Tödliche Tampons: 13-Jähriges Mädchen starb an Toxischem Schocksyndrom



Toxisches Schocksyndrom: 13-jähriges Mädchen starb wegen eines Tampons
Ein 13-jähriges Mädchen aus Großbritannien starb, weil es vergaß, den Tampon zu wechseln. Die Schülerin klagte im Urlaub über Übelkeit, Fieber und Durchfall. Die Infektion, das Toxische Schocksyndrom (TSS), wurde zu spät richtig diagnostiziert. Die seltene Krankheit wird oft zu spät erkannt.
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13-jähriges Mädchen starb an seltener Krankheit
Die 13-jährige Jemma-Louise Roberts wurde während eines Familienurlaub plötzlich krank, bekam Fieber, litt an Übelkeit und Durchfall. Medienberichten zufolge wurde bei dem Mädchen aus dem Großraum Manchester in einer Klinik zunächst eine hochansteckende Norovirus-Erkrankung festgestellt. Der Arzt verordnete ihr strikte Bettruhe. Doch der Zustand der jungen Britin verschlechterte sich dramatisch. Ihre Eltern brachten die Teenagerin erneut ins Krankenhaus, wo schließlich das Toxische Schocksyndrom (TSS) diagnostiziert wurde. Verursacht wurde die Krankheit vermutlich durch einen Tampon. Eine Woche später war das Mädchen tot.

Lebensgefährlicher Tampon- Bild: Michal Ludwiczak - fotolia
Lebensgefährlicher Tampon- Bild: Michal Ludwiczak – fotolia

US-Modell verlor wegen der Bakterieninfektion ein Bein
Jemma-Louise Roberts starb bereits am 1. März 2014. Ihre Eltern haben sich nun dazu entschlossen, die Geschichte öffentlich zu machen, um andere Mädchen und deren Eltern zu warnen und ihnen das Schicksal ihrer eigenen Tochter zu ersparen. Die Mutter des Mädchens sagte gegenüber der regionalen Tageszeitung „Manchester Evening News“: „Wenn das auch nur einen Menschen retten kann, dann ist es das wert.“ Erst vor wenigen Monaten sorgte eine anderer TSS-Fall für weltweite Schlagzeilen. Lauren Wasser, ein bekanntes Vogue-Model verlor ihr Bein nachdem bei ihr das Toxische Schocksyndrom festgestellt worden war.

Toxisches Schocksyndrom meist durch Tampon verursacht
Bei TSS handelt es sich um eine Infektionskrankheit mit dem Bakterium Staphylococcus aureus. Zwar können die Bakterien theoretisch durch jede Wunde in den Körper eindringen, doch häufig gelangen die Erreger über Tampons in den Organismus, vor allem wenn diese zu lange im Körper bleiben. Typische Symptome sind neben dem hohen Fieber auch Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdruckabfall, Juckender Hautausschlag sowie ferner Muskelschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Eine Infektion kann auch zu schweren Kreislauf- und Organversagen führen. Zwar tritt die Krankheit mit einem Fall pro 200.000 Einwohner äußerst selten auf, kann aber tödlich enden, wie der Fall des jungen Mädchens aus Großbritannien zeigt. Oder auch im Fall eines 14-jährigen Mädchens aus Wales. Sie starb vor zwei Jahren ebenfalls wegen einem Tampon. Auch ihre Eltern hatten damals eine Kampagne gestartet, um besser über die seltene Krankheit aufzuklären. Wenn TSS rechtzeitig erkannt wird, könne Gesundheitsexperten zufolge normalerweise die Gabe von Antibiotika helfen. (ad)
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Karies bei Kleinkindern nimmt immer mehr zu



Mangelnde Zahnarztbesuche: Immer mehr Karies bei Kleinkindern
Bereits im Kleinkindalter müsste Experten zufolge der Zahnpflege mehr Beachtung geschenkt werden. Zwar fallen die Milchzähne irgendwann aus, doch Karies sollte auch bei den Unter-Drei-Jährigen Ernst genommen werden. Ein Problem seien mangelnde Besuche beim Zahnarzt.
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Fachleute schlagen Alarm
Gesundheitsexperten zeigen sich besorgt angesichts mangelnder Besuche von Kleinkindern beim Zahnarzt. Der Vize-Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dietmar Oesterreich, warnte zum Tag der Zahngesundheit, dass so bis zum dritten Lebensjahr kaum Aufklärung über Ernährung und Mundhygiene stattfinden könne. Laut einer Mitteilung der Nachrichtenagentur dpa erklärte er: „Wir haben festgestellt, dass in dieser Lebensphase im wahrsten Sinn des Wortes das Kind in den Brunnen fällt und die Milchzähne bereits kariös werden.“ Auch Milchzähne brauchen viel Pflege, mahnen Experten immer wieder. Den Angaben zufolge haben rund 15 Prozent der Unter-Drei-Jährigen in Deutschland Karies.

Karies: Immer mehr Kinder betroffen. Bild: annadanilkova22 - fotolia
Karies: Immer mehr Kinder betroffen. Bild: annadanilkova22 – fotolia

Nur wenige Kleinkinder kommen zur Früherkennungsuntersuchung
Laut dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kommt im Schnitt nur jedes dritte Kind unter sechs Jahren zu Früherkennungsuntersuchungen. Es sei außerdem erschreckend, „dass das tägliche Zähneputzen in vielen Kindertagesstätten eingestellt wurde“, meinte der stellvertretende GKV-Vorstandsvorsitzende Johann-Magnus von Stackelberg. Dies sei insbesondere für Kinder gefährlich, in deren Elternhaus das auch vernachlässigt werde. Seit 25 Jahren machen Mediziner mit dem Tag der Zahngesundheit auf die Bedeutung von Mundhygiene aufmerksam. In den vergangenen Jahren mussten sie leider berichten, dass immer mehr Kleinkinder an Karies leiden.

Behandlung von kleinen Kindern komplizierter
Oesterreich hob hervor: „Frühkindliche Karies ist entgegen dem allgemeinen Kariesrückgang sogar ein wachsendes Problem.“ Bei tieferen Zerstörungen sei häufig sogar eine Narkose nötig. In diesem Alter sei die Behandlung von Zahnproblemen nicht nur schmerzhaft, sondern auch komplizierter als bei Erwachsenen. Dem Experten zufolge sollten Eltern mit Durchbruch des ersten Zahns ihres Kindes regelmäßig zur Beratung in die Praxis kommen. Andere Fachleute haben in der Vergangenheit zudem darauf hingewiesen, dass Eltern die Zahnpflege ihrer Kinder bis zum Ende der Grundschule prüfen sollten, da es den Kleinen oft noch schwer fällt, alles richtig zu machen.

Fortschritte in den vergangenen Jahrzehnten
Allerdings sieht es nicht in jedem Gebiss düster aus: Während in den 1980er-Jahren laut der Bundeszahnärztekammer Zwölfjährige beispielsweise fast sieben kariöse Zähne hatten, machte zuletzt im Schnitt nur noch weniger als ein Zahn Probleme. In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten wurde allgemein viel erreicht. Das hat auch mit einem Umdenken zu tun. „Vor 25 Jahren waren Gesundheitssystem und zahnmedizinische Versorgung vornehmlich auf Reparatur ausgerichtet, Prophylaxe spielte kaum eine Rolle“, erklärte Oesterreich in einer Pressemitteilung. Heutzutage putzen sich über 80 Prozent der Deutschen zweimal täglich ihre Zähne – zumindest nach eigenen Angaben.(ad)
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Grüner Tee vielfach mit hoher Schadstoffbelastung



Stiftung Warentest: Nur fünf Grüntees erhielten gute Bewertung
Grüner Tee galt bis jetzt immer als sehr gesund. Dem Aufguss werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Vor rund einem Jahr stellte die Stiftung Warentest fest, dass viele Schwarzteesorten stark mit Stoffen belastet sind, die unsere Gesundheit schädigen.

Nun testete die Stiftung grünen Tee, leider mit ähnlich schlechten Ergebnissen. Getestet wurden 25 verschiedene Produkte. Egal ob lose, in Beuteln oder in Kapseln, jeder Tee wurde ausführlich auf Schadstoffe untersucht. Das Ergebnis war überraschend: In jeder der Proben fanden sich Schadstoffe.Die getesteten Produkte unterschieden sich außerdem stark im Preis. Die Preisspanne schwankte von 87 Cent bis 83 Euro je 100 Gramm.
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Einige der Grünen Tees waren so stark belastet, dass sie auf Dauer die Gesundheit gefährden können, warnt die Stiftung Warentest. Sieben Produkte waren so stark belastet, dass sie mit „mangelhaft“ beurteilt wurden. Sieben weitere Grüntees erzielten im Test lediglich die Bewertung „ausreichend“. Nur fünf enthielten sowenig von den unerwünschten Substanzen, dass sie mit „gut“ bewertet wurden. Insgesamt ist die Schadstoffbelastung des Grünen Tees damit durchaus kritisch zu bewerten.

Viele Grünteesorten sind mit Schadstoffen belastet. (Bild: NataliTerr/fotolia.com)
Viele Grünteesorten sind mit Schadstoffen belastet. (Bild: NataliTerr/fotolia.com)

Bei regelmäßigem Konsum ist ein Gesundheitsrisiko nicht auszuschließen
Vor einem Jahr fand die Stiftung in jedem getesteten Schwarztee schädliche Substanzen, in geringen bis hohen Mengen. Jetzt ergab der aktuelle Test mit Grüntee vergleichbar schlechte Ergebnisse. Bei höherem, regelmäßigen Konsum von einigen Waren sei ein Gesundheitsrisiko nicht auszuschließen, warnt die Stiftung. Der Test ergab aber auch, dass sich hohe Schadstoffgehalte in Tee vermeiden lassen. Fünf Produkte schnitten gut ab. Darunter waren drei Tees in Beuteln, ein Kapseltee und ein Matcha (zu feinstem Pulver zermahlener Grüntee – Matcha gilt als eine besonders edle Teesorte und ist entsprechend teuer). Die besten losen Tees erreichten lediglich die Note „befriedigend“.

Krebserregende Substanzen im Tee
In neun der 25 getesteten Tees fanden die Prüfer potenziell krebserregende Substanzen: Pyrrolizidinalkaloide und Anthrachinon. Nach Auffassung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) können Pyrrolizidinalkaloide vollständig in den Teeguss übergehen, erklärte die Stiftung Warentest.

In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass Pyrrolizidinalkaloide teilweise krebserregend wirken können, äußerte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“. Anthrachinon geht zu etwa einem Drittel in den Aufguss über, wie in Stichproben bei Schwarztees festgestellt wurde. Laborprüfungen ergaben indes, dass Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder Minerallölbestandteile praktisch nicht in den Tee übergehen.

Anders ist es bei Matcha Tee. Hier wird Grünteepulver aufgerührt und nicht aufgebrüht. PAK und Mineralölbestandteile sind zwar schlecht wasserlöslich, werden beim Matcha jedoch untergerührt und vollständig mitgetrunken. Deswegen wurden diese im Test strenger bewertet als die anderen Grüntees. Trotzdem gehört einer davon zu den besten Tees im Test.

Schadstoffe gelangen über Unkräuter in den Tee
Den Angaben der Stiftung Warentest zufolge gelangen die Schadstoffe vermutlich über Unkräuter, die mit gepflückt werden, in den Tee. Besonders gefährdet seien hierdurch Schwangere, stillende Mütter und Kinder. Diese sollten daher in keinem Fall über einen längeren Zeitraum regelmäßig größere Mengen Grünen Tee trinken, der einen hohen Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden enthält. Die sieben als „mangelhaft“ bewerteten Produkte sollten sie daher dringend meiden. Zu ihnen zählt der „chinesische Special Gunpowder G 601“ Tee, welcher als einer der schlechtesten Tees im Schadstofftest abschnitt. Hier stellten Tester zu hohe Rückstände von einem Pflanzen­schutzmittel fest.

Der Tee hätte nicht verkauft werden dürfen, da der gesetzliche Höchstgehalt überschritten wurde. Sechs weitere getestete Produkte waren laut Stiftung Warentest so stark belastet, dass sie lediglich die Bewertung „mangelhaft“ erhielten: Aldi Süd/Westcliff Grüner Tee; Kaufland/K-Classic Grüner Tee; Penny/Mayfair Grüner Tee Natur; Norma/Cornwall Grüner Tee Natur; Meßmer Feinster Grüner Tee und Netto Marken-Discount/ Captains Tea Grüner Tee nach asiatischer Tradition

Guter Grüntee kann durchaus Gesund sein
Wenn in Grünem Tee nicht zu viel Schadstoffe oder gesundheitsschädliche Rückstände enthalten sind, kann dieser durchaus ein gesundes Getränk sein. Tee enthält Stoffe wie Polyphenole, Flavonoide, Catechine, Gerbstoffe (Tannine) und Fluorid. Diesen werden positive gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben, erklärte Armin Valet gegenüber der dpa. Früher Studien hatten darüber hinaus bereits seine Wirkung als gesunder Radikalfänger nachgewiesen und Hinweise auf eine positive Wirkung des Grüntees auf das Gehirn ergeben. (as)
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Studie: Wissenschaftler unterscheiden 17 verschiedene Körperformen


Studie zu Zivilisationskrankheiten: Körperformen spielen eine wesentliche Rolle

Über Jahre hinweg haben Forscher in Leipzig das Ausmaß von Zivilisationskrankheiten untersucht. Bei manchen Körperformen besteht ein höheres Risiko für bestimmte Krankheiten. Die Wissenschaftler unterscheiden nicht nur in die bekannte Apfel- und Birnenform, sondern insgesamt in 17 verschiedene Körperformen.
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Volkskrankheiten auf der Spur
Im Jahr 2010 starteten Wissenschaftler des interdisziplinären Forschungsverbunds LIFE (Leipziger Interdisziplinärer Forschungskomplex zu molekularen Ursachen umwelt- und lebensstilassoziierter Erkrankungen) ein Langzeitprojekt, um Volkskrankheiten wie Adipositas oder Diabetes auf den Grund zu gehen. Während sie jahrelang den Volkskrankheiten auf der Spur waren, stellten sie unter anderem fest, dass die bislang gängige Einteilung in Birnen- oder Apfelform nicht ausreicht. Die Wissenschaftler teilten die Studienteilnehmer in insgesamt 17 verschiedene Körperformen ein.

Nicht nur Apfel oder Birne: 17 verschiedene Körperformen. Bild: denisdubrovin - fotolia
Nicht nur Apfel oder Birne: 17 verschiedene Körperformen. Bild: denisdubrovin – fotolia

Einteilung in Apfel- und Birneneform reicht nicht aus
Schon seit längerem bekannt ist, dass Männer Fetteinlagerungen vor allem im Bauchbereich bilden und damit eher zum Verteilungstyp Apfel zählen, während Frauen eher ein birnenförmiges Verteilungsgmuster zeigen und demnach an Oberschenkeln und Po vermehrt Fettpolster ansetzen. Doch es gibt dabei nicht nur Ausnahmen, sondern auch noch weitere Kategorisierungen, etwa die sogenannten Chillies: beneidenswerte Menschen, die scheinbar nie ein Gramm Fett ansetzten. In einem aktuellen Beitrag berichtet die „Welt“ online über das Projekt des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen, bei dem insgesamt 10.000 Menschen aus der Region Leipzig – unter anderem im Hinblick auf ihre Körperform – untersucht wurden.

Mit der 3D-Bodyscan-Technik wurde in LIFE eine neue Methode eingesetzt, um Körperformen und Fettverteilung zu erfassen. „Es reicht nicht aus, die Menschen nur nach Apfel- und Birnenform zu unterscheiden“, meinte Henry Löffler-Wirth, der die Daten ausgewertet hat. „Insgesamt haben wir 17 verschiedene Körperformen bei unseren Leipziger Teilnehmern unterscheiden können.“

Wo Menschen Fett ansetzen
Acht der 17 Formen beschreiben übergewichtige Menschen mit einem Body-Mass-Index, der oberhalb von 25 liegt. Die verschiedenen Formen wurden in männliche, weibliche und vier weitere Kategorien eingeteilt. Wie Löffler-Wirth erklärte, handelt es sich bei den nicht geschlechtsspezifischen Formen um zwei androgyne Muster und zwei, bei denen das Übergewicht so groß ist, dass sich Mann und Frau nicht mehr unterscheiden lassen. Maßgeblich sei insbesondere, wo genau die Menschen Fett ansetzen. „Manche legen besonders am Bauch zu, andere haben die Polster im Po. Aber es gibt auch welche, die haben besonders dicke Arme und keinen Hals mehr“, so der Wissenschaftler. Zwar könne man den unterschiedlichen Formen Namen geben, die auf das besonders ausgeprägte Merkmal hinweisen, doch: „Erstens ist es kompliziert, das immer ganz genau festzulegen und zweitens wäre das auch wieder viel zu simpel. Es spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle.“

Frühzeichen bestimmter Erkrankungen
Es sollen verschiedene Untersuchungen folgen. So interessieren sich die Forscher für die Zusammenhänge zwischen der Körperform und Faktoren wie Bewegungsdaten, Ernährungsgewohnheiten, Sozialstatus oder Hormonstatus der Probanden. „Eine unserer Doktorandinnen möchte gern untersuchen, welche Zusammenhänge es da gibt“, sagte Löffler-Wirth: Wird Fettleibigkeit (Adipositas) durch bestimmte Hormone beeinflusst – oder ist es umgekehrt? Die Wissenschaftler hoffen, mit der neuen Einteilung am Ende Frühzeichen bestimmter Erkrankungen zu erkennen und Risikofaktoren besser abschätzen zu können. Auch die Aufklärung genetischer Mechanismen sei dafür entscheidend.

Im Rahmen des Projekts wurden in den vergangenen Jahren aufwendige Genanalysen durchgeführt. Dabei wurden sechs neue genetische Varianten entdeckt, die offenbar den Energiestoffwechsel beeinflussen. „Dies eröffnet perspektivisch Therapieansätze zur Behandlung von stoffwechselassoziierten Erkrankungen wie Übergewicht, Diabetes oder Herzerkrankungen“, erklärte Markus Scholz, Professor für genetische Statistik.

Frauen sprechen tiefer als angenommen
Die Forscher interessierten sich bei ihren Untersuchungen aber nicht nur für die verschiedenen Körperformen. Im Laufe der Jahre hatten die Leipziger Wissenschaftler immer wieder Zwischenberichte ihrer Studie bekannt gegeben. So wiesen sie im vorletzten Jahr darauf hin, dass es immer öfter zu psychischen Problemen und Depressionen bei Kindern kommt. Auch zur Stimmhöhe der Menschen wurden neue Erkenntnisse gewonnen. So haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass Frauen tiefer sprechen als bisher angenommen. „In der Fachliteratur ist bislang ausgewiesen, dass Frauen etwa eine Oktave höher sprechen als Männer“, erläuterte Christoph Engel vom Leipziger Institut für medizinische Informatik und Statistik.

Doch wie die Auswertung der Daten von 2.500 Probanden ergab, setzen Frauen ihre Stimme viel tiefer ein: „Statt einer ganzen Oktave liegt die Frauenstimme nur noch etwa eine Quinte – also die Hälfte des Wertes – über der Männerstimme“, so Prof. Dr. Michael Fuchs laut einer Mitteilung der Universität Leipzig. „Wir konnten damit weltweit erstmals bei einer so großen Gruppe die Normwerte von Stimmen ermitteln“, sagte Engel. Allerdings müsse noch erforscht werden, ob Frauen ihre Stimme bewusst tiefer legen oder ob es hormonelle Ursachen gibt. Laut den Wissenschaftlern sind die Werte in jedem Fall wichtige Parameter für die klinische Bewertung von Stimmstörungen. Die LIFE-Studie, die Ende 2014 zu Ende ging, soll die Basis für weitere Untersuchungen sein, die im Herbst 2016 beginnen. (ad)
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Regen verursacht Pilz an Tomaten: Früchte und Blätter müssen weg



Tipps für Hobbygärtner: Bei Pilz an Tomaten müssen Früchte und Blätter weg
Am liebsten ernten wir Tomaten, wenn sie knallrot und prall sind. Doch das nasskalte Herbstwetter macht Hobbygärtner oft einen Strich durch die Rechnung und lässt die Früchte noch am Strauch verfaulen. Fleckige Blätter sollten daher regelmäßig entfernt werden.
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Flecken auf Früchten oder Blättern
Zwar werden sie am liebsten prall und knallrot geerntet, doch eigentlich sagt die Farbe von Tomaten nichts über den Geschmack aus, wie Obst- und Gemüsebauern gerne erklären. Allerdings kann man aus der Farbe oft schließen, ob die Früchte reif sind. Und auch aus Verfärbungen können Rückschlüsse gezogen werden. Beispielsweise weisen dunkle Flecken auf Tomaten auf einen Kalziummangel hin. Und Flecken auf den Blättern – insbesondere im unteren Teil der Pflanze sowie im schattigen Bereich des Beetes – sind typische Symptome für Kraut- und Braunfäule.

Die Blätter von Tomaten fangen schnell Pilz ein. Bild: bidaya - fotolia
Die Blätter von Tomaten fangen schnell Pilz ein. Bild: bidaya – fotolia

Herbstregen verursacht Fäule
Die Fäule an den Tomatensträuchern wird derzeit verstärkt durch den Herbstregen verursacht, wie von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) berichtet wurde. Die Profis der Bayerischen Gartenakademie an der LWG empfehlen, diese Blätter regelmäßig zu entfernen. Ein weiteres Problem der plötzlich überreichen Wasserversorgung und der hohen Luftfeuchtigkeit ist, dass viele Tomaten aufplatzen, zum Teil noch in unreifem Zustand. Auch diese sollten entfernt werden, bevor sie Essigfliegen anlocken. Am besten pflücken Hobbygärtner sie mehrmals wöchentlich aus. Solche Früchte, auch erst hellrote, lassen sich gut zu Suppe oder Püree verarbeiten. (ad)
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