzeichen sollten aber unbedingt ernst genommen werden. Unbehandelt kann Gonorrhö (Tripper) unter anderem zu Unfruchtbarkeit führen.

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Geschlechtskrankheiten auf dem Vormarsch
Wie aus einem aktuellen Regierungsbericht hervorgeht, hat die Zahl der sexuellen Krankheiten in Deutschland in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Immer mehr Menschen sind demnach von sogenannten „Geschlechtskrankheiten“ wie Syphilis, Chlamydien und Gonorrhö (Tripper) betroffen. Vor allem die Zunahme der zuletzt genannten Krankheit ist besorgniserregend, denn aufgrund des anhaltenden Auftretens von Antibiotikaresistenzen wird Tripper womöglich bald nicht mehr mit Arzneimitteln zu behandeln sein.

Die Symptome, die eine Gonokokken-Infektion bei Frauen verursacht, sind meist harmlos. Die Anzeichen sollten aber ernst genommen werden, denn Gonorrhö (Tripper) kann unter anderem zu Unfruchtbarkeit führen. (Bild: SENTELLO/fotolia.com)
Die Symptome, die eine Gonokokken-Infektion bei Frauen verursacht, sind meist harmlos. Die Anzeichen sollten aber ernst genommen werden, denn Gonorrhö (Tripper) kann unter anderem zu Unfruchtbarkeit führen. (Bild: SENTELLO/fotolia.com)

Gonorrhö kann zu Unfruchtbarkeit führen
Die sexuell übertragbare Krankheit Gonorrhö kann unter anderem Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Darauf hat der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in einer aktuellen Meldung hingewiesen. Den Experten zufolge sind die ersten Symptome bei Frauen meist harmlos: Ein verstärkter gelber Ausfluss, der erst im Lauf der Zeit einen unangenehmen Geruch entwickelt, leichte Rötung und etwas Juckreiz sowie Symptome wie eine leichte Blasenentzündung sind oft alles, was die Frau davon merkt.

Sexualpartner der letzten drei Monate informieren
„Jede Frau, die solche Symptome an sich feststellt, sollte so früh wie möglich zu ihrer Frauenärztin oder zu ihrem Frauenarzt gehen, um einen Test durchführen zu lassen“, betonte Dr. med. Christian Albring, Präsident des BVF. „Dasselbe gilt auch für Frauen ohne Symptome, deren Partner Anzeichen für eine Gonokokken-Infektion aufweisen wie heftigen Ausfluss aus der Harnröhre und Brennen beim Wasserlassen.“

Wird eine Infektion festgestellt, verordnet der Arzt meist Antibiotika. Wie eingangs jedoch erwähnt, kann die Krankheit damit nicht in allen Fällen erfolgreich behandelt werden. Darüber hinaus müssen sämtliche Sexualpartner der letzten drei Monate informiert und ebenfalls untersucht werden, auch dann, wenn bei ihnen noch keine Krankheitsanzeichen aufgetreten sind. Schützen kann man sich mit Kondomen. (ad)
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Am Morgen sind Infektionen mit Viren erheblich gefährlicher



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Vireninfektionen: Tageszeit beeinflusst Anfälligkeit für Krankheiten
Laut britischen Forschern spielt es eine bedeutende Rolle, zu welcher Tageszeit Menschen mit Viren in Kontakt kommen. In einer Studie stellten sie fest, dass der Biorhythmus anscheinend die Anfälligkeit für Krankheiten beeinflusst. Die neuen Erkenntnisse könnten womöglich für die Wahl des Zeitpunkts von Impfungen von Nutzen sein.

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Manche Menschen werden eher krank
Obwohl sich jeder Mensch mit unzähligen Erregern infizieren kann, werden manche eher krank, andere hingegen fast nie. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass einige Menschen eine stärkere Anfälligkeit für Infekte haben. Etwa, weil ihr Immunsystem aufgrund von viel Stress oder ungesunder Ernährung geschwächt ist. Auch die Schwere einer Infektionskrankheit ist nicht bei allen Patienten gleich. Warum das so ist, könnte möglicherweise mit dem Zeitpunkt der Ansteckung zusammenhängen, wie britische Forscher herausgefunden haben.

Während alle Menschen täglich unzähligen Erregern ausgesetzt sind, werden manche krank, andere nicht. Auch die Schwere einer Infektionskrankheit ist nicht bei allen Patienten gleich. Dafür könnte der Zeitpunkt der Ansteckung verantwortlich sein. (Bild: leungchopan/fotolia.com)
Während alle Menschen täglich unzähligen Erregern ausgesetzt sind, werden manche krank, andere nicht. Auch die Schwere einer Infektionskrankheit ist nicht bei allen Patienten gleich. Dafür könnte der Zeitpunkt der Ansteckung verantwortlich sein. (Bild: leungchopan/fotolia.com)

Zeitpunkt der Ansteckung beeinflusst Schwere einer Krankheit
Das Wissenschaftlerteam stellte fest, dass die Tageszeit für die Schwere einer Vireninfektion eine wichtige Rolle spielt. Ihre Untersuchung zeigt, dass sich Herpesviren bei Mäusen drastisch schneller vermehren, wenn sich die Tiere zu Beginn ihrer Ruhephase infizieren.

Wie das Team um Professor Akhilesh Reddy von der britischen Universität Cambridge in einer Mitteilung der Hochschule schreibt, könnte die Entdeckung teilweise erklären, warum bei Impfungen auch die Tageszeit eine Rolle spiele, warum Schichtarbeiter anfällig für Erkrankungen sind oder warum Infektionskrankheiten eher im Winter auftreten.

„Eine Ansteckung zur falschen Tageszeit könnte eine viel schwerere akute Infektion verursachen“, so die Studienautoren. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften („PNAS“) veröffentlicht.

Zehnmal höherer Virusspiegel
Wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf seiner Webseite „kinderaerzte-im-netz.de“ schreibt, sind Viren – im Gegensatz zu Bakterien und Parasiten – davon abhängig, sich in eine fremde Zelle einzuschleusen, um sich zu vermehren. Die Zellen durchlaufen im Verlauf eines Tages aber bestimmten Veränderungen – das Muster, dem sie folgen, ist auch als „innere Uhr“ bekannt.

Die britischen Forscher infizierte in ihrer Untersuchung Mäuse entweder mit dem Grippe- oder mit dem Herpes-Virus. Es zeigte sich, dass die Tiere, die am Morgen in Kontakt mit den Viren kamen, einen zehnmal höheren Virusspiegel hatten, als diejenigen, die sich abends ansteckten. „Der Versuch der Viren, eine Fabrik einzunehmen, nachdem alle Arbeiter nachhause gegangen waren, war ein Fehlschlag“, sagte Professor Akhilesh Reddy in einem Interview mit der BBC. Die Tageszeit mache einen großen Unterschied. Es könnte beispielsweise bei Pandemien eine Rolle spielen, ob Menschen tagsüber zuhause blieben.

Warum treten bestimmte Krankheiten im Winter häufiger auf?
Rund zehn Prozent der Gene verändern ihre Aktivität in Abhängigkeit von der „inneren Uhr“ im Laufe des Tages und damit die Anweisungen, die sie an den Körper geben. Die Wissenschaftler konzentrierten sich laut BVKJ auf ein Gen, das diese innere Uhr mit bestimmt, das Bmal1.

Dieses Gen zeigt nachmittags sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen die höchste Aktivität. Am Morgen, wenn Lebewesen besonders anfällig für Infektionen sind, ist die Aktivität am geringsten. Auch in den Wintermonaten zeigt das Gen weniger Aktivität bei Menschen – möglicherweise eine Erklärung dafür, warum Menschen in dieser Jahreszeit vermehrt zu Infektionen neigen. Dafür könnte es allerdings auch andere Erklärungen geben.

So berichteten Wissenschaftler der Cambridge Universität im vergangenen Jahr im Fachmagazin „Nature Communications“, dass sich unser Immunsystem mit den Jahreszeiten verändert. Ihre Entdeckung biete laut den Experten eine mögliche Erklärung dafür, dass bestimmte Krankheiten im Winter öfter oder schlimmer auftreten und Menschen in den Sommermonaten eher gesund bleiben.

Grippeimpfung am Morgen effektiver
Die Resultate der aktuellen Untersuchung könnten laut den Studienautoren auch erklären, warum Schichtarbeiter, deren Körperuhr gestört ist, anfällig für chronische Erkrankungen seien, möglicherweise auch für Viruserkrankungen. Zudem könnte die Effektivität von Impfungen von der Tageszeit abhängen. Darauf hatte erst kürzlich eine Studie an Menschen ab 65 Jahren hingewiesen.

Das Team um Anna Phillips von der britischen Universität Birmingham hatte im Fachblatt „Vaccine“ berichtet, dass Grippeimpfungen am Morgen im Vergleich zu solchen am Nachmittag die Produktion von Antikörpern innerhalb eines Monats stärker ankurbelten. (ad)
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Patient wurde der Tumorbefund verheimlicht: Arzt soll 55.000 Euro zahlen



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Befund über bösartigen Tumor nicht mitgeteilt – Praxis zahlt 55.000 Euro
Eine Bonner Hautarztpraxis muss 55.000 Euro Schadensersatz zahlen, weil sie einem Patienten den Befund über einen bösartigen Tumor nicht mitgeteilt hat. Bei dem Mann, dem ein auffälliges Muttermal entfernt wurde, waren Jahre später weitere Tumore entdeckt worden; er starb. Wenn er über seine Krebserkrankung Bescheid gewusst hätte, hätten frühzeitig medizinische Maßnahmen ergriffen werden können.

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Hautveränderungen können auf Krebs hindeuten
Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken bundesweit jährlich bis zu 190.000 Menschen neu an Hautkrebs. Eine frühzeitige Diagnose verbessert in der Regel die Behandlungsmöglichkeiten. Man sollte sich daher bei ersten Hautkrebs-Merkmalen, wie schuppigen Hautstellen oder juckenden Hautveränderungen sofort an einen Arzt wenden.

In manchen Praxen scheint man damit aber besser aufgehoben zu sein als in anderen: In einer Hautarztpraxis in Nordrhein-Westfalen wurde einem Patienten der Befund über einen bösartigen Befund vorenthalten.

In NRW wurde einem Patienten der Befund über einen bösartigen Tumor nicht mitgeteilt. Die Hautarztpraxis muss nun 55.000 Euro Schadensersatz zahlen. (Bild: Paul Hill/fotolia.com)
In NRW wurde einem Patienten der Befund über einen bösartigen Tumor nicht mitgeteilt. Die Hautarztpraxis muss nun 55.000 Euro Schadensersatz zahlen. (Bild: Paul Hill/fotolia.com)

Arztpraxis muss 55.000 Euro Schadensersatz zahlen
Wie auf der Webseite des nordrhein-westfälischen Justizministeriums berichtet wird, muss eine Bonner Hautarztpraxis 55.000 Euro Schadensersatz zahlen, weil sie einem Patienten den Befund über einen bösartigen Tumor nicht mitgeteilt hat. Eine Gerichtssprecherin erklärte demnach, dass sich die Familie des verstorbenen Patienten und die beiden verantwortlichen Ärzte vor dem Bonner Landgericht auf diesen Vergleich geeinigt hätten.

Patient wurde Laborbefund nicht mitgeteilt
Den Angaben zufolge war dem Mann 2008 ein auffälliges Muttermal an der Schulter entfernt worden. Die Ärzte hatten dem Patienten den späteren Laborbefund, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelte, nicht weitergegeben. Bei einer Notoperation vier Jahre später wurden weitere Tumore in Lunge und Dünndarm entdeckt. Zwei Monate später starb der Man im Alter von 59 Jahren.

Grober Behandlungsfehler
Laut den Bonner Richtern hafte die Arztpraxis fraglos wegen eines groben Behandlungsfehlers. Wie es heißt, sei es Sache der Mediziner, den Patienten bei so einem gravierenden Befund einzubestellen und alles weitere mit ihm zu besprechen. Den Angaben zufolge wäre die Krebserkrankung wäre anders verlaufen, wenn frühzeitig medizinische Maßnahmen ergriffen worden wären.

Auch das Oberlandesgericht Hamm in NRW hat sich vor einigen Monaten mit einem ähnlichen Fall beschäftigt. Es ging dabei um eine Frau, deren Hautkrebs von einem Hautarzt fälschlicherweise als bakterielle Infektion angesehen wurde. Die Patienten starb später an ihrer Krebserkrankung. Die Richter urteilten damals, dass der Ehemann der Verstorbenen einen Anspruch auf Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro hat. (ad)
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Wissenschaftler von der Zuckerindustrie für gefälschte Studienergebnisse bezahlt



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US-Zuckerindustrie zahlte hohen Betrag für Harvard-Studie
Vor mehr als 50 Jahren untersuchten Forscher der renommierten Harvard-Universität die gesundheitlichen Auswirkungen von Zucker. Was erst jetzt bekannt wurde: Die damals veröffentlichten Ergebnisse spiegelten offenbar nur einen Teil der Wahrheit wieder. Die US-Zuckerindustrie soll die Forscher dafür bezahlt haben, dass der Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und Herz-Erkrankungen beschönigt wurde.

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Hoher Zuckerkonsum schadet der Gesundheit
Zu viel Zucker macht dick und krank – das wurde bereits in vielen Studien belegt. Mediziner warnen schon länger vor den gravierenden Folgen eines hohen Zuckerkonsums wie beispielsweise Adipositas, Zahnkrankheiten oder Diabetes. Ein wichtiges Detail bleib der Öffentlichkeit aber bis jetzt weitgehend unbekannt: Denn einer hoher Zuckerkonsum stellt offenbar ein ähnlich hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar wie der hohe Verzehr von gesättigten Fettsäuren. Dies geht aus historischen Dokumenten hervor, die von Wissenschaftlern der University of California, San Francisco (UCSF), analysiert und im Fachmagazin „JAMA Internal Medicine“ veröffentlicht wurden.

Harvard-Forscher sollen in den 1960er Jahren viel Geld für die Beschönigung einer Zucker-Studie bekommen haben. (Bild: Syda Productions/fotolia.com)
Harvard-Forscher sollen in den 1960er Jahren viel Geld für die Beschönigung einer Zucker-Studie bekommen haben. (Bild: Syda Productions/fotolia.com)

Öffentlichkeit über Jahre hinweg getäuscht?
Demnach könnte die Debatte über den Zusammenhang zwischen Zucker und Herzerkrankungen über Jahrzehnte hinweg von der Zuckerindustrie beeinflusst worden sein, berichtet die Universität in einer aktuellen Mitteilung. Hintergrund dieser Annahme ist eine Studie zu Herzerkrankungen und deren Ursachen, die im Jahr 1967 an der renommierten Harvard University School of Public Health durchgeführt wurde. Beteiligt waren die drei Ernährungswissenschaftler Frederick Stare, Robert McGandy und Mark Hegsted, die ihre Ergebnisse damals im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten.

Industrieverband zahlt 50.000 Dollar
Wie die Forscher der University of California nun entdeckten, sollte die damalige Studie offenbar zeigen, dass nicht Zucker, sondern vorrangig Fett und Cholesterin für Herzerkrankungen verantwortlich sind. Denn die Harvard-Wissenschaftler erwähnten in ihrem Bericht zwar, dass auch ein hoher Zuckerkonsum mit der Häufigkeit eines Herzinfarkts in Verbindung gebracht wird – im Fazit wurde dieses wichtige Detail jedoch verschwiegen.

Die Analyse der historischen Dokumente brachte außerdem zu Tage, dass die Forscher damals einen sehr hohen Geldbetrag für die Studie erhalten hatten. Wie die Universität berichtet, hatte die „Sugar Research Foundation“ (SRF) rund 50.000 US-Dollar für die Arbeit zum Thema Zucker, Fett und Herzkrankheiten bezahlt. Bei der SRF handelte es sich um einen Vorläufer des heutigen Industrieverbandes der US-Zuckerindustrie („Sugar Association“).

Wissenschaftler streiten über Ursachen steigender Herzinfarkte
Anlass der Studie war demnach die zu der Zeit in den USA herrschende Diskussion über die Gründe der damals drastisch steigenden Anzahl tödlich verlaufender Herz-Erkrankungen. In dieser standen sich zwei Lager gegenüber, die laut dem Bericht der UCSF-Forscher von zwei prominenten Physiologen angeführt wurden: Der englische Ernährungswissenschaftler John Yudkin vertrat die Ansicht, dass der steigende Verzehr gezuckerter Lebensmittel für den Anstieg an Herzinfarkten verantwortlich sei. Der amerikanische Wissenschaftler Ancel Keys identifizierte hingegen Fette bzw. gesättigte Fettsäuren und Cholesterin in der Nahrung als Hauptursache.

Studie zur Ablenkung von Zucker-Kritik
Um von Yudkins Kritik abzulenken, gab die „Sugar Research Foundation“ schließlich die Harvard-Studie unter der Bezeichnung „Projekt 226“ in Auftrag. Das Fazit des damaligen Forscherteams: Es gebe „keinen Zweifel“ daran, dass die einzige ernährungsbedingte Maßnahme zur Verhinderung koronarer Herzkrankheiten darin besteht, Cholesterin in der Nahrung zu reduzieren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren gegen gesättigte zu ersetzen, so die Mitteilung der Universität.

„Wie das Sprichwort sagt: Wer zahlt, darf auch bestimmen“, sagte Studien-Autor Stanton A. Glantz. „Es gibt alle Arten von Möglichkeiten, wie Sie auf subtile Weise das Ergebnis einer Studie manipulieren können und die Industrie ist sehr gut geübt darin“, so der Professor für Medizin und Direktor des UCSF Forschungszentrums für Tabak-Kontrolle und Bildung.

Wissenschaftler bestätigen negativen Einfluss von Zucker
Heute werden vor allem die genetische Veranlagung, Bewegungsmangel sowie Übergewicht infolge einer zu fett- und zuckerhaltigen Ernährung als zentrale Risikofaktoren für hohe Cholesterinwerte und Herzerkrankungen betrachtet. Dies bestätigt auch die Harvard-Universität: „Angesichts der Daten, die wir heute haben, zeigt sich, dass raffinierter Zucker und besonders zuckerhaltige Getränke ein Risikofaktor für Herzgefäßerkrankungen sind“, so Walter Willett vom Department für Ernährung der Harvard T. H. Chan School of Public Health gegenüber der „New York Times“. Aber auch die Art der Fette in der Nahrung sei sehr wichtig, betont der Experte. Denn vor allem ein hoher Konsum gesättigter Fettsäuren aus Lebensmitteln tierischer Herkunft gilt als Risikofaktor.

„Die Überprüfung der Literatur half nicht nur, die öffentliche Meinung dahingehend zu prägen, was Herzprobleme verursacht, sondern auch die Auffassung der wissenschaftlichen Gemeinschaft, wie Ernährungsrisikofaktoren für Herzerkrankungen zu bewerten sind“, resümiert die Hauptautorin Cristin Kearns laut der Mitteilung der Universität. (nr)
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Gesünderes Altern: Die 5 effektivsten Tipps zur Alzheimer-Vorbeugung



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Eine gesunde Lebensweise kann das Alzheimer-Risiko deutlich reduzieren
Viele Menschen haben Angst, später an Alzheimer zu erkranken. Da die neurodegenerative Erkrankung bis heute nicht heilbar ist, wird oft die Frage gestellt, wie man sich am besten schützen kann. Zu diesem Zweck hat die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) nun die Broschüre „Alzheimer vorbeugen“ veröffentlicht. In dieser zeigen Experten auf, mit welchen fünf Maßnahmen ein gesundes Altern gefördert werden kann.

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Häufigste Form der Demenz
Alzheimer ist eine fortschreitende Gehirnstörung, deren genaue Ursache bis heute unbekannt ist. Zu den typischen Symptomen zählen Gedächtnisverlust, Verwirrtheit und Desorientierung. Hinzu kommen Veränderungen des Wesens, ein eingeschränktes Urteilsvermögen, Orientierungs- und Sprachstörungen. Alzheimer ist die häufigste Form irreversibler Demenz, von der hierzulande nach Angaben der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) derzeit schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen betroffen sind.

Regelmäßige soziale Kontakte sind eine wichtige Säule in der Alzheimer-Prävention. Denn Einsamkeit ist genauso schädlich wie z.B. Bluthochdruck oder Übergewicht. (Bild: Photographee.eu/fotolia.com)
Regelmäßige soziale Kontakte sind eine wichtige Säule in der Alzheimer-Prävention. Denn Einsamkeit ist genauso schädlich wie z.B. Bluthochdruck oder Übergewicht. (Bild: Photographee.eu/fotolia.com)

Krankheit ist bislang nicht heilbar
Die Krankheit ist bislang nicht heilbar. Dementsprechend stellen sich viele Menschen die Frage, wie sie Alzheimer vorbeugen können. Während schon bekannt sei, was gut für das Herz ist, setze sich heute immer mehr die Erkenntnis durch, dass auch das Gehirn positiv beeinflusst werden könne, berichtet die AFI in einer aktuellen Mitteilung. Ein „Patentrezept“ gebe es nicht – doch die Initiative stellt in der Broschüre „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern“ fünf Empfehlungen für ein gesundes Altern vor. Die Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit Alzheimer-Experten wie z.B. Tim Fleiner von der Deutschen Sporthochschule Köln erstellt und kann kostenlos bei der AFI angefordert werden.

1. Bewegung: Achten Sie auf ausreichend körperliche Aktivität. Denn was sich positiv auf die Herzgesundheit auswirkt, ist auch gut für das Gehirn. Bewegen Sie sich daher regelmäßig – ideal wären 150 Minuten pro Woche, so der Expertenrat. Dabei müssen keine Höchstleistungen erreicht werden, wichtig ist stattdessen, dass Sie mit Spaß aktiv bleiben. Spazieren gehen, Schwimmen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit – Möglichkeiten gibt es viele.

2. Geistige Fitness: Halten Sie Ihr Gehirn fit, indem Sie neugierig und offen bleiben und auch im Alter Neues lernen. Ob eine Sprache, ein Musikinstrument oder PC-Anwendungen: Das Ausprobieren und Erlernen neuer Dinge fördert die geistige Reserve und kann das Alzheimer-Risiko im Alter reduzieren.

3. Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist ein zentraler Bestandteil einer gesunden Lebensweise. Die Experten der AFI empfehlen, sich dabei an der klassischen mediterranen Küche zu orientieren, denn diese wird das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen versorgt und in seiner Abwehrbereitschaft gestärkt. Essen Sie daher viel Obst und Gemüse, Olivenöl, Nüsse und bevorzugen Sie Fisch anstelle von Fleisch. Ausreichendes Trinken ist ebenso wichtig. Diäten und einseitige Ernährungskonzepte sollten vermieden werden.

4. Soziale Kontakte: Das Zusammensein mit anderen hält das Gehirn fit: Wer viel im sozialen Austausch ist, hat den Experten der AFI zufolge ein deutlich niedrigeres Alzheimer-Risiko, als jemand, der viel allein ist. Halten Sie daher mit der Familie Kontakt, pflegen Sie Ihren Freundes- und Bekanntenkreis oder werden Sie in einem Verein aktiv.

5. Medizinische Vorsorge und weitere Risikofaktoren: Passen Sie gut auf sich auf und halten Sie Ihre Gesundheit durch regelmäßige Arztbesuche im Blick. Achten Sie vor allem auf Symptome für Herz- und Gefäßerkrankungen wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte. Wenn Sie das Rauchen aufgeben und Alkohol nur in Maßen genießen, können Sie weitere wichtige Risikofaktoren positiv beeinflussen. (nr)
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