Gesundheitliche Folgen: Energydrinks könnten verboten werden



Kommt das Verkaufsverbot? Energydrinks sind keine harmlosen Muntermacher
Vor allem bei Jugendlichen sind die sogenannten Energydrinks äußerst beliebt. Häufig werden die süßen, koffeinhaltigen Trendgetränke gemixt mit Alkohol konsumiert. Ärzte und Verbraucherschützer warnen seit Jahren vor den gesundheitlichen Gefahren. Derzeit wird über ein Verkaufsverbot für unter 16-Jährige nachgedacht.
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Jugendliche nehmen zu viel Koffein zu sich
Egal ob „Red Bull“, „Monster“ oder „Booster“: Koffeinhaltige Energydrinks sind bei Jugendlichen äußerst beliebt. Hersteller tun auch einiges dafür. Sie werben aggressiv für die zuckersüß schmeckenden Getränke, die einem einen Kick verpassen sollen. Die Drinks werden in coolen Dosen präsentiert und spektakuläre Sport-Events werden gesponsert. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nehmen Jugendliche zu viel Koffein zu sich. Die Behörde veröffentlichte im Mai eine Studie, die zeigte, dass bereits 68 Prozent der Teenager in der EU Energydrinks konsumieren. Den Angaben zufolge überschreitet jeder vierte von ihnen mit drei und mehr Dosen hintereinander die als unbedenklich eingestufte Menge Koffein.

Gesundheitsexperten plädieren für ein Verbot von Energydrinks. (Bild: beermedia.de/fotolia.com)
Gesundheitsexperten plädieren für ein Verbot von Energydrinks. (Bild: beermedia.de/fotolia.com)

Energydrinks und ihre Folgen für die Gesundheit
Seit Jahren mahnen Gesundheitsexperten zur Vorsicht bei Energydrinks. Vor kurzem wurde eine neue Internetseite gestartet, auf der gezeigt wird, was nach einer Dose Red Bull im Körper geschieht. Nach höherem Konsum kann es unter anderem zu Herzrasen oder Bluthochdruck kommen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, warnt die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, dass die Muntermacher im Verdacht stehen, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und sogar Todesfälle zu verursachen. Genauso wie die Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen fordert die Organisation ein europaweites Verkaufsverbot der trendigen Getränke an Minderjährige. Zwar setzt sich die SPD-Fraktion im Bundestag für ein Abgabeverbot an unter 16-Jährige ein, doch nach dem Willen von Foodwatch sollten die hochkonzentrierten sogenannten Energy Shots komplett verboten werden.

Aufklärungskampagne zu Energydrinks geplant
Von der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke wurden solche Forderungen als „absolut unverhältnismäßig“ bezeichnet. Dem Verband zufolge enthalte eine 250-Milligramm-Getränkedose eines typischen Energydrinks in etwa die gleiche Menge Koffein wie eine Tasse Filterkaffee. Und Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) meinte: „Verbote laufen hier ins Leere. Wir müssen stattdessen das Bewusstsein schärfen. Nachhaltige Erfolge erzielen wir durch Aufklärung und Bildung.“ Wie der Politiker auf dpa-Anfrage ankündigte, werde er noch in diesem Jahr eine Aufklärungskampagne zu Energydrinks und anderen koffeinhaltigen Lebensmitteln starten. Unter anderem seien in diesem Rahmen Faltblätter, Internet- und Hörfunkbeiträge sowie Materialien für den Schulunterricht geplant.

Unverantwortlicher Kurs der Bundesregierung
Der Göttinger Kinderkardiologe Martin Hulpke-Wette hält den Kurs der schwarz-roten Bundesregierung für unverantwortlich. Wie der Mediziner erklärte, sei ein Verbot schon deshalb notwendig, weil die Folgen des chronischen, hochdosierten Konsums von Energydrinks im Jugendalter noch gar nicht wissenschaftlich untersucht seien. Dem Arzt zufolge leiden mindestens 700.000 Kinder in Deutschland unter Bluthochdruck, die meisten wüssten davon gar nichts. Mittlerweile gebe es sogar „Energy Sweets“ auf dem Markt. Das sind koffeinhaltige Fruchtgummis in Form von Dosen. „Das ist für mich die Perversion schlechthin. Immer jüngere Kinder sollen damit angefüttert werden“, sagte Hulpke-Wette. Offensichtlich hätten die massiven wirtschaftlichen Interessen ein höheres Gewicht als die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen, so der Arzt. Auch bei diesem Thema müsse – wie bei Zigaretten und Alkohol – der Jugendschutz greifen.

Vorgaben wurden kürzlich verschärft
Das Bundesjugendministerium sieht jedoch aufgrund des aktuellen Forschungsstandes keinen Anlass für ein Konsum- oder Abgabeverbot. Wie aus dem Ernährungsministerium verlautbart wurde, seien die Vorgaben für Energydrinks erst kürzlich verschärft worden. Demnach sei der zulässige Koffeingehalt auf maximal 320 Milligramm pro Liter beschränkt worden. Sind über 150 Milligramm Koffein pro Liter enthalten, muss neben dem Hinweis „Erhöhter Koffeingehalt“ seit vergangenem Dezember auch ein zweiter Warnhinweis stehen: „Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen.“ (ad)  Advertising .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 700px; height: 300px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Diabetes-Sensation: Diabetikerin produziert wieder selbst Insulin



Zelltransplantation: Ärzte heilen Diabetes-Patientin
Allein in Deutschland leiden rund 400.000 Menschen an Typ-1-Diabetes. Betroffene müssen sich regelmäßig Insulin spritzen, da ihr Körper dieses Hormon nicht mehr produziert. Ärzten in den USA ist nun jedoch eine Sensation gelungen: Medienberichten zufolge wurde eine Patientin mit Hilfe einer Zelltransplantation „geheilt“. Ihr Körper produziert wieder selbst Insulin.
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Körper von Diabetikerin produziert wieder eigenes Insulin
Millionen Menschen weltweit leiden an Typ-1-Diabetes, in Deutschland sind es etwa 400.000. Dass enorm viele Bundesbürger betroffen sind, zeigt auch, dass Diabetes die zweithäufigste von den 50 am häufigsten gesuchten Krankheiten im Netz ist. Nur nach Schilddrüsenvergrößerung suchen noch mehr Deutsche, wie eine Studie vor kurzem ergab. Bei Typ-1-Diabetikern zerstört das körpereigene Immunsystem Zellen, die Insulin produzieren. Dieses Hormon ist jedoch notwendig, damit der mit der Nahrung aufgenommenen Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt und verarbeitet werden kann. Wenn ein Mangel an Insulin besteht, sammelt sich stattdessen der Zucker im Blut an, wodurch in der Folge der Blutzuckerspiegel steigt. Betroffene müssen regelmäßig Insulin spritzen, um den Mangel dieses Hormons auszugleichen und gesundheitlichen Risiken wie Demenz, einem Schlaganfall oder Herzinfarkt vorzubeugen. Vor wenigen Monaten berichteten deutsche Forscher, dass womöglich in Zukunft eine Impfung zum Schutz vor Diabetes Typ 1 zur Verfügung stehen könnte. Bei bestimmten Personengruppen seien bereits positive Ergebnisse erzielt worden. Hoffnung machen nun auch Medienberichten aus den USA, die über den Fall einer Diabetikerin berichten, die „geheilt“ wurde. Ihr Körper produziert wieder eigenes Insulin.

Nachdem die Insulinproduktion der Typ-1-Diabetikerin stimuliert wurde, haben sich ihre Blutzuckerwerte normalisiert. (Bild: skyfotostock/fotolia.com)
Nachdem die Insulinproduktion der Typ-1-Diabetikerin stimuliert wurde, haben sich ihre Blutzuckerwerte normalisiert. (Bild: skyfotostock/fotolia.com)

Über 20 Jahre Blutzuckerwerte überwacht
Seit über 20 Jahren musste die heute 43-jährige Wendy Peacock aus Texas ständig ihre Blutzuckerwerte überwachen und Insulin spritzen. Dies ist nun Vergangenheit. Einem Bericht des „Miami Herald“ zufolge ist die Frau weltweit die erste Diabetes-Typ-1-Patientin, die mit Hilfe einer neuen Behandlungsmethode „geheilt“ wurde. Peacock hatte im Rahmen einer klinischen Studie am Diabetes-Forschungsinstitut (DRI) in Miami eine Zelltransplantation erhalten. Die Ärzte stellten das medizinische Wunder nun zusammen mit der Patientin auf einer Pressekonferenz vor.

Heilung von Diabetes-Typ-1 in Sicht
Peacock wurde dem Bericht zufolge im August 2015 als erste Patientin weltweit mit der neuen Methode behandelt. Dabei wurden Zellen in ihr Bauchfell implantiert, die die Höhe des Blutzuckers messen und Insulin produzieren und ausschütten können. Wie es heißt, ist die Patientin seit der Operation beschwerdefrei und ihr Körper produziert wieder eigenes Insulin. Ihr Zustand ist laut den Ärzten jedoch nicht wie der eines Nicht-Diabetikers. Die 34-Jährige müsse weiterhin Medikamente einnehmen, die die Abstoßung der implantierten Zellen verhindern. Bisher habe sie über keinerlei Nebenwirkungen durch die Arzneimittel berichtet. Die behandelnden Ärzte haben angekündigt, dass sie in Zusammenarbeit mit anderen Medizinern weltweit im Laufe des nächsten Jahres bis zu 30 weitere Transplantationen durchführen wollen. Sie rechnen damit, dass es innerhalb von drei bis sieben Jahren eine Heilung für Typ 1-Patienten geben wird. (ad)
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Migräne-Anfall: Schlechtes Wetter kann Kopfschmerzen bedingen



Experten informieren über die Bedeutung des Wetters als Migräne-Trigger
Migräne zählt mittlerweile zu den Volkskrankheiten und betrifft allein hierzulande sechs bis acht Millionen Menschen. Damit stellt sie eine der häufigen Schmerzerkrankungen dar, die bei vielen Betroffenen zu massiven Einschränkungen der Lebensqualität und Ausfällen im Sozial- und Berufsleben führt. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Migräne zu behandeln. Auf dem Herbst-Symposium der MigräneLiga e.V am 17. September in Potsdam informieren Experten über neue Therapieformen und Möglichkeiten zur Vorbeugung. Dabei wird auch die Frage diskutiert, welchen Einfluss das Wetter auf die Erkrankung hat.
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Kopfschmerzen werden von Schwindel uns Sehstörungen begleitet
Fast jeder Zehnte leidet an Migräne. Dabei handelt es sich um eine bestimmte Form von Kopfschmerzen, die anfallartig auftreten und von einer Reihe weiterer Beschwerden wie z.B. Schwindel, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen begleitet werden. Diese treten oft in so starker Form auf, dass die Betroffenen während einer Attacke völlig „ausgeschaltet“ sind und über Stunden oder sogar Tage nicht am normalen Alltagsleben teilnehmen können. Teilweise besteht während eines Anfalls für die Betroffenen die einzige Möglichkeit darin, in einem abgedunkelten Zimmer zu liegen und zu warten, bis die Schmerzen wieder vergehen. Dementsprechend bedeutet eine Migräne eine enorme Einschränkung der Lebensqualität, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt sie sogar an 19. Stelle unter allen Erkrankungen, die Behinderungen bedingen.

Das Wetter kann Migräne-Attacken begünstigen. Bild: diego cervo - fotolia
Das Wetter kann Migräne-Attacken begünstigen. Bild: diego cervo – fotolia

Antidepressiva und Betablocker zur Vorbeugung
Schmerzmittel alleine reichen in den meisten Fällen nicht aus und sind teilweise sogar ungeeignet. Wer sie zu oft nimmt, riskiert eine Verstärkung der Überempfindlichkeit des Gehirns und dadurch noch häufigere Schmerzattacken. Oft erhalten Patienten daher Medikamente zur Vorbeugung einer Migräne wie z.B. Betablocker, Valproinsäure und Topiramat, ebenso werden bestimmte Antidepressiva wie Amitriptylin zur Prophylaxe eingesetzt.

Das Migränehirn kann nicht richtig abschalten
Experten gehen davon aus, dass die Veranlagung für die Krankheit in erster Linie erblich bedingt ist. „Was das Migränehirn vom normalen Hirn unterscheidet, ist die Schwierigkeit, abzuschalten“, sagt Charly Gaul, Chefarzt der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein gegenüber der „dpa“. „Sie sind wie ein Hund, der immer ein Ohr aufgestellt hat – sie kriegen viel mehr mit.“ Dadurch komme das Gehirn schneller an die Belastungsgrenze, erklärt der Mediziner. „Wenn Sie einen Migränepatienten fragen: Was ist Ihre größte Schwäche? Dann würde er sagen: Perfektionismus.“

Durch bestimmte Auslöser würden Botenstoffe ausgeschüttet und es entstehen elektrische Reize: „Die bringen eine Kaskade von Schmerz, Veränderung an den Gefäßen und auch entzündungsähnliche Prozesse in Gang“, erläutert Gaul. Besonders empfindlich reagiere das Gehirn von Betroffenen dabei auf Veränderungen jeglicher Art, sei es z.B. bei der Ernährung, im Flüssigkeitshaushalt des Körpers oder im Schlaf- und Wachrhythmus. Dies zeige sich z.B. am Phänomen der so genannten „Wochenendmigräne“, welche dann einsetzt, wenn sich die Patienten nach einer anstrengenden Woche ausruhen wollen, ergänzt Stefanie Förderreuther, Ärztin und Generalsekretärin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft.

Temperaturumschwung oder aufziehendes Gewitter schon Stunden vorher spürbar
Auch das Wetter wird oft als so genannter „Trigger“ diskutiert. Betroffene wie die Vorsitzende der Migräne-Liga, Lucia Gnant, spüren einen Wechsel oft schon Stunden vorher und können einen Temperaturumschwung oder ein aufziehendes Gewitter deutlich fühlen. Patienten würden die Situation auf den Punkt bringen, indem sie sagen „In meinem Kopf braut sich etwas zusammen“, erklärt die Vorsitzende der Migräne-Liga Gnant im Gespräch mit der „dpa“. Wissenschaftlich bewiesen sei der Einfluss des Wetters jedoch noch nicht.

Auch auf dem Herbst-Symposium der MigräneLiga e.V. am 17. September in Potsdam beschäftigen sich Experten mit der Frage, inwiefern das Wetter als Triggerfaktor eine Rolle spielt. „Menschen mit chronischer Krankheit sind für bestimmte Wetterlagen empfindsam“, sagt der Biologe Holger Westermann von der „Menschenwetter-Redaktion“ gegenüber der Nachrichtenagentur. Wer auf welche Reize reagiere, könne sich dabei jedoch stark unterschieden: „Was dem Asthmatiker schadet, kann dem Rheumatiker gut tun.“

Forscher finden Hinweise auf Zusammenhang mit Wetterwechseln
Auch Forscher der Hochschule Hof beschäftigen sich mit Kollegen der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein sowie der Universität Rostock mit den Auslösern der Krankheit. Seit 2011 werten sie anhand von Online-Patientenmeldungen Faktoren aus, die eine Migräneattacke bewirken können, dabei wird auch der Zusammenhang mit Wetterwechseln bewertet. „Wir haben aus der ersten Projektphase Hinweise“, sagt Projektleiter Jörg Scheidt. Durch den Abgleich von 20.000 Kopfschmerzattacken waren die Wissenschaftler zu einem interessanten Ergebnis gekommen: „Wenn sich die Temperatur um fünf Grad ändert, haben wir 20 Prozent mehr Anfälle“, so Jörg Scheidt weiter.

Ausdauersport und Entspannungsverfahren zur Abhärtung gegen äußere Einflüssen
Die Ergebnisse seien dem Experten nach „noch nicht sicher und statistisch nicht sehr signifikant“. Daher sollen nun in einer weiteren Projektphase anonym die entsprechenden Personen hinter den Daten genauer betrachtet werden. Denn die Forscher gehen davon aus, dass nur bestimmte Patienten empfindlich auf das Wetter reagieren. Dieser Ansicht ist auch Chefarzt Gaul: „Wir können am Wetter natürlich nichts ändern. Aber die Patienten könnten motiviert werden, eine vorbeugende Behandlung zu machen, Ausdauersport und Entspannungsverfahren, damit sie insgesamt gegenüber diesen äußeren Einflüssen weniger empfindlich werden“, erläutert der Mediziner.

Auch die 65-Jährige Lucia Gnant hat neben der Einnahme von Medikamenten einige Dinge in ihrem Leben verändert, um besser mit der Erkrankung umgehen zu können. Neben einem regelmäßigen Tagesablauf und bewusster Ernährung helfe ihr auch die Vermeidung „von unnötigem Ballast“, berichtet die Betroffene. Sie leidet an einer speziellen Form der Migräne mit Aura, durch welche sie Ausfallerscheinungen in der Sprache, Seh- und motorische Störungen sowie Messempfindungen erlebt. „Das kann gefährlich sein, wenn es auftritt, wenn ich Auto fahre“. Nach 40 Jahren Leiden haben sich die Änderungen im Alltag nun aber ausgezahlt: „Am 7.7.2010 war mein letzter Anfall. Es gibt den Weg aus der Migräne. Aber der Betroffene muss es im Wesentlichen selbst machen.“ (nr)
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Lustpille Viagra für die Frau: Mediziner warnen vor Gesundheitsrisiken



Neue Lustpille enthält Antidepressivum
Erst vor wenigen Wochen wurde in den USA das so genannte „Viagra für die Frau“ zugelassen. Doch schon jetzt warnen Gesundheitsexperten vor möglichen Risiken durch die neue Lustpille, welche zukünftig unter dem Namen „Addyi“ erhältlich sein soll. Demnach könnten durch das enthaltene Psychopharmakon „Flibanserin“ verschiedene Neben- und Wechselwirkungen auftreten.
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„Addyi“ seit August in den USA zugelassen
Erst Mitte August hatte die US-Zulassungsbehörde „Food and Drug Administration“ (FDA) das so genannte „Viagra für die Frau“ genehmigt. Damit ließ die FDA in Washington zum ersten Mal ein luststeigerndes Präparat als Medikament zu, welches unter dem Namen „Addyi“ auf den Markt kommen soll. Doch einige Experten stehen dem Mittel aufgrund des enthaltenen Arzneistoffs „Flibanserin“ kritisch gegenüber.
Bei diesem handelt es sich um ein Psychopharmakon, welches vom deutschen Hersteller Boehringer Ingelheim ursprünglich als Mittel gegen Depressionen entwickelt wurde. In Studien zeigte sich jedoch, dass es nur unzureichend gegen Depressionen wirkte, stattdessen aber die sexuelle Lust der Frau steigerte. Nachdem die pinke Pille in den USA zugelassen wurde, übernahm der kanadische Pharmariese Valeant Ende August den Hersteller Sprout aus den USA.

Die gefährliche Seite der Viagra für die Frau. Bild: ruslanita - fotolia
Die gefährliche Seite der Viagra für die Frau. Bild: ruslanita – fotolia

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich
Als Antidepressivum habe das Mittel „[…] natürlich Nebenwirkungen und kann bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Medikamenten – auch von der Pille – deren Wirkung beeinflussen“, so die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Iris Hauth, gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“. Demnach würden Antidepressiva zwar Botenstoffe im Gehirn beeinflussen, dennoch könnten auch in anderen Bereichen Nebenwirkungen auftreten, erklärte die Expertin anlässlich eines Symposiums zum Thema Psychopharmaka am Dienstag in Berlin.

Magenprobleme und Herzrhythmusstörungen durch Flibanserin
„Da muss man Nutzen und Nebenwirkungen abwägen“, so Hauth weiter. Denn möglich seien zum Beispiel Magenprobleme, Herzrhythmusstörungen oder eine Gewichtszunahme. Statt der Einnahme des „Frauen-Viagras“ sei der Expertin nach in vielen Fällen möglicherweise ein psychotherapeutisches Gespräch sinnvoller, denn sexuelle Lustlosigkeit habe häufig psychische statt körperliche Ursachen.

Ärzte müssen über Nutzen und Nebenwirkungen eines Wirkstoffs aufklären
Auf dem Hauptstadtsymposium betonte die DGPPN die Wichtigkeit einer umfassenden Aufklärung über die Wirkweisen und Nebenwirkungen. Denn bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen würden Medikamente neben Psychotherapie und psychosozialen Interventionen einen wichtigen Baustein im Therapieplan darstellen, so die Mitteilung der DGPPN.

Gerade zu Beginn einer Behandlung würden jedoch oft die Nebenwirkungen überwiegen. „Deshalb sollten Psychopharmaka nur unter strenger ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Arzt-Patienten-Kommunikation“, so Dr. Iris Hauth weiter. (nr)
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Siamesische Zwillinge nach OP stabil und „emotional sehr verbunden“



Das vor rund zehn Tagen in Köln getrennte siamesische Zwillingspaar hat die Operation gut überstanden. Den beiden Mädchen Tamari und Tebrole geht es nach Medizinerangaben „ausgesprochen gut“. Die Babys aus Georgien waren an Brust und Bauch zusammengewachsen. Advertising .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 400px; height: 200px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();

Zwillinge können wahrscheinlich in einer Woche nach Hause
Rund zehn Tage nach der Trennung sind die siamesischen Zwillinge Tamari und Tebrole über den Berg. Kölner Ärzte trennten die beiden Mädchen aus Georgien in einer komplizierten fünfstündigen Operation Anfang September im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa teilte der Chefarzt der Kinderchirurgie des Krankenhauses, Prof. Dr. Thomas Boemers, nun mit, dass die Zwillinge die Intensivstation verlassen hätten und auf eine Wachstation verlegt worden seien. Voraussichtlich könnten die Kleinen bereits in einer Woche nach Hause.

Guter Gesundheitszustand der getrennten Zwillinge. Bild. Kzenon - fotolia
Guter Gesundheitszustand der getrennten Zwillinge. Bild. Kzenon – fotolia

Mädchen sind „emotional sehr verbunden“
„Tamari und Tebrole geht es ausgesprochen gut“, so Boemers. Die beiden Mädchen seien stabil und müssten nicht mehr beatmet werden. Die Zwillinge seien auch nach der Operation „emotional sehr verbunden“, erklärte Boemers. „Sie liegen, wie sie es gewöhnt sind, im selben Bettchen, lächeln sich zu, kuscheln und tasten sich gegenseitig das Gesicht ab“, so der Mediziner. Nach Einschätzung der Ärzte werde die weitere Entwicklung der Kinder normal verlaufen. Wie es heißt, werde die erste Nachuntersuchung noch in Köln stattfinden. In wenigen Wochen könnten die Babys mit ihrer Mutter dann wieder zurück nach Georgien.

Babys teilten sich eine Leber
Prof. Dr. Thomas Boemers und sein 20-köpfigesTeam hatten das siamesische Zwillingspaar aus Georgien Anfang des Monats in einer aufwändigen OP erfolgreich getrennt. Die beiden sechs Monate alten Babys waren am unteren Brust- und Bauchbereich zusammengewachsen. Die größte Schwierigkeit für die Ärzte war dabei, dass sich die am 12. März geborenen Mädchen eine Leber teilten. Alle anderen Organe waren bei jedem Kind einzeln vorhanden. Eine Herausforderung war zudem die Steuerung der gleichzeitigen Narkose der beiden Kleinkinder.

Hilfsorganisationen übernahmen die Kosten
„Die Aussicht auf Erfolg war von Anfang an sehr gut. Eine Garantie, mit auftretenden Infektionen klarzukommen, gibt es aber nie“, erklärte der Ärztliche Direktor des Kinderkrankenhauses, Michael Weiß. Für die Kölner Klinik war es nach eigenen Angaben die erste operative Trennung siamesischer Zwillinge. In Georgien hätte die Trennung nicht durchgeführt werden können. Die Kosten für die Operation in Höhe von rund 81.000 Euro wurden der Klinik zufolge von Hilfsorganisationen übernommen.

Fehlentwicklung bei eineiigen Zwillingen
Als „Siamesische Zwillinge“ wird in der Medizin eine Fehlentwicklung bei eineiige Zwillingen bezeichnet, durch welche die Kinder nach der Geburt miteinander verbunden sind. Experten schätzen, dass etwa ein siamesisches Zwillingspaar auf eine Million Lebendgeburten kommt. Dabei kann die Verbindung nur auf äußeres Gewebe begrenzt sein, aber auch bis zu den inneren Organen reichen. In den meisten Fällen tritt die Verwachsung im Brustbereich auf. Wenn die Kinder über alle lebenswichtigen Organe verfügen, ist ein chirurgischer Eingriff möglich. (ad) Advertising .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 500px) .hg-content-responsive-1-1 width: 336px; height: 280px; @media(min-width: 620px) .hg-content-responsive-1-1 width: 700px; height: 300px; (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push();