Neuer Test zur schnelleren Früherkennung von Lyme-Borreliose



Neuer Borreliose-Test ist schneller und zuverlässiger
Forscher haben einen neuen Test entwickelt, der frühzeitig eine Infektion durch Borrelien entdecken kann. So können Erkrankte schneller erkannt werden, um danach die passenden therapeutischen Schritte einzuleiten. Der Test könnte noch in diesem Herbst in den klinischen Einsatz gelangen.

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Wissenschaftlern von der Medizinischen Universität Wien ist es gelungen, einen neuen Test für die Früherkennung von Lyme-Borreliose zu entwickeln. Dieser bringt schneller Informationen über eine vorliegende Erkrankung. Somit könnten Mediziner den Patienten eher zu einer wirksamen Therapie raten. Die MedUni Wien hat in einer aktuellen Pressemeldung über den derzeitigen Stand der Forschung informiert.

Wissenschaftlern ist es gelungen, einen neuen Test zu entwickeln, der schneller und zuverlässiger eine Infektion durch Borrelien entdecken kann. (Bild: Ingo Sch./fotolia.com)
Wissenschaftlern ist es gelungen, einen neuen Test zu entwickeln, der schneller und zuverlässiger eine Infektion durch Borrelien entdecken kann. (Bild: Ingo Sch./fotolia.com)

Neuer Test erkennt aktuelle Infektionen schneller und ermöglich somit eine bessere Behandlung
Die Mediziner der Arbeitsgruppe Infektionsimmunologie des Instituts für Hygiene und Angewandte Immunologie am Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien arbeiten an der Entwicklung eines neuen Tests zur Früherkennung der Lyme-Borreliose. Die gesamte Forschung fand innerhalb des Rahmens des EU-Projekts „ID-Lyme“ statt. Der neue Test soll dabei helfen, eine vorliegende Infektion besser erkennen zu können, sagen die Mediziner. Dadurch müssen gesunde Personen mit Borrelien-Antikörpern im Blut nicht unnötig mit Antibiotika behandelt werden und es können bei Erkrankten schneller die richtigen therapeutischen Schritte eingeleitet werden, erklären die Experten weiter. Derzeitige Antikörpertests benötigen mindestens drei bis vier Wochen nach der Infektion, um ein aussagekräftiges Resultat zu erzielen.

Heutige Untersuchungen interpretieren reine Antikörper-Reaktionen oft falsch
Hannes Stockinger, der Leiter des Instituts für Hygiene und Angewandte Immunologie und des Zentrums für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien, erklärt in der aktuellen Pressemeldung, dass die derzeitige Standard-Laboruntersuchung leider oft nicht in der Lage sei, die frühe aktuelle Infektion mit Borrelien nachzuweisen. „Dazu kommt, dass mit den aktuellen Tests oft auch eine reine Antikörper-Reaktion als Infektion interpretiert und mit Antibiotika behandelt wird, obwohl das wiederum gar nicht nötig wäre, da es sich bereits um eine lange zurückliegende oder ausgeheilte Infektion handelt“, so Stockinger weiter. Gerold Stanek von der MedUni Wien ergänzt, dass nicht jeder Zeckenstich zu einer Erkrankung führen muss und auch nicht jeder positive Borrelientest eine Erkrankung bedeute. Das sei auch „das Tückische“ an den Borrelien. Der Forscher gilt als einer der Pioniere in der heimischen Borrelienforschung. Dem Experten zufolge „sind etwa viele Jäger, die sich naturgemäß öfter in Wald und Wiese aufhalten, kerngesund, obwohl sie Borrelien-Antikörper aufweisen, d.h. schon früher und wiederholt mit Borrelien in Kontakt gekommen sind.“

Durch den neuen Test soll eine exaktere und frühere Diagnose ermöglicht werden
Der bisherige Test analysiert nur einen kleinen Teil des menschlichen Immunsystems. Der Test untersucht lediglich die sogenannten B-Zellen, nicht aber die T-Zellen, sagen die Mediziner. Diese sind als Helferzellen zum Bekämpfen der Infektion nötig. Die Aktivität der Zellen weise auf das Vorliegen einer Infektion hin, erläutern die Experten der MedUni Wien weiter. Daher arbeiten die Mediziner aus Wien daran, den weltweit ersten „Point-of-Care“-Test mitzuentwickeln. Durch diesen wäre es dann möglich, aktuelle Infektionen nachzuweisen und die richtige Behandlung der PatientInnen einzuleiten. Der sogenannte „Ixodes-Kit“-Test soll noch in diesem Herbst in den klinischen Einsatz gelangen, erläutern die Mediziner von der MedUni Wien in der aktuellen Pressemeldung. Der Begriff Ixodes ist die wissenschaftliche Bezeichnung für Schildzecken.

Klimaerwärmung schafft beste Bedingungen für Zecken
In Mitteleuropa und in den skandinavischen Ländern kann besonders häufig eine sogenannte Lyme-Borreliose festgestellt werden. Das Verbreitungsgebiet dehnt sich zudem kontinuierlich weiter nach Norden aus, sagen die Experten. Dieser Vorgang werde durch die Klimaerwärmung begünstigt. Es sei auch zu beachten, dass Zecken dadurch immer früher aktiv werden. So herrscht zum Beispiel in Österreich zur Zeit ein sehr gutes Klima für Zecken, erläutert Stanek. „Zecken werden aktiv, wenn die Bodentemperatur auf rund 7 Grad Celsius ansteigt, das ist jetzt im Frühling der Fall“, sagt der Experte.

Immer noch keine Möglichkeit sich gegen Borreliose zu impfen
Anders als für FSME-Viren, die auch über einen Zeckenstich verbreitet werden, gibt es zur Zeit noch keine Möglichkeit, sich gegen Borreliose zu impfen. Alleine in Österreich sind jedes Jahr etwa 70.000 Neuerkrankungen nach einem Zeckenstich festzustellen, sagen die Exeperten der MedUni Wien. Dabei könne grob festgestellt werden, dass etwa jede vierte Zecke Borrelien in sich trägt. Als ein sicheres Zeichen für eine Infektion mit von Zecken übertragenen Lyme-Borrelien gelte eine auftretende Wanderröte. Diese tritt aber nur bei etwa einem Drittel aller erkrankten Patienten auf, warnen die Forscher. Gelingt es nicht, eine bakterielle Infektion frühzeitig zu erkennen, können dadurch schwere Erkrankungen ausgelöst werden. Diese reichen von Gelenkentzündungen bis hin zu sehr schmerzhaften Infektionen der Nervenwurzeln. Mögliche Folgen hiervon sind Lähmungen oder sogar ein auftretender Gedächtnisverlust, sagen die Experten.

Separate Studie untersucht das gesamte Pathogenspektrum in Zecken
Im Allgemeinen übertragen Zecken noch viele andere Krankheitserreger. Nicht nur Lyme-Borrelien und das sogenannte FSME-Virus werden auf den Menschen übertragen, auch Rickettsien, Babesien, Anaplasmen, Francisella tularensis, Bartonellen und andere Erreger gehen von der Zecke auf uns über, erläutern die Mediziner. Ein anderes Forschungsprojekt des Instituts für Hygiene und Angewandte Immunologie am Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien ergründet gerade das gesamte Pathogenspektrum in Zecken, sagen die Wissenschaftler. Die Forscher begleiten betroffene Patienten bei ihrer Diagnose und der anschließenden Therapie. Der Studienleiter Mateusz Markowicz lädt Personen mit Zeckenstichen dazu ein, an der Studie teilzunehmen und mit ihren Zecken in die Ambulanz des Instituts zu kommen.

Forscher schaffen übergreifendes Netzwerk von rund 80 Forschungsgruppen
Insgesamt sind fünf Forschungscluster der MedUni Wien an den Untersuchungen beteiligt. Diese Forschungscluster umfassen medizinische Bildgebung, Krebsforschung/Onkologie, kardiovaskuläre Medizin, medizinische Neurowissenschaften und Immunologie. Die Forschung rund um die Themen Zecken und Borreliose fällt dabei in den Cluster für Immunologie, erklären die Wissenschaftler. Die Medizinische Universität Wien arbeitet mit sehr großem Engagement daran, die eminenten Fragestellungen innerhalb der Immunologie aufzulösen und ist hier weltweit für ihre Spitzenforschung bekannt. Die Wissenschaftler versuchten die interne Forschungskooperation in diesem Bereich zu bündel und besser zu fördern. Aus diesem Grund wurde der MedUni Wien Forschungscluster Immunologie (Immunology Research Cluster – IRC) geschaffen, welcher ein fachlich übergreifendes Netzwerk von rund 80 Forschungsgruppen ist. Zu deren Schwerpunkten gehören Allergie, Entzündung und Infektion. Die Mediziner hoffen durch die gebündelte Forschung, neue prophylaktische und therapeutische Ansätze sowie diagnostische Konzepte zur Behandlung von immunologischen und anderen entzündlichen Erkrankungen entwickeln zu können. (as)
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Bettwanzen lieben schöne Farben



US-Forscher spüren Lieblingsfarben von Hauswanzen auf
Bettwanzen können für den Menschen sehr unangenehm werden. Denn die kleinen blutsaugenden Parasiten nisten sich am liebsten im Schlafzimmer ein, um sich regelmäßig bei ihrem Wirt bedienen zu können. Das Erstaunliche: Bei ihren Verstecken scheinen die Plagegeister einer neuen Studie nach bestimmte Farben zu bevorzugen. Wie US-Forscher aktuell im Fachblatt „Journal of Medical Entomology“ berichten, steht offenbar z.B. Rot hoch im Kurs, während Grün die Tierchen eher abschreckt.

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Parasiten nisten sich in der Nähe ihres Wirts ein
Bei den so genannten „Bettwanzen“ (auch „Hauswanzen“ genannt) handelt es sich um nachtaktive, flugunfähige Parasiten, die sich vor allem vom Blut des Menschen ernähren. Daher leben sie dort, wo sich ihr Wirt regelmäßig über längere Zeit aufhält: im Schlafzimmer. Der beliebteste Ort ist dabei das Bett, neben dem dienen aber z.B. auch abstehende Tapetenecken, Fußleisten oder Lichtschalter ideale Verstecke. Doch spielen dabei auch Farben eine Rolle? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler aus den USA und kamen auf der Suche nach möglichen Lieblingsfarben der Bettwanzen zu interessanten Ergebnissen.

Bettwanzen scheinen bestimmte Farben zu bevorzugen. (Bild: freshidea/fotolia.com)
Bettwanzen scheinen bestimmte Farben zu bevorzugen. (Bild: freshidea/fotolia.com)

Die Forscher hatten für ihre Studie kleine zeltartige Verstecke aus Pappe für die Tiere hergestellt und diese in verschiedenen Farben gestaltet. Die bunten Konstrukte wurden gleichmäßig in Petrischalen verteilt und in die Mitte der Schale dann jeweils eine Wanze gesetzt. Die Forscher gaben den Parasiten zehn Minuten Zeit, um sich für eine der farbigen Herbergen zu entscheiden. Es zeigt sich, dass die Insekten vorzugsweise hinter Rot und Schwarz Schutz suchen. Grüne und gelbe Verstecke waren hingegen weniger gefragt, so die Wissenschaftler von der University of Florida und dem Union College in Lincoln.

Wanzen suchen die Nähe ihrer Artgenossen
Im Anschluss variierten sie den Versuchsaufbau, indem sie beispielsweise das Verhalten weiblicher und männlicher Tiere oder das von hungrigen gegenüber satten Bettwanzen verglichen. Die Forscher erkannten, dass sich die Farbvorlieben je nach Ausgangslage zum Teil unterschieden und z.B. Einzelwesen andere Farben bevorzugten als diejenigen, die Teil einer Gruppe waren.

„Wir dachten zuerst, dass die Bettwanzen Rot bevorzugen könnten, weil Blut rot ist und es das ist, von dem sie sich ernähren“, so Dr. Corraine McNeill laut einer Pressemitteilung der „Entomological Society of America“. „Doch nach Ende der Studie denken wir, dass sie vorzugsweise rot wählen, weil Bettwanzen selbst rot erscheinen. Sie suchen diese Verstecke, um in der Nähe anderer Wanzen zu sein, da sie bekanntermaßen in größeren Ansammlungen leben“, erklärt Co-Autorin McNeill weiter. Dass gelbe und grüne Verstecke hingegen eher vermieden werden, sei vermutlich auf die Ähnlichkeit zu hell erleuchteten Bereichen zurück zu führen.

Wissen um die Lieblingsfarben kann für neue Fallen genutzt werden
„Ich habe immer mit Menschen gescherzt, ´Sorgen Sie dafür, dass sie gelbe Bettlaken bekommen!’“, so Dr. McNeil weiter. „Aber um ehrlich zu sein, glaube ich, das würde die Ergebnisse ein wenig überdehnen.“ Würden jedoch Geruchsstoffe (Pheromone) oder Kohlendioxid kombiniert, könnten die Resultate demnach durchaus helfen, bessere Fallen herzustellen. Denn bei beiden handelt es sich um Lockstoffe für Wanzen. (nr)
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MicroRNA hemmt Invasionsfähigkeit von Hautkrebszellen



Forscher entdeckten neue Möglichkeit zur Bekämpfung der Hautkrebs-Metastasierung
Eine spezielle microRNA kann die Invasion von Hautkrebszellen bremsen und damit das Risiko von Lungenmetastasen verringern. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) habe die microRNA entdeckt, welche ein bekanntes Krebsgen blockiert und dadurch die Invasionsfähigkeit von Zellen des schwarzen Hautkrebses unterdrückt. In Versuchen an Mäusen habe die Ausstattung von Melanomzellen mit dieser microRNA dazu geführt, dass die Tiere weniger Lungenmetastasen entwickelten, berichtet das DKFZ. Die Ergebnisse der Forscher wurden in dem Fachmagazin „Cancer Research“ veröffentlicht.

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Die winzigen RNA-Moleküle der microRNA, welche nur aus rund 20 Bausteinen bestehen, enthalten keine Bauanleitung für Proteine, sondern übernehmen laut Aussage der Experten Steuerungsaufgaben in der Zelle. Hierfür „binden sie direkt an passende Sequenzen proteinkodierender mRNA-Moleküle, die dadurch nicht mehr in ein Protein übersetzt werden können“, erläutert das DKFZ in seiner aktuellen Mitteilung. Mit einer speziellen microRNA lasse sich auch ein bekanntes Krebsgen blockieren und so die Invasion von Hautkrebszellen bremsen.

Eine spezielle microRNA kann die Invasionsfähigkeit von schwarzem Hautrebs deutlich reduzieren. (Bild: Dan Race/fotolia.com)
Eine spezielle microRNA kann die Invasionsfähigkeit von schwarzem Hautrebs deutlich reduzieren. (Bild: Dan Race/fotolia.com)

MicroRNA beeinflussen das Krebswachstum
„Bei vielen Krebsarten bilden die Tumorzellen ein Muster von microRNAs, das von dem gesunder Zellen abweicht“, erläutert der DKFZ-Wissenschaftler Stefan Eichmüller. Je nachdem, welche Gene die microRNAs in der Zelle blockieren, könne das Krebswachstum entweder angetrieben oder gebremst werden. So haben die microRNA „großen Einfluss darauf, wie die Erkrankungen verlaufen“, betont der Experte. Das Forscherteam um Stefan Eichmüller hat nun untersucht, ob microRNAs auch die bösartigen Eigenschaften des Melanoms (schwarzer Hautkrebs) beeinflussen. Die Krebsform ist laut Aussage der Experten besonders gefürchtet, da die Tumore schon frühzeitig Metastasen bilden. Die Invasionsfähigkeit und Mobilität dieser Krebszellen sei ein guter Indikator für ihre bösartigen Eigenschaften, auf welche sich die Forscher bei ihren aktuellen Studien konzentrierten, berichtet das DKFZ.

Invasionsfähigkeit der Zellen steuerbar?
Im Rahmen ihrer Studie statteten die Wissenschaftler eine humane Melanom-Zelllinie nach dem Zufallsprinzip mit jeweils einer einzige der rund tausend bekannten microRNAs aus. Anschließend konnten sie die Wirkung der verschiedenen mircoRNAs vergleichen, indem sie prüften, welche Distanzen die Zellen in einem speziellen Gel zurücklegten, erläutert das DKFZ. Erwartungsgemäß sei ein breites Spektrum an Wanderstrecken festzustellen gewesen. Diese unterschieden sich, „je nachdem, ob die jeweilige Zelle eine microRNA erwischt hatte, die ihre bösartigen Eigenschaften förderte oder aber hemmte“, so die Mitteilung des DKFZ. Unter denjenigen Zellen, die sich nur minimal fortbewegten, habe das Team schließlich die microRNA miR-339-3p identifiziert, bei deren Blockade der Wandertrieb der Zellen deutlich gesteigert wurde. Dies sei der Beweis dafür, dass das Molekül tatsächlich die Invasionsfähigkeit der Zellen beeinflusst. Auf die Überlebensfähigkeit der Zellen habe miR-339-3p jedoch so gut wie keinen Einfluss gezeigt.

Krebsgen MLC1 wird blockiert
Den Angaben des DKFZ zufolge wiesen mehrere untersuchte Melanom-Zelllinien deutlich weniger miR-339-3p als normale Melanozyten aus der Haut auf und wenn die Forscher diese Zelllinien mit zusätzlicher miR-339-3p ausstatten, verloren sie an Invasivität. Die Untersuchungen mit bioinformatischen Methoden haben ergeben, dass miR-339-3p in den Melanomzellen unter anderem das bekannte Krebsgen MLC1 blockiert. Dieses fördere das Überleben der Krebszellen und seine Überexpression sei beim Melanom mit schlechter Prognose verbunden. Laut Stefan Eichmüller blockiert „miR-339-3p offensichtlich ein zentrales Schlüsselmolekül, das viele der bösartigen Eigenschaften der Melanomzellen fördert.“

Weniger Lungenmetastasen gebildet
In Versuchen an Mäusen konnten die Forscher nachweisen, dass eine Übertragung von Melanomzellen, die mit miR-339-3p ausgestattet waren, bei Mäusen tatsächlich die Bildung von weniger Lungenmetastasen nach sich zog, als bei Artgenossen, denen unbehandelte Krebszellen übertragen worden waren. Bei früheren Untersuchungen seien bereits microRNAs identifiziert worden, die bei anderen Krebsarten die Bildung von MCL1 hemmen und dadurch die Invasionsfähigkeit der Zellen drosseln können. „Mit miR-339-3p haben wir nun auch für das Melanom einen echten neuen Tumorsuppressor entdeckt“, so Eichmüller. In weiteren Untersuchungen müsse nun geprüft werden, ob sich miR-339-3p zudem als diagnostischer Marker eignet, mit dem die Aggressivität von Melanomen beurteilt werden kann. (fp)
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Frauengesundheit: Frauen haben mit Ende 20 das breiteste Becken



Breiteres Becken soll die Geburt erleichtern
Frauen haben von Natur aus ein etwas breiteres Becken als Männer, damit bei der Geburt genug Platz für den Kopf des Babys vorhanden ist. Wie eine Schweizer Studie nun gezeigt hat, wird das Becken dabei offenbar besonders breit, wenn die Frau ihr fruchtbarstes Alter erreicht. Wie die Wissenschaftler der Universität Zürich aktuell im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichten, nimmt die Breite des weiblichen Beckengürtels ab Beginn der Pubertät deutlich zu, wird dann aber ab etwa 40 Jahren wieder schmaler. Diese „Neuprogrammierung“ stehe demnach vermutlich in direktem Zusammenhang mit den Änderungen im weiblichen Hormonhaushalt.

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Verbreiterung beginnt mit Einsetzen der Pubertät
Ist eine Frau in der Körpermitte relativ breit gebaut, wird dies umgangssprachlich oft als „gebärfreudiges Becken“ bezeichnet. Nicht ohne Grund, denn das weibliche Becken weitet sich im Laufe der gebärfähigen Zeit, um den Körper auf eine bevorstehende Geburt vorzubereiten. Ein breites Becken erleichtert den Austritt des Kindes, während ein sehr enger Beckenausgang unter der Geburt Komplikationen verursachen kann. Nun berichten Forscher um Marcia Ponce de León von der Universität Zürich in den „Proceedings“, wie diese Veränderungen in der weiblichen Anatomie genau vor sich gehen. Demnach beginne die Verbreiterung ab Beginn der Pubertät, bis der weibliche Beckengürtel zur fruchtbarsten Zeit seine maximale Breite erreicht. Im weiteren Verlauf des Lebens werde das Becken dann wieder schmaler.

Das Becken der Frau wird von der Pubertät an immer breiter. (Bild: BillionPhotos.com/fotolia.com)
Das Becken der Frau wird von der Pubertät an immer breiter. (Bild: BillionPhotos.com/fotolia.com)

„Ab dem Alter von etwa zehn Jahren ändert sich die Entwicklung bei Frauen substanziell, während die männliche Entwicklung ihren früheren Verlauf fortsetzt“, schreiben die Experten in ihrem Artikel. „Um das Alter von 40 bis 45 Jahren ändert sich die weibliche Entwicklung erneut, in eine Richtung, die der männlichen Entwicklung weitgehend entspricht“, so die Wissenschaftler weiter.

Im Kindesalter nur geringe Unterschiede zwischen den Geschlechtern
Die Wissenschaftler hatten für ihr Projekt insgesamt 275 gesunde Personen mittels Computertomographie (CT) untersucht, um die Entwicklung des Beckens im Laufe der Zeit nachvollziehen zu können. Es zeigte sich, dass zwischen den Geschlechtern zwar von vornherein geringe Unterschiede in diesem Bereich bestehen – doch richtig deutlich wurden diese erst mit Beginn der Pubertät. Denn im Alter zwischen 15 bis 25 Jahren würde sich demnach bei Frauen z.B. die Lage der Sitzbein-Schambein-Region verändern, wodurch der Beckenausgang sowie die Abstände zwischen den Hüftpfannen breiter werden. „Insgesamt münden diese Entwicklungsveränderungen in einen breiten, für die Geburt günstigen Geburtskanal“, so das Team weiter. Diese Veränderungen würden ihren Höhepunkt im Alter von 25 bis 30 Jahren nehmen, wobei es den Forschern nach unerheblich sei, ob die Frau ein Kind geboren hat oder nicht.

Zusammenspiel von Genen und Hormonen
Dieser besondere Aufbau des weiblichen Beckens sei vermutlich auf ein komplexes Zusammenspiel von Hormonen wie z.B. Östrogen und bestimmten Genen zurückzuführen und bliebe bis zur Menopause erhalten. „Der weibliche Organismus kann offensichtlich das Becken ‹auf Abruf› verbreitern und ist nicht einfach einem genetisch festgelegten Entwicklungsprogramm ausgeliefert“, wird Ponce de León in einer Mitteilung der Uni Zürich zitiert. Gleichzeitig würden die Hormone auch stark von der Ernährung und durch Umweltfaktoren beeinflusst. „Geburtsschwierigkeiten sind demnach weniger ein evolutionäres Problem. Vielmehr scheint es eine Frage der Balance zwischen den Hormonen und äusseren Faktoren zu sein, welche die Größe des Geburtskanals und die vorgeburtliche Entwicklung des Kindes beeinflussen.“

Doch warum reduziert sich die Breite des Beckens nach dem gebärfähigen Alter der Frau wieder? Dies stehe den Forschern nach vermutlich im Zusammenhang mit dem aufrechten Gang. Denn ein engeres Becken wirke sich stabilisierend auf den Beckenboden aus und helfe dadurch, den hohen Druck abzufangen, welcher durch das Gehen im Unterleib entsteht. „Während des Lebens einer Frau wird das Dilemma zuerst in eine Richtung entschärft, indem der Geburtskanal während der fruchtbarsten Phase breiter wird, und dann in die andere, indem die Maße nach der Menopause enger werden“, resümieren die Wissenschaftler in ihrem Artikel. (nr)
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Studien: Frauen haben mit Ende 20 das breiteste Becken



Breiteres Becken soll die Geburt erleichtern
Frauen haben von Natur aus ein etwas breiteres Becken als Männer, damit bei der Geburt genug Platz für den Kopf des Babys vorhanden ist. Wie eine Schweizer Studie nun gezeigt hat, wird das Becken dabei offenbar besonders breit, wenn die Frau ihr fruchtbarstes Alter erreicht. Wie die Wissenschaftler der Universität Zürich aktuell im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichten, nimmt die Breite des weiblichen Beckengürtels ab Beginn der Pubertät deutlich zu, wird dann aber ab etwa 40 Jahren wieder schmaler. Diese „Neuprogrammierung“ stehe demnach vermutlich in direktem Zusammenhang mit den Änderungen im weiblichen Hormonhaushalt.

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Verbreiterung beginnt mit Einsetzen der Pubertät
Ist eine Frau in der Körpermitte relativ breit gebaut, wird dies umgangssprachlich oft als „gebärfreudiges Becken“ bezeichnet. Nicht ohne Grund, denn das weibliche Becken weitet sich im Laufe der gebärfähigen Zeit, um den Körper auf eine bevorstehende Geburt vorzubereiten. Ein breites Becken erleichtert den Austritt des Kindes, während ein sehr enger Beckenausgang unter der Geburt Komplikationen verursachen kann. Nun berichten Forscher um Marcia Ponce de León von der Universität Zürich in den „Proceedings“, wie diese Veränderungen in der weiblichen Anatomie genau vor sich gehen. Demnach beginne die Verbreiterung ab Beginn der Pubertät, bis der weibliche Beckengürtel zur fruchtbarsten Zeit seine maximale Breite erreicht. Im weiteren Verlauf des Lebens werde das Becken dann wieder schmaler.

Das Becken der Frau wird von der Pubertät an immer breiter. (Bild: BillionPhotos.com/fotolia.com)
Das Becken der Frau wird von der Pubertät an immer breiter. (Bild: BillionPhotos.com/fotolia.com)

„Ab dem Alter von etwa zehn Jahren ändert sich die Entwicklung bei Frauen substanziell, während die männliche Entwicklung ihren früheren Verlauf fortsetzt“, schreiben die Experten in ihrem Artikel. „Um das Alter von 40 bis 45 Jahren ändert sich die weibliche Entwicklung erneut, in eine Richtung, die der männlichen Entwicklung weitgehend entspricht“, so die Wissenschaftler weiter.

Im Kindesalter nur geringe Unterschiede zwischen den Geschlechtern
Die Wissenschaftler hatten für ihr Projekt insgesamt 275 gesunde Personen mittels Computertomographie (CT) untersucht, um die Entwicklung des Beckens im Laufe der Zeit nachvollziehen zu können. Es zeigte sich, dass zwischen den Geschlechtern zwar von vornherein geringe Unterschiede in diesem Bereich bestehen – doch richtig deutlich wurden diese erst mit Beginn der Pubertät. Denn im Alter zwischen 15 bis 25 Jahren würde sich demnach bei Frauen z.B. die Lage der Sitzbein-Schambein-Region verändern, wodurch der Beckenausgang sowie die Abstände zwischen den Hüftpfannen breiter werden. „Insgesamt münden diese Entwicklungsveränderungen in einen breiten, für die Geburt günstigen Geburtskanal“, so das Team weiter. Diese Veränderungen würden ihren Höhepunkt im Alter von 25 bis 30 Jahren nehmen, wobei es den Forschern nach unerheblich sei, ob die Frau ein Kind geboren hat oder nicht.

Zusammenspiel von Genen und Hormonen
Dieser besondere Aufbau des weiblichen Beckens sei vermutlich auf ein komplexes Zusammenspiel von Hormonen wie z.B. Östrogen und bestimmten Genen zurückzuführen und bliebe bis zur Menopause erhalten. „Der weibliche Organismus kann offensichtlich das Becken ‹auf Abruf› verbreitern und ist nicht einfach einem genetisch festgelegten Entwicklungsprogramm ausgeliefert“, wird Ponce de León in einer Mitteilung der Uni Zürich zitiert. Gleichzeitig würden die Hormone auch stark von der Ernährung und durch Umweltfaktoren beeinflusst. „Geburtsschwierigkeiten sind demnach weniger ein evolutionäres Problem. Vielmehr scheint es eine Frage der Balance zwischen den Hormonen und äusseren Faktoren zu sein, welche die Größe des Geburtskanals und die vorgeburtliche Entwicklung des Kindes beeinflussen.“

Doch warum reduziert sich die Breite des Beckens nach dem gebärfähigen Alter der Frau wieder? Dies stehe den Forschern nach vermutlich im Zusammenhang mit dem aufrechten Gang. Denn ein engeres Becken wirke sich stabilisierend auf den Beckenboden aus und helfe dadurch, den hohen Druck abzufangen, welcher durch das Gehen im Unterleib entsteht. „Während des Lebens einer Frau wird das Dilemma zuerst in eine Richtung entschärft, indem der Geburtskanal während der fruchtbarsten Phase breiter wird, und dann in die andere, indem die Maße nach der Menopause enger werden“, resümieren die Wissenschaftler in ihrem Artikel. (nr)
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