Studie: Nasebohren erhöht das Risiko lebensgefährlicher Lungenentzündungen

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Eltern können sich bei ihren Kindern mit gefährlichen Keimen infizieren

Mit dem Finger in der Nase zu bohren, kann das Risiko für die Entstehung einer lebensgefährlichen Lungenentzündung erhöhen. Dafür verantwortlich ist die Übertragung von Keimen zwischen den Händen und der Nase. Hier wird deutlich, wie wichtig eine ausreichende Hygiene der Hände für unsere Gesundheit sein kann. Aber nicht nur die eigenen Hände müssen sauber sein, gerade Kinder mit schmutzigen Händen können die Keime ebenfalls auf andere Menschen übertragen.
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Die Wissenschaftler der Liverpool School of Tropical Medicine stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass eine Übertragung von Keimen zwischen Hand und Nase das Risiko einer Lungenentzündung erhöht. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in dem englischsprachigen Fachblatt „European Respiratory Journal“.

Studie: Nasebohren Erhöht Das Risiko Lebensgefährlicher Lungenentzündungen
Gerade kleine Kinder bohren häufig in der Nase. Mediziner fanden heraus, hierdurch gefährliche Keime von den Händen in die Nase übertragen werden, was beispielsweise zu einer lebensgefährlichen Lungenentzündung führen kann. (Bild: MAK/fotolia.com)

Ältere Menschen sind besonders anfällig

Eltern sollten darauf achten, dass die Spielsachen und Hände ihrer Kinder sauber und gewaschen sind, weil gerade Kinder häufig in ihrer Nase bohren, wodurch die Gefahr infektiöser Atemwegserkrankungen steigt. Außerdem kann eine Verunreinigung der Kinderhände die Bakterien auch auf andere Menschen übertragen. Ältere Mitmenschen sind dann besonders gefährdet, weil sie anfällig für Infektionen sind, erläutern die Forscher.

Pneumokokken-Infektion führt zu Millionen von Todesfällen jährlich

Pneumokokken-Infektionen sind weltweit eine der Haupttodesursachen und es wird geschätzt, dass sie jährlich für 1,3 Millionen Todesfälle bei Kindern im Alter unter fünf Jahren verantwortlich sind, erklärt die Studienautorin Dr. Victoria Connor vom Royal Liverpool Hospital. Ältere Menschen und Menschen mit anderen Ursachen einer beeinträchtigten Immunität, wie beispielsweise chronischen Erkrankungen, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Pneumokokken-Infektionen. Das derzeitige Verständnis der Übertragung von Pneumokokken ist relativ schlecht, daher wollten die Wissenschaftler genau untersuchen, wie sich Pneumokokken in der Gemeinschaft verbreiteten. Ein klareres Verständnis darüber zu haben, wie die Bakterien verbreitet werden, könne helfen, die Übertragung zu vermeiden, was zur Folge hätte, dass auch die Pneumokokken-Infektionen verhindert werden könnten.

Bakterien können teilweise das Immunsystem von Kindern stärken

Die Forscher fanden heraus, dass die Bakterien von den Händen auf die Nase übertragen werden können, egal ob die Menschen in der Nase bohren oder einfach nur an ihrer Nase kratzen. Es sei allerdings nicht realistisch erreichbar, dass alle Kinder mit dem Bohren in der Nase oder dem Kratzen an der Nase aufhören, sagt Dr. Connor. Das Vorhandensein von Bakterien kann manchmal sogar das Immunsystem von Kindern stärken, fügt die Expertin hinzu. Somit sei unklar, ob eine vollständige Verringerung der Verbreitung von Pneumokokken bei Kindern die beste Option ist. Saubere Hände von Kindern verringern aber wahrscheinlich die Verbreitung von Pneumokokken bei älteren Verwandten oder Angehörigen mit einem anfälligen Immunsystem.

Verbesserte Handhygiene würde besonders älteren Menschen helfen

Die Gewährleistung einer guten Handhygiene und die Reinigung von Spielzeugen oder Oberflächen könne wahrscheinlich die Übertragung von Keimen reduzieren und das Risiko einer Pneumokokken-Infektion verringern, resümieren die Forscher. So würden weniger Menschen an einer Lungenentzündung erkranken. Die aktuelle Studie bestätigt erstmals, dass Pneumokokken durch direkten Kontakt und nicht nur durch das Einatmen von Bakterien in der Luft übertragen werden können, erläutern die Wissenschaftler. (as)

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