Sport treiben nach dem Lernen unterstützt das Gedächtnis



Durch einen simplen Trick könnten Sie in Zukunft viel effektiver lernen
Je mehr wir verstehen, wie unsere Körper und unser Gehirn arbeiten, desto mehr erkennen wir, dass ein gesunder Körper auch oft Vorteile für unser Gehirn mit sich bringt. Forscher entdeckten jetzt eine leistungsfähige Methode, um Prozesse in unserem Gehirn zu verbessern. Diese führt dazu, dass wir uns Dinge besser merken können. Ein hoch intensives körperliches Training einige Stunden nach dem Lernprozess ermöglicht, dass wir uns leichter Informationen merken können.

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Haben Sie Probleme sich Informationen zu merken, die sie beispielsweise gerade neue erlernt oder gelesen haben? Dann könnte es einen Trick geben, der ihnen ermöglicht, schneller und effektiver neue Fakten und Informationen zu erlernen. Wissenschaftler vom Donders Institute am Radboud University Medical Center in den Niederlanden stellten jetzt bei einer Untersuchung fest, dass es eine Methode gibt, die uns dabei unterstützt, leichter neue Informationen zu erlernen. Durch ein körperliches intensives Training nach dem Aufnehmen von neuem Wissen wird es uns möglich, Informationen besser zu speichern. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Current Biology„.

Sport tut gut und hält unseren Körper fit. Allerdings scheint nicht nur unser Körper von Sport zu profitieren. Auch die Gedächtnisleistung unseres Gehirns kann durch intensive sportliche Übungen verbessert werden. (Bild: nd3000/fotolia.com)
Sport tut gut und hält unseren Körper fit. Allerdings scheint nicht nur unser Körper von Sport zu profitieren. Auch die Gedächtnisleistung unseres Gehirns kann durch intensive sportliche Übungen verbessert werden. (Bild: nd3000/fotolia.com)

Probanden müssen Gedächtnistest auf Computer durchführen
Die neue Studie untersuchte 72 Teilnehmer. Diese Probanden unterzogen sich einem Gedächtnistest. Die Teilnehmer wurden gebeten, sich die Orte von Objekten auf einem Computerbildschirm zu merken. Danach teilten die Mediziner die Teilnehmer in insgesamt drei verschiedene Gruppen ein. Eine Untergruppe führte direkt nach der Aufgabe ein 30 Minuten Intervall-Training durch. Die zweite Untergruppe tat dies vier Stunden nach dem Gedächtnistest. Die dritte Gruppe machte überhaupt keine sportlichen Übungen, erläutern die Forscher.

Übungen mit Verzögerung zeigten die besten Ergebnisse
Nach drei Tagen nahmen die Teilnehmer erneut an dem Test teil. Die Forscher maßen dabei ihre Hirnaktivität mit der Hilfe einer MRI-Maschine. Probanden, die die Übungen nach einer Verzögerung durchgeführten, konnten ein Maximum an Informationen speichern, verglichen mit den anderen beiden Gruppen, sagen die Wissenschaftler. Wenn die Teilnehmer die Fragen richtig beantworteten, bemerkten die Forscher eine stärkere Aktivität im Hippocampus. Dieser Teil des Gehirns ist mit dem Lernen und dem Gedächtnis verbunden.

Neurotransmitter werden durch die Übungen gestärkt
Gemäß den Forschern gibt es viele mögliche Gründe für die positive Wirkung der Übungen auf die allgemeine Gesundheit des Gehirns. Das Vorhandensein von Neurotransmittern wird durch die Übungen gestärkt und diese sind an der Gedächtniskonsolidierung beteiligt, sagen die Autoren. Die Forscher sind noch nicht sicher, warum eine Verzögerung der Übungen unser Gehirn stärker beeinflusst. Weitere Untersuchungen müssen in Zukunft klären, ob andere Formen der Übungen oder kürzere Pausen zwischen Lernen und Sport eventuell vorteilhafter sind, erklären die Experten.

Sportliche Übungen vier Stunden nach dem Lernen verbessern Gedächtnisleistung um zehn Prozent
Um Ihre Chancen des Lernens und Erinnerns von neue Informationen zu erhöhen, können Sie vier Stunden nach dem Lernen trainieren, raten die Autoren. Wenn Menschen beispielsweise auf einen Fahrrad bei hoher Intensität trainieren, nachdem sie vier Stunden zuvor gelernt hatten, konnten sie sich das Erlernte besser ins Gedächtnis zurückrufen. Menschen, die sich intensiv sportlich betätigten, nachdem sie vier Stunden zuvor neue Informationen erlernt hatten, zeigten im Durchschnitt eine Verbesserung ihrer Gedächtnisleistung um etwa zehn Prozent, verglichen mit Menschen, die direkt nach dem Lernen ihre sportlichen Übungen durchgeführt hatten, erläutern die Wissenschaftler.

Sport direkt nach dem Lernen führt zu keiner Verbesserung der Gedächtnisleistung
Ein Grund für die Verbesserung der Gedächtnisleistung könnte sein, dass die Übungen Neurotransmitter wie Dopamin und Noradrenalin freisetzen können und diese Chemikalien dem Gehirn helfen, seine Gedächtnisleistung zu steigern, vermuten die Autoren. Eigenartigerweise waren Menschen, die ihre Übungen direkt nach dem Lernen ausführten, nicht wirklich besser als die Gruppe ohne sportliche Übungen. Die psychologischen Auswirkungen des Trainings unmittelbar nach dem Lernen, könnten einige Störungen zwischen den studierten Informationen und der Bildung von neuen Erinnerungen hervorrufen, mutmaßen die Mediziner.

Körperliche Bewegung ist eindeutig in der Lage den Lernprozess zu verbessern
Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass kurze sportliche Übungen unser Kurzzeitgedächtnis verbessern können. Regelmäßige Bewegung kann sogar die Größe des Hippocampus im Laufe der Zeit erhöhen, sagen die Forscher. Neu erlernte Informationen verwandeln sich in langfristiges Wissen durch einen Prozess der Stabilisierung und der Integration von Erinnerungen, erklären die Autoren. Dies erfordert bestimmte Substanzen in unserem Gehirn, die auch bei körperlicher Belastung freigesetzt werden, einschließlich Dopamin, Noradrenalin (Norepinephrin) und einem Wachstumsfaktor namens BDNF. Das Gehirn verarbeitet neue Erinnerungen aber erst eine Weile nach dem Lernen. Körperliche Bewegung erlaubt es, diesen Lernprozesse zu verbessern, fügen die Experten hinzu. (as)
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Koffein: Nach ein paar Nächten schlechtem Schlaf wirkt Kaffee nicht mehr



Kaffee als Muntermacher wirkt nach wenigen Tagen nicht mehr
Kaffee galt zwar lange als gesundheitsschädigend, doch heute weiß man, dass das beliebte Heißgetränk der Gesundheit sogar förderlich sein kann. Die meisten Menschen schätzen Kaffee jedoch als Muntermacher. Er ist in der Tat ein gutes Mittel gegen Müdigkeit, doch die Wirkung hält nicht allzu lange, wie Forscher nun feststellten.

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Kaffee ist doch nicht ungesund
Kaffee ist gesünder als die meisten Menschen glauben. Er kann gut fürs Herz sein und auch Arterienverkalkung vorbeugen. Außerdem kann Kaffee laut wissenschaftlichen Untersuchungen das Darmkrebs-Risiko reduzieren. Die meisten Menschen greifen auf das beliebte Heißgetränk aber nicht aus gesundheitlichen Gründen zurück, sondern vielmehr um sich damit wach zu halten. In der Tat wirkt Kaffee hervorragend gegen Müdigkeit – aber nicht ewig, wie US-amerikanische Wissenschaftler nun festgestellt haben.

Kaffee ist bei vielen Menschen vor allem als Mittel gegen Müdigkeit beliebt. Doch die wachmachende Wirkung hält nicht ewig, wie Forscher nun feststellten. (Bild: fabiomax/fotolia.com)
Kaffee ist bei vielen Menschen vor allem als Mittel gegen Müdigkeit beliebt. Doch die wachmachende Wirkung hält nicht ewig, wie Forscher nun feststellten. (Bild: fabiomax/fotolia.com)

Ein beliebter Muntermacher
Experten wissen: Kaffee ist ein gesunder Muntermacher. Vor allem bei Morgenmuffeln läuft ohne Kaffee zunächst gar nichts. Morgens schnell zwei, drei Tassen des heißen Gebräus und der Tag kann beginnen. Kaffeeliebhaber sollten sich jedoch nicht allzu sehr auf die Wirkung des Koffeins verlassen: US-amerikanische Forscher um Tracy Jill Doty vom „Walter Reed Army Institute of Research“ in Silver Spring, Maryland, haben herausgefunden, dass Koffein nur zeitlich begrenzt wirkt.

Wirkung von Koffein nach wenig Schlaf
Im Rahmen der Studie setzte das Wissenschaftlerteam insgesamt 48 Teilnehmer einem leichten Schlafentzug aus. Während eines Zeitraums von fünf Tagen durften sie nicht länger als fünf Stunden pro Nacht schlafen. Die Probanden, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, mussten eine Reihe von Aufmerksamkeitstests absolvieren. Die Mitglieder der einen Gruppe erhielten zweimal täglich 200 Milligramm Koffein, was etwa zwei bis drei Tassen Filterkaffee entspricht. Der Rest erhielt nur ein Placebo.

Zeitlich begrenztes Aufputschmittel
Wie die Forscher im Fachmagazin „American Academy of Sleep Medicine“ berichteten, zeigte sich, dass die Kaffeetrinker bei den Tests besser abschnitten und sich prinzipiell munterer fühlten. Doch nach drei Nächten fiel das Leistungsniveau auch bei ihnen drastisch ab, das Koffein zeigte keine Wirkung mehr. Tracy Jill Doty sagte: „Diese Ergebnisse sind wichtig, weil Koffein ein weit verbreitetes Aufputschmittel ist, mit dem einem Leistungsabfall nach zu wenig Schlaf entgegengewirkt wird.“ Den Autoren zufolge legen die Daten aus der Studie nahe, dass die Effekte der täglichen Koffein-Dosis nicht über mehrere Tage mit eingeschränktem Schlaf aufrechterhalten bleiben. (ad)
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Aktuelle Studie: Akademiker erkranken öfter an Hirntumoren



Akademiker haben offenbar größeres Hirntumor-Risiko
Gemeinhin wird angenommen, dass gebildete Menschen einen gesünderen Lebensstil pflegen und daher ein geringeres Krankheitsrisiko aufweisen. Doch in einer aktuellen Studie wurde nun festgestellt, dass Akademiker öfter an Hirntumoren erkranken. Die Ursache dafür ist den Forschern unklar.

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Bildung gilt als Faktor für gesunden Lebensstil
In den vergangenen Jahren zeigten Untersuchungen immer wieder, dass Bildung einen gesundheitlichen Vorteil mit sich bringt. So wurde erst vor kurzem eine Studie im Fachjournal „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht, derzufolge eine hohe Bildung unser Demenz-Risiko verringern kann. Doch auch über negative Auswirkungen wurde berichtet: So kommt es laut deutschen Forschern durch höheren Bildungsstand häufiger zu Kurzsichtigkeit. Ein internationales Wissenschaftlerteam hat nun aber einen weitaus dramatischeren Zusammenhang zwischen Bildung und Gesundheitsrisiken festgestellt: Demnach erkranken Menschen, die studiert haben, öfter an einem Hirntumor.

Obwohl Bildung als Faktor für einen gesünderen Lebensstil bekannt ist, haben Forscher festgestellt, dass Akademiker häufiger an Hirntumoren erkranken. Erklären können sie sich den Zusammenhang jedoch nicht. (Bild: kasto/fotolia.com)
Obwohl Bildung als Faktor für einen gesünderen Lebensstil bekannt ist, haben Forscher festgestellt, dass Akademiker häufiger an Hirntumoren erkranken. Erklären können sie sich den Zusammenhang jedoch nicht. (Bild: kasto/fotolia.com)

Hochschulabsolventen erkranken häufiger an Hirntumoren
Wie die Forscher im Fachblatt „Journal of Epidemiology“ berichten, erkranken Hochschulabsolventen häufiger an Gehirntumoren als Menschen mit geringer formaler Bildung. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des schwedischen Karolinska Institutet und des University College London. Insbesondere Gliome traten bei Personen häufiger auf, die mindestens drei Jahre eine Universität besucht haben. Grundlage für diese Studienergebnisse war die Auswertung der Daten von über 4,3 Millionen Schweden, die zwischen 1911 und 1961 geboren und von 1993 an sieben Jahre lang beobachtet wurden.

Ergebnisse überraschten sogar die Forscher
Der Hauptautor der Studie, Amal R. Khanolkar vom Londoner Institute of Child Care, erklärte laut einem Bericht des britischen „Telegraph“, es handle sich um ein „überraschendes Ergebnis, das nicht einfach zu erklären ist“. Das Wissenschaftlerteam stellte fest, dass das Hirntumor-Risiko bei Menschen mit mindestens dreijähriger Universitätsbildung 19 Prozent über dem Risiko von Personen liegt, die bereits nach neun Jahren die Schule verlassen haben. Bei Frauen weisen die Daten sogar auf ein um 23 Prozent erhöhtes Risiko hin. Die Forscher konzentrierten sich in ihrer Untersuchung auf drei unterschiedliche Arten von Hirntumoren. Auch der formale Bildungsgrad der betroffenen Patienten wurde berücksichtigt. Den Studienautoren zufolge lag das Erkrankungsrisiko bei allen drei untersuchten Tumorarten bei Akademikern höher als bei Patienten mit geringerer formaler Bildung. Wie es heißt, war dieser Zusammenhang bei den Gliom-Tumoren – die meist zum Tode führen – am ausgeprägtesten.

Keine Erklärung für Zusammenhang
Die Wissenschaftler können jedoch keine Erklärung für diesen Zusammenhang liefern. „Wir haben keinen Grund zu glauben, dass Stress ein potenzieller Risikofaktor ist“, erläuterte Amal R. Khanolkar. Möglich seien sowohl Umweltfaktoren als auch der Lebenswandel der Patienten. Es handle sich dabei aber um Spekulationen, da eine Beobachtungsstudie laut dem Team keine Rückschlüsse auf Ursache und Wirkung ziehen kann. (ad)
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Akne-Studien: Mit Vollmilch statt Magermilch gegen Pickel



Studie: Magermilch bei Akne besser als Vollmilch?
Der Streit darüber, ob Milch gesund oder schädlich ist, wird seit Jahren teils erbittert geführt. Neuere Untersuchungen zeigten die positiven Eigenschaften von Milchprodukten. Eine aktuelle Studie gibt nun Hinweise darauf, dass es von großer Bedeutung ist, welche Milch konsumiert wird: Teenager mit unreiner Haut trinken demnach mehr Magermilch als gleichaltrige Jugendliche ohne Akne.

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Ein gesundes Naturprodukt
Milch galt zwar bei den meisten Menschen seit jeher als gesundes Naturprodukt, das unter anderem Knochen und Zähne stärkt. In den vergangenen Jahren wurden allerdings verschiedene Studien veröffentlicht, die darauf hinwiesen, dass Milch möglicherweise Erkrankungen wie Asthma begünstigt. Neueren Untersuchungen zufolge ist Milch aber tatsächlich gesund. So berichteten Forscher vor kurzem im Fachmagazin „Circulation“, dass Milch mit hohem Fettanteil das Diabetes-Risiko verringern kann. Dass Vollmilch besser ist als Magermilch, zeigt nun auch eine Studie US-amerikanischer Wissenschaftler, die einen Zusammenhang zwischen Pickeln und dem Konsum von entrahmter Milch aufzeigte.

Milch gilt seit jeher als gesundes Naturprodukt. Offenbar kommt es aber darauf an, welche Milch getrunken wird. Bei entrahmten Produkten steigt die Gefahr, Pickel zu bekommen. (Bild: Jenny Sturm/fotolia.com)
Milch gilt seit jeher als gesundes Naturprodukt. Offenbar kommt es aber darauf an, welche Milch getrunken wird. Bei entrahmten Produkten steigt die Gefahr, Pickel zu bekommen. (Bild: Jenny Sturm/fotolia.com)

Zusammenhang zwischen Pickeln und Milchkonsum
Pickel und Mitesser sind eine normale Begleiterscheinung bei Jugendlichen in der Pubertät. Ursache dafür können unter anderem Stress oder falsche Ernährung sein. Letzteres zeigt auch eine neue Untersuchung US-amerikanischer Forscher. Wie die Wissenschaftler um Andrea Zaenglein vom Pennsylvania State College of Medicine in Hershey berichten, trinken Jugendliche mit Akne im Schnitt mehr Magermilch als Gleichaltrige mit gesunder Gesichtshaut. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Teenager ihr Pickelrisiko senken könnten, wenn sie statt entrahmter Milch Vollmilch trinken. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Journal of the American Academy of Dermatology” berichten, haben die tägliche Kalorienzufuhr und der Gesamtfettgehalt der Nahrung offenbar aber keinen Einfluss auf die Entwicklung der Hautprobleme. Konkrete Ernährungsempfehlungen für Aknepatienten seien jedoch noch nicht möglich. Dafür müsse erst geklärt werden, ob ein Verzicht auf entrahmte Milch die Symptome der Hauterkrankung tatsächlich lindern würde.

Jugendliche mit Akne nach Ernährungsgewohnheiten befragt
Um zu ihren Ergebnissen zu gelangen, hatten die Mediziner 120 männliche und weibliche Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren nach ihrem Konsum von Milchprodukten befragt. Die Befragten litten alle an mäßig ausgeprägter Akne. Als Vergleich diente eine Gruppe von 105 Gleichaltrigen ohne diese Hautprobleme. Bestimmte Personengruppen, wie etwa die mit einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) oder Veganer waren ebenso von der Untersuchung ausgeschlossen, wie welche, die schon mal wegen Essstörungen in Behandlung waren.

Studienteilnehmer mit Akne konsumierten mehr Magermilch
Den Dermatologen zufolge waren die Durchschnittswerte für die tägliche Aufnahme an Fett, Protein und Kohlenhydraten bei beiden Gruppen etwa gleich. Auch für den Konsum von Vollmilch (3,5 Prozent Fett) oder fettarmer Milch mit zwei Prozent Fett sowie den Verzehr von Käse, Joghurt und anderen Milchprodukten mit vollem oder nur leicht reduziertem Fettgehalt ergaben sich keine statistisch relevanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Allerdings zeigte sich, dass die Teilnehmer mit Akne mehr Milch und Milchprodukte mit stark reduziertem Fettgehalt konsumierten. Hervorgehoben wurde ein höherer Konsum von Magermilch mit einem Fettgehalt bis maximal ein Prozent. Bei den täglich mit dem Essen aufgenommenen Mengen an gesättigten und Trans-Fettsäuren zeigten sich zwischen den Gruppen keine Unterschiede. Den Angaben zufolge wurden bei der statistischen Auswertung Alter, Geschlecht und Body-Mass-Index (BMI) berücksichtigt. Trotz der neuen Erkenntnisse lässt sich durch diese Studie nicht nachweisen, ob der Konsum von Magermilch die Anfälligkeit für Akne erhöht. (ad)
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Kardiologie: Simpler Bluttest soll Herzinfarkt vorhersagen



Billige und einfache Methode könnte viele Herzinfarkte weltweit verhindern
Forscher fanden jetzt heraus, dass Menschen mit einem höheren Gehalt an Antikörpern im Blut ein geringeres Risiko haben, einen Herzinfarkt zu erleiden. Aus diesem Grund könnte ein einfacher Bluttest in Zukunft ausreichen, um das Herzinfarktrisiko in den nächsten fünf Jahren festzustellen.

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Wissenschaftler vom Imperial College London und dem University College London bemerkten bei einer Untersuchung, dass wir durch einen einfachen Bluttest herausfinden können, wie hoch unser Risiko für einen Herzinfarkt in den nächsten fünf Jahren ist. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „EbioMedicine“.

Herzinfarkte gefährden das Leben von vielen Menschen weltweit. Ein simpler Bluttest könnte in Zukunft dabei helfen, das Risiko für Herzinfarkte über Jahre genau zu bestimmen. (Bild: Kzenon/fotolia.com)
Herzinfarkte gefährden das Leben von vielen Menschen weltweit. Ein simpler Bluttest könnte in Zukunft dabei helfen, das Risiko für Herzinfarkte über Jahre genau zu bestimmen. (Bild: Kzenon/fotolia.com)

Antikörper im Blut beeinflussen das Herzinfarktrisiko
In Zukunft könnten Ärzte anahnd eines Bluttests und Informationen über Faktoren wie Alter, Geschlecht, Blutdruck, Cholesterinspiegel und Krankengeschichte errechnen, wie hoch das Risiko für Herzerkrankungen in den nächsten Jahren sein wird, sagen die Autoren. Ein höherer Gehalt an Antikörpern in unserem Blut deute dabei auf ein geringeres Risiko hin. Diese Erkenntnis könnte für Menschen, die derzeit Statine oder Betablocker nehmen und ein starkes Immunsystem besitzen, bedeuten, dass sie in Zukunft auf diese Medikamente verzichten können. Durch die Konzentrationen von Antikörpern im Blut könne gemessen werden, wie hoch das Herzinfarktrisiko einer Person tatschlich ist, erklären die Wissenschaftler.

Menschen mit den niedrigsten Antikörperspiegel hatten das höchste Herzinfarktrisiko
Die neue Studie zeigte einen Zusammenhang zwischen der Menge von sogenannten IgG-Antikörpern in Blut und der Wahrscheinlichkeit für unerwünschte kardiale Ereignisse. IgG ist die häufigste Form der Antikörper und dafür verantwortlich, den Körper gegen bakterielle und virale Infektionen zu schützen, erläutern die Experten. Eine IgG-Messung ist einfach und billig. Die neue Erkenntnis könnte es in Zukunft Medizinern erleichtern, genauere Risikovorhersagen zu machen. Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer fünfjährigen Studie mehr als 1.700 Menschen mit einem Risiko für Herzerkrankungen. Dabei stellten sie fest, dass Menschen mit den niedrigsten Antikörperspiegel das höchste Herzinfarktrisiko aufwiesen.

Viele Antikörper führen zu einem bis zu 58 Prozent geringeren Risiko
Diejenigen mit der höchsten Anzahl von Antikörperspiegel hatten ein um 58 Prozent geringeres Risiko für eine koronare Herzkrankheit oder einen Herzinfarkt, sagen die Forscher. Außerdem bestand für diese Personen auch ein 38 Prozent geringeres Risiko für einen Schlaganfall oder andere negative Ereignisse am Herzen. Die Tatsache dass ein stärkeres, robusteres Immunsystem sich auf den Schutz vor Herzinfarkten auswirkt, ist eine wirklich aufregende Erkenntnis, erläutert Hauptautor Dr. Ramzi Khamis.

Weitere Forschung versucht Wege zu finden, um das Immunsystem zu verbessern
Diese neue Erkenntnis muss genutzt werden, um die Faktoren zu untersuchen, die bei manchen Menschen dazu führen, dass diese ein Immunsystem haben, welches vor Herzinfarkten schützen kann. Wir hoffen auch Wege zu finden, wie wir unser Immunsystem stärken und vor entsprechenden Ereignissen schützen können, fügt Dr. Khamis hinzu. (as)
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