Zahnmedizin: Woran erkenne ich einen guten Zahnarzt?



Service, Beratung und Behandlung fallen nicht immer gleich gut aus
Kaum jemand geht gerne zum Zahnarzt, doch für die Mundgesundheit ist der regelmäßige Besuch leider unumgänglich. Wie bei anderen Fachärzten auch, gibt es jedoch bei den Praxen offenbar große Qualitätsunterschiede. Doch woran lässt sich erkennen, ob ein Zahnarzt gut ist oder nicht? Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „dpa“ geben Experten Tipps, worauf Patienten achten sollten.
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Qualitätsunterschiede werden oft erst nach Jahren sichtbar
Ob Zahnschmerzen, Parodontitis, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen oder eine professionelle Reinigung: Es gibt zahlreiche Gründe für einen Besuch beim Zahnarzt und oft ist dieser mit Angst und Unbehagen verbunden. Daher ist es besonders wichtig, dass sich die Patienten bei ihrem Arzt sicher aufgehoben und bestmöglich medizinisch versorgt fühlen. Doch wie in anderen Bereichen auch, gibt es neben vielen guten auch mittelmäßige und sogar schlechte Ärzte – was jedoch oft auf den ersten Blick kaum erkennbar ist.
Doch bei genauem Hinsehen zeigen sich oft deutliche Unterschiede. „Häufig stellt sich erst nach mehreren Jahren heraus, ob ein Zahnarzt wirklich gut ist“, erklärt Kai Fortelka, Sprecher der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) gegenüber der „dpa“.

Ein guter Zahnarzt: Wie ist dieser für Patienten zu erkennen? Bild: JackF - fotolia
Ein guter Zahnarzt: Wie ist dieser für Patienten zu erkennen? Bild: JackF – fotolia

Gründliche Anamnese und genaue Untersuchung wichtig
Dementsprechend sei im Vorfeld eine Onlinerecherche empfehlenswert. Zudem gäbe es dem Experten nach weitere ausschlaggebende Punkte, anhand derer beim Besuch der Praxis der Qualitätsstandard deutlich werde.

Demnach sollte die Zahnarztpraxis sauber und gepflegt wirken, wobei besonders das Therapiezimmer inklusive der Geräte und dem Zahnarztbesteck genau betrachtet werden sollte. Zudem sei es wichtig, dass der Arzt sowie die Helfer während der Behandlung saubere Arbeitskleidung, sterile Einweghandschuhe und einen Mundschutz tragen. Teure Hightech-Geräte würden hingegen nicht automatisch auf eine gute Praxis hindeuten. Ist die Ausstattung offensichtlich veraltet, sei dies jedoch kein positives Zeichen. Denn dadurch könne unter Umständen nur eine eingeschränkte Diagnostik und Therapie erfolgen.

Vor einem Eingriff besteht das Recht auf ein verständliches Beratungsgespräch
Zu Beginn der Behandlung sei laut Kai Fortelka eine ausführliche Befragung (Anamnese) über aktuelle Beschwerden, Grunderkrankungen etc. wichtig, damit der Arzt einen Überblick über den Gesundheitszustand des Patienten erhält. Neben dem sollte eine gründliche Untersuchung stattfinden, bei welcher Zähne und Zahnfleisch sowie alle übrigen Teile des Kausystems begutachtet werden.

Hier müssten laut dem Würzburger Zahnarzt Dominic Mayer von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) in einigen Fällen spezielle Instrumente eingesetzt werden. „Da nicht alles mit bloßem Auge erkennbar ist, kann es sinnvoll sein, eine Lupenbrille zu nutzen und zu röntgen, um versteckte Schäden wie Zahnwurzel- und Zahnzwischenraumkaries zu entdecken.“ Stehe ein Eingriff bevor, hätten die Patienten zudem das Recht auf ein Beratungsgespräch, in welchem verständlich über die Problematik und die notwendigen Behandlungsschritte aufklärt werde. Wichtig sei dabei, dass der Arzt die Vor- und Nachteile sowie Kosten aller verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten aufzeige, erklärt Dominic Mayer weiter.

Gute Ärzte legen viel Wert auf Prophylaxe-Maßnahmen
Im Anschluss müsse dem Patienten ausreichend Bedenkzeit gegeben werden, das Drängen zu einer Entscheidung sei hingegen tabu. Generell würde „ein guter Zahnarzt [.] gemäß dem Motto ‚Vorbeugen ist besser als Heilen’“ handeln, so Mayer. Dementsprechend würde die Prophylaxe z.B. in Form der professionellen Zahnreinigung (PZR) sowie die Vermittlung einer wirksamen Zahnpflege eine wichtige Rolle spielen. Zudem versuche ein guter Mediziner immer, gesunde Zähne möglichst zu erhalten. „Das bedeutet frühzeitiges Handeln und schonende, minimalinvasive Therapiemethoden.“

Werden die individuellen Bedürfnisse der Patienten beachtet?
Auch der Service dürfe bei einem guten Zahnarzt nicht zu kurz kommen. Patienten sollten beispielsweise nicht zu lange warten müssen oder bei Verzögerungen frühzeitig informiert werden. Neben dem sei es wichtig, die individuellen Bedürfnisse der Patienten zu beachten, indem z.B. ängstlichen Menschen besonders viel Verständnis entgegengebracht wird. In diesem Fall seien laut Thea Lingohr zum Teil sogar spezielle Behandlungsmethoden möglich: „Wir bieten Angstpatienten die Sedierung mit Lachgas, die in Kombination mit der örtlichen Betäubung eine schonende Möglichkeit der schmerzlindernden und angstfreien Behandlung bietet“, erklärt die Kölner Zahnärztin und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ).

Mindestens ein Kontrollbesuch pro Jahr
„Und wie oft sollte ich zum Zahnarzt gehen?“ Experten raten dazu, mindestens ein Mal im Jahr zur Kontrolle eine Praxis aufzusuchen, denn nur so können Zahnerkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren sollten auf jeden Fall halbjährlich ihre Zähne überprüfen lassen. Die Untersuchungen kann der Arzt in das so genannte „Bonusheft für Zahngesundheitsuntersuchungen“ eintragen, welches in jeder Zahnarztpraxis erhältlich ist. Wer regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung geht, kann dadurch einiges an Geld sparen. Dies macht sich z.B. dann bemerkbar, wenn eine Krone oder herausnehmbare Prothese erforderlich wird. (nr)
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Ärzte nähen verbrannte Hand in Bauchdecke ein



Ungewöhnliche Operation zur Rettung der Hand eines 87-jähriger Texaners
In den USA haben Ärzte eine ungewöhnlichen Eingriff gestartet, um die verbrannte Hand eines 87-jährigen Mannes zu retten. Sie nähten diese in den Bauch des Patienten ein, damit sie dort heilen und mit Blut versorgt werden konnte. Eine Methode, die aus Expertensicht zwar nicht neu ist, aber nur selten in Fällen wie diesem eingesetzt wird. Dabei gilt der Eingriff als erfolgversprechend und birgt nur ein geringen Komplikationsrisiko. Der Texaner Frank Reyes hofft nun, seine Hand bald wieder ganz normal nutzen zu können.
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Schwerste Verletzungen durch einen Unfall beim Reifenwechseln
Die Geschichte des 87-jährigen Frank Reyes aus Texas (USA) sorgt derzeit für viel Aufsehen und mediales Interesse. Wie die Nachrichtenagentur „AP“ berichtet, war die Hand des Mannes nach einem schweren Unfall stark verbrannt. Nachdem konventionelle Behandlungsmethoden keinen Erfolg brachten, schlug der behandelnde Arzt eine außergewöhnliche Therapie-Maßnahme vor: Er wollte die Hand des Mannes in dessen Bauchdecke einnähen, damit sie dort heilen kann.

Bild: BillionPhotos.com - Fotolia
Bild: BillionPhotos.com – Fotolia

Reyes Enkelin erklärte dem Großvater das Vorhaben des Mediziners: „Sie werden deine Hand in Deinen Bauch legen, ein bisschen so wie bei einem Kapuzenpullover“, so Casay Reyes laut der AP. Der Patient stimmte dem Eingriff am Houston Methodist Hospital zu und verbrachte im Anschluss drei Wochen, in denen seine linke Hand unter einer Gewebetasche im Bauch versteckt war, um zu heilen und mit Blut versorgt zu werden.

Brandwunden mit Gewebe und Haut aus dem Bauch bedeckt
„Es ist ein seltsames Gefühl“, sagte er. „Aber ich tue alles, damit es besser wird.“ Am Donnerstag dieser Woche befreiten die Ärzte die Hand wieder und verdeckten die Brandwunden mit Gewebe und Haut aus seinem Bauch. Nun hoffe der Texaner, dass er seine Hand wieder so nutzen könne wie vor dem Unfall Ende Juni diesen Jahres. „Sobald es mir besser geht, will ich einen kleinen Ausflug unternehmen“, sagt er. „Hauptsächlich will ich Rinder züchten und Pferde reiten. Ich bin ein Freiluftmensch.“

Der Unfall hatte sich während des Reifenwechselns ereignet, als sich der Wagenheber löste und die Hand des Mannes gegen die Stoßstange des Autos presste. Es sei an dem Tag mehr 38 Grad heiß gewesen und bis die Rettung eintraf, sei eine halbe Stunde vergangen. Während dieser Zeit habe das Eisen „seine Hand einfach gekocht“, erklärt der behandelnde Arzt Dr. Anthony Echo vom Houston Methodist. Dabei habe es sich durch einen dicken Schutzhandschuh, die Haut, Sehnen und Gewebe gebrannt.

Konventionelle Behandlung reichte nicht aus
Die Verletzungen wurden zunächst konventionell behandelt, indem die Wunden gesäubert und bandagiert wurden. Doch es entwickelte sich eine Infektion, infolge derer der Zeigefinger des Mannes größtenteils amputiert werden musste. Zudem verschlechterte sich der Zustand der Hand immer mehr: „Seine Haut war fast vollständig abgestorben“, so die Enkelin über den Bericht der Ärzte. „Sie sagten, es sehe aus wie die Haut einer Mumie.“ Der Patient kam zu Dr. Anthony Echo, der erkannte, dass eine Transplantation von Haut oder Gewebe anderer Körperteile nicht funktionieren würde. Denn die Verletzung reichte bis zum Knochen und ohne eine gute Blutversorgung würden die Transplantate absterben, erklärt der Experte.

Eingriff erinnert an Science-Fiction-Film
Dr. Echo entschied, die Hand in den Bauch des Patienten einzunähen. „Die Haut des Bauches haftet dabei tatsächlich an der Hand“ und bilde neue Blutgefäße, so der Arzt. Offenbar der rettende Schritt, denn ohne diese Behandlung „hätte er wahrscheinlich all seine Finger verloren“, sagt Echo. Als der erfahrene Chirurg der Familie Reyes seine Idee schilderte, habe er zunächst jedoch eher verstörte Reaktionen erhalten. „Ich dachte, das käme aus einem Science-Fiction-Film“, so Casey Reyes. „Das klang verrückt“ und ihr Großvater, der nicht mehr gut hören könne, habe sie nach der Erklärung zwar „komisch angesehen“ – aber dennoch zugestimmt.

Eingriff in einer solchen Situation sehr erfolgversprechend
Laut dem plastischen Chirurgen Vijay Gorantla von der Universität von Pittsburgh, sei diese Operations-Methode jedoch nicht neu. Viele Ärzte wüssten jedoch heute nicht mehr, dass in einem Fall wie bei Reyes dieses Verfahren möglich sei. Dabei sei der Eingriff vor allem in einer solchen Situation sehr erfolgversprechend und führe nur selten zu Komplikationen. „Der Dank muss in diesem Fall den Chirurgen gelten“, so der Experte für Handtransplantationen laut der „AP“.

Die Methode werde auch eingesetzt, um einzelne Körperteile im Labor herzustellen, ergänzt Gorantla. Demnach habe eine Gruppe aus China Knorpelgewebe unter die Haut oder die Bauchwand gelegt, um Gewebe und die Blutversorgung für ein Ohr zu entwickeln. Ebenso würde das Verfahren eingesetzt, wenn z.B. die Fingerkuppe bei einem Unfall abgetrennt wird. „Man kann die Fingerspitze nehmen und sie in die Bauchwand einsetzen“. Anschließend werde diese gemeinsam mit weiterem Gewebe entnommen, um den Finger wieder aufzubauen, erklärt Vijay Gorantla. (nr)
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Gift gegen Tumorzellen: Wespen-Gift kann bald Krebs heilen



Brasilianische Wespenart gibt Hoffnung auf neuartige Krebs-Medikamente
Wespen sind normalerweise eher unbeliebt und sorgen durch ihre schmerzhaften Stiche häufig für Angst. Doch eine bestimmte Art aus dem Südosten Brasiliens könnte nun dafür sorgen, dass die gelb-schwarzen Insekten zukünftig freundlicher betrachtet werden. Denn Wissenschaftler der Sao Paolo State University und der britischen University of Leeds kamen in Laborversuchen zu einem faszinierenden Ergebnis. Demnach könne das Gift der Art „Polybia paulista“ Tumorzellen angreifen, ohne dabei die gesunden Zellen zu schädigen.
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Gift der Polybia paulista wirkt offenbar nur gegen Tumorzellen
Wespen als Wunderwaffe im Kampf gegen Krebs? Was zunächst eher nach Science-Fiction klingt, könnte möglicherweise in Zukunft tatsächlich möglich sein. Denn offenbar kann das Gift einer aus Südamerika stammenden Wespe gegen Tumorzellen wirken, ohne dabei die gesunden Zellen anzugreifen. Dies berichtet die britische University of Leeds in einer aktuellen Mitteilung. Dadurch könne der toxische Wirkstoff „MP1“ im Gift des Insekts unter Umständen die Grundlage für neue Krebsmedikamente bilden. Das wäre ein immenser Fortschritt, denn derzeitige Medikamente können nicht zwischen den verschiedenen Zellen unterscheiden.

Wespengift gegen Krebs-Tumore? Eine Studie gibt Hoffnung. Bild: vitanovski - fotolia
Wespengift gegen Krebs-Tumore? Eine Studie gibt Hoffnung. Bild: vitanovski – fotolia

Toxischer Wirkstoff „MP1“ reagiert mit speziellen Fettmolekülen
Bei der untersuchten Wespe handelt es sich laut der Universität um die Art „Polybia paulista“, welche in Brasilien beheimatet ist und als aggressives Insekt gilt. Um sich gegen Beutegreifer zur Wehr zu setzen, produziert sie ein hoch wirksames Gift, welches den toxischen Wirkstoff „MP1“ enthält. Als die Forscher dessen Wirkweise näher untersuchten, zeigte sich, dass MP1 mit Fettmolekülen („Lipide“) reagierte, die an der Oberfläche von Tumorzellen anders verteilt sind als bei gesunden Zellen, so die Mitteilung weiter. Durch die Reaktion waren große Löcher entstanden, durch welche Moleküle aus dem Zellinneren austreten konnten, die für das Funktionieren der Zelle essentiell sind. Die umliegenden gesunden Zellen wurden hingegen durch das Gift nicht geschädigt.

Weg zu einer neuen Klasse von Krebs-Medikamenten gegen Krebs?
Laut Dr. João Ruggiero Neto könne dies möglicherweise auf die einzigartigen Eigenschaften der Krebszellmembranen zurückzuführen sein. „Aufgebaut in nur Sekunden, sind diese großen Poren groß genug, um ausschlaggebende Moleküle wie RNA und Proteine durchzulassen“, so der Co-Autor der Studie von der São Paulo State University in Brasilien.

„Eine Krebstherapie, die die Flüssigkeitszusammensetzung der Zellmembran angreift, wäre ein Weg zu einer neuen Klasse von Medikamenten gegen Krebs“, erklärt Paul Beales von der britischen University of Leeds und Co-Autor der Studie in der Mitteilung. „Damit könnten neue Kombinationstherapien entwickelt werden, wo mehrere Medikamente parallel gegen Krebs eingesetzt werden, um ihn gleichzeitig von mehreren Seiten zu attackieren“, so Paul Beales weiter.

Nur wenige neu entdeckte Substanzen werden als Medikament zugelassen
Doch die Forschung stehe hier noch am Anfang, räumen die Wissenschaftler ein. Daher seien nun weitere Studien notwendig, um erkennen zu können, ob MP1 sicher und wirksam bei der Behandlung von Krebs-Patienten eingesetzt werden könne. Bevor eine neue Entdeckung wie das Wespengift jedoch als Wirkstoff zugelassen wird, sind normalerweise jahrelange Forschungen nötig, zudem schafft es nur ein minimaler Teil der getesteten Substanzen am Ende überhaupt, ein reguläres Medikament zu werden. (nr)
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Wissenschaftler: Wespen-Gift kann bald Krebs heilen



Brasilianische Wespenart gibt Hoffnung auf neuartige Krebs-Medikamente
Wespen sind normalerweise eher unbeliebt und sorgen durch ihre schmerzhaften Stiche häufig für Angst. Doch eine bestimmte Art aus dem Südosten Brasiliens könnte nun dafür sorgen, dass die gelb-schwarzen Insekten zukünftig freundlicher betrachtet werden. Denn Wissenschaftler der Sao Paolo State University und der britischen University of Leeds kamen in Laborversuchen zu einem faszinierenden Ergebnis. Demnach könne das Gift der Art „Polybia paulista“ Tumorzellen angreifen, ohne dabei die gesunden Zellen zu schädigen.
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Gift der Polybia paulista wirkt offenbar nur gegen Tumorzellen
Wespen als Wunderwaffe im Kampf gegen Krebs? Was zunächst eher nach Science-Fiction klingt, könnte möglicherweise in Zukunft tatsächlich möglich sein. Denn offenbar kann das Gift einer aus Südamerika stammenden Wespe gegen Tumorzellen wirken, ohne dabei die gesunden Zellen anzugreifen. Dies berichtet die britische University of Leeds in einer aktuellen Mitteilung. Dadurch könne der toxische Wirkstoff „MP1“ im Gift des Insekts unter Umständen die Grundlage für neue Krebsmedikamente bilden. Das wäre ein immenser Fortschritt, denn derzeitige Medikamente können nicht zwischen den verschiedenen Zellen unterscheiden.

Wespengift gegen Krebs-Tumore? Eine Studie gibt Hoffnung. Bild: vitanovski - fotolia
Wespengift gegen Krebs-Tumore? Eine Studie gibt Hoffnung. Bild: vitanovski – fotolia

Toxischer Wirkstoff „MP1“ reagiert mit speziellen Fettmolekülen
Bei der untersuchten Wespe handelt es sich laut der Universität um die Art „Polybia paulista“, welche in Brasilien beheimatet ist und als aggressives Insekt gilt. Um sich gegen Beutegreifer zur Wehr zu setzen, produziert sie ein hoch wirksames Gift, welches den toxischen Wirkstoff „MP1“ enthält. Als die Forscher dessen Wirkweise näher untersuchten, zeigte sich, dass MP1 mit Fettmolekülen („Lipide“) reagierte, die an der Oberfläche von Tumorzellen anders verteilt sind als bei gesunden Zellen, so die Mitteilung weiter. Durch die Reaktion waren große Löcher entstanden, durch welche Moleküle aus dem Zellinneren austreten konnten, die für das Funktionieren der Zelle essentiell sind. Die umliegenden gesunden Zellen wurden hingegen durch das Gift nicht geschädigt.

Weg zu einer neuen Klasse von Krebs-Medikamenten gegen Krebs?
Laut Dr. João Ruggiero Neto könne dies möglicherweise auf die einzigartigen Eigenschaften der Krebszellmembranen zurückzuführen sein. „Aufgebaut in nur Sekunden, sind diese großen Poren groß genug, um ausschlaggebende Moleküle wie RNA und Proteine durchzulassen“, so der Co-Autor der Studie von der São Paulo State University in Brasilien.

„Eine Krebstherapie, die die Flüssigkeitszusammensetzung der Zellmembran angreift, wäre ein Weg zu einer neuen Klasse von Medikamenten gegen Krebs“, erklärt Paul Beales von der britischen University of Leeds und Co-Autor der Studie in der Mitteilung. „Damit könnten neue Kombinationstherapien entwickelt werden, wo mehrere Medikamente parallel gegen Krebs eingesetzt werden, um ihn gleichzeitig von mehreren Seiten zu attackieren“, so Paul Beales weiter.

Nur wenige neu entdeckte Substanzen werden als Medikament zugelassen
Doch die Forschung stehe hier noch am Anfang, räumen die Wissenschaftler ein. Daher seien nun weitere Studien notwendig, um erkennen zu können, ob MP1 sicher und wirksam bei der Behandlung von Krebs-Patienten eingesetzt werden könne. Bevor eine neue Entdeckung wie das Wespengift jedoch als Wirkstoff zugelassen wird, sind normalerweise jahrelange Forschungen nötig, zudem schafft es nur ein minimaler Teil der getesteten Substanzen am Ende überhaupt, ein reguläres Medikament zu werden. (nr)
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Noroviren: Über 110 Menschen an Magen-Darm-Infekt erkrankt



Behörden in Birkenfeld rechnen mit weiteren Fällen
Im rheinland-pfälzischen Birkenfeld sind mehr als 100 Personen an einer Magen-Darm-Infektion erkrankt. Wie die Kreisverwaltung berichtet, seien vor allem Teilnehmer eines Ausbildungslehrgangs des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie Mitarbeiter und Patienten der DRK Elisabeth-Stiftung in Birkenfeld betroffen. Derzeit gehen die Behörden von Noroviren als Ursache für die vielen Infektionen aus.
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Typische Symptome nach Essen in der DRK-Mensa
In der Kleinstadt Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) sind Dutzende Menschen an einem Magen-Darm-Infekt erkrankt. Betroffen seien laut der Kreisverwaltung vor allem Personen, die in der Elisabeth-Stiftung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Ausbildungslehrgang besucht hatten, aber auch zahlreiche Patienten und Mitarbeiter aus dem dazugehörigen Krankenhaus.

Über 110 Fälle von Norovirus aufgetreten. Bild: VadimGuzhva - fotolia
Über 110 Fälle von Norovirus aufgetreten. Bild: VadimGuzhva – fotolia

Die typischen Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall waren demnach Mittwochabend vor allem bei denjenigen aufgetreten, die in der Mensa der DRK-Einrichtung gegessen hatten. Donnerstag Nachmittag war noch von 80 Erkrankten berichtet worden, mittlerweile sei die Zahl der Betroffenen jedoch auf 110 gestiegen.

33 der Erkrankten würden sich derzeit noch in stationärer Behandlung befinden, seien aber nach Angaben der Klinikleitung alle auf dem Weg der Besserung. „Niemand befindet sich in einem kritischen Gesundheitszustand“, so die Information der Kreisverwaltung Birkenfeld.

Noroviren in zwei von sechs Proben nachgewiesen
Nach der ersten Analyse von Stuhlproben würde von Noroviren als Ursache ausgegangen. Diese hätten vom Landesuntersuchungsamt (LUA) in zwei von sechs Proben nachgewiesen werden können. „Zusammen mit der geschilderten Symptomatik und der Dynamik des Geschehens spricht dieser Befund für Noroviren als wahrscheinliche Ursache des Krankheitsgeschehens“, wird das LUA in der Mitteilung zitiert. Weitere Untersuchungen würden demnach am heutigen Freitag folgen, aufgrund des bisherigen Verlaufs sei jedoch mit noch mehr Erkrankungen zu rechnen.

Katastrophenschutz hebt Absperrung wieder auf
Bereits am Donnerstagabend hob der Katastrophenschutz die Absperrung des Geländes wieder auf, nachdem die Verwaltung zuvor Katastrophenalarm ausgelöst und den gesamten Bereich abgeriegelt hatte. Die Elisabeth-Stiftung habe jedoch die betroffenen Patienten „räumlich isoliert und umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen ergriffen“, zudem würde der Lehrgangsbetrieb heute ausgesetzt, so der Bericht. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollten Erkrankte zu Hause unbedingt bestimmte Hygienemaßnahmen beachten, wie z.B. die sorgfältige Toiletten- und Händehygiene sowie das Waschen von Leib- und Bettwäsche bei mindestens 60 °C. (nr)
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